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2023 | OriginalPaper | Buchkapitel

5. Geschäftsfelder der Kaufleute – Zwischen Spezialisierung und Diversifikation

verfasst von : Matthias Baumgartl

Erschienen in: Das Resilienz-Management von Einzelunternehmern

Verlag: Springer Fachmedien Wiesbaden

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Zusammenfassung

Grundsätzlich zeichneten sich die Kaufleute der Frühen Neuzeit durch ein äußerst breites Spektrum an geschäftlichen Aktivitäten aus. Neben dem eigentlichen Warenhandel konnten auch Bankgeschäfte und Tätigkeiten im Bereich der Herrscherfinanzen übernommen werden. Ein weiteres Betätigungsfeld eröffnete sich mit der Bereitstellung von Transport- und Logistikdienstleistungen im Rahmen des Speditionswesen.

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Fußnoten
1
Vgl. Lang: Wirtschaften als kulturelle Praxis, S. 124. Für das Geschäftsfeld der Herrscherfinanzen vgl. insbesondere Goldthwaite: The Economy, S. 230–262.
 
2
Braudel, Fernand: Sozialgeschichte des 15.-18. Jahrhunderts, Bd. II.: Der Handel, S. 414.
 
3
Vgl. ebd., S. 411–415.
 
4
Hierbei handelt es sich um Warenkonten, die keine weiteren Zugänge im Soll verbuchten. Der Verkauf lediglich vorhandener Restbestände kommt einer Aufgabe des entsprechenden Geschäftsfeldes gleich.
 
5
Vgl. StadtAA, KuH, 22, fol. 82; StadtAA, KuH, 23, fol. 16, 73, 83, 84,
 
6
Vgl. McLoughlin, William G.: Rhode Island: A History, New York 1985, S. 211.
 
7
Vgl. hierzu ausführlich Abschnitt 6.​3.​3.​1.​2.
 
8
Vgl. StadtAA, KuH, 22, fol. 68, 76.
 
9
StadtAA, KuH, 22, fol. 155.
 
10
StadtAA, KuH, 22, fol. 155.
 
11
Vgl. Reininghaus, Wilfried: Hermann Pepper. Ein westfälischer Waffenhändler in Antwerpen im 16. Jahrhundert, in: Westfälische Zeitschrift – Zeitschrift für vaterländische Geschichte und Altertumskunde, Bd. 163 (2013), S. 137.
 
12
StadtAA, KuH, 22, fol. 128.
 
13
Vgl. StadtAA, KuH, 22, fol. 21, 26, 31.
 
14
Vgl. Zunckel, Julia: Rüstungsgeschäfte im dreissigjährigen Krieg. Unternehmerkräfte, Militärgüter und Marktstrategien im Handel zwischen Genua, Amsterdam und Hamburg, Berlin 1997, S. 73–75. Für weitere Beispiele von im Rüstungsgeschäft aktiven Kaufleuten vgl. Valentinitsch, Helfried: Nürnberger Waffenhändler und Heereslieferanten in der Steiermark im 16. und 17. Jahrhundert, in: MVGN, Bd. 64 (1977), S. 165–182.
 
15
Vgl. Bauer, Antje: Schafhaltung und Wollproduktion in Thüringen im 16. Jahrhundert, (=Europäische Hochschulschriften, Reihe III, Bd. 666) Frankfurt a. M. [u. a.] 1995, S. 121, 147 Blaschke, Karlheinz: Wollerzeugung und Wollhandel im östlichen Mitteldeutschland bis 1700, in: Spallanzani, Marco (Hrsg.): La lana come materia prima: I fenomeni della sua produzione e circolazione nei secoli XIII–XVII. Atti della “Prima Settimana di Studio” (18–24 aprile 1969), (=Pubblicazioni. Istituto Internazionale di Storia Economica F. Datini, Bd. 2) Florenz 1974, S. 68. Darüber hinaus bildeten auch die Frankfurter Messen ein Verteilerzentrum für Wolle. Dort wurde jedoch vor allem hessische Wolle vertrieben und die Abnehmer kamen überwiegend aus Flandern. Einer der bedeutendsten Wollhändler im Reich war Johann Soreau, der nicht nur über Handelsdiener in Spangenberg, Kassel und Friedberg in Hessen, sondern auch in Ohrdruf und Leipzig verfügte. Vgl. Dietz: Frankfurter Handelsgeschichte, Bd. 2, S. 255–257. Auch in Spanien wurde Wolle zum Exportgut. Vgl. Rahn Philipps, Carla: Spanish Merchants and the Wool Trade in the Sixteenth Century, The Sixteenth Century Journal, Vol. 14, No. 3 (Autumn, 1983), S. 259–282.
 
16
Vgl. Stromer, Wolfgang von: Die Wolle in der oberdeutschen Wirtschaft vom 13. zum 17. Jahrhundert, in: Spallanzani, Marco (Hrsg.): La lana come materia prima: I fenomeni della sua produzione e circolazione nei secoli XIII-XVII. Atti della “Prima Settimana di Studio” (18–24 aprile 1969), (=Pubblicazioni. Istituto Internazionale di Storia Economica F. Datini, Bd. 2) Florenz 1974, S. 117.
 
17
Vgl. Dascher, Ottfried: Der mitteldeutsche Raum, in: Spallanzani, Marco (Hrsg.): Produzione, commercio e consume dei panni de lana (nei secoli XII-XVIII), (=Pubblicazioni. Instituto Internazionale di Storia Economia F. Datini, II/2) Florenz 1976, S. 272.
 
18
Vgl. Bauer: Schafhaltung und Wollproduktion, S. 87.
 
19
Vgl. Blaschke: Wollerzeugung und Wollhandel, S. 69; Endres, Rudolf: Die Nürnberg-Nördlinger-Wirtschaftsbeziehungen im Mittelalter bis zur Schlacht von Nördlingen. Ihre rechtlich-politischen Voraussetzungen und ihre tatsächlichen Auswirkungen, (=Schriften des Instituts für fränkische Landesforschung an der Universität Erlangen-Nürnberg. Historische Reihe, Bd. 11) Neustadt a. d. Aisch 1964, S. 162–163.
 
20
Landesarchiv Sachsen-Anhalt, A 37b I, II VI Nr. 11a.
 
21
Vgl. Clasen: Die Augsburger Weber, S. 428; Sakuma, Hironobu: Die Nürnberger Tuchmacher, Weber, Färber und Bereiter vom 14. bis zum 17. Jahrhundert, (=Schriftenreihe des Stadtarchivs Nürnberg, Bd. 51), Nürnberg 1993, S. 89.
 
