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2022 | Buch

Gerechtigkeit – facettenreiches Prinzip und anspruchsvolle Gestaltungsaufgabe

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Über dieses Buch

Autor*innen unterschiedlicher Professionen setzen sich in diesem Buch mit der Fragestellung „Gerechtigkeit, ja – aber wie?“ auseinander und ermöglichen den Lesern dabei einen facettenreichen, interdisziplinären Blick auf die Gerechtigkeitsthematik. Das Spektrum der Beiträge reicht vom Versuch der Klärung, ob Gerechtigkeit als eine Realutopie verstanden werden kann, die tatsächlich praktisch in allen Bereichen der Gesellschaft umsetzbar ist, bis hin zur ganz konkreten fachspezifischen
Auseinandersetzung, was Gerechtigkeit im Sinne von gerechter Rechtsprechung, Geschlechtergleichstellung, sozialpolitischem Ausgleich oder mittels Solidarität zu leisten vermag und welche Voraussetzungen oder Rahmenbedingungen der Einzelmensch benötigt, um ein gerechter Mensch zu werden.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter
Idee der Gerechtigkeit – eine Utopie?
Zusammenfassung
Die Idee der Gerechtigkeit beschäftigt die Menschheit von Anbeginn an und ist deshalb auch ein zentrales Thema der Philosophie. Viele Philosophen und philosophisch-politische Denker stellten und stellen sich zur Thematik Gerechtigkeit grundlegende Fragen wie: Was macht eigentlich Gerechtigkeit aus? Gibt es eine ‚höhere Macht‘ im Sinne einer absoluten, dem Kosmos inhärenten Gerechtigkeit? Muss in Ergänzung oder im Gegensatz dazu notwendigerweise eine relative Gerechtigkeit existieren, oder eine Vielzahl von Teil-Gerechtigkeiten, welche jeweils in verschiedenen gesellschaftlichen Sphären Wirkung zeigen, damit menschliches Zusammenleben gelingen kann? Wer bestimmt was gerecht ist beziehungsweise welche Normen anzuwenden sind – Gesetzgeber, Religionen, Jeder? Ist Gerechtigkeit eine Frage von Gleichheit, Fairness oder Aushandlung? Unter welchen Bedingungen kann Gerechtigkeit überhaupt eingefordert werden – Krieg, totalitäre Regime? Wem nützt Gerechtigkeit letztlich?
Karin Elisabeth Müller-Beck
Wie gerecht kann Recht sein?
Zusammenfassung
Im September 2002 wurde ein 11-jähriger Bankierssohn entführt und anschließend ermordet, um von seinen Eltern ein Lösegeld zu erpressen. Die Schwurgerichtskammer des Landgerichts Frankfurt am Main verurteilte den Angeklagten wegen Mordes in Tateinheit mit erpresserischem Menschenraub mit Todesfolge und wegen falscher Verdächtigung in Tateinheit mit Freiheitsberaubung in zwei Fällen zu lebenslanger Freiheitsstrafe als Gesamtstrafe und stellt die besondere Schwere der Schuld fest. (LG Frankfurt am Main, Urteil vom 28.
Bettina Kühbeck
Wie wird der Mensch gerecht? Theologische Gratwanderung zwischen Selbstgerechtigkeit und Verzweiflung
Zusammenfassung
Um den Stellenwert dieser theologischen Bemerkung einschätzen zu können, soll vorausgeschickt werden, welches Theologieverständnis hier in Anschlag gebracht wird. Man könnte, ausgehend von einem wörtlichen Verständnis des Begriffs „Theologie“, denken, es würde, sozusagen „von höherer Warte aus“, ein Wissen über Gerechtigkeit reklamiert, das von jenseits des weltlich wissbaren her gespeist wäre. In einem solchen Verständnis von Theologie würde man über das Nicht-Weltliche, also über Gott, unter der Annahme einer Erkenntnis sprechen, die nur innerhalb der Theologie zugänglich wäre.
Alfons Hämmerl
Geschlechtergerechtigkeit oder die alte Frage „ob die Weiber Menschen seyn“
Zusammenfassung
Kein Land dieser Welt hat bislang Gleichstellung erreicht. Dies ist das bittere Resümee einer aktuellen Studie der Vereinten Nationen. Hinzu kommt, dass die Bereitschaft, daran etwas zu ändern erstaunlich gering ist: 91 % der Männer und auch 86 % der Frauen weltweit sind gegen Geschlechtergleichstellung eingestellt.
Barbara Thiessen
Die ewige Suche nach der sozialen Gerechtigkeit
Zusammenfassung
„Soziale Gerechtigkeit ist als normative Kategorie nicht objektiv und abschließend definierbar. Soziale Gerechtigkeit ist aber auch nicht beliebig – und sie ist weit mehr als ein flüchtiges Wiesel-Wort der tagespolitischen Diskussion. Als Ergebnis eines gesellschaftlichen Verständigungsprozesses bleibt sie einem ständigen Deutungswandel unterworfen und muss im Zeitverlauf immer neu definiert und gewonnen werden“.
Christoph Fedke
Die solidarische Stadt
Ein Weg zu mehr sozialer Gerechtigkeit vor Ort
Zusammenfassung
17 Jahre habe ich als berufsmäßiger Stadtrat der Landeshauptstadt München das Sozialreferat geleitet und in dieser Funktion die Sozialpolitik in München mitgestalten dürfen. Das Spannende daran war und ist, dass es sowohl ein Verwaltungs- als auch ein politisches Amt ist. In der ersten Funktion habe ich das Referat als Verwaltungseinheit (mit einem Etat von über einer Milliarde €) geleitet und war Vorgesetzter der dort Beschäftigten (bis zu 4000 Menschen).
Friedrich Graffe
Metadaten
Titel
Gerechtigkeit – facettenreiches Prinzip und anspruchsvolle Gestaltungsaufgabe
herausgegeben von
Prof. Dr. Karin Elisabeth Müller-Beck
Copyright-Jahr
2022
Electronic ISBN
978-3-658-36823-4
Print ISBN
978-3-658-36822-7
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-658-36823-4

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