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2021 | OriginalPaper | Buchkapitel

2. Gebrochene Professionalisierung: die soziale Lage der technischen Experten

verfasst von: Tobias Sander

Erschienen in: Die doppelte Defensive

Verlag: Springer Fachmedien Wiesbaden

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Zusammenfassung

Für die Zeit der Früh- und Hochindustrialisierung (etwa 1840 bis 1900) lässt sich die Zahl der berufstätigen Ingenieure lediglich schätzen. Bis zur Reichsgründung von 1871 stand den insgesamt etwa drei- bis fünftausend Regierungsbauräten, kommunalen Baubeamten sowie staatlich besoldeten Vermessungstechnikern eine vermutlich kaum größere Zahl angestellter technischer Experten in der Industrie gegenüber. Darüber hinaus lassen sich wenige Hundert Freiberufler, sprich Einzelselbständige, in der halbstaatlich organisierten Dampfkesselüberwachung identifizieren.

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Fußnoten
1
Mertens, Bewegung, S. 656.
 
2
Vgl. Scholl, Ingenieure, S. 297–414; Lundgreen, Techniker, S. 228–233.
 
3
Vgl. Abb. 2.1.
 
4
Alle Fälle linear interpoliert. Um durchgehende Zeitreihen zu erhalten, sind hier die höheren technischen Berufe am Beispiel der angestellten Chemiker dargestellt. Vgl. dazu u. a. Sozialgeschichtliches Arbeitsbuch, Bd. 2, S. 67 f. sowie Bd. 3, S. 57 f.
 
5
Zur Begriffsgeschichte vgl. Abschn. 2.3.1.
 
6
Vgl. Günther, Techniker, S. 11–14.
 
7
Vgl. Abb. A.2 Analog zu den elementar bildenden mittleren Schulen firmierten die Höheren Maschinenbauschulen als Mittelschulen. Die Niederen Maschinenbauschulen nahmen den formalen Rang von Fachschulen ein, zu denen auch die handwerklich, also elementar berufsbildenden Schulen gehörten. In Anlehnung an den zeitgenössischen Usus wird hier im Folgenden von Mittelschulen als Klammerbegriff für beide Formen gesprochen.
 
8
Berechnet nach Tab. A.1 sowie einer Berufsdauer von 32 Jahren und einer Studiendauer von acht Semestern (4 Jahre). Die Hospitanten und Gasthörer wurden mitberücksichtigt, da ihre Studienleistungen auf dem Arbeitsmarkt als adäquat galten. Vgl. dazu UArch Chemnitz, 302/IV/1577.
 
9
Auf Basis von Tab. A.1., einer Studiendauer von 5 (Mittelschulen) bzw. 8 (Hochschulen) Semestern sowie einer Lebensarbeitszeit von 32 Jahren.
 
10
Vgl. StatDR, Bd. 408, S. 34–50. Zu den Begriffen Techniker und Ingenieur vgl. Abschn. 2.3.1.
 
11
Zu den Abweichungen gegenüber den Angaben von Jarausch, Professions, S. 242 vgl. Sander, Krise, S. 424.
 
12
Vgl. König/Weber, Netzwerke; Welskopp, Arbeit; Kleinschmidt, Rationalisierung. Zum Folgenden vgl. auch König, Künstler.
 
13
Vgl. Sander, Ingenieurberuf; zu diesem regelrechten Praxiskult vgl. auch Abschn. 3.​1.
 
14
Vgl. Hoffmann, Wachstum, S. 454 f. (Nettosozialprodukt zu Faktorkosten).
 
15
Vgl. Metz, Innovationsindikatoren, S. 103 (Angabe für den Zeitraum zwischen 1925 und 1930).
 
16
Vgl. Hoffmann, Wachstum, S. 390–393. Allerdings handelt es sich bei diesen Nettoproduktionswerten de facto lediglich um die Beschäftigungsentwicklung, die auf Basis der branchenspezifischen Pro-Kopf-Produktivität von 1936 in Produktionsindizes umgerechnet wurde. Zur Branchenentwicklung vgl. Chandler, Scale; Plumpe, I.G. Farbenindustrie A.G.; Czada, Elektroindustrie.
 
17
Reichsarbeitsverwaltung, Handbuch, S. 52–55.
 
18
Kocka, Unternehmensverwaltung, S. 280, 470, 563, 574 (eigene Berechung; wie Tab. 2.2). Merkwürdig mutet die Interpretation von Laer, Arbeitsmarkt, S. 161, an, der davon ausgeht, dass das Wachstum des Ingenieurarbeitsmarktes durch den steigenden Maschinisierungsgrad limitiert wurde. Demnach wurden Ingenieure von Maschinen substituiert!
 
19
Die Angaben für Siemens beziehen sich auf Siemens & Halske (1890: Charlottenburger Werk; 1910: Gesamtunternehmen). Sp. 4: Die Angaben für G. Fischer schließen die Meister ein.
 
20
Vgl. Metz, Innovationsindikatoren, S. 29–41 und 107–125, zum internationalen Vergleich Murmann, Knowledge. Dabei sei auf die Problematik hingewiesen, Patentanmeldungen als vorrangigen oder gar alleinigen Indikator für ‚Innovationen‘ heranzuziehen. Der ‚Umfang‘ des jeweiligen Patents bleibt dabei ebenso unberücksichtigt wie die Anmeldeneigung bzw. -kultur.
 
21
Vgl. Pierenkemper, Unternehmensgeschichte, S. 145. Zur Eisen- und Stahlindustrie als entsprechendem Forschungsschwerpunkt vgl. Kleinschmidt, Rationalisierung und Welskopp, Arbeit.
 
22
König, Industry.
 
23
König, Technikwissenschaften, S. 3. Vgl. ausführlich König/Weber; Netzwerke, S. 400–404; Kocka, Unternehmensverwaltung, S. 277 f.; Knost, Interessenpolitik, S. 86–96; Hoepke, 100 Jahre.
 