22
So bspw. StadtAA, KuH, 22, fol. 70–72, 176–177.Vgl. hierzu auch Abschnitt 6.​2.
 
23
Vgl. hierzu Abschnitt 7.​2.​3.​1.
 
24
Als Bürgermeister gehörte Cotta der lokalen Elite an. 1580 lieh er dem Rat der Stadt 4.000 fl. Vgl. Stadtarchiv Eisenach, Urkunden, Nr. 36. Die Familie Cotta war offenbar auch über Bonaventura Cotta hinaus im Wollhandel engagiert. So schloss Conrad Cotta 1598 einen Vertrag mit dem aus Valenciennes stammenden Kaufmann Johann Haignet über 240 Zentner Wolle. Vgl. Dietz: Frankfurter Handelsgeschichte, Bd. 2, S. 260. Zur Einordnung der Cotta vgl. außerdem Henning, Friedrich: Neue Forschungen zu den Thüringischen Cottas, in: Thüringer Heimatkalender 1962, Würzburg 1962, S. 69–70.
 
25
Für einen Vertrag über den Kauf von Wolle vom 09.05.1597 zwischen Ruck und Herzog Heinrich Julius vgl. NLAHa, Cal. Br. 21, Nr. 1738, fol. 5.
 
26
StadtAA, KuH, 23, fol. 132.
 
27
StadtAA, KuH, 23, fol. 29. Der auf dessen Konto notierte Zahlungstermin datierte auf die Micheli-Messe 1588 in Leipzig. Aller Wahrscheinlichkeit nach dürfte es sich dabei ebenfalls um die Bezahlung einer Wolllieferung gehandelt haben.
 
28
Vgl. Spieß, Werner: Von Vechelde. Die Geschichte einer Braunschweiger Patrizierfamilie. 1332–1864, Braunschweig 1951, S. 104–107. Angesichts der Tatsache, dass deren geschäftlicher Schwerpunkt vorrangig in Antwerpen lag, verwundert die vergleichsweise geringe Bedeutung dieser für Gauger wenig.
 
29
Auch Forstenheiser legte für Gauger Fuhrkosten aus. Vgl. StadtAA, KuH, 22, fol. 176. Hans Forstenheiser war ein aus der Oberpfalz stammender Kaufmann, der 1574 das Nürnberger Bürgerrecht erlangte. Von 1580 bis 1605 gehörte er zudem dem Größeren Rat an. Vgl. Sporhan-Krempel, Lore: Nürnberg als Nachrichtenzentrum zwischen 1400 und 1700, (=Nürnberger Forschungen, Bd. 10) Nürnberg 1968, S. 100. Forstenheiser tritt zudem in einem „Verzeichnis der Kaufleute auf dem Wege von und nach Leipzig in Coburger Geleitsrechnungen“ auf. Vgl. Straube, Manfred: Geleitwesen und Warenverkehr im thüringisch-sächsischen Raum zu Beginn der Frühen Neuzeit, (=Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Thüringen, Kleine Reihe, Bd. 42) Köln [u. a.] 2015, S. 475.
 
30
So bspw. die Buchungen in StadtAA, KuH, 22, fol. 134, 137, 172.
 
31
Vgl. StadtAA, KuH, 22, fol. 137, 143, 193, 224.
 
32
Für Bergamos Bedeutung als Standort der Textilproduktion vgl. Abschnitt 6.​3.​3.​1.​1.​1.
 
33
Vgl. Belfanti, Carlo Marco: Dalla città alla campagna. Industrie tessili a Mantova tra carestie ed epidemie (1550–1630); in: Ders./Fantini D’Onofrio, Francesca /Ferrari, Daniela (Hrsg.): Guerre Stati e Città: Mantova e l’Italia Padana dal secolo XIII al XIX, Mantua 1988 S. 389–413; Ders.: Moda pronta a maglieria: L’Agucchieria mantovana tra cinque e seicento, in: Per una storia della moda pronta. Problemi e ricerche, (=atti del V convegno internazionale del CISST, Milano 26 – 28 febbraio 1990) Florenz 1991, S. 129–148; Ders.: Le Calze a Maglia: Moda e Innovazione Alle Origini dell’Industria della Maglieria (Secoli XVI-XVII), in: Società e storia, Bd. 69 (1995), S. 481–501.
 
34
ASM, Archivio Gonzaga, b. 3204, fol. 50v.
 
35
Vgl. Boldizzoni, Francesco: The Italian Way to Seignorage. Public Finance, Personal Power and Inflation Shocks in the Po Valley between 16th and 17th Centuries, in: Journal of European Economic History, Bd. 33 (2004), S. 623–646, S. 630.
 
36
Vgl. StadtAA, KuH 23, fol. 138.
 
37
ASM, Archivio Gonzaga, b. 3204, fol. 50v.
 
38
Vgl. Bertolotti: Le arti minori alla corte di Mantova, S. 47.
 
39
Vgl. Moser, Heinz/Tursky, Heinz: Die Münzstätte Hall in Tirol. 1477–1665, Innsbruck 1977, S. 186.
 
40
Vgl. Boldizzoni: The Italian Way to Seignorage, S. 630.
 
41
Vgl. Stockbauer, Jacob: Die Kunstbestrebungen am Bayerischen Hofe unter Herzog Albrecht V. und seinem Nachfolger. Nach den im K. Reichsarchiv vorhandenen Correspondenzacten, Wien 1874, S. 108. Die Gebrüder stammten wohl aus Tirol, Vgl. hierzu Jansen, Dirk Jacob: ‚A House for All Sorts of People‘: Jacopo Strada’s Contacts with Italian Heterodox Exiles, in: Zwierlein, Cornel/Lavenia, Vincenzo (Hrsg.): Fruits of Migration. Heterodox Italian Migrants and Central European Culture 1550–1620, Leiden/Boston 2018, S. 187.
 
42
Vgl. hierzu die Konten Ruprecht Ausserstorfers in: StadtAA, KuH 23, fol. 54, 239.
 
43
Vgl. hierzu dessen Konto in: StadtAA, KuH 23, fol. 115.
 
44
StadtAA, KuH 23, fol. 240.
 
45
Damals hatte David Gauger Ruprecht Ausserstorfer Seide verkauft. Vgl. StadtAA, KuH 22, fol. 231.
 
46
Vgl. Baumann, Franz Ludwig/Tumbült, Georg (Hrsg.): Mitteilungen aus dem F. Fürstenbergischen Archive. Bd. II: Quellen zur Geschichte des F. Hauses Fürstenberg und seines ehedem Reichsunmittelbaren Gebiete. 1560–1617, Tübingen 1902, S. 648.
 
47
Vgl. StadtAA, KuH 23, fol. 82.
 
48
Vgl. Grasser, Walter: Die für Coburg tätigen Münzmeister und ihre Zeichen, in: Jahrbuch der Coburger Landesstiftung, Bd. 9 (1964), S. 153–176.
 
