Skip to main content
main-content

11.05.2018 | Gesamtbanksteuerung | Interview | Onlineartikel

"Unser Fördervolumen atmet"

Ingrid Hengster, Vorstandsmitglied der KfW, über die Zusammenarbeit mit Finanzierungspartnern, Förderschwerpunkte, das neue Geschäftsfeld Venture Capital sowie digitale Transformation und Innovation im eigenen Haus.

BANKMAGAZIN: Frau Hengster, wie spüren Sie, dass sich der Wettbewerbsdruck im Finanzierungsgeschäft in der deutschen Bankenlandschaft verstärkt?

Ingrid Hengster: In vielen Gesprächen mit unseren Finanzierungspartnern merken wir, dass diese sich auf Herausforderungen wie das niedrige Zinsumfeld, höhere Kosten der Regulierung, den stärkeren Kundenfokus sowie die Digitalisierung insgesamt mit neuen Wettbewerbern wie Fintechs und möglichen Filialschließungen einstellen. Die Banken diskutieren, wie sie sich mit ihren Geschäftsmodellen anpassen können. Ich spüre einen Aufbruch und Veränderung.

Empfehlung der Redaktion

01.04.2018 | Bankmagazin-Gespräch | Ausgabe 5/2018

„Unser Fördervolumen atmet“

Ingrid Hengster, Vorstandsmitglied der KfW, über die Zusammenarbeit mit Finanzierungspartnern, Förderschwerpunkte, das neue Geschäftsfeld Venture Capital sowie digitale Transformation und Innovation im eigenen Haus.


Was bedeutet das für Ihr Haus?

Auch uns beschäftigen diese Themen. Wir haben uns beispielsweise früh die Frage gestellt, was diese Themen für unser Grundprinzip, die Bankdurchleitung, bedeuten. Wir haben kein Filialnetz, unsere Förderung läuft im Inland über die Hausbanken, wir sind auf ihre Kenntnisse vor Ort in den Regionen angewiesen. Da ist es wichtig, dass es unseren Finanzierungspartnern gut geht. Bereits seit 2012 haben wir uns intensiv mit der Automatisierung im Fördergeschäft auseinandergesetzt und unseren Kreditantragsweg stark digitalisiert. Los ging es 2014 mit den wohnwirtschaftlichen Programmen: Seitdem bekommen Kunden bei unseren Partnern binnen weniger Mi-nuten eine Aussage, ob ein Vorhaben KfW-förderfähig ist oder nicht. Das, was früher vielleicht Wochen gedauert hat, wird jetzt in wenigen Minuten entschieden. Damit informieren wir nicht nur den Endkunden schnell über seine Förderung, sondern heben in unserem Hause Effizienzen und machen es den Finanzierungspartnern leichter, Förderung attraktiv zu gestalten.

Wie weit ist die KfW mit der Bankdurchleitung Online 2.0 für Privat- und Firmenkunden?

Alle Kredite für den wohnwirtschaftlichen Bereich können bereits in digitaler Form beantragt werden, bei den Gewerbekunden haben wir 2016 mit der Umsetzung begonnen. Bis Ende 2018 werden alle KfW-Produkte digital verfügbar und die entsprechenden Finanzierungspartner angeschlossen sein. Außerdem konnten wir nun auch die Landesförderinstitute dafür interessieren und haben die L-Bank und kürzlich auch die WI-Bank als Pilotpartner gewonnen. Somit werden wir künftig eine einheitliche Schnittstelle für Förderprodukte anbieten können.

Welche Auswirkungen haben die Filialschließungen Ihrer Partner auf die KfW?

An unseren Volumina bemerken wir keinen Effekt, da grundsätzlich die Partner erhalten bleiben. In der Regel übernehmen dann die größeren Filialen die Durchleitung für die kleineren Standorte.

Lesen Sie das vollständige Interview aus der Mai-Ausgabe von BANKMAGAZIN bis zum 18. Mai gratis. Schauen Sie sich auch das Video zum Interview mit Ingrid Hengster an. 


Weiterführende Themen

Die Hintergründe zu diesem Inhalt

01.04.2018 | Bankmagazin-Gespräch | Ausgabe 5/2018

„Unser Fördervolumen atmet“

2017 | OriginalPaper | Buchkapitel

Immobilienbewertung

Quelle:
Immobilienwirtschaftslehre - Management

Das könnte Sie auch interessieren

Premium Partner

micromNeuer InhaltNeuer InhaltNeuer InhaltPluta LogoNeuer Inhalt

BranchenIndex Online

Die B2B-Firmensuche für Industrie und Wirtschaft: Kostenfrei in Firmenprofilen nach Lieferanten, Herstellern, Dienstleistern und Händlern recherchieren.

Whitepaper

- ANZEIGE -

Blockchain-Effekte im Banking und im Wealth Management

Es steht fest, dass Blockchain-Technologie die Welt verändern wird. Weit weniger klar ist, wie genau dies passiert. Ein englischsprachiges Whitepaper des Fintech-Unternehmens Avaloq untersucht, welche Einsatzszenarien es im Banking und in der Vermögensverwaltung geben könnte – „Blockchain: Plausibility within Banking and Wealth Management“. Einige dieser plausiblen Einsatzszenarien haben sogar das Potenzial für eine massive Disruption. Ein bereits existierendes Beispiel liefert der Initial Coin Offering-Markt: ICO statt IPO.
Jetzt gratis downloaden!

Bildnachweise