24
Vgl. König/Weber, Netzwerke, S. 171–201, insb. 196.
 
25
Vgl. Borchardt, Wachstum; Feldman, Weltkrieg; Petzina, Wirtschaft.
 
26
Vgl. Hoffmann, Wachstum, S. 104 f. (jeweils Nettoinvestitionen als Anteil am Nettosozialprodukt). In diesem Zuge stieg der (absolute) Kapitalstock natürlich weiter an. Auch in der zeitgenössischen Debatte wurde bereits ein Zusammenhang zwischen der Kapitalknappheit und den wachsenden unternehmerischen Rationalisierungsanstrengungen konstatiert. Vgl. dazu v. Holzer, Beitrag zu einer Systematik der Rationalisierung von Fabriken, in: Maschinenbau 6 (1927), S. 15–17 sowie einen Beitrag des Kostenrechnungs-‚Papstes‘ Eugen Schmalenbach, in: ebenda, S. 503–509.
 
27
Vgl. Kiehling, Funktionsverlust. Zum weltwirtschaftlichen Kontext jetzt Balderston, Economics.
 
28
Vgl. Maschinenbau – Wirtschaft 3 (1924), S. 44 f. sowie die Hinweise bei Spoerer, Scheingewinn.
 
29
Vgl. Kleinschmidt, Rationalisierung, S. 234–364; Freyerberg, Rationalisierung; Welskopp, Arbeit; Brady, Movement sowie von den neueren Unternehmensstudien: Feldenkirchen, Siemens, S. 224–231 und Pierenkemper, Krise (Krupp), S. 218–234.
 
30
Zur Ford-Rezeption bis 1925 vgl. Gottl-Ottlilienfeld, Fordismus. Paradoxerweise wurde die Zwischenkriegszeit gleichzeitig von manifesten Aversionen gegen amerikanische Unternehmenskulturen geprägt. Vgl. Flik, Ford sowie ZUG 49 (2004), S. 242 f.
 
31
Daher sprachen die Zeitgenossen auch von einer Verwissenschaftlichung der Produktion. Vgl. Braun/Kaiser, Energiewirtschaft, S. 52–60; Bönig, Fließbandarbeit, S. 96–175; Kleinschmidt/Welskopp, Amerika.
 
32
Zur betriebsübergreifenden Standardisierung von Werkstücken und dem 1917 gegründeten Deutschen Institut für Normung (DIN) vgl. zusammenfassend NZI 21 (1927), S. 71. Zur hier einschlägigen national(wirtschaftlich)en Argumentation vgl. Föllmer, Verteidigung, S. 196–228.
 
33
Freilich hatten beide Phasen Produktivitätssteigerungen zur Folge, die aufgrund der Datenlage aber nicht valide miteinander verglichen werden können.
 
34
Vgl. Hohorst/Kocka/Ritter, Arbeitsbuch II, S. 69; Petzina/Abelshauser/Faust, Arbeitsbuch III, S. 57; AfA-Bund, S. 26 und auch Priamus, Angestellte, S. 11–15.
 
35
Modernisierung wird hier als Annäherung an einen zeitlich nachfolgend in reinerer Form gegebenen Zustand verstanden.
 
36
DtA 9 (1927), S. 79.
 
37
Vgl. Ullmann, Kaiserreich; Peukert, Repulik.
 
38
Vgl. Kleinschmidt, Rationalisierung; König, Ingenieure; Kocka, Unternehmensverwaltung, insb. S. 255 f.
 
39
Vgl. Abschn. 4.​3.​1 sowie Lexis, Unterrichtswesen Bd. IV, Teil 3, S. 47–52, 91 f. und 124 f.; Grüner, Entwicklung, S. 64 und 74.
 
40
Vgl. ebd. sowie Rürup, Wissenschaft und Sodann, Fachhochschule.
 
41
Vgl. TuK 19 (1928), S. 50; TuK 22 (1931), S. 118–122; Ebert, Wirtschaftsingenieur.
 
42
Vgl. Welskopp, Arbeit, S. 553; König/Weber, Netzwerke, S. 435.
 
43
Vgl. Kocka, Unternehmensverwaltung, S. 118–123. Vgl. auch Lundgreen, Techniker, S. 268–271.
 
44
Vgl. Ritter/Tenfelde, Arbeiter; Kocka, Unternehmensverwaltung, S. 220–233.
 
45
Vgl. Jäckel, Statistik, S. 26 f. Durch die Fokussierung der Großindustrie werden die Autodidakten hier vermutlich untergewichtet. Überdies lässt sich für das hoch entwickelte Berliner Industrieprofil, das von den Elektrounternehmen Siemens und AEG geprägt war, ein nochmals überdurchschnittlich hohes Qualifikationsprofil annehmen.
 
46
Lundgreen, Education.
 
47
Vgl. Sander, Ingenieurwesen, Tab. 5.1.1.3.
 
48
Vgl. die Belege in Abschn. 2.6.
 
49
Durchgesehen wurden neben der Zeitschrift des Verbandes Deutscher Diplom-Ingenieure und der Deutschen Techniker Zeitung die Norddeutsche Zeitschrift für die gesamte technische Industrie (NZI, seit 1906), die VDI-Nachrichten (seit 1921), Stahl und Eisen (seit 1881), Maschinenbau – der Betrieb/Wirtschaft (seit 1921/1922) sowie der seit 1922 gedruckt vorliegende Stellennachweis für naturwissenschaftlich-technische Akademiker. Auch der VDDI musste seinen Mitgliedern gegenüber einräumen, dass „völlige Unklarheit [besteht], ob ein Akademiker gesucht werde oder nicht.“ K. Friedrich, Der Verband und seine Arbeit, in: TuK 15 (1925), S. 99–101, hier 99.
 