49
Vgl. Schön, Gerhard: Münz- und Geldgeschichte der Fürstentümer Ansbach und Bayreuth im 17. und 18. Jahrhundert, Diss. München 2008, (online abrufbar unter: https://​www.​hgw.​geschichte.​uni-muenchen.​de/​dokumente/​schoen-diss-teil1.​pdf, abgerufen am 20.08.2021) S. 59–62. Zur Kipper- und Wipperzeit vgl. ferner Klüßendorf, Niklot: Die Zeit der Kipper und Wipper (1618–1623). Realwert und Nominalwert im Widerstreit, in: Vorträge zur Geldgeschichte im Geldmuseum 2007, Frankfurt a. M. 2009, S. 5–38; Schneider, Konrad: Frankfurt und die Kipper- und Wipperinflation der Jahre 1619–1623. (= Mitteilungen aus dem Frankfurter Stadtarchiv, Bd. 11), Frankfurt a. M. 1990.
 
50
Peter Amman wurde 1550 in Jungingen geboren und starb 1602 in Ulm. Vgl. Klaiber, Hans Andreas/Wortmann, Reinhard: Die Kunstdenkmäler des ehemaligen Oberamts Ulm: ohne d. Gemarktung Ulm, München 1978, S. 314. Möglicherweise ging der Geschäftskontakt auf Wagners erste Ehe in Ulm zurück. Vgl. hierzu Abschnitt 4.​2.​3.
 
51
Vgl. Specker, Hans Eugen: Ulm. Stadtgeschichte, Ulm 1977, S. 170–177; Filtzinger: Ulm. Eine Stadt zwischen Reformation und Dreissigjährigem Krieg, S. 351–358.
 
52
Hans Azenholz erhielt gemeinsam mit seinen Brüdern Conrad und Rudolf 1590 einen Adelsbrief von Erzherzog Ferdinand II. von Österreich. Deren Vater Hans Jakob Azenholz war Stadtvogt und von 1567 bis 1587 Bürgermeister von Konstanz. Vgl. Fels, Hans Richard von: St. Galler Adels- und Wappenbriefe, in: Archives héraldiques suisses = Schweizerisches Archiv für Heraldik = Archivio araldico Svizzero, Bd. 56/3 (1942), S. 69–72, hier S. 69.
 
53
Die Fleckhammer stammten wohl ursprüngliche aus Wasserburg und ließen sich im 14. Jahrhundert in München nieder. Von dort aus agierte der Großvater Hans Christophs, Thomas Fleckhammer (1495–1586), im 16. Jahrhundert gemeinsam mit den Ligsalz in einer Handelsgesellschaft, die unter anderem Kredite an die englische Krone und den spanischen Statthalter in Brüssel vergaben. Vgl. Denzel, Markus A.: Münchens Geld- und Kreditwesen in vormoderner Zeit: Regionales Wirtschaftszentrum im Schatten der Reichsstädte und Satellit der Residenz (Spätmittelalter bis 18. Jahrhundert), in: Pohl, Hans (Hrsg.): Geschichte des Finanzplatzes München, München 2007, S. 16; Gothaisches genealogisches Taschenbuch der freiherrlichen Häuser, Bd. 19, Goth 1869, S. 227–228. Der Vater Hans Christophs, Kaspar Fleckhammer (1535–1597) stand 1573 in den Diensten Melchior Manlichs I. als dessen Bevollmächtigter in Marseille. Vgl. Reinhard: Augsburger Eliten, Lfdnr. 785. Fleckhammer wurde nach seinem freiwilligen Ausscheiden als Handelsdiener aus dem Unternehmen David Gaugers 1592 in die Kaufleutestube aufgenommen. Seit 1593 trat er als selbstständiger Kaufmann auf und engagierte sich im Wollhandel. Nach seiner Heirat mit der Patriziertochter Judith Ulstett 1596 wurde er zudem in die Mehrergesellschaft aufgenommen. Vgl. Reinhard: Augsburger Eliten, Lfdnr. 226.
 
54
Vgl. TLA, Cod. 4350, fol. 140.
 
55
Vgl. hierzu Abschnitt 6.​3.​4.​1.
 
56
Vgl. TLA, Cod. 4350, fol. 139.
 
57
Glamann, Kristof: Der europäische Handel 1500–1750, in: Cipolla, Carlo Maria/Borchardt, Knut (Hrsg.): Europäische Wirtschaftsgeschichte, Bd. 2 Stuttgart [u. a.] 1983, S. 271–333, hier S. 311.
 
58
Vgl. Kellenbenz, Hermann: Europäisches Kupfer, Ende 15. bis Mitte 17. Jahrhundert. Ergebnisse eines Kolloquiums, in: Ders. (Hrsg.): Schwerpunkte der Kupferproduktion und des Kupferhandels in Europa 1500–1650, (= Kölner Kolloquien zur internationalen Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, Bd. 3) Köln/Wien 1977, S. 290–293; Westermann, Ekkehard: Tendencies in the European Copper Market in the 15th and 16th Centuries, in: Kellenbenz, Hermann/Schneider, Jürgen (Hrsg.): Precious Metals in the Age of Expansion. Papers of the XIVth International Congress of the Historical Sciences (=Beiträge zur Wirtschaftsgeschichte, Bd. 2) Stuttgart 1981, S. 73.
 
59
Vgl. Westermann, Angelika: Art. “Bergregal”, in: Enzyklopädie der Neuzeit Online, 2005–2012, abrufbar unter: http://​dx.​doi.​org/​10.​1163/​2352-0248_​edn_​SIM_​245931> (abgerufen am 11.08.2021).
 
60
Vgl. Glamann: Der europäische Handel, S. 310; Pickl, Othmar: Kupfererzeugung und Kupferhandel in den Ostalpen, in: Kellenbenz, Hermann (Hrsg.): Schwerpunkte der Kupferproduktion und des Kupferhandels in Europa 1500–1650, (= Kölner Kolloquien zur internationalen Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, Bd. 3) Wien/Köln 1977, S. 118.
 
61
Vgl. Kellenbenz: Kapitalverflechtung, S. 15–16; Hildebrandt, Reinhard: Augsburger und Nürnberger Kupferhandel 1500–1619. Produktion, Marktanteile und Finanzierung im Vergleich zweier Städte und ihrer wirtschaftlichen Führungsschicht, in: Kellenbenz, Hermann (Hrsg.): Schwerpunkte der Kupferproduktion und des Kupferhandels in Europa 1500–1650, (= Kölner Kolloquien zur internationalen Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, Bd. 3) Wien/Köln 1977, S. 190–224.
 
62
Vgl. Bauer, Clemens: Unternehmung und Unternehmungsformen im Spätmittelalter und in der beginnenden Neuzeit, Jena 1936, S. 92; Westermann, Ekkehard: Silberrausch und Kanonendonner. Deutsches Silber und Kupfer an der Wiege der Europäischen Weltherrschaft, (=Handel, Geld und Politik vom frühen Mittelalter bis heute, H. 4) Lübeck 2001, S. 35–37.
 
