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2022 | Buch

Generation, Ungleichheit, Technik

Technikkompetenz im höheren Lebensalter

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Über dieses Buch

In diesem Buch wird versucht, die Theorieansätze der Technikgenerationen mit jenen der sozialen Ungleichheit auf eine Weise zu verbinden, dass Rückschlüsse auf die Technikakzeptanz, die Technikkompetenz und die Techniknutzung im höheren Lebensalter abgeleitet werden können. Technikroutinen werden im höheren Lebensalter insbesondere durch Prägungen im Lebensverlauf und die soziale Lage in der aktuellen Lebenssituation bestimmt. Unerlässlich scheint, älteren Menschen Zugang zu neuen Technologien zu ermöglichen, ihnen jedoch ebenso genügend Freiraum dafür einzuräumen, auf den Einsatz ungewollter Technologien verzichten zu können.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter
Kapitel 1. Einleitung
Zusammenfassung
Zu den Themen Generationen, soziale Ungleichheit und Technik habe ich vornehmlich sozialwissenschaftliche Literatur aus über 150 Jahren (1867–2020) zusammengestellt. Im Rahmen der vorliegenden Arbeit ist selbstredend keine neue Theorie zur Technikkompetenz, -akzeptanz und -nutzung im höheren Lebensalter entstanden, dies wäre zweifelsohne zu hoch gegriffen. Allerdings lässt sich anhand der Kombination von Generationenansätzen und denen sozialer Ungleichheit eine Heuristik erahnen, die ein Konstrukt technischer Kompetenz und Nutzungsroutinen in Abhängigkeit von Kohorteneffekten und sozialen Disparitäten zu umreißen vermag.
Bill Pottharst
Kapitel 2. Generationentheorie
Zusammenfassung
Im folgenden Kapitel wird der Stand der theoretischen Diskussion innerhalb der Generationenforschung präsentiert und verschiedene Begrifflichkeiten sowie Konzeptualisierungen erläutert. Zu diesem Zweck werden die Dimensionen gesellschaftlicher Generationenkonzepte dargestellt und der für die vorliegende Arbeit zentrale Ansatz von Technikgenerationen (Sackmann/Weymann 1994) in den allgemeinen Theoriebestand der Generationenforschung eingeordnet.
Bill Pottharst
Kapitel 3. Soziale Ungleichheit in der postindustriellen Gesellschaft
Zusammenfassung
Wie gestaltet sich die moderne Industriegesellschaft? Von welchen (Ungleichheits-)Strukturen wird sie geleitet und welche zentralen Entwicklungslinien lassen sich nachzeichnen? Im Folgenden wird eine Brücke zwischen historischen Entstehungsfaktoren, für eine immer stärker von Technik durchzogene und auf sie angewiesene Gesellschaft, hin zum (post-)modernen Informationszeitalter geschlagen. Von der neolithischen über die industrielle Revolution mündet der historische Abriss in einer postindustriellen Gesellschaft, deren wichtigste Produktionsmittel von Wissen sowie Informationen bestimmt werden und dadurch neue soziale Ungleichheiten erzeugen. Das Konzept der sozialen Ungleichheit wird nicht nur als Resultat dieser Entwicklungen begriffen, sondern ebenso als analytische Kategorie konterkariert, die gezielt sozialstrukturelle und ökonomische Dimensionen aufgreift und in den Zusammenhang mit technischen Bezügen ungleich verteilter knapper und begehrter materieller und immaterieller Güter stellt.
Bill Pottharst
Kapitel 4. Generationen und Technik
Zusammenfassung
