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Über dieses Buch

Die ökonomische Entwicklung von Familienunternehmen ist aufgrund der engen personellen Verflechtung zumeist stark von den Werten und Zielen der Unternehmerfamilie beeinflusst. Ein personeller Wechsel an der Unternehmensspitze, des Vorstandsvorsitzenden (CEO), kommt in einem solchen Corporate-Governance-Umfeld oftmals einer Zäsur gleich. Die vorliegende ökonometrische Studie untersucht auf Basis eines umfassenden empirischen Datensatzes börsennotierter Familien- und Nicht-Familienunternehmen das Zustandekommen und die Wirkung eines CEO-Wechsels bzw. einer CEO-Entlassung und betrachtet erstmalig eine Vielzahl von familienunternehmensspezifischen Corporate-Governance-Instrumenten. Die Ergebnisse zeigen, dass Unternehmerfamilien sehr aktive Anteilseigner sind, die die Governance-Instrumente des Eigentums, der Führung und der Überwachung strategisch einsetzen, um ihre Interessen zu artikulieren und die Erfolgsentwicklung positiv zu beeinflussen. Aus diesen Erkenntnissen werden abschließend konkrete Handlungsempfehlungen zur Weiterentwicklung des normativen Corporate Governance-Rahmenwerks abgeleitet.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung

Zusammenfassung
Familienunternehmen, so haben bereits mehrere wissenschaftliche Studien nachgewiesen, erwirtschaften einen großen volkswirtschaftlichen Erfolgsbeitrag. Sie haben den Ruf eines branchenübergreifenden „Beschäftigungsmotors“. Familienunternehmen sind aber v. a. deshalb eine besondere Unternehmensform, da sie unter wesentlichem Einfluss eines bedeutenden Anteilseigners – der Unternehmerfamilie – stehen.
Fabian Bähr

Kapitel 2. Erster Hauptteil: Theoretische und konzeptionelle Fundierung der Corporate Governance in Familienunternehmen

Zusammenfassung
In Deutschland werden je nach Definition zwischen 60 Prozent und über 90 Prozent der Unternehmen als Familienunternehmen bezeichnet. Die vergleichsweise große Bandbreite der volkswirtschaftlichen Bedeutung ist maßgeblich auf ein unterschiedliches Verständnis der wesensbestimmenden Eigenschaften eines Familienunternehmens zurückzuführen. Zudem gilt es zu unterscheiden, ob sich die volkswirtschaftliche Bedeutung von Familienunternehmen auf Basis der Umsatzerlöse als wesentliche wirtschaftliche Kenngröße zur Berechnung des Bruttoinlandsproduktes (BIP), der Anzahl (sozialversicherungspflichtiger) Beschäftigter oder schlichtweg auf die Unternehmensanzahl bezieht.
Fabian Bähr

Kapitel 3. Zweiter Hauptteil: Überwachung der Geschäftsführung in Familienunternehmen und Nicht-Familienunternehmen – der CEO-Wechsel als prägender Moment

Zusammenfassung
Der Wechsel bzw. die Entlassung eines CEO in Familienunternehmen, aber auch in Nicht-Familienunternehmen ist ein prägender Moment der Unternehmensentwicklung. Theoretisch induziert durch Ziel- und/oder Wertekonflikte, durch eine nicht den Erwartungen der Anteilseigner entsprechende Unternehmenserfolgsentwicklung wird der Wechsel bzw. die Entlassung als das ultimative Mittel der Disziplinierung der Corporate Governance betrachtet, das zu einer Verbesserung der Erfolgsentwicklung führen sollte. Inwiefern dieser Zusammenhang für alle Unternehmensgattungen, v. a. aber für Familienunternehmen anzunehmen ist, ist Gegenstand der vorliegenden Arbeit.
Fabian Bähr

Kapitel 4. Dritter Hauptteil: Empirische Untersuchung des Wechsels der Geschäftsführung in Familienunternehmen und Nicht-Familienunternehmen

Zusammenfassung
Der dritte Hauptteil der Untersuchung beschäftigt sich mit der empirischen Evaluierung der theoretischen Überlegungen zu einer spezifischen Corporate Governance von Familienunternehmen im Kontext des Wechsels der Geschäftsführung.
Fabian Bähr

Kapitel 5. Vierter Hauptteil: Ableitung von Handlungsimplikationen und Diskussion der normativen Verankerung

Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit hat sich bis dato mit der Ableitung eines theoretischen Grundgerüsts zur Erläuterung von Rollendefinitionen und Interaktionen der wichtigsten Unternehmensorgane und -akteure der Anteilseigner, des Aufsichtsrats und des Vorstands beschäftigt. Ferner wurde die empirische Überprüfung eines Hypothesenkatalogs im Kontext des CEO-Wechsels auf der Basis eines umfassenden manuell erstellten Panel-Datensatzes von Familien- und Nicht-Familienunternehmen vollzogen. Somit hat die vorliegende Studie ihre Erklärungsfunktion erfüllt.
Fabian Bähr

Kapitel 6. Schlussbetrachtung

Zusammenfassung
Der CEO ist aufgrund des großen Entscheidungsspielraums die prägende Figur und Spitzenführungskraft in Unternehmen. Er bestimmt maßgeblich die Führungs- und Unternehmenskultur sowie die strategische Unternehmensausrichtung. Der Wechsel des CEO ist ein disruptiver Moment, der die Organisations- und Corporate-Governance-Struktur und die Unternehmensausrichtung ggf. stark beeinflusst.
Fabian Bähr

Backmatter

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