63
Vgl. Hildebrandt: Augsburger und Nürnberger Kupferhandel, S. 193–194.
 
64
Vgl. Pickl: Kupfererzeugung und Kupferhandel, S. 124.
 
65
Vgl. Hildebrandt: Die Krise auf dem europäischen Kupfermarkt, S. 170–171; Timm, Albrecht: Die Bedeutung des Mansfelder Kupfers zwischen 1500 und 1630 in: Kellenbenz, Hermann (Hrsg.): Schwerpunkte der Kupferproduktion und des Kupferhandels in Europa 1500–1650, (=Kölner Kolloquien zur internationalen Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, Bd. 3) Wien/Köln 1977, S. 188.
 
66
Vgl. Hildebrandt: Die Krise auf dem europäischen Kupfermarkt, S. 171; Pickl: Kupfererzeugung und Kupferhandel, S. 119–120.
 
67
Vgl. Hildebrandt: Die Krise auf dem europäischen Kupfermarkt, S. 173–175.
 
68
Vgl. Scheuermann, Ludwig: Die Fugger als Montanindustrielle in Tirol und Kärnten. Ein Beitrag zur Wirtschaftsgeschichte des 16. und 17. Jahrhunderts, (=Studien zur Fugger-Geschichte, Bd. 8) München/Leipzig 1929, S. 304, Spranger, Carolin: Der Metall- und Versorgungshandel der Fugger in Schwaz in Tirol 1560–1575 zwischen Krisen und Konflikten, (=Veröffentlichungen der Schwäbischen Forschungsgemeinschaft, Reihe 4, Bd. 31/Studien zur Fuggergeschichte, Bd. 40) Augsburg 2006, S. 369–370.
 
69
Vgl. Pickl: Kupfererzeugung und Kupferhandel, S. 120–121.
 
70
Vgl. Hildebrandt: Augsburger und Nürnberger Kupferhandel, S. 195.
 
71
Vgl. Palme, Rudolf: Überblick über den Stand der Forschungen zur Bergbaugeschichte Tirols unter besonderer Berücksichtigung der Krisen und Konjunkturen, in: Bartels, Christoph/Denzel, Markus A. (Hrsg.): Konjunkturen im europäischen Bergbau in vorindustrieller Zeit, (=VSWG Beihefte, Bd. 155) Stuttgart 2000, S. 35.
 
72
Dabei bürgte Paller häufig lediglich für den Kaiser gegenüber dessen Darlehensgeber. Vgl. Seibold, Gerhard: Wolf Paller der Ältere c. 1504–1582, Wolf Paller der Jüngere 1545?-1624. Kupferhändler in Augsburg, in: Haberl, Wolfgang (Hrsg.): Lebensbilder aus dem Bayerischen Schwaben. Bd. 15, Weißenhorn 1997, S. 128–131; Palme: Überblick über den Stand der Forschungen zur Bergbaugeschichte Tirols, S. 36.
 
73
Vgl. Seibold: Kupferhändler in Augsburg, S. 128–131.
 
74
Vgl. hierzu allgemein Scheuermann: Die Fugger als Montanindustrielle; Spranger: Der Metall- und Versorgungshandel.
 
75
Vgl. Tasser, Rudolf: Die Wolckenstein-Rodenegg als Bergbauunternehmer im Ahrntal (1562 bis 1650), in: Pfeifer, Gustav/Andermann, Kurt (Hrsg.): Die Wolkensteiner. Facetten des Tiroler Adels in Spätmittelalter und Neuzeit, (=Veröffentlichungen des Südtiroler Landesarchivs, Bd. 30) Innsbruck 2009, S. 241–258; Ders.: Geschichte des Kupferbergwerks Prettau von den Anfängen bis 1676, Diss.-Univ. Innsbruck 1970, S. 185–195.
 
76
Vgl. Hildebrandt: Augsburger und Nürnberger Kupferhandel, S. 200–201.
 
77
Vgl. Unger, Eike Eberhard: Die Fugger in Hall i.T. (=Studien zur Fuggergeschichte, Bd. 19.) Tübingen 1967, S. 158–160; Tasser, Rudolf: Geschichte des Kupferbergwerks Prettau von den Anfängen bis 1676, Diss.-Univ. Innsbruck 1970, S. 163. Zur Rolle Bozens als Drehscheibe des Handels unabhängig vom Kupfer vgl. Hassinger: Der Verkehr über Brenner und Reschen, S. 174–177; Kellenbenz: Kapitalverflechtung, S. 16–17.
 
78
Vgl. Scheuermann: Die Fugger als Montanindustrielle, S. 304, 317–319.
 
79
Soweit dies an den bisher eingesehenen Dokumenten hierzu im GNM ersichtlich ist. Eine weitere Analyse insbesondere der unverzeichneten Einheiten dieses Bestandes ist jedoch nötig.
 
80
Vgl. Tucci, Ugo: Il rame nell’economia veneziana del secolo XVI, in: Kellenbenz, Hermann (Hrsg.): Schwerpunkte der Kupferproduktion und des Kupferhandels in Europa 1500–1650, (= Kölner Kolloquien zur internationalen Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, Bd. 3) Wien/Köln 1977, S. 109–110.
 
81
Das ungarische Kupfer wurde vor allem in Venedig, auf den osteuropäischen Märkten und über Antwerpen auch in Spanien vertrieben. Vgl. Westermann: Tendencies in the European Copper Market, S. 74.
 
82
Vgl. StadtAA, KuH 22, fol. 173, 207.
 
83
Bereits der Vater Franz Wettins, Franz d. Ä., wurde 1577 in den Adelsstand erhoben. Franz d. J. war Steuereinnehmer und Pfleger von Wangen und erwarb 1596 das Schloss Rafenstein von Ulrich von Spaur, welches er jedoch bereits 1599 wieder an die Marx Sittich von Wolkenstein-Trostburg veräußerte. Vgl. Jahrbuch der k.k. heraldischen Gesellschaft „Adler“. Neue Folge, Bd. 1, Wien 1891, S. 161–162; TLA, Adelssachen 1212, 1985. Durch seine Ehe mit der Susanna Troylo war er zudem mit der Familie Troylo verwandt. Vgl. Mahlknecht, Bruno: Eine Gutenberg-Bibel in einem Bozner Dachboden, in: Der Schlern, Bd. 52 (1978) S. 53–54.
 
84
Die Benennung als solches geht lediglich aus den Buchungen im Journal hervor. So bspw. StadtAA, KuH 22, fol. 256. Für das entsprechende Waren-Konto vgl. StadtAA, KuH 23, fol. 95.
 
85
StadtAA, KuH 23, fol. 208, 267.
 
86
StadtAA, KuH 23, fol. 198.
 
87
Vgl. StadtAA, KuH 22, fol. 82.
 
88
StadtAA, KuH 23, fol. 95.
 
89
StadtAA, KuH 22, fol. 76.
 
90
Vgl. StadtAA, KuH 22, fol. 82.
 
91
Vgl. StadtAA, KuH 22, fol. 82.
 
92
Vgl. StadtAA, KuH 22, fol. 28.
 
93
Da sich diese Buchung jedoch explizit auf den Zahlungseingang bei Bartoli durch eine Rimesse der Bonfadini bezieht und zudem keine Provision abgerechnet wurde, lässt sich in diesem Fall nicht ermitteln durch wen diese Transaktion durchgeführt wurde. Vgl. StadtAA, KuH 22, fol. 53.
 
