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Über dieses Buch

In den meisten Ländern stellen Stadtzentren noch heute den wichtigsten Standort von Einzelhandel und Dienstleistungen dar. Allerdings zeichnet sich ein Wandel ab, denn durch Globalisierung, Digitalisierung und veränderte Konsumgewohnheiten haben sich die Anforderungen an den modernen Einzelhandel verändert. Die Einzelhandelsunternehmen bevorzugen heute andere Standorte als noch vor 50 Jahren, die traditionelle Rolle der Innenstädte ist damit unter Druck geraten. So ist eine äußerst vielfältige Handelslandschaft entstanden, die in Größe, Sortiment, Preislage, Zielgruppe und Standort differiert.

Das Lehrbuch ist nach dem Akteursgruppenansatz der Wirtschaftsgeographie gegliedert, ergänzt um die Betrachtung von Standorten und Standortsystemen sowie einen methodischen Teil. Es werden die Entwicklung der Handelsunternehmen, das Konsumentenverhalten sowie der Einfluss von Investoren, Planern und Politikern auf Standorte des Einzelhandels auf nationaler und internationaler Ebene betrachtet.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Einführung

Frontmatter

Kapitel 1. Warum Geographische Handelsforschung?

Zusammenfassung
Einzelhandel war schon immer raumprägend. Frühe Städte entstanden an Kreuzungen von Handelsstraßen, Märkte prägten diese über Jahrhunderte und waren der Mittelpunkt des wirtschaftlichen und sozialen Lebens. Abgesehen von Nordamerika, wo die Suburbanisierung und der damit verbundene Bedeutungsverlust der Innenstädte schon früh einsetzten, stellen die Stadtzentren noch heute in fast allen Ländern der Welt den wichtigsten Standort von Einzelhandel und Dienstleistungen dar.
Cordula Neiberger, Barbara Hahn

Organisation des Einzelhandels – Was treibt die Unternehmen an?

Frontmatter

Kapitel 2. Handel ist Wandel

Zusammenfassung
Der Einzelhandel (ohne Handel mit Kraftfahrzeugen) stellt mit rund 345.000 Unternehmen (2016) (destatis 2018) und 3,06 Mio. Beschäftigten (2017) (HDE 2018, S. 30) eine bedeutende Wirtschaftsbranche dar und bewegt sich in einem komplexen Umfeld mit sich stetig verändernden Rahmenbedingungen. Die Makrolage wird von politisch-rechtlichen, sozioökonomischen, technologischen sowie infrastrukturellen Einflussfaktoren geprägt, auf die die Unternehmen stetig reagieren müssen. „Handel ist Wandel“ – das ist das geflügelte Wort der Branche. Das Kapitel stellt die Rolle des Handels im Distributionssystem ebenso so vor wie wichtige Koordinationsformen. Ebenso gibt es einen Überblick über Wachstums- und Konzentrationsprozesse der Branche.
Cordula Neiberger, Marc Steinke

Kapitel 3. Dynamik der Betriebsformen

Zusammenfassung
Der Handel ist ein dynamischer Wirtschaftszweig, in dem die Unternehmen permanent auf sich ändernde Rahmenbedingungen reagieren müssen. Um im Wettbewerb bestehen zu können, sind sie daher bemüht, Innovationen hervorzubringen beziehungsweise zu übernehmen, die sie von der Konkurrenz unterscheiden. Ein wichtiges Feld dieser Innovationen sind die Betriebsformen.
Cordula Neiberger, Marc Steinke

Kapitel 4. Digitalisierung und Vernetzung

Zusammenfassung
Der Theorie der langen Wellen zufolge treten in großen zeitlichen Abständen Basisinnovationen auf, die einzelne Industriezweige und damit die Gesamtwirtschaft grundlegend verändern. Seit Beginn der Industrialisierung wurden vier Zyklen beobachtet, von denen der letzte etwa 1950 einsetzte und insbesondere durch Innovationen in der Elektronikindustrie geprägt ist. Einige Autoren gehen davon aus, dass seit der Jahrthundertwende ein neuer, von den Informations- und Kommunikationstechnologien (IuK) getriebener Zyklus begonnen hat.
Cordula Neiberger