50
TuK 18 (1927), Heft 9, S. IX. Vgl. Abschn. 4.​3 sowie Berndt, Not, S. 11 f.
 
51
Czwalina, Lage, S. 219.
 
52
Vgl. Reichsarbeitsverwaltung, Handbuch; Strater, Arbeitsämter; o.A., Untersuchungen.
 
53
Vgl. Gablentz, Industrie, S. 145; NZI 21 (1927), S. 45.
 
54
TuK 18 (1927), S. 188.
 
55
Vgl. Czwalina, Lage, S. 214 f.; Kocka, Unternehmensverwaltung, S. 273 f.
 
56
Vgl. Tab. A.2 und Sander, Ingenieurwesen, Tab. 5.1.2.1 (Diplomprüfungen).
 
57
Vgl. Kocka, Unternehmensverwaltung, S. 256 f.
 
58
Vgl. König/Weber, Netzwerke, S. 407.
 
59
Im Jahr 1875 beschäftigten Siemens und Halske immerhin drei dieser so genannten technischen Korrespondenten. Vgl. Kocka, Unternehmensverwaltung, S. 141 f.
 
60
Welskopp, Unternehmenskulturen, S. 265. Vgl. auch die weiteren Beiträge in Berghoff/Vogel, Wirtschaftsgeschichte.
 
61
Vgl. insbesondere die in Tab. 2.2 aufgeführten Unternehmen sowie die zugehörigen Untersuchungen.
 
62
Vgl. dazu Abschn. 2.6.
 
63
Vgl. Grüner, Entwicklung, S. 63.
 
64
Vgl. Deutscher Ausschuss für Technisches Schulwesen, Abhandlungen, Bd. 4, S. 35–52.
 
65
König, Ingenieure, S. 237 f. Vgl. ZVDI 58 (1914), S. 768.
 
66
Vgl. ZVDI 52 (1908), S. 702–721, hier 703 f. Riedlers grundsätzliche Argumentation zu Gunsten der akademischen Ingenieurausbildung traf auf erheblichen Widerspruch. Unter anderem wurde er vom VDI-Vorsitzenden Theodor Peters ebd. als „Reaktionär“ beschimpft, wofür er sich „herzlich bedankte.“
 
67
Dementsprechend förderten die Nationalsozialisten vornehmlich die Mittelschulen. Zum folgenden vgl. König, Ingenieure, S. 237 f.; ZVDI 58 (1914), S. 768 (Bericht des Datsch).
 
68
So der Chefredakteur der Zeitschrift Maschinenbau, Adolf Schilling in: DATSCH, Stimmen, S. 46 f. Vgl. auch ZVDI 64 (1920), S. 154–157.
 
69
Walter Franz, Unstimmigkeiten im Zielgedanken der Hochschulreform, in: TuK 16 (1925), S. 1. Vgl. dazu ausführlicher Abschn. 4.​1.​2.
 
70
Vgl. Lundgreen, Ausbildung; Sander, Ingenieurwesen. Das technische Unterrichtswesen fiel üblicherweise unter die Zuständigkeit der Gewerbeministerien der Länder.
 
71
Vgl. Freytag, Laufbahn; Gispen, New Profession; ders., Quest.
 
72
Vgl. Gispen, Quest; K. Friedrich, Der Verband und seine Arbeit, in: TuK 15 (1925), S. 99–101.
 
73
Vgl. Neufeld, Akademiker.
 
74
Vgl. ZVDI 61 (1917), S. 503. Obgleich bereits in den frühen 1950er Jahren in Angriff genommen, konnte in der Bundesrepublik erst 1971 ein so genanntes Ingenieurgesetz endgültig verabschiedet werden. Bei allerdings weit reichenden Ausnahmeregelungen für im Berufsleben stehende Praktiker (Ing. grad.) wurde das Führen des Ingenieurtitels auf Hoch- und Fachschulabsolventen begrenzt.
 
75
Vgl. Sander, Ingenieurwesen; Lundgreen, Ausbildung.
 
76
Errechnet auf Basis der Angaben in Tab. A.2 sowie einer Lebensarbeitszeit von 32 Jahren.
 
77
Vgl. Jäckel, Statistik, S. 26–34.
 
78
Vgl. Berghoff, Kleinstadt; Schulz, Ausbildung, S. 157 sowie die eigens zu diesem Zweck angestellte Erhebung des MAN-Generaldirektor Carl von Bach in UArch Chemnitz, 302/IV/1577.
 
79
Bei den für Siemens 1876 ausgewiesenen ‚Mittelschulabsolventen‘ handelt es sich um Abgänger der Provinzial-Gewerbeschulen, einer vornehmlich preußischen Vorform der Höheren Maschinenbauschulen.
 
80
Vgl. Abschn. 2.6. In der recht umfangreichen historischen Erforschung der chemischen Industrieunternehmen werden die beruflichen Verhältnisse der Chemiker kaum berücksichtigt: Vgl. Hippel, Weg; Johnson, Macht; Plumpe, I.G Farbenindustrie; Gartmayer, Angestellte. Kaum mehr dazu findet sich bei Johnson, Academic.
 
81
Vgl. Sander, Ingenieurwesen, Tab. 5.1.1.1; Titze, Hochschulstudium, S. 152 f.
 
82
BBL 1 (1919), S. 33.
 
83
Bis hierhin reicht in etwa der ältere Erklärungsversuch von Burchardt, Professionalisierung und ders., Zusammenarbeit.
 
84
Auf den Technischen Hochschulen wurden Chemiker erst seit den 1880er Jahren in vergleichbarer Zahl ausgebildet. Vgl. König/Weber, Netzwerke, S. 126–133 und 393–413, Janßen, Chemie.
 