Die Bedeutungsvielfalt des bisher analysierten Generationenbegriffs wird besonders deutlich, wenn von sogenannten „Technikgenerationen“ die Rede ist. Diese Wortzusammensetzung zeigt, dass sich Generationen keineswegs ausschließlich auf Menschen beziehen müssen. Die verschiedenen Generationen (Geräteentwicklungsfolgen) bspw. von Telefonen (Festnetz, Funktelefon, Handy, Smartphone) oder auch von Software (Windows 1.0 bis 10, iPhone 2G bis 13, Mobilfunkstandards 1G bis 5G oder PlayStation 1 bis 5) geben Aufschluss über die artifizielle Konnotation (Rammert 2007: 11).
Bill Pottharst
Kapitel 5. Zusammenführung
Zusammenfassung
Nachdem in den vorherigen Kapiteln der theoretische Überbau ausgearbeitet und mit erstem empirischen Material untersetzt wurde, wird im folgenden Teil ein Überblick über das entwickelte Forschungsdesign präsentiert. Zunächst werden die Grundlagen beschrieben und die Zielsetzungen formuliert. Anschließend wird die Forschungsfrage präsentiert, die mithilfe von drei Hypothesen operationalisiert worden ist
Bill Pottharst
Kapitel 6. Zentrale Fragestellung und Hypothesen
Zusammenfassung
Im folgenden Kapitel wird die zentrale Fragestellung und ihre Operationalisierung durch Forschungshypothesen dargestellt, die anhand des vorangegangenen Theorieteils ausgearbeitet wurden. Die Forschungsfrage lautet: Welchen Einfluss haben die Kohortenzugehörigkeit und Determinanten sozialer Ungleichheit auf die Technikkompetenz und Techniknutzung im höheren Lebensalter?
Bill Pottharst
Kapitel 7. Methoden
Zusammenfassung
Im Methodenkapitel wird das Forschungsdesign dargestellt, mit dessen Hilfe die empirischen Analysen arrangiert wurden. Dafür wird zunächst der Projektablauf geschildert, in dem die verwendeten Panel-Daten erhoben und aufbereitet wurden. Danach wird der Zugang zum Feld erläutert und die verschiedenen Befragungsmodi konkretisiert.
Bill Pottharst
Kapitel 8. Ergebnisse
Zusammenfassung
Zunächst werden deskriptive Befunde durch uni- und bivariate statistische Verfahren hinsichtlich der über die Fragebögen erhobenen Untersuchungsdimensionen berichtet. Nachfolgend werden die Erkenntnisse durch multivariate Verfahren der quantitativen Statistik weiter auf den Untersuchungsgegenstand konkretisiert.
Bill Pottharst
Kapitel 9. Diskussion
Zusammenfassung
Im folgenden Kapitel werden die bisherigen Ergebnisse zunächst zusammengefasst und anschließend anhand der drei forschungsleitenden Hypothesen interpretiert. In der Methodendiskussion werden die Limitationen benannt, die sich im Laufe des Forschungsprozesses ergeben haben. Anschließend werden theoretische Implikationen zum Forschungsfeld Alter(n) und Technik präsentiert sowie die Aktualität des Konzepts der Technikgenerationen nach Sackmann und Weymann (1994) anhand der neu gewonnenen Erkenntnisse eingeschätzt.
Bill Pottharst
Kapitel 10. Fazit und Ausblick
Zusammenfassung
In der vorliegenden Arbeit wurde die Forschungsfrage untersucht, welchen Einfluss die Kohortenzugehörigkeit und Determinanten sozialer Ungleichheit auf die Technikkompetenz und Techniknutzung im höheren Lebensalter ausüben. Zur Beantwortung wurden Forschungshypothesen ausgearbeitet und eine regionale Stichprobe in Ostsachsen von 2015 bis 2017 mithilfe standardisierter Panel-Methodik zufällig erhoben. Im Sinne eines Mixed-Methods-Ansatzes wurde aus dem Sample eine Einteilung in zwei Fokusgruppen vorgenommen, die anhand der Technikbereitschaftsskala (Neyer/Felber/Gebhardt 2012) in technikoptimistische und -pessimistische Einstellungen unterschieden wurden (qualitative Befunde).
Bill Pottharst
Backmatter
Metadaten
Titel
Generation, Ungleichheit, Technik
verfasst von
Bill Pottharst
Copyright-Jahr
2022
Electronic ISBN
978-3-658-38736-5
Print ISBN
978-3-658-38735-8
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-658-38736-5