Kapitel 5. Beziehungen zwischen Hersteller und Handel

Zusammenfassung
Wirtschaftsunternehmen handeln in einem sich stetig wandelnden Umfeld, auf das sie sich immer wieder neu einstellen müssen. Dies betrifft Handelsunternehmen ebenso wie die Konsumgüterindustrie. Daher müssen die Beziehungen zwischen den Unternehmen laufend überdacht und angepasst werden, was aber oft schwierig und durchaus konfliktträchtig sein kann, wie das geflügelte Wort des „Kampfes um die Wertschöpfungskette“ zum Ausdruck bringt. Das Kapitel gibt einen Überblick über wesentliche Konflikt- und Kooperationsfelder.
Cordula Neiberger

Wochenmarkt oder Konsumtempel? Geographien des Konsums

Frontmatter

Kapitel 6. Geographien des Konsums: ein Überblick

Zusammenfassung
Die Geographische Konsumforschung hat zwei Wurzeln, die sich hinsichtlich Entstehungsbedingungen, Erkenntnisinteresse und theoretischer Positionierung unterscheiden, aber fruchtbar miteinander verbunden werden können. Die stärker wirtschaftswissenschaftliche Wurzel liegt in der Handelsforschung der 1960er-Jahre. Diese hat das Einkaufsverhalten von Konsumenten als zentralen Einflussfaktor für Fragen des Betriebsformenwandels und der Standortstruktur des Einkaufsverhaltens erkannt und untersucht, wie und unter welchen raumstrukturellen Bedingungen Einkaufsentscheidungen zustande kommen und welche räumlichen Auswirkungen von ihnen ausgehen, etwa für die Innenstädte (Kap. 7). Die eher kulturwissenschaftliche Wurzel liegt in den cultural studies der 1980er-Jahre. Sie haben Konsum als konstitutiv für moderne und postmoderne Gesellschaften erkannt und zählen zu Konsum den gesamten Prozess vom Konsumwunsch über den Erwerb, den Gebrauch bis zur Entsorgung von Waren; dabei wird ein Warencharakter nicht nur im Handel erwerbbaren Konsumgütern zugeschrieben.
Ulrich Ermann, Robert Pütz

Kapitel 7. Wer kauft wo? Die Einkaufsstättenwahl der Konsumenten

Zusammenfassung
Die Erforschung der Einkaufsstättenwahl hat innerhalb der Geographischen Konsumforschung die längste Tradition. Dabei zeigt sich, dass sich das Konsumentenverhalten immer weiter ausdifferenziert und die konkrete Einkaufsstättenwahl entsprechend immer weniger vorhersagbar wird. Dies zu verstehen, ist sowohl aus wissenschaftlicher Sicht als auch für die Praxis von großem Interesse und hat nicht zuletzt dazu geführt, dass im Laufe der Zeit unterschiedliche konzeptionelle Ansätze herangezogen wurden. Diese werden im Beitrag chronologisch dargestellt und kritisch beleuchtet.
Monika Popp

Kapitel 8. Ethischer Konsum

Zusammenfassung
Konsum ist mehr als die Nutzung oder der Genuss eines Produkts oder einer Dienstleistung. Er beginnt bereits mit der Beschäftigung mit der Ware im Vorfeld des Kaufs und ist mit dem Erwerb noch lange nicht abgeschlossen. Es werden Gegenstände angeeignet, mehr oder weniger häufig genutzt und schließlich weggeworfen oder weitergegeben.
Yusif Idies

Kapitel 9. Konsum und soziale Ungleichheit

Zusammenfassung
Es besteht ein Spannungsverhältnis zwischen der gesellschaftlichen Bedeutung von Konsum und sozialer Ungleichheit. Prekärer Konsum, wie er bei Lebensmitteltafeln beobachtet werden kann, und Versorgungsengpässe – das heißt die flächige Ausdünnung oder der vollständige Verlust einer Lebensmittelvollversorgung in zumutbarer Entfernung vom Wohnort – zeigen den Zusammenhang von Konsum und sozialer Ungleichheit auf.
Hanna Augustin, Ulrich Jürgens

Möglichkeiten der Steuerung. Wie nimmt die Planung Einfluss?

