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Über dieses Buch

Dieser Band legt den Schwerpunkt auf praktische Anwendungen der Prinzipien, die aus der Natur in unserem Gestaltungsraum übertragen werden können. Er ist dabei getragen von den Regelungs- und Steuerungssystemen, wie sie die Wissenschaft der Kybernetik beschreibt.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung

Zusammenfassung
Warum führt die evolutionäre Entwicklung in unserer Natur dazu, dass sie sich seit zirka 4 Mrd. Jahre, trotz der Hinnahme von fünf massiven Rückschlägen in der Artenvielfalt, unerschütterlich weiterentwickelt?
E. W. Udo Küppers

Der unerschöpfliche Reichtum evolutionärer adaptiver Lösungen

Frontmatter

Kapitel 2. Wie lernen wir die Natur besser kennen?

Zusammenfassung
Wie lernen wir die Natur besser kennen? Indem wir sie in ihrer Ganzheit bzw. Vernetzung präsentieren, zumindest so gut, wie wir sie bislang verstehen. Wir verstehen sie nur in ihrer funktionellen Divergenz und Biodiversität ähnlich einem Wimpernschlag im Verhältnis zu unserer eigenen Lebensspanne.
Erinnert wird an einen der größten, wenn nicht sogar den größten Universalgelehrten, dem selbst Charles Darwin huldigte: Alexander von Humboldt. Zumindest aber inspirierten Humboldts Reisebeschreibungen Darwin bei seinem eigenen Werk, „Origin of Species“ (Werner 2009 , S. 68–95). Auf Alexander von Humboldt gehen die Einsichten von „Wechselwirkungen“ in der Natur zurück, die uns heute immer noch weitgehend fehlen bei der Lösung unserer Probleme.
Kreisläufe und Wirkungsnetze, visualisiert am Beispiel eines Organismus Baum bzw. einer Lebensgemeinschaft Wald, zeigen uns Leben erhaltende Wechselbeziehungen, die wir Menschen mit stupiden Wachstumszwängen unreflektiert exzessiv zerstören und unser eigenen Fortbestand damit aufs Spiel setzen. Weitsichtiges problemvorbeugendes Denken und Handeln gegenüber kurzsichtigem fehlgesteuertem Denken und Handeln ist daher der zentrale rote Faden durch dieses Buch.
E. W. Udo Küppers

Kapitel 3. Grundlegende Prinzipien der Natur – Überleben im offenen „Kochtopf“

Zusammenfassung
Wir leben seit Jahrmilliarden in engem Zusammenhalt der Organismen untereinander. Als Organismen sind wir „offene Systeme“, das heißt: wir nutzen Energie, Stoffe und Information aus der Umwelt und schaffen somit Ordnung in uns. Schließlich geben wir wieder Energie, Stoffe und Information an die Umwelt ab, nur in anderer Form. Der – nach menschlichen Maßstäben – nie versiegende Fluss an Sonnenenergie ist unsere einzige Energiequelle für Leben, die Erde unsere einzige und endliche Rohstoffquelle. Es sollte daher keiner Diskussion bedürfen und selbstverständlich sein, mit unserem lebenserhaltenden System Erde pfleglich umzugehen. Dass dies zunehmend weniger geschieht und welche Konsequenzen daraus folgen, erfahren wir beispielhaft in diesem Kapitel. Ebenso wird klar werden, dass ein „weiter so“, ein Kampf gegen die Natur, von uns nie gewonnen werden kann. Der evolutionäre Druck, der seit Jahrmilliarden wirkt, ist nicht einmal ebenso en passant aus den Angeln zu heben. Diese gewachsene Stärke der Evolution wird daher in aller Ausführlichkeit besprochen, woraus nochmals klar sein sollte, dass es das übergeordnete Ziel ist und sein muss, die Natur in unserer weiteren Entwicklung zu respektieren und mit ihr zu kooperieren, statt sie sinnlos – aufgrund kurzsichtiger Begehrlichkeiten – zu zerstören.
E. W. Udo Küppers

Kapitel 4. Biodiversität von exzellenten Leistungen in Flora und Fauna – Eine Auswahl mit zwei Extrabeispielen aus der Natur-Messtechnik und der BIOGEONIK

