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Über dieses Buch

Das Buch zeigt Ihnen auf, wie Sie die neusten Erkenntnisse der Neurowissenschaften wirkungsvoll in Ihren Arbeits- oder Führungsalltag integrieren können. Gehirngerechte Führung legt Ihnen dar, wie angewandte Psychologie aus der Perspektive der Neurowissenschaft sowohl in der Führungsarbeit wie auch im gesamten Berufsalltag wirkt.

Basierend auf einem neuropsychologisches Verhaltensmodell erfahren Sie die plausiblen Zusammenhänge von Wahrnehmungen, Bedürfnissen, Emotionen, Denken und Handeln. Diese Erkenntnisse bilden eine wertvolle Grundlage zum Führen der eigenen Person, zum Führen von Teams und Unternehmenseinheiten. Dazu erhalten Sie zahlreiche Übungsanleitungen und Beispiele zur Veranschaulichung und praktischen Umsetzung.

Das Thema dieses Werkes ist für Sie von besonderer Bedeutung, wenn Sie Ihr eigenes Empfinden und Verhalten und jenes Ihrer Mitmenschen besser verstehen wollen, um damit zu wertvollen Interaktionen und erfüllter Arbeitstätigkeit zu gelangen.

Zielgruppen:

Dieses Fachbuch richtet sich an Führungskräfte und Coaches, wie auch an Personen aus der Arbeitswelt, die gewillt sind, an sich zu arbeiten, um mehr Zufriedenheit, Gelassenheit und Balance zu erlangen: und die Neurowissenschaften wissen, dass wir dies können, bis ins hohe Alter.

Zum Autor:

Christoph Hoffmann ist dipl. Psych. FH, dipl. Ing. HTL; Studium der Psychologie mit Schwerpunkt Arbeits- und Organisationspsychologie in Zürich. Er hat Führungserfahrung in diversen Erwachsenenbildungsinstitutionen und ist am IAP an der ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften als Berater und Dozent im Zentrum für Leadership, Coaching und Change Management tätig.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung

Zusammenfassung
Dieses Buch will mit Hilfe der Erkenntnisse der Neurowissenschaften verstehen helfen, wie Psychologie in der Führung wirkt. Erkenntnisse über Emotionen, Entscheidungen und Verhaltensänderungen können einfacher in den Führungsalltag integriert werden. Fragen der wirkungsvollen Führung für Leistungsbereitschaft, Motivation und Arbeitslust sind genauso wichtig wie Fragen der Arbeitsgestaltung für eine wertschätzende und menschliche Arbeitstätigkeit. Folgende hilfreiche Prinzipien versucht das Buch aufzugreifen: Körper und Geist beeinflussen sich ständig; Grundbedürfnisse und deren Emotionen sind der Schlüssel zu unserem Handeln; die Erfahrungen der Vergangenheit prägen uns; das Gehirn ist veränderbar und lernfähig; Unternehmen setzen Rahmenbedingungen in einer mehrdeutigen Welt. Dieses Buch bedeutet Arbeit an und mit sich selbst und der eigenen Führungshaltung. Dass wir uns dabei verändern werden, ist Bedingung, dass wir es wollen, ist Voraussetzung, und dass wir es können, ist evident.
Christoph Hoffmann

Theoretische Grundlagen für Führungskräfte

Frontmatter

Kapitel 2. Angewandte Neurobiologie für Führungskräfte

Zusammenfassung
Die Erkenntnisse über das Gehirn helfen Führungskräften, psychologische Prozesse wie Wahrnehmung, Beurteilung, Entscheidungsfindung und Verhalten von sich und ihren Mitarbeitenden besser zu verstehen und wirkungsvoller zu handeln. Die Großhirnrinde kann in einzelne Lappen eingeteilt werden. Das Stirnhirn ist für die bewusste Handlungsplanung zuständig. Andere Lappen sind beteiligt am Sehen, Hören, an der Motorik und Haptik und an Gedächtnisfunktionen. Das limbische System verarbeitet einkommende Signale und reguliert die Emotionen sowie Gedächtnisinhalte und spielt eine zentrale Rolle bei Bewusstseinsprozessen. Alle Hirnzentren sind untereinander hochvernetzt. Bei Gedanken oder Wahrnehmungen sind gleichzeitig viele Neuronenverbände aktiv, welche eng untereinander verbunden sind und gemeinsam oszillieren (Erregungsmuster). Unser Gehirn (ver-) arbeitet auch im Ruhezustand, sogar beim Schlafen, im sog. „default mode“.
Christoph Hoffmann

Kapitel 3. Angewandte Neuropsychologie für Führungskräfte

Zusammenfassung
Im Mittelpunkt des menschlichen Daseins stehen die Emotionen. Emotionen geben uns in vielerlei Hinsicht wichtige Hinweise, was unser Organismus oder unsere Psyche braucht. Sie geben auch unserer Umwelt wertvolle Signale im Umgang mit uns. Hilfreiche Hinweise im Umgang mit Emotionen geben uns die somatischen Marker, also positive oder negative Körpersignale. Ein sinnvoller Umgang mit den eigenen Emotionen (Emotionsregulation) ist für unsere physische und psychische Gesundheit, für die Leistungsfähigkeit und Beziehungsgestaltung essenziell. Den bewussten Umgang mit Emotionen kann man trainieren.
Christoph Hoffmann

