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2017 | Buch

Gebrauchstexte schreiben

Systemische Textmodelle für Journalismus und PR

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Über dieses Buch

Wie kann man komplexe Sachverhalte oder schwer darstellbare Themen verständlich aufbereiten? Wie finden die Leserinnen und Leser den Weg zum Verständnis solcher Gebrauchstexte? Aus Modellen der Textverständlichkeit und systemischen Strukturen der Texterfassung entwickelt das Buch praxisorientierte Modelle für unterschiedliche journalistische Textsorten bis hin zu Flyern, Websites, Serien und Dossiers.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter
Chapter 1. Einleitung
Zusammenfassung
Dieses Buch liefert eine Methodik für Textprofis: Journalistinnen und PR-Profis, Laientexter und Autorinnen, die in relativ kurzen Texten komplexe Sachverhalte oder wichtige Informationen weitergeben müssen. Ihre Zielgruppen haben eins gemeinsam: Es handelt sich um ein Publikum, von dem anzunehmen ist, es werde sich nicht in hundertprozentiger Konzentration dem Text widmen.
Gisela Goblirsch
Chapter 2. Was zum Textverständnis nötig ist
Zusammenfassung
Texte zu schreiben setzt Grundwissen über das Verstehen von Texten voraus. Was heißt es, einen Text verstehen zu können? Hier finden Sie die Hintergrundinformation dazu.
Gisela Goblirsch
Chapter 3. Probleme lösen mit neutralen und emotionalen Texten
Zusammenfassung
Wer weiß, wie Denken und Erinnern funktioniert, kann gute Texte verfassen, die im Gedächtnis bleiben. Das folgende Kapitel greift auf Gehirnforschung zurück, beschäftigt sich mit der Sprachlogik und gibt einige Einblicke in menschliches Denkverhalten. Es kann und will keinen wissenschaftlichen Diskurs bieten, sondern bricht die Erkenntnisse verschiedener Fachrichtungen auf das Verfassen nutzbarer Texte herunter.
Gisela Goblirsch
Chapter 4. Die „neutrale Schnecke“ oder: So schreiben Sie einen Bericht über ein vergangenes Ereignis
Zusammenfassung
Ein Bericht oder neutraler Text verfolgt von der Wortwahl und von der Struktur her keine eindeutig gerichtete Absicht außer zu informieren. Natürlich handelt es sich dabei nicht um Rohinformation, sondern um eine gestaltete Auswahl von Information. In diesem Sinne erfolgt ganz automatisch eine Steuerung der Gedanken des Lesers und damit eine Einschränkung der kompletten Neutralität. Anhand von Strukturen und Wortwahl wird dieses neutrale Textsystem erklärt. Das Kapitel zeigt, wie die gewünschte Wirkung entsteht, durch welche textlichen Bausteine Vergangenheit erzählbar wird, und wie der persönliche Anker zum Leser gesetzt wird.
Gisela Goblirsch
Chapter 5. Die „emotionale Schleife“ oder: So schreiben Sie einen motivierenden Text
Zusammenfassung
Sie wollen mit Ihrem Text nicht nur informieren, sondern Leserin oder Leser zu einer Aktion bewegen? Die „emotionale Schleife“ leitet sich direkt aus der „neutralen Schnecke“ ab. Durch Umsortierung der einzelnen Textsequenzen und Hinzufügen einer neuen Textabschluss-Sequenz entsteht ein Lesestoff, der deutlich emotionalen Charakter hat und deshalb für Motivationstexte nutzbar ist. Das Kapitel beschäftigt sich mit dieser Sequenz-Umstellung und geht der Frage nach, was der persönliche Bezugspunkt beim Publikum bewirkt. Außerdem werden unterschiedliche Arten von Appellen gezeigt und deren Wirkung erklärt.
Gisela Goblirsch
Chapter 6. Prinzipien des Textzugangs für die Leser – oder: Was Glaubenspolaritäten (GPA) damit zu tun haben
Zusammenfassung
Nicht jeder Leser betrachtet ein Thema aus dem vorgegebenen Blickwinkel des Autors. Wie man möglichst viele Leser animieren kann, das Thema tatsächlich zu betrachten und nach welchem System der Zugang zum Thema funktioniert, ist Inhalt dieses Kapitels.
Gisela Goblirsch
Chapter 7. Überzeugende Flyertexte – aufgebaut nach den drei Polen
Zusammenfassung
Konzeptionelle Überlegungen sind für die Flyerumsetzung unbedingt nötig. Sie erfahren in diesem Kapitel, welche Hilfestellungen durch das SySt-GPA-Schema gegeben sind und lernen das EFF-Trapez kennen, das sich mit Charakteristika der Flyergestaltung beschäftigt.
Gisela Goblirsch
