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23.08.2017 | Gebäudeautomation | Im Fokus | Onlineartikel

Die Nutzung von Smart Home-Anwendungen

Autor:
Christoph Berger

Laut einer repräsentativen Umfrage birgt der Smart Home-Markt noch enorme Wachstumspotenziale. Doch um diese zu heben, müssen noch einige Hürden genommen werden. Dazu zählen auch Vorbehalte der Verbraucher.

Eine vom Marktforschungsinstitut Splendid Research im Juni 2017 unter 1.021 Deutschen durchgeführte Umfrage zum Themenfeld Smart Home kommt zu dem Ergebnis, dass bereits 36 Prozent der Deutschen Smart Home-Anwendungen nutzen. Weitere 40 Prozent zeigen sich an derartigen Anwendungen interessiert. Allerdings lehnen aktuell auch etwa 24 Prozent Lösungen aus dem Bereich ab.

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Ein weiteres Umfrageergebnis ist, dass es vor allem Anwendungen aus den Kategorien Energiemanagement sowie Entertainment und Kommunikation sind, die bei Nutzern Anklang finden. Fast 60 Prozent der befragten Anwendungsnutzer besitzen Apps aus diesen Bereichen. Einen Zuwachs dürfte aufgrund der Antworten zukünftig im Bereich der Wohn- und Gebäudesicherheit festzustellen sein. Gerade die Gruppe der derzeitigen noch Nicht-Nutzer zeige hierbei Interesse. So heißt es auch im Kapitel „Ertragsmodelle im Internet der Dinge“ des Springer-Fachbuchs „Betriebswirtschaftliche Aspekte von Industrie 4.0“: „Die Vision des IoT findet heute in vielen Bereichen Anwendung. Besondere Beachtung finden zum Beispiel die Bereiche ‚Industrie 4.0‘ mit dem Fokus auf intelligenten Fertigungssystemen und Produktionsanlagen, ‚Smart Energy‘ mit der Einbindung vernetzter Energiezähler sowie ‚Smart Home‘ mit Lösungen wie intelligenten Thermostaten und Sicherheitssysteme.“

Privatsphäre und Hacker-Attacken

Auch wenn die Potenziale erkannt sind, in der Befragung wurde auch festgestellt, dass die Nutzerquote in den letzten beiden Jahre zwar stieg, sich das Wachstum aber zuletzt verlangsamte. Als Hemmnisse für einen weiteren Zuwachs identifizierte das Institut die unübersichtliche Marktsituation sowie ernste Vorbehalte der Verbraucher. Zusätzlich würden sich seitens der Hersteller Kommunikationsdefizite zeigen sowie eine mangelhafte Berücksichtigung der unterschiedlichen Verbraucherprofile.

Festgemacht wird dies an den Umfrageergebnissen: So gab ein Drittel der Befragten an, keinen Smart Home-Anbieter zu kennen; die Mehrheit aktueller Nutzer konnte nicht zwischen den Herstellern selbst und deren spezifischen Smart Home-Produkten unterscheiden. Und: 55 Prozent der Nutzer waren sich nicht darüber bewusst, dass sie bereits im Besitz einer Smart Home-Anwendung sind.

Darüber hinaus gab über die Hälfte der Befragten an, sich Sorgen um die eigene Privatsphäre zu machen, ein Drittel fürchtet Hacker-Attacken. Und auch die Sorgen der Interessenten vor Problemen bei Einbau und alltäglichem Einsatz der Smart Home-Anwendungen werden durch die Äußerungen aktueller Nutzer bestätigt. So gab ein Drittel der Nutzer an, der Einbau der Anwendungen hätte sie überfordert.

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