85
Allerdings stellten die Chemiker den größten Teil der technischen Experten insgesamt. Vgl. ZaCh 34 (1921), S. 195 f.; ZaCh 49 (1936), S. 522. Die Querschau verschiedener Erhebungen ergibt für Mitte der 1920er Jahre in der Chemieindustrie 727 nicht-akademische Chemotechniker, 2875 Ingenieure und rund 5500 Chemiker.
 
86
Zum Vergleich mit den klassischen akademischen Berufen vgl. lSander, Professionalisierung.
 
87
Vgl. ZVDI 45 (1900) – 62 (1917) sowie die Mitteilungen des Verbandes Deutscher Hochschulen 1 (1924/1925) – 5 (1930/1931).
 
88
Vgl. Siegrist, Professionen; Ritter, Rolle; Lundgreen, Techniker, S. 178–189; König/Weber, Netzwerke; König, Staatsdiener.
 
89
Vgl. Bolenz, Baubeamten, S. 121–128; die Beiträge in Müller-Benedict, Karrieren.
 
90
Vgl. Sander, Jura, S. 129.
 
91
Vgl. Lundgreen, Bild; ders., Techniker; Sander, Ingenieurwesen; ders., Krise.
 
92
Vgl. Tab. 2.1.
 
93
Vgl. Lux, Stellung; Mertens, Privatbeamten; TuK 18 (1927), S. 234 f.; DTZ 6 (1924), S. 260; Bolenz, Baubeamten.
 
94
Vgl. Deutscher Baukalender 38 (1905), o. P. (1.8.); StatDR, Bd. 458, S. 119, 205 und 407; Bolenz, Baubeamten, S. 117–122; DTZ 6 (1924), S. 260. Die in diesen Angaben teilweise miterfassten Kreis- und Stadtbaumeister rangierten, obgleich überwiegend akademisch ausgebildet, zumeist im mittleren, seit 1912 im neu geschaffenen „gehobenen mittleren Dienst.“
 
95
Hinzu kam, dass im Zuge der umfassenden Privatisierung des Bergbaus die Bergassessoren/-Räte seit den 1880er Jahren in privatwirtschaftliche Beschäftigungsverhältnisse überführt wurden.
 
96
Vgl. Abschn. 3.​2.
 
97
Vgl. Centralblatt der Bauverwaltung 2 (1882), S. 14; Sander, Ingenieurwesen. Laut dem Centralblatt der Bauverwaltung (1 (1881), S. 143) plane die Eisenbahnverwaltung des Reiches „die Stellen der Eisenbahnbaumeister [im höheren Dienst] in Wegfall und die (…) Beamten der Staatseisenbahn-Verwaltung als Eisenbahnbau- und Betriebsinspektoren [mittlerer Dienst] zur ersten etatmäßigen Anstellung zu bringen.“ Vgl. UArch Chemnitz, 302/IV, 1557 (Carl von Bach an preußischhessische Staatseisenbahnen v. 12.6.1898); Ulrich, Ausbildung (1893), S. 4 f.
 
98
Vgl. Centralblatt der Bauverwaltung 11 (1891), S. 44 und 464 sowie ZVDI 63 (1919), S. 1018.
 
99
Zu den Eisenbahnverwaltungen sowie den kommunalen Gas-, Wasser- und Elektrizitätsversorgern vgl. die Stellenausschreibungen im Centralblatt der Bauverwaltung, dem entgegen dieser Titulatur für alle Bereiche des Staats- und Kommunaldienstes zuständigen amtlichen Organ.
 
100
Vgl. Centralblatt der Bauverwaltung 1 (1881) – 34 (1914) sowie Tab. 2.3.
 
101
ZVDI 65 (1910), S. 1339 und 1960. Vgl. auch Peters, Geschichte, S. 132 f. Zu den weiteren Gründen für diese Initiative vgl. Abschn. 4.​1.​2.
 
102
Vgl. TuK 18 (1927), S. 80.
 
103
Vgl. DTZ 11 (1929), S. 128 f.
 
104
Vgl. Fattmann, Bildungsbürger, S. 35 f. Der gesamte höhere Dienst der Reichspost, von welchem allgemeine, nicht-technische Funktionen rund zwei Drittel ausmachten, umfasste im Frühjahr 1931 rund 2100 Planstellen (Reichsbahn: rund 2000). 1925 hatte die Reichsbahn noch 3285 höhere Beamte beschäftigt. Vgl. Peters, Personalpolitik, S. 132.
 
105
Die Reichsarbeitgemeinschaft technischer Beamtenverbände im Reichsbund der höheren Beamten (RhB) besaß nach dem Jahrbuch der technischen Berufsverbände 1931, S. 22 f. 11.000 Mitglieder. Die entsprechenden Gliederungsverbände nahmen auch Angestellte öffentlicher Körperschaften auf und erreichten traditionell Organisationsquoten im Bereich von 80 bis 90 %.
 
106
Vgl. Peters, Personalpolitik, der diesen Aspekt nicht erwähnt.
 
107
Vgl. Sander, Ingenieurwesen.
 
108
Vgl. Rüschemeyer, Professionalisierung; McClelland, Experience, S. 11–14; Lundgreen, Berufskonstruktion; Heidenreich, Berufskonstruktion; Sander, Professionalisierung; Pfadenhauer/Sander, Professionssoziologie.
 
109
Vgl. Kocka, Unternehmensverwaltung; ders., Die Angestellten; ders., Angestellte; Speier, Die Angestellten; Spree, Angestellte; Pierenkemper, Arbeitsmarkt; Schulz, Die Angestellten; Janßen, Medizin; Sander, Jura; Enzelberger, Sozialgeschichte; Bölling, Sozialgeschichte.
 
110
Vgl. Hoffmann, Wachstum, S. 212 (Auf der Grundlage technischer Einheiten). Als Mittelbetriebe werden hier produzierende Einheiten mit elf bis 1000 Beschäftigten verstanden.
 
