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Über dieses Buch

Christine Neubert geht der sozialen Relevanz der gebauten Umgebung nach. Mit ihrer ethnografischen Studie schließt sie eine Forschungslücke, denn der Einfluss von Architektur auf den unendlichen Strom alltäglicher sozialer Praxis ist so selbstverständlich wie noch wenig empirisch untersucht. Die Autorin erforscht am Beispiel verschiedener Arbeitskontexte die Wirksamkeit von Architektur, ihre Widerständigkeit und ihre je spezifischen materiellen Qualitäten. Auf der Gegenstandsebene ist die Studie damit ein Beitrag zur Erschließung des Wechselverhältnisses von beruflicher Arbeit und Architektur und auf der konzeptionellen Ebene ein Beitrag zur materialitätstheoretischen Erweiterung der bestehenden Architektursoziologie und der praxistheoretischen Forschung zur Materialität des Sozialen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung

Der Ausgangspunkt der diesem Buch zugrundeliegenden Forschungstätigkeit liegt in der Frage, wie wir im Alltag Architektur erfahren. Welche Aspekte der gebauten Umgebung spielen im alltäglichen Leben welche Rolle, wie und was von der Architektur nehmen wir wahr? Dabei geht es, wie sich herausstellt, sowohl um konkrete Begegnungen mit dem Gebauten als auch um die Bemerkung des Gewohnten und Alltäglichen.
Christine Neubert

Kapitel 2. Alltagserfahrung im Blick? Zum Stand aktueller soziologischer Architekturforschung

Während Heike Delitz in Gebaute Gesellschaft noch damit einleiten musste, dass sie voraussetzt, Architektur mache hinsichtlich des Sozialen einen Unterschied (vgl. Delitz 2010: 11), wird diese Einsicht heute kaum noch in Abrede gestellt. Jedoch ist damit noch nicht hinreichend geklärt, von welchen Wirkungsverhältnissen und welchen Unterschiedsbekundungen die Rede ist, und aus welcher wissenschaftlichen Haltung heraus diese behauptet werden.
Christine Neubert

Kapitel 3. Erfahrungen machen. Methodologische und theoretische Anbindungen

Die explizite Frage nach der Empirie und Methodologie ist eine, die innerhalb der soziologischen Architekturforschung bisher eher hinten angestellt wurde. Auch Heike Delitz hat sich, wie schon angedeutet, bei einer Prognose ihrer Entwicklung eher bedeckt gehalten und konstatiert: „diese Methodenfrage ist vielleicht die schwerste“ (Delitz 2010: 209).
Christine Neubert

Kapitel 4. Anlage der Untersuchung und forschungspraktische Umsetzung

Für die Durchführung der Studie habe ich fünf Arbeitsfelder bzw. ihre Teilnehmerinnen begründet ausgewählt: Bibliothekare in einer wissenschaftlichen Bibliothek, Laboranten in einem biochemischen Labor, Kunstschaffende in ihren Ateliers, Werker in einem Industriebetrieb und Museumsaufsichten und -pädagogen in einem Kunstmuseum. Die Auswahl dieser Arbeitsfelder erfolgte durch die Strategie des minimalen und maximalen Kontrastierens, wie es der iterative Forschungsstil der Grounded-Theory nahelegt (vgl. Strauss 1994) und in ähnlicher Weise auch für die „Herstellung des Feldes“ innerhalb der Ethnografie beschrieben werden kann (vgl. Breidenstein et al. 2013: 45f.).
Christine Neubert

Kapitel 5. Zur Struktur und Praxis architektonischer Erfahrung

Die grundlegende Frage nach der Bedeutung der gebauten Umgebung im Arbeitsalltag wird anhand der analytischen Auffächerung von Struktur und Praxis alltäglicher architektonischer Erfahrung umgesetzt. Mithilfe des heuristischen Suchbegriffs der Widerständigkeitserfahrung werden drei Hinsichten in der Begegnung mit der gebauten Umgebung im Alltag herausgestellt.
Christine Neubert

Kapitel 6. Zur Ausdifferenzierung architektonischer Erfahrungsqualität und Materialität

Eine Konsequenz des Ordnungsvorschlags alltäglicher Architekturerfahrung besteht in der Feststellung von Varianz und Vielfalt architektonischer Widerständigkeiten. Es wurde bislang innerhalb der soziologischen Architekturforschung zwar von einer Aktivität der Architektur gesprochen, wie und inwiefern sich diese Aktivität jedoch im Detail darstellt und ausdifferenziert, blieb eher vage.
Christine Neubert

Backmatter

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