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Über dieses Buch

Peter Thilo Hasler gibt einen umfassenden Überblick über die Finanzierung von Fußballunternehmen am Kapitalmarkt durch Aktien oder Anleihen. Er schildert ausführlich, warum das häufig gegen Fußballaktien vorgebrachte Argument, wonach sportliche Erfolge für den Aktienkurs von höherer Bedeutung sind als wirtschaftliche Ereignisse, nicht gegen, sondern vielmehr für diese Asset-Klasse spricht. Ergänzt werden die Ausführungen durch detaillierte Informationen zu rechtlichen Vorschriften, Börsennotierung, Zeichnung und technischer Abwicklung im Zusammenhang mit der Begebung von Fußballanleihen und -aktien.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Die Finanzierung von Fußballunternehmen

Zusammenfassung
An der langfristigen Finanzierung von Fußballvereinen, die sich hinsichtlich ihrer Unternehmensgröße und ihres Jahresumsatzes problemlos mit Unternehmen des klassischen Mittelstands vergleichen lassen können und die unabhängig von ihrer Rechtsform nicht nur in den professionellen Ligen durchaus von ökonomischen Zielfunktionen geleitet sind, hat sich in den vergangenen Jahrzehnten nur wenig geändert. Im Vordergrund steht nach wie vor der klassische Hausbankenkredit: Mehr als die Hälfte des Fremdfinanzierungsvolumens im deutschen Lizenzfußball entstammte in der Saison 2012/2013 dieser Quelle – in den letzten Jahren allerdings mit rückläufiger Tendenz.
Peter Thilo Hasler

2. Die einzige deutsche Fußballaktie

Zusammenfassung
Unbemerkt von der breiten Öffentlichkeit stand Borussia Dortmund im Juni 2014 in der Relegation. Wie in diesen Fällen üblich wurden keine Einzelheiten des zweifellos dramatischen Kampfes bekannt, doch am Ende standen die beiden Auf- und Absteiger fest: Die Luftfahrtgesellschaft Air Berlin und der Druckmaschinenhersteller KBA mussten den SDAX, das Segment der 50 nach Marktkapitalisierung und Börsenumsatz kleinsten deutschen, in einem Index enthaltenen Unternehmen, verlassen, die Aktien der Baumarktkette Hornbach und von Borussia Dortmund durften dagegen den Aufstieg in ebendiesen feiern und von da an erstmals in der dritten deutschen Aktienliga „mitspielen“.
Peter Thilo Hasler

3. Fußballananleihen

Zusammenfassung
Hauptadressaten von Fananleihen sind, wie der Begriff bereits suggeriert, die treuesten Anhänger eines Vereins. Eine gezielte, direkte Ansprache institutioneller Investoren wie Fondsmanager und Kapitalsammelstellen, aber auch von unabhängigen Vermögensverwaltern oder Family Offices, findet bei der Platzierung von Fananleihen nicht statt. Auch Privatinvestoren, die nicht zum erweiterten Fanumfeld zählen, werden im Grunde genommen nicht adressiert. Das platzierbare Anleihevolumen ist damit unmittelbar von der Anzahl und der Zahlungsbereitschaft der Fans abhängig. Die Anzahl der Fans kann durch die Vereinsmitglieder, die durchschnittliche Zahl der Besucher bei Heimspielen und die Zahl der Facebook-Likes (Stand Oktober 2014) approximiert werden.
Peter Thilo Hasler

4. Fazit

Zusammenfassung
Ein erfolgreicher Börsengang – gleich, ob mit Aktien oder Anleihen – stellt eine grundsätzlich langfristige Finanzierungsalternative dar, die sich auch in der Verwendung der eingeworbenen Finanzmittel widerspiegeln sollte. Dabei eröffnet sich für den Emittenten eine erhebliche Verbreiterung des Finanzierungs-Mixes. Die häufig geäußerte Kritik, wonach Fußballaktien aufgrund des erheblichen Einflusses der Geschehnisse am Spieltag keine seriöse Finanzierungsquelle sein können, greift dagegen aus unserer Sicht ins Leere: Gerade die Bereitstellung einer wöchentlichen Leistungsbilanz ist ein starkes Argument für die Fußballaktie, zumal wenn diese mit einer klassischen Industrieaktie verglichen wird, deren Emittenten im Entry Standard noch nicht einmal zur Veröffentlichung von Q1- oder Q3-Berichten verpflichtet sind.
Peter Thilo Hasler

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