111
Vgl. Kocka, Unternehmensverwaltung, S. 482; Zum folgenden vgl. ebenda., S. 182–194, 284–292, 482–504; Siegrist, Familienbetrieb; Schulz, Arbeiter.
 
112
Werden und Wirken (Henkel), S. 150; Wischermann, Unternehmenskommunikation.
 
113
NZI 2 (1907), S. 136.
 
114
Vgl. Kocka, Unternehmensorganisation; Siegrist, Familienbetrieb; Franz, Markt, S. 84–90. Vor allem das seit Ende des 19. Jahrhunderts rasch wachsende Angebot an kaufmännischer Fachliteratur dürfte hier für betriebsübergreifend wirksame Leitbilder gesorgt haben.
 
115
Vgl. Raßbach, Betrachtungen, S. 229.
 
116
Vgl. Kocka, Unternehmensverwaltung, S. 172 f.; Johnson, Macht, S. 156.
 
117
Vgl. insb. Dienel, Optimismus; Lundgreen, Bild; Freytag, Laufbahn; Matschoß, Vom Ingenieur sowie Abschn. 3.​1.
 
118
Ernst Bütikofer, Der Angestellte in der Großfirma, in: Technische Monatshefte 9 (1918/1919), S. 245 f., hier 245. Zu dem dahinter stehenden ‚Zeitgeist‘ vgl. Abschn. 3.​1.
 
119
Vgl. Zentralarchiv, Berufszählungen, Datensatz BZ.25.T02.DAT4. Eine abweichende Interpretation der gleichen Berufszählung zeitgenössisch bei Speier, Die Angestellten (1932/1933), S. 31. Vgl. auch Potthoff, Privatbeamtenschaft, S. 133.
 
120
Vgl. Freitag, Laufbahn, S. 33 f. (mit weiteren Belegen).
 
121
Vgl. Kocka, Unternehmensverwaltung, S. 284–292; NZI 21 (1927), S. 72; Der Begriff Diätar geht auf die vergleichsweise kurzen, meist wöchentlichen Vergütungsintervalle zurück.
 
122
Thimm, Privatbeamte, S. 13.
 
123
Vgl. NZI 21 (1927), S. 72.
 
124
Vgl. DlA 1 (1919) ff. sowie Franz, Markt, S. 181–207.
 
125
Vgl. Grüner, Entwicklung, S. 96–102 und 189–258.
 
126
Dies betraf 1914 allerdings nur rund ein Sechstel aller Klauselverträge. Alternativ konnte der Angestellte auch eine Vertragsstrafe entrichten, die in etwa die Höhe eines Jahresgehaltes umfasste. Vgl. Günther, Techniker, S. 185–195; Raßbach, Betrachtungen, S. 90–109; Schulz, Arbeiter, S. 279–286.
 
127
Vgl. Gesetz zur Abänderung des Handelgesetzbuches vom 10.6.1914, in: Reichsgesetzblatt 1914, S. 209–213 sowie zur bis dato gültigen Fassung Reichgesetzblatt 1896, S. 145–149.
 
128
Diese Frage war auch ungeprüft geblieben, als der Mühlheimer Kabelhersteller Felten & Guillaume zwischen 1908 und 1911 gegen insgesamt sechs abgewanderte Angestellte auf Einhaltung des Konkurrenzverbotes geklagt und die Gerichte bereits eine Lohnfortzahlung von 50 % als Vergleich vorgeschlagen hatten. Vgl. Schulz, Arbeiter, S. 279–286. Zu den 1920er Jahren vgl. DlA 7 (1925), S. 175; DlA 10 (1928), S. 138–140.
 
129
NZI 21 (1927), S. 63.
 
130
Vgl. NZI 4 (1910), S. 112; NZI 14 (1920), S. 45; König, Künstler; ders., Technikwissenschaften sowie die Erwerbsbiographien bei Wessel, Know How.
 
131
König/Weber, Netzwerke, S. 125.
 
132
Um 1900 wiesen zwischen 49 und 62 % der Dienstverträge von technischen Angestellten entsprechende Klauseln auf. Vgl. Raßbach, Betrachtungen, S. 124; Czwalina, Lage, S. 49; Kocka, Unternehmensverwaltung, S. 483.
 
133
Vgl. die Vertragsbeispiele bei Raßbach, Betrachtungen, S. 123 f.
 
134
Vgl. Flesch, Privatangestellte, S. 9 f.; Isay, Erfinderrecht; Potthoff, Angestelltenrecht.
 
135
Vgl. NZI 21 (1927), S. 63 f.; Allfeld, Urheber- und Erfinderrecht. Bei den Diensterfindungen, den auch so genannten Etablissementserfindungen verblieb das vollständige Nutzungsrecht beim Arbeitgeber.
 
136
Vgl. Freytrag, Laufbahn; Matschoß, Vom Ingenieur; Raßbach, Betrachtungen; Czwalina, Lage.
 
137
Zu entsprechenden zeitgenössischen Beobachtungen aus verschiedenen Blickwinkeln vgl. Abschn. 3.​1 und 3.​2 sowie insb. Johnson, Macht und König, Künstler.
 
138
Vgl. zusammenfassend Abelshauser, Umbruch.
 
139
Womöglich wurden aber auch dessen (zwei) Assistenten als Ingenieure bezeichnet. Allein dieser Beleg dürfte ausreichen, um die Diagnose von König/Weber, Netzwerke, S. 436 zu widerlegen, welche von einem Eintritt der Ingenieure in die Fertigung seit 1900 sprechen.
 
140
Vgl. Kocka, Unternehmensverwaltung, S. 118, 141 f., 280, 470 f., 563 und 574.
 
141
Vgl. Siegrist, Familienbetrieb, S. 177.
 
142
Vgl. die Hinweise bei König/Weber, Netzwerke.
 
143
Vgl. insb. König, Künstler; Czwalina, Lage, S. 14–32.
 
144
Vgl. Kocka, Unternehmensverwaltung (für die Zeit bis ca. 1910); DTZ 9 (1927), S. 144 f.; NZI 21 (1927), S. 111.
 
145
Vgl. Lundgreen, Techniker; ders. Ausbildung; Albrecht, Bildung, S. 61–198; Manegold, Universität; Burchardt, Wissenschaft; Sander, Ingenieurwesen.
 
