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Erschienen in: WASSERWIRTSCHAFT 6/2017

01.06.2017

Gemessen und geglaubt

verfasst von: Dr. Roman Gabl

Erschienen in: WASSERWIRTSCHAFT | Ausgabe 6/2017

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Auszug

Für sehr viele wasserbauliche Fragestellungen ist der Laborversuch der etablierte Standard und die Numerik muss diesem Vergleich standhalten. Ärgerlich ist aber, wenn nicht objektive Bewertungsgrundlagen herangezogen werden. Immer mal wieder werden flächige Farbplots, welche aus ein paar Handvoll Messungen interpoliert wurden, bewundert und im Gegenzug dazu Auswertungen, welche auf tausenden von Datenpunkten basieren, als bunte Bilder abgetan. Ist eine numerische Modellannahme nicht sofort einsichtig, wird sie einfach als Spielerei am Computer abgetan und die haptischen Vorteile des Modellversuches werden herausgestrichen. Die Wahl des Turbulenzmodelles, Rundungsfehler, aber auch numerische Randbedingungen werden kritisch hinterfragt, aber bei den Messungen werden mangelnde Genauigkeit und mögliche Fehler wohlwollend ignoriert oder einfach hingenommen. Einer Messung wird grundsätzlich eher vertraut als der Berechnung. Stimmen dann die Ergebnisse bei einem Validierungsversuch sehr gut überein, wird immer mal wieder mit einem Augenzwinkern gefragt, wie lange man da wohl an der Numerik drehen musste. …
Metadaten
Titel
Gemessen und geglaubt
verfasst von
Dr. Roman Gabl
Publikationsdatum
01.06.2017
Verlag
Springer Fachmedien Wiesbaden
Erschienen in
WASSERWIRTSCHAFT / Ausgabe 6/2017
Print ISSN: 0043-0978
Elektronische ISSN: 2192-8762
DOI
https://doi.org/10.1007/s35147-017-0076-6

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