Zusammenfassung
In diesem Kapitel möchte ich Sie in die Biodiversität der Natur, in den unermesslichen Reichtum von Pflanzen und Tieren mitnehmen, zumindest Ihnen einen ersten Eindruck davon verschaffen, mit welchen „technischen“ Leistungen uns Pflanzen und Tiere voraus sind und das es lohnt, sich mit ihren Prinzipien näher zu befassen. Hochaufragende Mammutbäume transportieren Nährstoffe und Flüssigkeiten spielend in Höhen von über 100 m, wohingegen wir bei gleichen Transportvorgängen enorme Zusatzenergien einsetzen müssen.
Die Pflanzen sind genial darin, variationsreiche Material-Leichtigkeit mit außerordentlicher Material-Bruchfestigkeit zu verbinden; wir laufen dieser Technik noch mit großem Abstand hinterher und dieser wird noch größer, wenn wir unsere Materialabfallprobleme mit einbeziehen.
Leuchtende Farben ohne Farbstoffe herzustellen, Oberflächen sich selbst nur mit Wasser reinigen zu lassen, Kleben ohne Klebstoffe zu benutzen oder klimagerechte Wohnräume ohne Zusatzenergie zu konstruieren sind nur wenige von zahlreichen Praktiken der Natur, die uns stauen lassen. Würden wir wie Spechte mit zig hundertfacher Erdbeschleunigung mit unserem Kopf einer derartigen Belastung ausgesetzt, wäre er pulverisiert.
Die Techniken der Organismen sind eben nicht nur genial an das Leben in der Natur angepasst, es entwickelten sich über lange Zeiträume auch raffinierte Werkzeuge, Prozesse und Organisationen. Wir wären – mit Blick auf unsere eigenen Problembewältigungen – ziemlich schlecht beraten, diese nicht nur nicht zur Kenntnis zu nehmen sondern auch nicht für uns selbst zu nutzen.
E. W. Udo Küppers

Kapitel 5. Operationale Prinzipien der Natur – Universelle Entwicklungswerkzeuge eines langzeitbewährten biodiversitätsreichen Managements

Zusammenfassung
Dieses Kapitel beschreibt universelle Entwicklungswerkzeuge der Natur, die erkannt wurden und zeigen sollen, warum die Biodiversität der Natur sich derart reichhaltig entfalten konnte, in einer Umwelt, deren Komplexität für uns Menschen kaum zu durchdringen, geschweige denn ihrer Wirksamkeit vollständig zu erfassen ist. Dennoch scheint es für Pflanzen und Tiere im Verbund ein leichtes zu sein, sich mit der Dynamik der komplexen Umwelt zu arrangieren und ihren Fortbestand zu sichern. Nur ein Organismus tanzt aus der Reihe: Der Mensch. In seiner unergründlichen Selbstüberschätzung – der bis heute der fehlinterpretierte Begriff des „survival of the fittest“ nachhängt – überschreitet er Belastungsgrenzen von natürlichen und technischen Systemen, die nur in eine Richtung führen können: der Systemzerstörung.
Durch individuelle Nachhaltigkeitsstrategien von Pflanzern und Tieren in ihren biologisch-geologischen Biotopen – mit Werkzeugen, die sich aus Selbstorganisation, Selbstregulation mit stabilisierender Rückkopplung, Symbiose und vielem mehr zusammensetzen – erhalten sie sich durch geniale Vernetzungen ihre Überlebensfähigkeit und die zur Weiterentwicklung, trotz gelegentlicher Rückschläge durch umweltbedingte Störeinflüsse, woran nicht zuletzt der Mensch beteiligt oder sogar Ursache ist. Die evolutionäre Natur ist stabiler als man denkt.
E. W. Udo Küppers

Jenseits des erschöpflichen Reichtums technosphärischer Maximallösungen

Frontmatter

Kapitel 6. Auswege aus der Falle kurzsichtiger technosphärischer Gestaltungsroutinen

Zusammenfassung
Kurzsichtige, fehlgeleitete Entwicklungsstrategien sind die Teufelskreise eines Systems, ob es als Teil der Natur, Wirtschaft, Politik oder Gesellschaft auftritt. Sie entwickeln sich in nicht wenigen Fällen zu wiederholten Gewohnheits- oder Routineschleifen mit hohem Zerstörungspotential, aus denen schwer zu entkommen ist.
Die überaus komplexe dynamischen Entwicklungsprozesse der Natur haben über Jahrmilliarden gelernt, ihr partiell vorkommenden exponentiellen Wachstums-Teufelskreise – z. B. bei Pionierpflanzen – durch systemstabilisierende „negative Rückkopplungen“ oder „Engelskreise“ und geschickte Grenzziehungen in Zaum zu halten. Ganzheitlich betrachtet findet Wachstum nachhaltig und systemkonform statt.
Völlig anders verhält es sich in der Technosphäre mit Wachstumsstrategien. Deren individuellen Ziele sind den Schlagwörtern Wachstums- und Gewinn-Maximierung, Ressourcen-Ausbeutung, Folgenanhäufung bzw. kurzfristige Wertschöpfung zuzuordnen, nicht unerhebliche belastende Konsequenzen für Gesellschaften inbegriffen.
Auswege aus den Teufelskreis-Gewohnheitsschleifen und „zementierten“ Routinen sind nur möglich, wenn diese durchbrochen werden und durch neue nachhaltig wirkende Routinen adaptiv dynamisch ersetzt werden. Hierzu existieren in der Natur eine Vielzahl von vorbildhaften Prozessverläufen bzw. Funktionsprinzipien, deren konkrete Anwendungen in der Technosphäre beispielhaft in Kap. 7 vorgestellt werden.
E. W. Udo Küppers