Frontmatter

Kapitel 10. Raumordnerische Steuerung des Einzelhandels

Zusammenfassung
In Deutschland übernehmen das Raumordnungsgesetz (ROG), Landesentwicklungspläne und Regionalpläne die raumordnerische Steuerung des Einzelhandels. In Anlehnung an die sich stetig verändernden demographischen und sozio-ökonomischen Rahmenbedingungen wie die Alterung der Bevölkerung, das Kundenverhalten, Konzentrationsprozesse im Einzelhandel, die Zunahme nicht integrierter Standorte, des modal splits und des Onlinehandels sind die bundesweiten Gesetze sowie die Pläne der Bundesländer und Regionen wiederholt an die neuen Gegebenheiten angepasst worden. Die Raumordnung ist eine überörtliche und überfachliche Planung und der kommunalen Steuerung des Einzelhandels (Abschn. 11.4) vorgelagert.
Barbara Hahn

Kapitel 11. Kommunale Einzelhandelssteuerung

Zusammenfassung
In Deutschland genießen die Kommunen Planungshoheit. Gemäß § 2 Abs. 1 Baugesetzbuch (BauGB) sind die Bauleitpläne von den Kommunen in eigener Verantwortung aufzustellen. Unter Bauleitplänen versteht man die Flächennutzungspläne (FNP) und die Bebauungspläne (BPläne). Die Planungshoheit der Kommunen wird durch verschiedene übergeordnete Rechtsvorschriften und Planungen dort beschränkt, wo Nachbarkommunen betroffen sind. Um rechtssichere Bebauungspläne aufzustellen, muss die Kommune die dort getroffenen Festsetzungen fundiert begründen. Dazu werden Fachgutachten wie Einzelhandelskonzepte benötigt. Je nach Bundesland und Region existieren verschiedene Rechtsgrundlagen die bei der Ansiedlung von Einzelhandel zu beachten sind. Der Einzelhandel ist einem ständigen Wandel unterworfen, der in regelmäßigen Abständen Anpassungen der Konzepte erforderlich macht.
Markus Wotruba

Kapitel 12. Immobilienmarkt und Handel

Zusammenfassung
Die Standorte von Einzelhandelsunternehmen hängen nicht nur von den gesetzlichen Vorgaben ab, sondern vor allem von der Verfügbarkeit der passenden Verkaufsfläche. Der Immobilienmarkt funktioniert nach eigenen Gesetzen in Abhängigkeit von der Größe und Strahlkraft der Stadt, der Lage des Handelsstandorts innerhalb des Siedlungsgebiets und der Kaufkraft im Einzugsgebiet. Außerdem ist der Wettbewerb immer im Auge zu behalten.
Maike Dziomba

Kapitel 13. Business Improvement Districts – Quartiersentwicklung in öffentlich-privater Partnerschaft

Zusammenfassung
Business Improvement Districts (BIDs) sind ein Instrument, mit dem sich Grundeigentümer und Gewerbetreibende darauf verständigen, gemeinsam in die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Quartiere zu investieren. Von ihnen geht in der Regel auch die Initiative zur Gründung von BIDs aus. Der Artikel zeigt, wie BIDs zustande kommen, wo dieses Instrument genutzt wird und welche Maßnahmen in den BIDs umgesetzt werden. Da in BIDs alle Grundeigentümer zur Finanzierung dieser Maßnahmen verpflichtet sind, können sie in der Regel deutlich professioneller agieren als Interessengemeinschaften auf freiwilliger Basis. So können die BID-Quartiere ihre Position als Einzelhandelsstandorte nachhaltig verbessern oder zumindest festigen. Der Beitrag fokussiert sich auf Hamburg, gibt aber auch einen Überblick über die BIDs in Deutschland.
Heiner Schote

Kapitel 14. Verkehrsplanung

Zusammenfassung
Handel und Verkehr sind eng miteinander verzahnt. So erzeugt der Handel angebotsseitig Verkehr durch die Anlieferung der Waren an die Geschäfte und nachfrageseitig durch die Kunden, welche die Geschäfte aufsuchen. Auf beide Komponenten nimmt die kommunale Verkehrsplanung Einfluss, aber auch der Städtebau erlangt über die Bauleitplanung und kommunale Einzelhandelskonzepte eine nicht unerhebliche Bedeutung für die Standorte des Handels.
Peter Pez

Räume des Handels – wo kaufen wir ein?