94
Vgl. StadtAA, KuH 22, fol. 82. Für Bernardino Aroldi vgl. Demo: Mercanti di Terraferma, S. 62.
 
95
Vgl. StadtAA, KuH 22, fol. 82.
 
96
Vgl. StadtAA, KuH 22, fol. 76, 128.
 
97
Vgl. StadtAA, KuH 23, fol. 95.
 
98
StadtAA, KuH 22, fol. 256.
 
99
StadtAA, KuH 22, fol. 257.
 
100
Ebd.
 
101
Vgl. ebd.
 
102
Ebd.
 
103
Vgl. ebd.
 
104
Vgl. StadtAA, KuH 23, fol. 95.
 
105
Vgl. StadtAA, KuH 22, fol. 257.
 
106
Der Preis umfasste dabei bereits die Lieferung nach Bozen. Vgl. StadtAA, KuH 22, fol. 157. Während des Egidi-Markts 1589 befand sich David Gauger persönlich in Bozen. Dies geht aus der Buchung von 25 fl. p(er) Cassa Herrn Gauger auf Zerung aus dem Egidi-Markt-Konto hervor (StadtAA, KuH 23, fol. 104).
 
107
Vgl. StadtAA, KuH 22, fol. 225.
 
108
Vgl. StadtAA, KuH 22, fol. 225, 258.
 
109
StadtAA, KuH 22, fol. 168. Mögliche Erklärung für die Nachfrage nach Kupfer seitens Vincenzo I. Gonzagas sind sowohl das entstehende Münzwerk, als auch die Bauvorhaben einer neuen Werft. Vgl. hierzu Togliani, Carlo: La navigazione sul Mincio e i laghi di Mantova: progetti e manufatti fra Medioevo ed Età Moderna, in: Pagliari, Irma (Hrsg.): Il sistema idroviario mantovano. Il ruolo di Mantova e del suo porto e il sistema idroviario diffuso del territorio, (= Il sistema idroviario lombardo, Vol. 2) Reggio Emilia 2009, S. 37–62, hier S. 52–53. Für das Münzwerk vgl. Abschnitt 5.1.
 
110
StadtAA, KuH 22, fol. 201.
 
111
Vgl. Hildebrandt: Quellen und Regesten, Teil 1: 1539–1623, Nr. 80, 141.
 
112
Vgl. StadtAA, KuH 22, fol. 204, 228, 260.
 
113
StadtAA, KuH 22, fol. 201.
 
114
Vgl. StadtAA, KuH 22, fol. 201.
 
115
StadtAA, KuH 22, fol. 168.
 
116
Vgl. hierzu Abschnitt 7.​2.​3.​2.
 
117
Vgl. StadtAA, KuH 22, fol. 204.
 
118
Vgl. StadtAA, KuH 22, fol. 242.
 
119
Vgl. StadtAA, KuH 22, fol.159. Die Gewichtsangabe dieser Lieferung erfolgte in mantuanischen pes (‚peso‘ ital. für Gewicht). 368 pes ergeben umgerechnet etwa 50 bis 51 Ztr. Kupfer.
 
120
Bei Gottsberg (bzw. Gottesberg) handelt es sich um die im heutigen Polen liegende Stadt Boguszów. Gottsberg gehörte zum schlesischen Herzogtum Schweidnitz. Die Bergbau-Region war vor allem für ihre Silberminen bekannt. Vgl. hierzu Ludovici, Carl Günther: Allgemeine Schatz-Kammer der Kauffmannschafft oder vollständiges Lexicon aller Handlungen und Gewerbe […], 2. Teil: D-L, Leipzig 1741, Sp. 684.
 
121
Vgl. StadtAA, KuH 22, fol. 169.
 
122
Vgl. StadtAA, KuH 22, fol. 256.
 
123
Vgl. StadtAA, KuH 22, fol. 207.
 
124
StadtAA, KuH 22, fol. 254. ‚Libeter‘ war die Herkunftsbezeichnung für Kupfer aus Lubietová (deutsch: Libethen), das unmittelbar in der Nähe zu Neusohl lag. Vgl. Strieder, Jakob (Hrsg.): Die Inventur der Firma Fugger aus dem Jahre 1527, Tübingen 1905, S. 50 mit Anm. 7.
 
125
Aufgrund der Angabe Methall oder Libeter Khupfer ist unklar, ob es sich bei dem Inhalt um reines Kupfer oder eine Mischung von verschiedenen Metallen handelte. Eine Zusammensetzung dieser Lieferung aus verschiedenen Metallen würde möglicherwiese den vergleichsweise niedrigen Preis erklären.
 
126
StadtAA, KuH 22, fol. 279.
 
127
Vgl. ebd.
 
128
StadtAA, KuH 22, fol. 260.
 
129
Vgl. ebd.
 
130
Vgl. StadtAA, KuH 22, fol. 277.
 
131
Dabei handelt es sich um Haslau bei Hopfgarten im Brixental. Die dortige Schmelzhütte bestand seit 1450 und befand sich um 1600 im Besitz der Münchner Geweken Katzenböck und Liegsalz. Vgl. Srbik, Robert R. v.: Überblick des Bergbaues von Tirol und Vorarlberg in Vergangenheit und Gegenwart, (=Sonderabdruck aus den Berichten des Naturwissenschaftlich-medizinischen Vereines Innsbruck) Innsbruck 1929, S. 160. Berger wird in einer späteren Buchung (StadtAA, KuH 22, fol. 251) als Verwalter uber das Bergkhwergkh bezeichnet. Die Verbindung nach Münchner Bezug spiegelt sich in der Zahlungsabwicklung mit Berger wider. So beglich Gauger die ausstehenden Summen durch Zahlungen an den Kauflmann Wolff Angermair in München. Vgl. StadtAA, KuH 22, fol. 270–271. Wolf Angermair war unter anderem im Eisenhandel tätig. Vgl. Vangerow, Hans-Heinrich: Das Dießener Schmiedezentrum und der Wald, in: Bergbau- und Industriemuseum Ostbayern (Hrsg.): Die Oberpfalz, ein europäisches Eisenzentrum (=Schriftenreihe des Bergbau- und Industriemuseums Ostbayern in Theuern, Bd. 12), Theuern 1987, S. 255–284, hier S. 262.
 
132
Vgl. StadtAA, KuH 22, fol. 265.
 
133
StadtAA, KuH 22, fol. 269.
 
134
StadtAA, KuH 22, fol. 277.
 
135
Miller befand sich in seiner Funktion als Angestellter vom 24. Dezember 1589 bis 31. März 1590 in Tirol und Oberitalien. Dabei machte er unter anderem in Bozen, Bergamo, Verona und Mantua Halt. Vgl. StadtAA, KuH 22, fol. 201.
 