146
Auch die Lehrpläne der Chemie überschnitten sich weitgehend mit denjenigen der maschinentechnischen Richtungen. Vgl. Vorlesungsverzeichnis TH-Berlin, WS 1911/1912 und 1921/1922.
 
147
Vgl. Schulz, Arbeiter (zu den nahtlosen Mannesmann-Röhren); Wessel, Know-How; König, Technikwissenschaften; Kocka; Unternehmensverwaltung, insb. S. 274–277. Werner von Siemens legte beispielsweise keinen Wert darauf, dass neu anzustellende Diätare im Elektroingenieurfach graduiert hatten.
 
148
Vgl. Tab. 2.2 sowie Sander, Ingenieurwesen.
 
149
Vgl. Sander, Ingenieurwesen; Lundgreen, Ausbildung.
 
150
Matschoß, Vom Ingenieur, S. 13.
 
151
Vgl. Reichsarbeitsverwaltung, Handbuch; Untersuchungen, Heft 10; Strater, Arbeitsämter (1928).
 
152
Vgl. Hoffmann, Wachstum, S. 390–393; Zur Entwicklung der Eigenkapitalrentabilität vgl. Spoerer, Scheingewinn.
 
153
Zu den längerfristigen Tendenzen vgl. Sander, Krise sowie Hohls/Kaelble, Erwerbsstruktur, S. 72 f.; Chandler, Scale; Bolenz, Baubeamten, S. 398; Czada, Elektroindustrie.
 
154
Vgl. Lederer, Privatbeamtenbewegung; ders., Privatangestellten; Croner, Angestelltenbewegung; Speier, Die Angestellten; Lux, Stellung.
 
155
Vgl. Titze, Akademikerzyklus, S. 282–290; Volkswirtschaftliche Zentralstelle, Jahresbericht 1932. Ebenso widmeten sich die Untersuchungen zur Lage der akademischen Berufe aus den frühen 1930er Jahren lediglich den Bauingenieuren, wo der Beamtendienst und die Freiberuflichkeit dominierten. Als einzige Ausnahme vgl. wie erwähnt Gablentz, Industrie.
 
156
25 Jahre Technikergewerkschaft, S. 25. Vgl. auch Stiel, Warnung (vor dem technischen Studium, 1905); Lux, Stellung (1908).
 
157
Zu den Berechnungsgrundlagen vgl. Abschn. 2.1 und  2.3.2 sowie Sander, Ingenieurwesen.
 
158
Alle Fälle linear interpoliert. Die letzte Ziffer der Zeitachsenbeschriftung indiziert das Quartal. Zu weiteren Anmerkungen vgl. Sander, Ingenieurwesen.
 
159
Vgl. Sander, Ingenieurwesen, Tab. 5.1.1.2.
 
160
Vgl. ebd. sowie zur zeitgenössischen Wahrnehmung Kocka, Unternehmensverwaltung, S. 272 f. und Lundgreen, Ausbildung.
 
161
Vgl. Pfetsch, Entwicklung, S. 173–181; Laer, Arbeitsmarkt, S. 158–161.
 
162
Vgl. ZVDI 34 (1890), S. 991 f.
 
163
E. Dietrich, Überproduktion, zitiert nach ZVDI 34 (1890), S. 992.
 
164
Vgl. Titze, Akademikerzyklus. Zu einer erweiterten Variante des hier vorgestellten Erklärungsmodells vgl. Müller-Benedict, Akademikermangel.
 
165
Vgl. die Beiträge in: Müller-Benedict, Karrieren.
 
166
Fünfjährige Wachstumsraten nachgewiesen z. B. bzgl. 1900 bis 1904 für das Jahr 1902.
 
167
Vgl. Müller-Benedict, Wachstum sowie Metz/Spree, Kuznets-Zyklen; Metz, Trend.
 
168
Vgl. Jäckel, Statistik, S. 26 f.; Badische Hochschulstatistik, Karlsruhe 1912, S. 74–77, S. 168–171 und S. 270–273; Deutsche Hochschulstatistik. Bd. 2, Berlin 1929, S. 28 f.; Titze, Hochschulstudium, S. 238–281; schlicht falsch hingegen die Angaben bei Schröder, Nationalismus, S. 107 f.
 
169
Vgl. Lux, Stellung (1908), S. 359; Klatt, Alters- und Sterblichkeitsverhältnisse.
 
170
Zur Entwicklung der Arbeitsnachweise nach dem Ersten Weltkrieg vgl. Schmuhl, Arbeitsmarktpolitik, insb. S. 102 f. Zu den Erfassungsgrundlagen vgl. Reichsarbeitsblatt, Teil II (nichtamtlicher Teil), 7 (1909) bis NF 3 (1923).
 
171
Vgl. 25 Jahre Technikergewerkschaft, S. 73; ZVDDI 1 (1909), S. 1–14; Berndt, Not, S. 10–13. Diesbezüglich unergiebig: Laer, Arbeitsmarkt.
 
172
Vgl. Sandrock, Kriegsmaßnahmen, S. 4–6; Schmuhl, Arbeitsmarktpolitik, S. 68–70.
 
173
Vgl. Maschinenbau – Wirtschaft 5 (1926), S. 84; DTZ 9 (1927), S. 269 f.; NZI 21 (1927), S. 201.
 
174
Vgl. Abb. 2.4. Dabei dürfte der Anteil der tatsächlich Arbeitslosen unter den Arbeitssuchenden höher gelegen haben als in ruhigeren Zeiten, mithin nahe gegen 100 % tendiert haben.
 