Kapitel 7. Biosphärische-technosphärische Transformationen – Dreißig praktikable Vorsätze

Zusammenfassung
In diesem Praxiskapitel werden dreißig geniale Naturlösungen als Ausgangspunkt für technosphärische Anwendungen herausgestellt. Sie orientieren sich weitgehend an den in den vorherigen Kapiteln beschriebenen genialen Beispielen aus der evolutionären Natur. Unstreitig nutzt die Natur auch Routineprozesse während ihrer Entwicklungsstadien, jedoch immer mit Bedacht, nie absolut und dauerhaft, sondern ändert die Routine dort, wo es erforderlich ist, z. B. unter Berücksichtigung von Systemgrenzen (z. B. bei Nahrungsknappheit) und im Sinne einer nachhaltigen Weiterentwicklung zur Stärkung der Überlebensfähigkeit. In der Technosphäre gilt dieser Automatismus eher selten bis gar nicht. Wird eine Gewohnheitsroutine angestoßen, dann wird sie nicht selten mehrfach durchlaufen, auch wenn die erwartete Belohnung nicht mehr so üppig ausfällt oder sogar zur Belastung wird und somit über den Zeitpunkt einer notwendigen Routineänderung hinaus bestehen bleibt. Die Tendenz einer Teufelskreisspirale wird erkennbar mit allen schädlichen Konsequenzen, die sich daraus ergeben können. Das gilt im Privatbereich (Sucht nach zuckerhaltigen Süßigkeiten) genauso, wie im beruflichen/sozioökonomischen, politischen/gesellschaftlichen Bereich (Sucht nach Anerkennung, Sucht nach Bestätigung, Sucht nach Macht etc.).
E. W. Udo Küppers

Gegenspieler der Natur

Frontmatter

Kapitel 8. Kampf oder Untergang!

Ein kritischer Blick auf unseren Planeten, die Gesellschaft, die Personen und die Dinge
Zusammenfassung
Der Titel dieses Kapitels ist herausfordernd! In „Kampf oder Untergang!“ geht es um nicht weniger als die Überlebensfähigkeit unserer Gesellschaften auf der Erde und die Feinde, die zahlenmäßig geringen aber machtvollen „Herren der Menschheit“, denen es noch erlaubt wird, die Erde nach ihrem Gusto zu plündern – ohne Rücksicht auf menschliche, tierische und pflanzliche Verluste.
Drei nach Ansicht des Autors durchaus vernetzte Komplexe werden beleuchtet:
1.
Konrad Lorenz „Acht Todsünden der zivilisierten Menschheit“
 
2.
Die globale Vorausschau auf die Umwelt und
 
3.
Noam Chomskys Feststellung: Warum wir gegen die Herren der Menschheit aufstehen müssen.
 
Sie alle zeigen die unbedingte Notwendigkeit zu agieren statt zu reagieren, unsere Erde wieder in den Zustand eines zunehmend dynamischen Gleichgewichts zu bringen. Dies muss ohne die von uns selbst initiierte verderbliche Wirkung von „Teufelskreisspiralen“, miteinander wirkenden „positiven Rückkopplungen“ mit ihren unheilvollen Zerstörungskräften auf Organismen geschehen.
Die Biokybernetik kann helfen, durch zunehmenden Einbau von „negativen“, systemstabilisierenden Rückkopplungsschleifen viel zu einem nachhaltigen Fortschritt, der auch begleitet ist von angepasstem Wachstum, beizutragen. Dieser systemstabilisierende Effekt ist nicht auf die Natur selbst beschränkt, denn diese ist darin Meister und bedarf von uns Menschen keiner Belehrung!
Umgekehrt wäre der erfolgversprechendere Weg, der gesellschaftliche bzw. ökonomische, soziale und ökologische Prozesse, in ihrer vorhandenen – oft nicht erkannten – Vernetzung, zu Zielen durch vorausschauende resiliente Strategien und nachhaltigen Fortschritten führt.
E. W. Udo Küppers

Kapitel 9. Resümee und Ausblick

Zusammenfassung
Das Resümee fasst sechs Hauptanliegen dieses Werkes zusammen und führt über in einem Ausblick, der geprägt ist von einer neuen Bedürfnishierarchie des gegenwärtigen Erdzeitalters Anthropozän.
E. W. Udo Küppers

Backmatter

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