136
Vgl. StadtAA, KuH 22, fol. 200.
 
137
Vgl. StadtAA, KuH 22, fol. 201.
 
138
StadtAA, KuH 23, fol. 198.
 
139
StadtAA, KuH 22, fol. 173.
 
140
Als Herkunft Hans Brückmanns geben dessen Konten (StadtAA, KuH, 23, fol. 131, 276) Entershausen an. Dabei handelt es sich wahrscheinlich um Nentershausen, das eine lange Bergbau-Tradition aufweisen kann. Vgl. hierzu Sippel, Klaus: Der Kupferschieferbergbau im Richelsdorfer Gebirge: Führungsblatt zu spätmittelalterlichen und neuzeitlichen Relikten bei Iba und Nentershausen, Kr. Hersfeld-Rotenburg, Wiesbaden 1999.
 
141
Vgl. StadtAA, KuH 22, fol. 283.
 
142
In Braunschweig empfing Christoph von Horen das Kupfer. Vgl. StadtAA, KuH 22, fol. 173, 262. Helena Paulus erwarb das Montanprodukt für den Braunschweiger Kupferschmied Hans Marzin. Vgl. StadtAA, KuH 22, fol. 261.
 
143
Vgl. StadtAA, KuH, 23, fol. 198.
 
144
Vgl. StadtAA, KuH 22, fol. 281–282.
 
145
Vgl. StadtAA, KuH 23, fol. 267; KuH 22, fol. 282.
 
146
Vgl. Strieder, Jakob: Studien zur Geschichte kapitalistischer Organisationsformen. Monopole, Kartelle, und Aktiengesellschaften im Mittelalter und zu Beginn der Neuzeit, München 1914, S. 23–25.
 
147
Vgl. Hildebrandt: Augsburger und Nürnberger Kupferhandel, S. 207–212.
 
148
So bspw. in GNM, HA, Familien Wolkenstein-Rodenegg, von, 525, 1.1, Carminal kaufte bspw. auf dem Andreae-Markt 1599 250 Ztr. Kupfer von den Wolkenstein-Rodenegg. GNM, HA, Familien Wolkenstein-Rodenegg, von, 527, 1.12.
 
149
Memoriale zu den Märkten 1595 GNM, HA, Familien Wolkenstein-Rodenegg, von, 523, 1.1, 1.2, 1.6, 1.10; 1592 GNM, HA, Familien Wolkenstein-Rodenegg, von, 521, 13.
 
150
Memoriale zu den Märkten 1593 GNM, HA, Familien Wolkenstein-Rodenegg, von, 522, 1; 1592 GNM, HA, Familien Wolkenstein-Rodenegg, von, 521, 5. Einer der wenigen Bozner Kaufleute, der neben David Wagner als Kunde für das Edelmetall in Erscheinung trat, ist zudem Adam Eyrl. Vgl. Memorial zum Markt Andrei 1599: GNM, HA, Familien Wolkenstein-Rodenegg, von, 527, 1.12; zu Mittfasten 1600: GNM, HA, Familien Wolkenstein-Rodenegg, von, 528, 6.1.
 
151
Vgl. Pickl: Kupfererzeugung und Kupferhandel, S. 134.
 
152
Vgl. Westermann: Tendencies in the European Copper Market, S. 74.
 
153
Die Kupfer-Nachfrage ebbte erst im 17. Jahrhundert wieder ab. Vgl. zur Konkurrenz durch Messing vgl. Tasser: Die Wolckenstein-Rodenegg als Bergbauunternehmer, S. 246–247.
 
154
Auch Westermann prognostizierte einen geradezu exponentiellen Anstieg des Kupferpreises. Allerdings sind dessen Angaben hinsichtlich der Quellenbasis nicht sonderlich konkret. Ebenso reicht dessen Grafik zeitlich in die Anfänge der Kipper- und Wipperzeit ohne dies jedoch zu thematisieren. Vgl. Westermann: Tendencies in the European Copper Market.
 
155
TLA, Oö.Kammer-Kopialbücher 1600, Gutachten an Hof, Bd. 509, fol. 38v.-39r.
 
156
Vgl. Scheuermann: Die Fugger als Montanindustrielle, S. 319–320.
 
157
So erhielt die Tiroler Kammer bspw. 1603 eine Anfrage für die Überführung von 2.000 Zentner ungarischen Kupfers von Regensburg über Tirol nach Italien. Vgl. TLA, Oö.Kammer-Kopialbücher 1603 I, Gemeine Missiven, Bd. 530, fol. 230v.-231r.
 
158
Die Forderung nach einem Durchfuhrverbot kam erstmals im November 1601 auf. Vgl. TLA, Oö.Kammer-Kopialbücher 1601 II, Gemeine Missiven, Bd. 519, fol. 1514r.-1514v. Im Dezember entschied sich die Kammer dann dieser Forderung zunächst stattzugeben und entsprechende Durchfuhrgesuche im Sinne der Fugger abzulehnen, um diesen entgegenzukommen. Vgl. TLA, Oö.Kammer-Kopialbücher 1601, Bd. 515, fol. 259r.-261r. Vgl. auch Scheuermann: Die Fugger als Montanindustrielle, S. 304.
 
159
Vgl. Scheuermann: Die Fugger als Montanindustrielle, S. 311.
 
160
Die Bezeichnung als „Faktoren“ verschwand im Zuge dessen konsequenterweise aus den Dokumenten. Vgl. Scheuermann: Die Fugger als Montanindustrielle, S. 317.
 
161
Das Rechnungsbuch (1583–1588) befindet sich im unverzeichneten Bestand des Wolkenstein-Archivs im GNM. Vgl. hierzu GNM, HA, Familien Wolkenstein-Rodenegg, von, unverz. Bestand, Karton 235 „Geschäftsbücher Ende 16. Jh.“, fol. 194, 196–197, 208. Auch aus den für das Jahr 1589 geführten Memorial-Büchern zu den Bozner Märkten geht der Verkauf von wolkensteinschen Messingwaren durch die Ott in Venedig hervor. Vgl. hierzu GNM, HA, Familien Wolkenstein-Rodenegg, von, 518.
 
162
Bis zum Ende der Vertragslaufzeit hatten die Wolkenstein-Rodenegg jedoch lediglich 2.220 Ztr. Kupfer geliefert. Laut dem Verzeichnis gelang es jedoch bis zum 12. Oktober 1600 weitere 700 Ztr. bereitzustellen, sodass nur noch 80 Ztr. fehlten. Vgl. GNM, HA, Familien Wolkenstein-Rodenegg, von, 667, 2.2.: Verzeichnis der Kupferlieferungen an Christoph Ott in Venedig, 1596–1600. Als terminus ante quem für einen Kontrakt zwischen den Ott und den Wolkenstein gilt dabei der Markt Andrei 1595, zu dem es im zugehörigen Memorial heißt in abschlag des alten C(on)tracts. GNM, HA, Familien Wolkenstein-Rodenegg, von, 523, 1.10.
 