175
Vgl. ebd. sowie übergreifend, auch andere Erwerbsegmente überblickend Herbst, Deutschland, S. 160–175.
 
176
Vgl. DTZ 13 (1931), S. 44 f.
 
177
Der Nachweis stand auch Nichtmitgliedern offen.
 
178
Vgl. Abb. A.2 sowie die rechnerische Neutralisierung der verschiedenen Berichtsmodi der offenen Stellen in Abb. A.3 (1921 = 100).
 
179
Zumal sich Mitte der 1920er Jahre beide Nachweise auf dem gleichen Niveau von rund 15 % Arbeitssuchenden bewegt hatten. Vgl. C. Este, Vom Arbeitsmarkt für Diplom-Ingenieure, in: TuK 18 (1927), S. 71 f. Für Januar 1927 werden hier 670 Stellenlose bei rund viertausend VDDI-Mitgliedern angegeben.
 
180
Vgl. ebd. sowie Steinmetz, Arbeitsraum. Vgl. auch DTZ 11 (1929), S. 186–197.
 
181
Vgl. Prinz, Mittelstand, S. 52; Borchardt, Zwangslagen, insb. S. 162–174.
 
182
Vgl. Sander, Krise, S. 438 f. und 451. Auch der Butab ging davon aus, dass die Arbeitslosigkeit in der Krise bei den technischen Angestellten stärker anwuchs als bei den kaufmännischen. Vgl. DTZ 13 (1931), S. 381.
 
183
Im Fall der TH hätte dazu beispielsweise eine 70 %ige Steigerung für die Dauer von drei Jahren ausgereicht. Vgl. Titze, Hochschulstudium, S. 26–40. Das zehnjährige Mittel wurde anhand der Wintersemester für die Zeiträume 1904–1913 und 1919–1928 ermittelt.
 
184
Vgl. Wittwer, Schulpolitik; Titze, Akademikerzyklus, S. 276–281; Nath/Dartenne/Oehlerich, Pygmalioneffekt.
 
185
Vgl. zusammenfassend Titze, Akademikerzyklus, S. 113–158.
 
186
Vgl. ebd. sowie McClelland, Experience; Jarausch, Professions; Lundgreen, Bildung sowie die Beiträge in Müller-Benedict, Karrieren.
 
187
Jeweils im zehnjährigen Mittel. Eigene Berechnungen nach Bölling, Sozialgeschichte, S. 10 und Tab. A.2. Insgesamt erreichten Mittelschulen und Lehrerseminare zusammen etwa zwei Drittel der Ausbildungsleistungen des akademischen Feldes, also von Universitäten und TH.
 
188
Vgl. die entsprechenden Ansätze bei Nath/Dartenne/Oelerich, Pygmalioneffekt.
 
189
Zur ‚Wahrnehmung‘ vgl. Nath/Dartenne/Oelerich, Pymalioneffekt, zur ‚Lage‘ Jarausch, Professions, S. 34 f. sowie die Beiträge in Müller-Benedict, Karrieren.
 
190
Vgl. Fattmann, Bildungsbürger, S. 113–121.
 
191
Vgl. Abschn. 3.​1.
 
192
Vgl. dazu das vorhergehende Abschn. 2.5.1 bzw. Müller-Benedict, Wachstum.
 
193
Vgl. Klatt, Alters- und Sterblichkeitsverhältnisse.
 
194
Vgl. Conrad Matschoß, Wirtschaftskrise, in: VDIN 11 (1931), o.P.; ZVDI 73 (1929), S. 479 f. Zur Haltung des Verbandes der Deutschen Hochschulen vgl. TuK 21 (1930), S. 198; Viefhaus, Ingenieure, S. 318 f.; Jarausch, Professions; McClelland, Experience.
 
195
Vgl. Vogelstein, Bemerkungen (1907) sowie Abschn. 2.3 und Sander, Ingenieurwesen.
 
196
Vgl. Scholl, Ingenieure, S. 39–220.
 
197
Vgl. dazu Abschn. 4.​1.​2.
 
198
Vgl. beispielsweise die Verhältnisse unter Buchdruckern, Bankangestellten und Steigern in: Einkommenserhebung 1920, S. 18–34.
 
199
Vgl. Sander, Einkommen; ders., Jura; Fattmann, Bildungsbürger, S. 101–133 sowie Tab. 2.3, wo der Tendenz nach überdurchschnittlich vergütende Unternehmen ausgewiesen sind.
 
200
Vgl. Siegrist, Advokat; Sander, Jura.
 
201
Vgl. Kocka, Unternehmensverwaltung, S. 284 f.; Schulz, Arbeiter, insb. S. 157; Siegrist, Familienbetrieb.
 
202
Vgl. auch die Angaben für Siemens und Halske in Tab. 2.3.
 
203
Vgl. König/Siegrist/Vetterli, Warten, S. 618. In der hier empirisch maßgeblichen Schweiz herrschte eine ähnliche Konkurrenz zwischen den Qualifikationsniveaus wie in Deutschland.
 
204
Dies betraf insbesondere physikalische Kenntnisse, vgl. König, Technikwissenschaften.
 
205
Vgl. ebd. sowie Kocka, Unternehmensverwaltung, S. 141; Czwalina, Lage, S. 5–9 und 72 f.
 
206
Vgl. Vgl. StatDR, Bd. 293; Lohn- und Gehaltserhebung vom Februar 1920, Berlin 1921, S. 41*; DTZ 7 (1925), S. 67. Zur Bauingenieurgewerkschaft, dem DTV vgl. Abschn. 4.​1.​2.
 
207
Unter den 62, zwischen 1919 und 1933 in der Deutschen Techniker Zeitung abgedruckten tariflichen Abschlüssen finden sich zwei entsprechende Ausnahmen. Vgl. DTZ 6 (1924), S. 98.
 
