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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einleitung

Zusammenfassung
Übernahme und Management von finanzwirtschaftlichen Risiken sind von jeher Schwerpunkte der Geschäftsaktivitäten von Kreditinstituten. Mit der Ausübung der originären Funktionen als Finanzintermediäre, zu nennen sind die Informations-, Losgrößen-, Fristen- und Risikotransformation, sind entsprechende Transformationsrisiken für Kreditinstitute verbunden. Mit der Risikotransformationsfunktion sind letztlich alle anderen Transformationsleistungen verknüpft; sie hat Einfluß auf fast alle Leistungen eines Finanzintermediäres. Die gezielte Transformation von Risiken erfordert die intensive Auseinandersetzung mit dem Ausmaß auf Gesamtunternehmens- bzw. Gesamtbankebene. Kreditinstitute — in jüngster Zeit auch andere Wirtschaftsunternehmen — tragen dieser Erkenntnis zunehmend Rechnung, indem sie ein Risikomanagement einrichten und sich intensiv mit Konzepten zur Risikomessung und -steuerung auseinandersetzen.1
Frank Spellmann

2. Definition wesentlicher Begriffe des Risikomanagements

Zusammenfassung
Für den Begriff des Risikos gibt es in der wissenschaftlichen Literatur keine einheitliche Definition.1 Für die Risikobetrachtung in einem Unternehmen ist eine Risikodefinition zu finden, die alle unternehmenstypischen Risiken bzw. Risikokategorien umfaßt. Hierfür sind die Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge näher zu analysieren.
Frank Spellmann

3. Darstellung und kritische Analyse der Verfahren zur Quantifizierung von Marktrisiken

Zusammenfassung
Bevor auf die Alternativen der Risikomessung eingegangen werden kann, ist die Frage zu beantworten, wie Alternativen hinsichtlich ihres Risikos miteinander verglichen werden können. Dies ist vor allem dann von Interesse, wenn die Ergebnisse der Risikoquantifizierung für Performance-Vergleiche oder die Allokation von Risikokapital verwendet werden sollen. Grundlage der Entscheidungen im Sinne einer Auswahl ist dabei die Erstellung einer Präferenzordnung der Alternativen. Betrachtungsgegenstand des Entscheidungsverhaltens unter Risiko sollen die hierfiir entwickelten normativen Theorien sein, wobei die Erwartungsnutzentheorie im Vordergrund steht1, da diese unter Entscheidungsforschern weitestgehend eine herausragende Stellung als Prinzip für Risikoentscheidungen hat2 Ziel der normativen Entscheidungstheorie3 ist es, Entscheidenden Handlungskriterien vorzugeben, an denen sie sich in Risikosituationen orientieren können. Diese Handlungskriterien sollten von überindividueller Natur sein und dem Postulat rationalen Verhaltens entsprechen.4
Frank Spellmann

4. Darstellung und kritische Analyse der Verfahren zur Quantifizierung des Kreditrisikos

Zusammenfassung
Die wissenschaftliche Literatur zum Kreditrisiko hat sich bereits seit längerem eingehend mit Fragen zur Bonitätsbeurteilung und Kreditwürdigkeitsprüfung auseinandergesetzt.1 In zahlreichen Untersuchungen vorgetragene Zusammenhänge zwischen dem bewerteten Kreditrisiko und verschiedenen Einflußgrößen basieren nur auf plausiblen Hypothesen und empirischen Beobachtungen, wurden jedoch nicht auf modelltheoretischer Grundlage abgeleitet. Die Berücksichtigung des Kreditrisikos wurde häufig nur mit der klassischen Kreditentscheidung verbunden. Es war all zu häufig eine Ja/Nein-Entscheidung, ohne den Risikogehalt differenziert nach Laufzeit, Bonität und Besicherung hinreichend konsequent und quantitativ unterstützt zu berücksichtigen. Wenn dies berücksichtigt wurde, dann nur intuitiv durch das Erfahrungswissen der Kreditspezialisten, aber nicht auf der Basis einer angemessenen Methodik zur Quantifizierung der Risiken in Verbindung mit aussagefähigem historischen Datenmaterial, wie bereits bei den Marktrisiken aufgezeigt. Ergebnis der Kreditanalyse war ein Urteil, ob ein Kreditengagement vertretbar ist oder nicht Als vertretbar wurde ein Kredit beurteilt, wenn angenommen werden konnte, daß dieser planmäßig zurückgezahlt wird.
Frank Spellmann

5. Integrierter Ansatz zur Quantifizierung des Gesamtrisikos

Zusammenfassung
Die bisherige Betrachtung basierte auf der Unabhängigkeitsannahme zwischen Markt- und Kreditrisiken. Die Wirtschaftstheorie zeigt uns aber, daß diese Annahme nicht der Realität entspricht.1 Unerwartete Veränderungen des Marktwertes des Unternehmensvermögens (Marktrisiko) hat Auswirkungen auf die Ausfallwahrscheinlichkeit (Bonitätsänderungsrisiko). Aber auch unerwartete Änderungen der Ausfallwahrscheinlichkeit verändern den Marktwert des Unternehmensvermögens.
Frank Spellmann

6. Zusammenfassung und Ausblick

Zusammenfassung
In den vorangegangenen Kapiteln wurden verschiedene Verfahren zur Quantifizierung von Markt- und Kreditrisiken vorgestellt. Nach der Darstellung der Grundlagen des Risikomanagements wurde aufgezeigt, daß die Standardabweichung nur bedingt als Meßgröße zur Charakterisierung von Markt- und Kreditrisiken geeignet ist und nahezu alle modernen Quantifizierungsansätze die Ermittlung von Wahrscheinlichkeitsverteilungen fir die Marktwerte oder Verluste der Portfolios anstreben. Aus diesen Verteilungen lassen sich Risikoquantile im Sinne des VaR-Konzeptes oder andere Downside-Risikomaße, je nach Risikoeinstellung des Entscheiders, ableiten. Diese formalen Zielgrößen, die von den verschiedenen Portfoliomodellen mit unterschiedlichen Methoden ermittelt werden, bilden auch die Schnittstelle zu den Anwendungsmöglichkeiten, die auf dieser Basis weitere Kennzahlen und schließlich innerbetriebliche Steuerungsimpulse begründen.
Frank Spellmann

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