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Über dieses Buch

​Die Vernetzung der Menschheit über den mobilen Internetzugang fand ihren Durchbruch im 21. Jahrhundert. Den Anstoß dazu lieferte das Apple iPhone in Kombination mit der kabellosen Übertragungstechnologie UMTS im Jahr 2007. Mit den UMTS-Nachfolgetechnologien LTE und LTE-Advanced findet erneut ein Durchbruch statt, der den Markt für (mobile) Internetzugänge nachhaltig verändern wird. Conrad Neumann liefert mit Hilfe der Spieltheorie Antworten auf die strategischen Herausforderungen der Mobilfunknetzbetreiber sich in dieser neuen Welt optimal zu positionieren und zu agieren. Gleichermaßen werden für den Wettbewerbshüter daraus resultierende Gefahren sowie mögliche Gegenmaßnahmen zur Aufrechterhaltung eines wirkungsvollen bzw. fairen Wettbewerbs aufgezeigt.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

I. Problemstellung

Zusammenfassung
Die Mobiltelefonie, heute globaler Standard mit über 4 Milliarden Nutzern weltweit, begann in Deutschland als einem der Vorreiterländer mobiler Kommunikation mit seinem ersten öffentlichen Funknetz im Jahr 1958, dem sog. A-Netz(vgl. Gerum et al. 2005, S. 10). Diese erste Mobilfunkgeneration (kurz: 1G) arbeitete ausschließlich analog und bot lediglich einfache Sprachübertragung. Datenübertragung bzw. der Zugang zum Internet über ein mobiles Endgerät, wie es heute durch Smartphones, Tablet Computer oder Netbooks möglich und üblich ist, waren weder vorgesehen noch besonders gefragt1. Auch war das Telefonieren im Ausland (sog. Roaming) mit einem für das deutsche Mobilfunknetz entwickeltem Endgerät kaum möglich, da weltweit unterschiedliche Mobilfunkstandards zum Einsatz kamen. Nur Portugal und Südafrika betrieben den in Deutschland entwickelten Funkstandard. Aufgrund dieser Inkompatibilität schlossen sich in den 80iger Jahren mehrere europäische Telekommunikationsunternehmen zu einer Arbeitsgruppe zusammen, die unter dem Namen Groupe Spécial Mobile(später in Global System for Mobile Communications, kurz: GSM, umbenannt) den gleichnamigen Funkstandard für ganz Europa entwickelten. Dieser, heute als zweite Mobilfunkgeneration (2G) bekannt, wurde 1992 in Deutschland eingeführt und arbeitete erstmals auf digitaler Basis. Die Mobilfunkpenetration in Deutschland betrug zu diesem Zeitpunkt ca. 1 %. Mit Öffnung des Telekommunikationsmarktes für Wettbewerber im gleichen Jahr konnte sich der neue Standard über massive Preissenkungen sowie leichtere und kleinere Endgeräte zügig am deutschen Markt etablieren und gegenüber dem analogen Standard „ungebremst“ ausbreiten2. Für die Mobilfunknetzbetreiber bedeutete diese Entwicklung in den Folgejahren ein enormes Kunden- und Gewinnwachstum, da der Markt bis dato faktisch unerschlossen war.
Conrad Neumann

II. Upgradeverhalten konkurrierender Mobilfunknetzbetreiber

Zusammenfassung
Die Mobiltelefonie als eine der wichtigsten Errungenschaften des 20. Jahrhunderts wurde erstmalig im Jahr 1958 mit dem sog. A-Netzin Deutschland eingeführt. Mit einer nur geringen Übertragungskapazität von weniger als 0,01 Mbps und „mobilen“ Endgeräten so groß wie ein Autokofferraum konnten zunächst nur 11.000 Kunden an der mobilen Kommunikation teilnehmen. Mit Einführung des B-Netzesim Jahr 1972, welches einige technische Neuerungen gegenüber dem A-Netz aufwies, erweiterte sich diese Zahl erst auf 16.000, später dann unter Hinzunahme der Kapazitäten aus dem abgeschalteten A-Netz auf 27.000 Kunden. Acht Jahre danach wurde schließlich mit dem C-Netzder dritte und letzte Mobilfunkstandard der analogen Generation, wieder mit einigen technischen Neuerungen sowie einer deutlich größeren Kapazität, in Deutschland eingeführt und bot erstmalig rund 850.000 Kunden Zugang zur Mobilkommunikation. Die Größe der Endgeräte hatte sich mittlerweile auf die eines Schuhkartons reduziert, sie waren aber mit einem Gewicht von 4,6 kg und einem Preis von über 2.000 € pro Gerät alles andere als massentauglich.
Conrad Neumann

III. Auswirkungen fundamentaler Innovationen auf den Mobilfunkwettbewerb

Zusammenfassung
Mit Abschluss der LTE-Frequenzauktion vom Mai 2010 ist den deutschen Mobilfunknetzbetreibern eine Technologie zur Verfügung gestellt worden, mit der die zunehmend knappen Übertragungskapazitäten in den deutschen Mobilfunknetzen zu wesentlich geringeren Kosten als mit der Vorgängertechnologie UMTS ausgeweitet werden können (siehe Abb. III.1).
Conrad Neumann

IV. Das Mobilfunk-Festnetz-Substitutionsproblem der Mobilfunknetzbetreiber

Zusammenfassung
Wie schon in den vorherigen Kapiteln dargestellt, bringt die UMTS-Nachfolgetechnologie „Long Term Evolution“ einige Innovationen mit sich (siehe für eine Übersicht Abb. II.2 in Kapitel II), die einen nachhaltigen Einfluss auf den deutschen Mobilfunkund Telekommunikationsmarkt erwarten lassen. Darunter fallen neben der höheren Kosteneffizienz (Einfluss in Kapitel III untersucht) insbesondere die höhere Bandbreite (= maximal mögliche Übertragungskapazität beim Up- und Download von Daten im Internet) und die geringere Latenz- bzw. Pingzeit (= Reaktionszeit einer Informationsabfrage im Internet, z. B. die Abfrage von Aktienkursen). Wie Abb. IV.1 zeigt, erreichen bzw. übersteigen beide Merkmale im Mobilfunk unter Anwendung der LTETechnologie erstmals das Niveau stationärer DSL-Internetzugänge.
Conrad Neumann

V. Fazit

Zusammenfassung
Fundamentale Mobilfunkinnovationen, wie die UMTS- oder LTE-Technologie, sind aufgrund ihrer technischen Errungenschaften in der Regel mit einem erheblichen ökonomischen Einfluss auf den zugrundeliegenden Markt verbunden. So muss grundsätzlich davon ausgegangen werden, dass sich die früheren Preis-, Kosten-, Mengen- und die für die Netzindustrien wichtigen Kapazitätsstrukturen wesentlich verändern werden und sich hierdurch nachhaltige Auswirkungen auf den Mobilfunkwettbewerb ergeben können. Unter diesem Hintergrund wurde in dieser Arbeit die Einführung von LTE als eine fundamentale Mobilfunkinnovation im deutschen Mobilfunkmarkt aufgegriffen und ihr Einfluss auf die Marktparameter sowie die sich hieraus ergebenden Folgen für den zukünftigen Mobilfunkwettbewerb in Deutschland grundlegend untersucht.
Conrad Neumann

Backmatter

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