208
Jeweils auf Grundlage unveränderter Tätigkeit/Funktion und bezogen auf die größtmögliche Berufserfahrung. Vgl. die zahlreichen, in den Quellenangaben zu Tab. 2.3 aufgeführten Unternehmensstudien. Vgl. zudem Czwalina, Lage, S. 76 und Siegrist, Familienbetrieb, S. 103 f. Die Altersprogression kehrte sich mit dem Eintritt in das sechste Lebensjahrzehnt zumeist (wieder) um.
 
209
Vgl. Tab. 2.3 sowie einzelne Stellenanzeigen in ZVDI 44 (1900).
 
210
DlA 1 (1919), S. 14.
 
211
Vgl. DlA 2 (1920), S. 101 und 144 f.
 
212
Die rund fünf Prozent der (noch) besser verdienenden Angestellten, welche die Vereinigung der leitenden Angestellten (Vela) zur ihrer potentiellen Klientel zählte, erzielten rund 30 % höhere Gehälter als die Ingenieure. Vgl. dazu Abschn. 4.​2.​2. Unter dem – nicht nur historisch – unscharfen Begriff des mittleren Managements sei hier für die 1920er Jahre verstanden: die Ebene der Sachgruppenleiter und Bürochefs in Mittel- und Großbetrieben, sofern sie nicht als unmittelbare Vorgesetzte der mittleren Angestelltenebene, der ‚Sachbearbeiter‘, fungierten.
 
213
Vgl. Schulz, Arbeiter, S. 172–183 sowie König/Siegrist/Vetterli, Warten.
 
214
Vgl. Zentralarchiv, Haushaltsrechnungen (Verdienst der Haushaltsvorstände). Erwartungsgemäß weisen die Angestellten eine größere Standardabweichung (1448 Mark) als die Ingenieure (1099) auf.
 
215
Vgl. Tab. 2.3 (einschließlich der Beamten im gehobenen mittleren Dienst).
 
216
Nach der Vollerhebung der Reichsversicherungsanstalt für Angestellte von 1913 verdienten 30 % der versicherungspflichtigen Angestellten, womit vor allem die einfachen und mittleren ‚Ränge‘ erfasst wurden, über 2000 Mark im Jahr. Eine Schwelle, welche von Ingenieuren zu dieser Zeit üblicherweise nach der Probezeit von ein bis zwei Berufsjahren überschritten wurde. Wie die unternehmensbezogenen Angaben in Tab. 2.3 ausweisen, wurden dann zumeist auch schnell die 3000 Mark erreicht, womit man dann bereits zu der 9,3 % umfassenden Einkommenselite der versicherungspflichtigen Angestellten zählte. Vgl. Raßbach, Betrachtungen, S. 30–33 sowie Tab. 2.3 (Kesselrevisionsvereine; Siemens und Halske).
 
217
Vgl. für die Vorkriegszeit die regelmäßigen Auflistungen der Inspektorengehälter im Centralblatt der Bauverwaltung 1 (1881) – 34 (1914).
 
218
Vgl. Schulz, Arbeiter, S. 294 f. und die Hinweise in der ansonsten für die Techniker und Ingenieure nur wenig ergiebigen Untersuchung von Pierenkemper, Arbeitsmarkt, S. 73 f.
 
219
Wobei auch die Tarifverträge in dieser Zeit ebenfalls auf staatliche Regulierungen, auf die nun flächendeckenden Zwangsschlichtung zurückgingen Vgl. Fattmann, Bildungsbürger, S. 129–133; Prinz, Mittelstand, S. 57 f.; DTZ 12 (1930), S. 428 f.; DTZ 13 (1931), S. 247.
 
220
Vgl. Tab. 2.3.
 
221
Vgl. Sander, Defensive; Jarausch, Professions.
 
222
Vgl. Fattmann, Bildungsbürger, S. 119–133. Kocka/Petzina/Faust, Arbeitsbuch, S. 110.
 
223
Vgl. Dreßen, Hierarchisierung. Gleichwohl neigt der Autor der vorliegenden Arbeit diesem Ansatz eindeutig zu. Da jede gesellschaftliche Wirklichkeit auf Handlungsprozessen beruht, kann es funktionale, d. h. sozial säkulare Notwendigkeiten bzw. Realitäten im Sinne Parsons, gegen dessen Einfluss auf die klassische Berufssoziologie sich die genannte Strömung richtet, natürlich nicht geben.
 
224
Siegrist, Professionen., S. 14.
 
225
Zum Professionskriterienansatz vgl. Pfadenhauer, Professionalität, S. 32–37 sowie in historischer Perspektive Heidenreich, Berufskonstruktion; Lundgreen, Bildung; ders., Berufskonstruktion; Sander, Professionalisierung.
 
226
Ähnliches kann für Frankreich festgestellt werden. Zum internationalen Vergleich vgl. Perkin, Rise; Malesta, Society; Gidney, Gentlemen; Haber, Quest; Halsey, Decline; Lundgreen, Bildung; ders., Education; Smith/Meiksins, Labour.
 
227
Vgl. dazu en detail Sander, Ingenieurwesen.
 
228
Zu den mathematischen und naturwissenschaftlichen curricularen Bestandteilen der Hoch- vs. der Mittelschulen vgl. Sander, Ingenieurwesen; Grüner, Ausbildung.
 
229
Vgl. Pfadenhauer/Sander, Professionssoziologie.
 
230
Vgl. Franz, Betriebswirte.
 
231
Lepsius, Wandel, S. 451.
 
232
Vgl. Kap. 3 dieser Arbeit.
 
233
Titze, Akademikerzyklus, S. 423.
 
Metadaten
Titel
Gebrochene Professionalisierung: die soziale Lage der technischen Experten
verfasst von
Tobias Sander
Copyright-Jahr
2021
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-658-35357-5_2

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