Menschliches Verhalten in der Arbeitswelt

Frontmatter

Kapitel 4. Neuropsychologisches Verhaltensmodell

Zusammenfassung
Das neuropsychologische Verhaltensmodell dient dazu, menschliches Verhalten zu analysieren und zu erklären sowie bewusst zu steuern und zu beeinflussen. Im Zentrum stehen die Grundbedürfnisse nach Bindung, Sicherheit, Orientierung und Kontrolle, nach Selbstwerterhöhung und nach Lustgewinn und Unlustvermeidung. Ziel jedes gesunden Menschen ist es, alle Grundbedürfnisse gleichzeitig zu befriedigen und subjektives psychisches und physisches Wohlbefinden zu erlangen. Unbefriedigte oder sich gegenseitig störende Grundbedürfnisse führen zu Inkonsistenz und werden als belastend erlebt. Wahrnehmungen aus der Umwelt führen nach einem Abgleich der bewussten und unbewussten Gedächtnisinhalte zu einer negativen oder positiven emotionalen Bewertung und entsprechend zu einer Vermeidung oder Annäherungsstrategie (motivationales Schema). Bewusstes, reflektiertes Verhalten ist im Kontext von Unternehmen langfristig erfolgreicher als ein Schutzverhalten.
Christoph Hoffmann

Gehirngerechte Führung

Frontmatter

Kapitel 5. Gehirngerechte Selbstführung

Zusammenfassung
Selbstwahrnehmung und Fremdwahrnehmungen sind die Quellen der Selbstreflexion, in der über eigenes Denken, Fühlen und Verhalten nachgedacht wird und in der man sich mit inneren Denkmustern, Werten und Ansichten auseinandersetzt. Der Austausch mit einem vertrauensvollen Gegenüber kann diesen Reflexionsprozess befruchten. Weiter unterstützend wirken können dabei Techniken wie der Perspektivenwechsel oder analoge Methoden. Aus dieser Reflexion erwachsen Selbstmitgefühl als Wohlwollen, Achtsamkeit und Liebenswürdigkeit mit sich selber. Selbstmitgefühl kann geübt und gelernt werden und hilft nachweislich, Vermeidungs- in Annäherungsziele zu transformieren. So werden wir auch eine neue Perspektive im Umgang mit Stress einnehmen können.
Christoph Hoffmann

Kapitel 6. Gehirngerechte Mitarbeiterführung

Zusammenfassung
Gehirngerechte Mitarbeiterführung ist eine Haltung. In ihrem Zentrum steht die Beziehungsgestaltung mit der Erkenntnis, dass Menschen im Arbeitskontext eine komplexe, dynamische Einheit bilden. Effektives Zuhören begleitet alle Kommunikationsprozesse. Führungskräfte wissen, dass von Bedeutung ist, dass es den Mitgliedern von Teams gelingt, Empathie (Empfinden mit) in Mitgefühl (Empfinden für) zu transformieren. Auf der ehrlichen Absicht, das Grundbedürfnis nach Selbstwerterhalt zu stärken, basiert aufrichtige Wertschätzung und Anerkennung. Für die Resilienzförderung ist die Beziehungsgestaltung zentral. Daneben hilft es, soziale Unterstützung zu leisten, Wege aufzuzeigen zu Selbstwirksamkeit und Kohärenz und auch eine Ermutigung in den aktiven Bewältigungsstrategien. Ein weiterer wichtiger Einfluss auf gehirngerechte Führung hat Mindful Leadership.
Christoph Hoffmann

Kapitel 7. Gehirngerechte Unternehmensführung

Zusammenfassung
Unternehmen sind dazu da, sich selbst zu erhalten und damit langfristig die Kundenbedürfnisse zu befriedigen und den Mitarbeitenden die Existenz zu sichern. Doch Mitarbeitende leisten nicht nur einen Beitrag zu diesem Ziel, sondern sie streben auch nach psychischem und physischem Wohlbefinden. Studien zeigen, dass die angemessene Befriedigung der Grundbedürfnisse sowohl einen positiven Einfluss auf die Leistungsfähigkeit als auch auf die Gesundheit hat. Um diese beiden Ziele zu erreichen, sind neue Unternehmensformen und Führungsparadigmen notwendig. Unternehmen und ihre Mitarbeitende bewegen sich heute in einer komplexen, vieldeutigen, kurzlebigen und unsicheren Geschäftswelt. Die zunehmende Globalisierung mit ihren neuen Kommunikationsformen, veränderte Arbeitsmodelle und die Digitalisierung verändern die Unternehmensstrukturen und die Führung. Führungskräfte verstehen sich im neuen Paradigma in der Rolle als Ermöglicher*in, Unterstützer*in, Netzwerker*in und Coach*in.
Christoph Hoffmann

Kapitel 8. Anhang

Zusammenfassung
Diese Kapitel beinhaltet Listen von positiven und negativen sowie unechten, negativen Gefühlen; mögliche Fragen und Fragebogen, die bei der Einschätzung motivationaler Schemata helfen, z. B. über die Extraversion und Neurotizismus, über die internale Kontrollüberzeugung, die Selbstwirksamkeit und über die Grundbedürfnisse; einen Fragebogen zur Einschätzung der momentanen emotionalen Befindlichkeit sowie einen Fragebogen zur Einschätzung der Befriedigung von Grundbedürfnissen im Arbeitskontext.
Christoph Hoffmann

Backmatter

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