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Über dieses Buch

Diese Softcover-Ausgabe, die ein unveränderter Nachdruck der 3. Auflage (2010) ist, hält das nachgefragte Lehrbuch weiterhin verfügbar. Die 3. Auflage wurde detailliert überarbeitet und erweitert. Die Berücksichtigung von aktuell publizierter Literatur auch zu spezielleren Themen erhöht den Nutzen des Buches als Handbuch und Nachschlagewerk für Fortgeschrittene.

Dargestellt werden

Geschichte der Geobotanik und aktuelle ForschungstrendsFloristik, Arealkunde und PhylogeographieVegetationskundeFloren- und VegetationsgeschichtePflanzenökologieökologische Anpassungen und Lebensstrategien der PflanzenVegetationsgebiete der Erde mit Schwerpunkt Mitteleuropabotanische Aspekte von Natur- und Umweltschutz.

Das Buch vermittelt bewährtes Grundlagenwissen ebenso wie die in jüngerer Zeit erarbeiteten Aspekte der Geobotanik. Es schließt die anwendungsbezogenen Bereiche Vegetationskunde und Naturschutz ein und greift über in die Geowissenschaften und in die Land- und Forstwirtschaft.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Gliederung und Aufgaben der Geobotanik

Zusammenfassung
Die Geobotanik beschäftigt sich als Teildisziplin der Botanik (Grisebach 1866) mit dem Vorkommen und der Verbreitung der Pflanzen im geographischen Raum und mit der Dynamik dieses Vorkommens im Laufe der Zeit. Eine umfangreiche Teilaufgabe in diesem Programm ist die Dokumentation, Beschreibung und Abstraktion der differenzierten Vorkommensweisen der Pflanzen auf der Erde sowie der Evolutionsdynamik, die zu der gegenwärtig vorfindbaren Situation geführt hat.
Wolfgang Frey, Rainer Lösch

2. Geschichte der Geobotanik und aktuelle Forschungstrends des Faches

Zusammenfassung
Wie auch die anderen modernen Teildisziplinen der Biologie differenzierten sich die einzelnen Arbeits- und Interessensrichtungen der Geobotanik im Verlauf der vergangenen rund eineinhalb Jahrhunderte aus der allgemeinen Beschäftigung der Wissenschaft mit der Pflanzenwelt. In den Anfängen der Botanik wie auch der Zoologie stand das Bestreben nach Erfassung und Katalogisierung der Vielzahl der Erscheinungsformen des Lebens im Vordergrund der wissenschaftlichen Bemühungen, kulminierend in der Entwicklung der Evolutionstheorie als kausal-orientierte Deutung der Ursachen der organismischen Vielfalt.
Wolfgang Frey, Rainer Lösch

3. Geographische Muster von Pflanzenvorkommen (Floristik, Chorologie, Phylogeographie)

Zusammenfassung
Das Vorkommen einer Pflanzenart und einer Gemeinschaft von Pflanzen ist immer durch zwei große Ursachenkomplexe bestimmt: Zum einen ist die Existenzmöglichkeit einer Sippe durch die aktuellen Bedingungen des in Frage stehenden Lebensraumes oder Habitats, bei Pflanzen vielfach als „Standort“ bezeichnet, gefördert oder gehemmt. Zum zweiten wird die Vorgeschichte eine entscheidende Rolle spielen, durch die die Pflanze oder die Pflanzenvergesellschaftung in ihren aktuellen Habitat gelangt ist.
Wolfgang Frey, Rainer Lösch

4. Vegetationskunde (Phytozönologie, Zönologische Geobotanik)

Zusammenfassung
Die Vegetation (Pflanzendecke) ist die Gesamtheit der Pflanzenvergesellschaftungen/Pflanzenbestände eines bestimmten Gebietes. Sie steht damit der Flora eines Gebietes als Gesamtheit aller Pflanzensippen gegenüber (Abb. 1-1). In der Vegetationskunde wird somit der pflanzliche Anteil der Ökosysteme, also die Pflanzenvergesellschaftungen bzw. Pflanzengesellschaften, erforscht.
Wolfgang Frey, Rainer Lösch