163
GNM, HA, Familien Wolkenstein-Rodenegg, von, 554, 3: Kupfer- und Vitriolverträge Kress und Wagner 1612–1629.
 
164
Ebd.
 
165
Ebd.
 
166
Ebd.
 
167
Ebd.
 
168
Vgl. GNM, HA, Familien Wolkenstein-Rodenegg, von, 487; GNM, HA, Familien Wolkenstein-Rodenegg, von, unverzeichneter Bestand, Karton 75/2; GNM, HA, Familien Wolkenstein-Rodenegg, von, 323, 25: Briefkonzepte 1596.
 
169
Der venezianische Kaufmann besorgte regelmäßig in dessen Auftrag Werke aus Venedig, Ferrara oder Rom. Zahlreiche Schreiben zum Bücherankauf im Auftrag der Wolkenstein befinden sich etwa in GNM, HA, Familien Wolkenstein-Rodenegg, von, 323, 25: Briefkonzepte 1596; GNM, HA, Familien Wolkenstein-Rodenegg, von, unverzeichneter Bestand, Karton 75/1, 75/2. Zur Bibliothek der Wolkenstein siehe Dörrer, Anton: Die Bibliothek des Freiherrn Christoph von Wolkenstein auf Schloß Rodenegg. Ein adeliges Gegenstück zur landesfürstlichen Ambraser Sammlung, in: Zentralblatt für Bibliothekswesen, Bd. 58 (1941), S. 18–43. Die Gebrüder Ott waren unter anderem auch im Kunst- und Antikenhandel tätig. Siehe hierzu der Beitrag von Backmann, Sibylle: Kunstagenten oder Kaufleute? Die Firma Ott im Kunsthandel zwischen Oberdeutschland und Venedig (1550–1650), in: Bergdolt, Klaus/Brüning, Jochen (Hrsg.): Kunst und ihre Auftraggeber im 16. Jahrhundert. Venedig und Augsburg im Vergleich, (=Colloquia Augustana, Bd. 5) Berlin 1997, S. 175–197.
 
170
Für ein Schreiben Carminals vom 6. März 1599 mit dem er drei Agnus Dei an die Wolkenstein versendet vgl. GNM, HA, Familien Wolkenstein-Rodenegg, von, unverzeichneter Bestand, Karton 75/2. Johann Baptist Troylo antwortete in einem Brief vom 24. Januar 1593 auf eine Bestellung der Wolkenstein, die mehrere Bücher umfasste. Vgl. GNM, HA, Familien Wolkenstein-Rodenegg, von, 342.1: Amtliche und private Korrespondenz (vor allem Briefeinlauf) Christophs d.Ä. Freiherrn zu Wolckenstein.
 
171
GNM, HA, Familien Wolkenstein-Rodenegg, von, 522, 1.12.
 
172
Vgl. TLA, Oö.Kammer-Kopialbücher 1600, Gutachten an Hof, Bd. 509, fol. 52v.
 
173
TLA, Oö.Kammer-Kopialbücher 1600, Gutachten an Hof, Bd. 509, fol. 38v.
 
174
TLA, Oö.Kammer-Kopialbücher 1600 I, Gemeine Missiven, Bd. 512, fol. 69v.
 
175
TLA, Oö.Kammer-Kopialbücher 1600, Gutachten an Hof, Bd. 509, fol. 53r.
 
176
Wettin und Schnizer traten zu Beginn des Jahres 1600 an die Oberösterreichische Kammer heran. Vgl. TLA, Oö.Kammer-Kopialbücher 1600 I, Gemeine Missiven, Bd. 512, fol. 131r.-132v. Für Wagners Interessensbekundung Anfang des Jahres 1604 vgl. TLA, Oö.Kammer-Kopialbücher 1604 I, Gemeine Missiven, Bd. 536, fol. 249v.-250r. Die Beccaria stammten aus Plurs und waren in den 1560er Jahren zunächst als Spediteure in Frankfurt tätig. Seit 1575 lassen sich Vertreter der Familie in Nürnberg nachweisen, wo sie vor allem mit Südfrüchten handelten. Um 1593 zogen sich die Beccaria aus Nürnberg zurück. Spätestens seit 1608 agierte Georg Beccaria in Kooperation mit Antonio Caliari und Lorenzo Scandalero von Bozen aus. Vgl. Peters: Der Handel Nürnbergs, S. 130–134.
 
177
Vgl. TLA, Oö.Kammer-Kopialbücher 1600, Gutachten an Hof, Bd. 509, fol. 208v.-211r.
 
178
Dieses Vertragsverhältnis ging offenbar mindestens bis zum Egidi-Markt 1589 zurück. Zumindest erwähnt eine diesbezügliche Marktrechnung bereits einen Kontrakt und den Preis von 14 ¾ fl. Vgl. GNM, HA, Familien Wolkenstein-Rodenegg, von, 518, 3. Für die Buchung im Memorial des Andreä-Markts 1592 vgl. GNM, HA, Familien Wolkenstein-Rodenegg, von, 521,13. Für die zugehörige Marktrechnung vgl. GNM, HA, Familien Wolkenstein-Rodenegg, von, 519, 1.7.
 
179
Vgl. GNM, HA, Familien Wolkenstein-Rodenegg, von, 521, 13.
 
180
Vgl. GNM, HA, Familien Wolkenstein-Rodenegg, von, 529, 1.1, 1.4, 2.1, 2.5. Eine Ausnahme bildeten die während des Pfingst-Markts 1603 erworbenen 150 Ztr. Kupfer, für welche die Ott einen Zentnerpreis von 26 fl. zahlten. Vgl. GNM, HA, Familien Wolkenstein-Rodenegg, von, 531, 1.5.
 
181
Zu Steinberger vgl. Kalkbrunner, Josef: Hans Steinberger. Ein Beitrag zur Geschichte der Montanwirtschaft im Zeitalter Kaiser Rudolfs II., in: VSWG, Bd. 27/1 (1934), S. 1–27.
 
182
Vgl. Hildebrandt: Quellen und Regesten, Teil 1: 1539–1623, Nr. 196.
 
183
Lustrier war Ratsherr und 1594 Bürgermeister von Innsbruck. Zudem war er als Faktor für die Fugger tätig. Vgl. Haidacher, Christoph: Zur Bevölkerungsgeschichte von Innsbruck im Mittelalter und in der beginnenden Neuzeit, (=Veröffentlichungen des Innsbrucker Stadtarchivs, NF 15) Innsbruck 1984, S. 169, 178. Außerdem war Lustrier um 1600 Hofdiener in Innsbruck und Lieferant von Textilien sowie anderer Luxuswaren. Vgl. Roth, Paul W.: Händler am Grazer Hof, 1570–1610, in: Urban, Paul/Sutter, Berthold (Hrsg.): Johannes Kepler 1571 – 1971: Gedenkschrift der Universität Graz, Graz 1975, S. 610.
 