Frontmatter

Kapitel 15. Zentren und Zentrensysteme

Zusammenfassung
Die Standorte des Einzelhandels entstehen durch das Zusammenspiel von Anbieter- und Nachfragerseite und können durch verschiedene theoretische Ansätze erklärt werden. Der bedeutendste, die Theorie der Zentralen Orte, ist auch Grundlage für raumplanerische Normen und bestimmt so das Muster des heutigen Zentrensystems zwischen den Orten wie auch der Standortsysteme innerhalb von Zentren.
Elmar Kulke

Kapitel 16. Dynamik von Zentrensystemen

Zusammenfassung
An den Standorten des Einzelhandels kommen die Veränderungen im Angebotssystem (zum Beispiel Betriebsformenwandel, Unternehmenswandel) und im Nachfragesystem (zum Beispiel Einkaufsmotive, Einkommen, Mobilität) sowie die Einflussnahme durch Planer/Politiker (zum Beispiel Leitbilder, Einsatz von Instrumenten der Raum- und Bauleitplanung) zusammen. In der längerfristigen Betrachtung führt dieses Zusammenspiel teilweise zur Aufgabe von Standorten, zum Bedeutungsgewinn beziehungsweise Bedeutungsverlust von Zentren und zur Neuentstehung von Einzelhandelsstandorten. Die folgenden Ausführungen beziehen sich vor allem auf die Entwicklungen des Zentrensystems in Deutschland.
Elmar Kulke

Kapitel 17. Shopping Center – Kathedralen des Massenkonsums

Zusammenfassung
Agglomerationen des Handels waren stets ein Erfolgsmodell. Wegen ihres breiten Angebotes und Koppelungspotenzials sowie des Sehens und Gesehenwerdens zogen Märkte, Einkaufsstraßen und Warenhäuser die Kunden in besonderem Maße an. Seit Mitte des 20. Jahrhunderts haben Shopping Center ausgehend von den USA einen weltweiten Siegeszug angetreten und zunehmend die früheren Kundenmagnete abgelöst. Die höchsten Zuwachsraten verzeichnen inzwischen Länder des Globalen Südens, wie China und Indien, während in den USA seit den 1990er-Jahren viele Center geschlossen wurden. Auch in Europa und Deutschland nehmen Schrumpfungen und Schließungen zu.
Ulrike Sailer

Kapitel 18. Onlinehandel und Stadt

Zusammenfassung
Der Strukturwandel des Einzelhandels führte in den vergangenen Jahrzehnten zu einer Dynamik im Zentrensystem, die sich in den letzten 15 Jahren noch einmal beschleunigte. Als Auslöser gilt der zunehmende Online-Handel, der nicht nur neue Strategien der Unternehmen erfordert, sondern auch das Kaufverhalten der Konsumenten verändert hat. Die Konsequenzen der Digitalisierung für den stationären Einzelhandel und dessen Standorte haben sich zu einem neuen Forschungsgegenstand der Geographischen Handelsforschung entwickelt.
Cordula Neiberger

Transnationalisierung und Globalisierung

Frontmatter

Kapitel 19. Einführung und Theorie: Internationalisierung des Einzelhandels

Zusammenfassung
Die Internationalisierung des Einzelhandels stellt keineswegs ein neues Phänomen dar, ist aber in den vergangenen Jahren schnell vorangeschritten. Im Folgenden werden die verschiedenen Facetten und der Umfang des internationalen Einzelhandels, grundlegende strategische Optionen, Methoden und Wege der Marktselektion sowie des Markteintritts erläutert.
Sina Hardaker

Kapitel 20. Internationale Wertschöpfungsketten: Akteurskonstellationen und Auswirkungen im Globalen Süden

Zusammenfassung
Im Zuge der Globalisierung hat die internationale Arbeitsteilung verschiedener Produktions- und Dienstleistungsschritte (sogenannter Wertschöpfungssegmente) deutlich zugenommen. Hieraus haben sich teilweise sehr komplexe, global organisierte Wertschöpfungsketten gebildet. Wirtschaftliche, aber auch gesellschaftliche und politische Prozesse in einem Land oder einer Region beeinflussen damit nicht nur das Geschehen vor Ort, sondern können sich erheblich auf weit entfernte Regionen entlang der Kette auswirken.
Peter Dannenberg