Chapter 8. Websites strukturieren und texten mit GPA
Zusammenfassung
Auf Webseiten müssen sich Nutzer schnell orientieren können: Ist das die Information, die ich suche? Wurde diese Webseite für mich geschrieben oder für jemand mit mehr/weniger Vorwissen? Die drei Pole helfen bei dieser Orientierung.
Gisela Goblirsch
Chapter 9. GPA als Reportage-Werkzeug
Zusammenfassung
Wie können einzelne Sequenzen der Reportage so gestaltet werden, dass nicht nur ein buntes nettes Bild aus dem Text entsteht, sondern tiefere Inhalte und erinnerungswürdige Aussagen beim Leser haften bleiben? Das Kapitel zeigt, wie Datenjournalismus, Storytelling und Reportage verbunden sind, und welche zusätzlichen Aufgaben die Reportage übernehmen kann.
Gisela Goblirsch
Chapter 10. Unterschiedliche Textzugänge ermöglichen – oder: Wie das Tetralemma verhindert, dass Leser sich bevormundet fühlen
Zusammenfassung
Der Schreibprozess ist eine Mischung aus Assoziation und Technik. Wie man beides gezielt ansteuern kann, erklärt dieses Kapitel. Das Tetralemma und der sich daran orientierende Schreibprozess führen zur ausgeglichenen Wahrnehmung aller Interessen (Allparteilichkeit), zur Entdeckung von relevanten und irrelevanten Aussagen und zu einer lösungsorientierten Grundhaltung.
Gisela Goblirsch
Chapter 11. Essays, Porträts und Kommentare schreiben – oder: Tetralemma zur Erörterung eines Themas
Zusammenfassung
Essay, Porträt und Kommentar sind drei journalistische Darstellungsformen, die die Struktur des Tetralemmas nutzen können. Sie spielen im Journalismus eine große Rolle, doch auch die PR kann sie im Zuge des Storytellings oder auch in der Arbeit mit Testimonials einsetzen. Wie man sich in diesen Darstellungsformen gut zurecht findet, ist Inhalt dieses Kapitels.
Gisela Goblirsch
Chapter 12. Liquid Journalism – Das Dilemma mit der Leserkommunikation
Zusammenfassung
Wie lässt sich das Tetralemma über den einfachen Text hinaus für den Journalismus und die Organisationskommunikation nutzen? Dieses Strukturformat dient nicht nur dazu eine Gedankenwelt so zu erfassen und aufzubereiten, dass es den Lesern wirkliches Vergnügen bereitet, diese Gedankenwelt zu erkunden. Es erleichtert auch, den Lesern Wege anzubieten, auf denen sie sich dort einbringen und einen Beitrag zum Gesamtwerk leisten können.
Gisela Goblirsch
Chapter 13. Die Tiefe eines Themas mit den Lesern gemeinsam entdecken – oder: Serien mit dem Tetralemma
Zusammenfassung
Der einzelne Artikel kann niemals einem komplexen Thema gerecht werden. Will man im Journalismus oder in der PR den Weg weg von der platten Meinung hin zu einem komplexen Verständnis eines Themas unterstützen, dann sollte man Themenwelten erschließen. Die Artikel-Serie ist dafür eine geeignete Form. Doch Serien sollten lebendig bleiben. Wie das mithilfe des Tetralemmas und der Leser geht, zeigt dieses Kapitel.
Gisela Goblirsch
Chapter 14. Real-Utopien zeigen Lösungsansätze
Zusammenfassung
Essays, Glossen, Kommentare und PR-Texte werden interessanter, wenn man nicht nur Fragen aufwirft, sondern Lösungswege erscheinen lässt. Ein guter Ansatz dazu liegt in der Nutzung der „Real-Utopie“ als Ausgangspunkt für Gedankenentwicklung. Man nimmt eine in der Zukunft liegende Situation als real existierend an und erarbeitet sich von dort aus einen Weg durch das Thema. Die Real-Utopie und die Wunderfrage sind zwei gedankliche Ansätze, die Lösungen aufscheinen lassen.
Gisela Goblirsch
Chapter 15. Das Wertequadrat – oder: Wie Journalisten zu einer neuen gesellschaftlichen Rolle finden
Zusammenfassung
Journalisten haben in den letzten Jahren wieder begonnen, über ihre Rolle und die Funktion und Aufgabe der Medien stärker zu reflektieren. Aus einer ethischen, wertorientierten Position hilft das Wertequadrat dabei, dieser neuen reflektierten Rolle gerecht zu werden. Es identifiziert Wertkonflikte und hilft, sie zu lösen.
Gisela Goblirsch
Backmatter
Metadaten
Titel
Gebrauchstexte schreiben
verfasst von
Gisela Goblirsch
Copyright-Jahr
2017
Electronic ISBN
978-3-658-17601-3
Print ISBN
978-3-658-17600-6
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-658-17601-3