184
Zu Ruedl vgl. Spranger: Der Metall- und Versorgungshandel der Fugger, S. 98.
 
185
Das Schnizer zugeschriebene Konto in Wagners Rechnungsbuch verweist auf Hall als dessen Standort. Dort war er spätestens 1611 Erzkastner und als solcher für die Verwaltung der Erzmagazine zuständig. Vgl. Schretter, Bernhard: Die Pest in Tirol 1611–1612. Ein Beitrag zur Medizin-, Kultur- und Wirtschaftsgeschichte der Stadt Innsbruck und der übrigen Gerichte Tirols, (=Veröffentlichungen des Innsbrucker Stadtarchivs, NF, Bd. 12/13) Innsbruck 1982, S. 422–423.
 
186
Vgl. TLA, Cod. 4350, fol. 16, 132. Bei Manart handelte es sich um einen in Venedig ansässigen flämischen Kaufmann. Er war mit Johann de Meere geschäftlich eng verbunden. Vgl. Peters: Der Handel Nürnbergs, S. 199, Anm. 415; Brulez, Wilfrid (Hrsg.): Marchands flamands à Venise, (=Études d’histoire économique e sociale publiéespar L’Institut Historique Belge à Rome, Bd. 1) Brüssel/Rom 1965, Nr. 457, S. 155. 1597 erhielt Manart vom Senat der Republik Venedig die Erlaubnis größere Mengen Stockfisch und Walöl zu importieren. Vgl. Van Gelder, Maartje: Trading Places. The Netherlandish Merchants in Early Modern Venice, Leiden/Boston 2009, S. 177.
 
187
Der von Wagner bereits gezahlte Betrag von 3.631 fl. wurde ihm dabei zurückerstattet. GNM, HA, Familien Wolkenstein-Rodenegg, von, 529, 2.5.
 
188
Vgl. hierzu die Konten Carminals TLA, Cod. 4350, fol. 34, 99.
 
189
Der Vorgang insgesamt lässt sich als Kooperation beschreiben, da hier die jeweiligen Interessen der drei beteiligten Akteure aufeinander abgestimmt wurden. Die Bedeutung von Kooperation als positiven Faktor für die Agilität eines Unternehmens betonen auch die Wirtschaftswissenschaften. Gligor und Holcomb untersuchten besipielsweise Koordination, Kooperation und Kommunikation als Elemente einer erhöhten Supply-Chain-Agility. Vgl. Gligor/Holcomb: Antecedents and Consequences of Supply Chain Agility, S. 295–308.
 
190
Diese Grube betrieb Schnizer gemeinschaftlich mit dem Münzwardein Thomas Eggenstain aus Hall und Jacob Seyda, dem Hausmeister von Schloss Ambras. Vgl. Mutschlechner, Georg: Bergbau im Stubaital, in: Veröffentlichungen des Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum, Bd. 71 (1991), S. 142. Darüber hinaus war Schnizer womöglich für die Beccaria tätig. So meldete er im Frühjahr 1600 Interesse „in Namen der Picaria“ an der Übernahme des Kupfervertrags bei der Oberösterreichischen Kammer an. TLA, Oö.Kammer-Kopialbücher 1600 I, Gemeine Missiven, Bd. 512, fol. 132r.
 
191
Vgl. dazu das Konto Hans Schnizers bei Wagner: TLA, Cod. 4350, fol. 58.
 
192
Schnizer schloss nachweislich Geschäfte mit dem Faktor Hans Gebhardt sowie dem Hüttverwalter Peter Lindner. Vgl. TLA, Oö.Kammer-Kopialbücher 1601 II, Gemeine Missiven, Bd. 519, fol. 1404v.-1405r.; TLA, Oö.Kammer-Kopialbücher 1603 II, Gemeine Missiven, Bd. 531, fol. 1673r.
 
193
Die zuständigen Faktoren sahen sich immer wieder gezwungen einzelne Kontingente an Kupfer eigenständig zu veräußern, um die Kosten des laufenden Betriebs zu decken. Gegen derartige Maßnahmen versuchte sich Wolfgang Paller zu wehren, indem er bei der Kammer Beschwerden einreichte. Paller sah sich um seine Exklusivität als Erstabnehmer gebracht und warf der Kammer gar Vertragsbruch vor. So bspw. TLA, Oö.Kammer-Kopialbücher 1600, Gutachten an Hof, Bd. 509, fol. 209r.-209v.
 
194
Die durchschnittliche Menge pro Transaktion lag bei Schnizer bei 74 Zentner und absolut nie höher als 120 Zentner. Mit den Wolkenstein wurden dagegen Volumina von bis zu 300 Zentner Kupfer in einem einzigen Geschäftsvorgang erreicht.
 
195
Vgl. TLA, Cod. 4350, fol. 58.
 
196
Von dem Interesse Wagners setzte die Kammer anschließend Ludwig Rüdl in Kenntnis. Vgl. TLA, Oö.Kammer-Kopialbücher 1604 I, Gemeine Missiven, Bd. 536, fol. 250r.
 
197
Vgl. TLA, Oö.Kammer-Kopialbücher 1605 I, Gemeine Missiven, Bd. 542, fol. 850r.
 
198
So notierte der wolkensteinsche Faktor Balthasar Goldrumb zum Mittfasten-Markt 1605: „David Wagner zu Bozen zalt umb 150 ct. Kupf(er) so Ime auf den newen dizs Jars beschlossnen Contract gelifert yeden Centen zu 25 fl. 3.750 fl.“ Vgl. GNM, HA, Familien Wolkenstein-Rodenegg, von, 533: Memorial 1605.
 
199
Vgl. Westermann: Silberrausch und Kanonendonner, S. 38.
 
200
Vgl. GNM, HA, Familien Wolkenstein-Rodenegg, von, 536, 1; 536, 6; 536, 9a; 536, 12.
 
201
Vgl. Pickl: Kupfererzeugung und Kupferhandel, S. 144–145.
 
202
Vgl. Tucci: Il rame, S. 105.
 
203
Zu Giovanni Benamato vgl. Crosina, Maria Luisa/Tamani, Giuliano: La comunità ebraica di Riva del Garda sec. XV-XVIII. La tipografia di Jacob Marcaria (1557–1563), Riva del Garda 1991, S. 77.
 
204
Vgl. Tucci: Il rame, S. 104.
 
205
Welge, Martin K./Al-Laham, Andreas/Eulerich, Marc (Hrsg.): Strategisches Management. Grundlagen – Prozess – Implementierung, Wiesbaden7 2017, S. 24.
 
Metadaten
Titel
Geschäftsfelder der Kaufleute – Zwischen Spezialisierung und Diversifikation
verfasst von
Matthias Baumgartl
Copyright-Jahr
2023
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-658-40253-2_5