Kapitel 21. Transiträume und internationale Einkaufsverflechtungen

Zusammenfassung
Der Einzelhandel ist immer mehr von Internationalisierung geprägt. Dies gilt sowohl für die Handelsunternehmen selbst wie auch die globalen Wertschöpfungsketten. Zudem werden Transiträume internationaler Verkehrsknotenpunkte ebenso wie Grenzräume und Urlaubsdestinationen weltweit zu Zielräumen internationaler Kundschaft.
Sina Hardaker

Kapitel 22. Internationalisierung des Lebensmitteleinzelhandels

Zusammenfassung
Lebensmitteleinzelhändler sind die mit Abstand größten und zahlreichsten Unternehmen der Top 250 Einzelhändler weltweit. Spitzenreiter Walmart aus den USA führt mit fast 486 Mrd. US$ (2016) die Liste der Top 10 an, gefolgt von Costco, einem weiteren amerikanischen Lebensmitteleinzelhändler (119 Mrd. US$) (Kap. 19). Unter den Top 10 finden sich mit Schwarz (Platz 4) und Aldi (Platz 8) zwei deutsche sowie mit Carrefour (Platz 9) ein französischer Vertreter des Lebensmitteleinzelhandels (Deloitte 2018, S. 16).
Sina Hardaker

Methoden und Techniken in der Geographischen Handelsforschung

Frontmatter

Kapitel 23. Methodologie und Methoden in der Geographischen Handelsforschung – Eine Einführung

Zusammenfassung
Die Entwicklungen im Einzelhandel sind sehr dynamisch. Prozesse wie der Betriebsformenwandel, die Internationalisierung, die Digitalisierung, die Veränderungen im Konsumentenverhalten, die Bedeutungsverschiebung von Standortlagen oder auch die Prozesse der Entscheidungsfindungen rund um den Einzelhandel erweisen sich für die Geographische Handelsforschung als vielfältiges Betätigungsfeld. Für die Untersuchung dieser sehr differenzierten Entwicklungen im Einzelhandel sowie dessen sozialen, ökonomischen und kulturellen Bedingungen können sich die Forscher heute eines breiten Spektrums an Methoden bedienen. Je nach Erkenntnisinteresse und wissenschaftstheoretischer Positionen wählen die Forscher spezifische Forschungsdesigns, in denen sie für die Beantwortung ihrer Forschungsfragen in den verschiedenen Phasen wissenschaftlichen Arbeitens geeignete Verfahren und Techniken der Informationsgewinnung, -auswertung und -bewertung einsetzen.
Jürgen Rauh

Kapitel 24. Qualitative Methoden

Zusammenfassung
Grundlegend für geographische Forschungsarbeiten auf Basis qualitativer Methoden ist ein Verständnis von Raum als hybrider Gegenstand, der aus unterschiedlichen Elementen wie Akteuren, sozialen Alltagspraktiken und Relationen besteht. Raum in diesem Sinne ist mehr als eine physikalisch messbare Ausdehnung und unterliegt einem permanenten Wandel. In der raumbezogenen qualitativen Sozialforschung soll das wechselseitige Verhältnis von Raum und Mensch/Gesellschaft besser verstanden werden.
Alexandra Appel

Kapitel 25. Quantitative Methoden

Zusammenfassung
Quantitative Methoden haben das Ziel, zähl- und messbare Resultate zu liefern. Ihnen kommt in der Geographischen Handelsforschung eine besondere Bedeutung zu, weil sie zur Unterstützung unternehmerischer Entscheidungen wie der Standortwahl herangezogen werden können. Grundsätzlich lassen sich reaktive und nicht-reaktive Verfahren unterscheiden.
Tilman Schenk

Kapitel 26. Datenaufbereitung und -auswertung

Zusammenfassung
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Daten zu erheben und aufzubereiten. Im Folgenden werden wichtige Informationsquellen zu Daten zum Einzelhandel auf verschiedenen Maßstabsebenen genannt. Anschließend werden mit Geographischen Informationssystemen (GIS), Modellierungen und Simulationen ausgewählte Verfahren der Datenaufbereitung vorgestellt.
Tilman Schenk

Backmatter

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