5. Floren- und Vegetationsgeschichte (Historisch-genetische Geobotanik)

Zusammenfassung
Vor etwa 4,6 Mrd. Jahren entstand unser Planetensystem mit der Erde. Dieser gesamte Zeitraum wird in zwei Großabschnitte (Äon = Superära) unterteilt. Dabei umfasst das Kryptozoikum (= Präkambrium) die Zeit bis zum Beginn des Kambriums vor etwa 570 Mio. Jahren und damit etwa 87 % der gesamten Erdgeschichte. In diesem Zeitabschnitt bildete sich die Erdkruste, fand die Evolution des Lebens statt; es entstanden prokaryotische Organismen, eukaryotische Algen und die Tierwelt (s. 5.3), ohne dass es jedoch zu einer Besiedlung des Festlandes kam.
Wolfgang Frey, Rainer Lösch

6. Ökologie der Pflanzen

Zusammenfassung
Differenzierte Evolution und die geographischhistorischen Eigenheiten der Ausbreitung sind einer der Ursachenkomplexe, die das lokal unterschiedliche Vorkommen der Pflanzensippen bedingen. Klimatische und substratabhängige Heterogenität der Habitate und die hinsichtlich Struktur und Funktion je unterschiedlich gute Angepasstheit der einzelnen Taxa an diese Umweltbedingungen stellen einen weiteren Faktorenkomplex dar, welcher die Vielfalt der Pflanzendecke der Erde prägt. Diese Wechselwirkungen der Pflanzen mit den Gegebenheiten ihres Wuchsortes werden von der Pflanzenökologie beschrieben und analysiert.
Wolfgang Frey, Rainer Lösch

7. Grundlagen der Ökologie von Populationen und Pflanzengesellschaften

Zusammenfassung
Als Population bezeichnet man eine lokale oder regionale Gruppe von Individuen einer Art, zwischen denen über mehrere Generationen ein Fortpflanzungszusammenhang besteht. Das von der Population besiedelte Gebiet muss so groß sein, dass eine Ausbreitung der Diasporen (= Ausbreitungseinheiten der Pflanzen, z. B. Samen, Früchte, Fruchtteile, Fruchtstände, Brutkörper, Sporen; dienen der Ausbreitung und der Reproduktion) und ein Wanderverhalten möglich sind.
Wolfgang Frey, Rainer Lösch

8. Ökologische Anpassungen (Adaptationen) und Lebensstrategien

Zusammenfassung
Die ökologischen Anpassungen (Adaptationen) und die Herausbildung von Lebensstrategien erfolgten im Verlauf der Evolution vielfach durch parallele Merkmalsdifferenzierungen. Diese sind einerseits Ausdruck der Einnischung des Gesamtorganismus in die jeweiligen Habitatbedingungen, andererseits sind sie Hinweise einer gleichartigen Anpassung der Sippen aus verschiedenen Verwandtschaftskreisen an die jeweils herrschenden ökologischen Bedingungen.
Wolfgang Frey, Rainer Lösch

9. Vegetationsgebiete der Erde

Zusammenfassung
Die großen Klimazonen der Erde, die äquatoriale Klimazone, tropische Sommerregenzone, subtropische Trockenzone, Übergangszone mit Winterregen (mediterranes Klima), die warmgemäßigte, typisch gemäßigte, arid-gemäßigte, kalt-gemäßigte oder boreale und die arktische Klimazone, bedingen eine weitgehend breitenparallel verlaufende Zonierung der Vegetation in Vegetationszonen (Abb. F-1, vordere Umschlagseiten), die durch jeweils eigene Spektren von Formationen charakterisiert sind.
Wolfgang Frey, Rainer Lösch

10. Vegetation und Mensch/ Mensch und Umwelt

Zusammenfassung
Längst vor der wissenschaftlichen Untersuchung der Wechselbeziehungen zwischen den Pflanzen und ihrer Umwelt hat sich der Mensch Erfahrungen hierzu zu Nutze gemacht. Ackerbau und Weidewirtschaft, später auch Gartenkultur und Forstwirtschaft setzten und setzen diese Erfahrungen zur Nahrungs- und Holzproduktion um und haben inzwischen weltweit die natürliche Pflanzendecke der Erde verändert: Aus der Naturlandschaft ist die Kulturlandschaft entstanden.
Wolfgang Frey, Rainer Lösch

Backmatter

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