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Über dieses Buch

In diesem Buch vermittelt der Autor ein Vorgehensmodell zur digitalen Transformation der Wertschöpfung und zur Geschäftsmodellinnovation, das bereits in der Praxis erfolgreich getestet wurde. Es soll etablierten Unternehmen ermöglichen, mit Hilfe der Digitalisierung den Nutzen für Zielkunden zu erhöhen und den eigenen Unternehmenswert zu steigern. Das Vorgehensmodell und die Methoden sind branchenneutral einsetzbar und basieren auf den Erfahrungen aus zahlreichen Beratungsprojekten und Diskussionen.

Viele Beispiele illustrieren die Konzepte und Methoden. Die Methoden sind dabei so aufbereitet, dass sie direkt für die Geschäftsmodellinnovation verwendet werden können.

Das Buch ist für Zukunftsgestalter und Verantwortungsträger in Unternehmen (Eigentümer, Geschäftsführer/Vorstand, Management, Experten), für High Potentials und Berater von Geschäftsmodellinnovation, Strategieentwicklung sowie der digitalen Transformation der Wertschöpfung aber auch für Studenten geeignet.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Geschäftsmodell

Zusammenfassung
Ein Geschäftsmodell ist eine abstrakte, strukturierte sowie vereinfachte Darstellung eines Unternehmens. Es muss eine leicht verständliche Geschichte sein, die erklärt, wie ein Unternehmen Nutzen für Kunden schafft und dabei selbst Geld verdient, siehe Magretta (2002). Die Geschichte eines erfolgreichen Geschäftsmodells beschreibt einen besseren Lösungsweg für Kundenprobleme bzw. eine bessere Erfüllung von Aufgaben für Kunden als bereits existierende Alternativen, indem Mehrwert für bestimmte (bestehende oder neue) Kunden geschaffen wird und gleichzeitig nachhaltig Mehrwert für das eigene Unternehmen sichergestellt wird. Ein Geschäftsmodell beantwortet nachfolgende vier Hauptfragen, die bereits Peter Drucker, siehe Drucker (2018), lange bevor der Begriff Geschäftsmodell sich etablierte, gestellt hat: Wer sind unsere Kunden? Was tun wir unserem Kunden Gutes (Schaffung Mehrwert für den Kunden)? Wie verdienen wir damit Geld? Wie erbringen wir unsere Leistungen, Produkte und Dienstleistungen?
Durch die Digitalisierung entstehen neue Kundenbedürfnisse bzw. können neue Bedürfnisse geweckt werden, neue (individualisierte, on Demand, online bereitgestellte, …) Wertangebote geschaffen werden, Kundenkanäle, Transaktions- sowie Zahlungsabwicklungen und die gesamte Leistungserstellung effizienter gestaltet werden und Kosten reduziert sowie Umsätze gesteigert werden. Ein zukunftsweisendes auf Digitalisierung aufbauendes Geschäftsmodell zeigt dazu den Weg für ein Unternehmen auf.
Herbert Jodlbauer

Geschäftsmodellinnovation

Zusammenfassung
Geschäftsmodellinnovation heißt: Erneuere das Geschäftsmodell mit dem Ziel, den Nutzen für die Zielkunden und den Wert (im Sinne einer verbesserten Ertragsmechanik) für das eigene Unternehmen zu erhöhen. Geschäftsmodellinnovation bedingt, dass zumindest das Nutzenversprechen (welchen Mehrwert schaffen wir für unsere Zielkunden) oder die Ertragsmechanik (welchen Mehrwert schaffen wir für unser Unternehmen) – besser aber beide Elemente – erneuert wird.
Die Digitalisierung wird in vielen Geschäftsmodellinnovationsvorhaben Enabler und Treiber der Mehrwertschaffung für Kunden und Unternehmen sein. Integrierende Digitalisierung im Sinne von die Digitalisierung nützen, um Menschen, Dinge sowie Systeme zu verbinden, Kundenbedürfnisse mit dem Nutzenversprechen zu verknüpfen, Partner des Ecosystems zusammenzuführen oder übergreifende Prozesse zu synchronisieren, kann helfen, Geschäftsmodelle innovativ, nachhaltig und mehrwertschaffend zu entwickeln. Konkrete disruptive Innovationen könnten sein, siehe Jodlbauer 2018: Ersetzen von Materiellem durch digitale Dienstleistungen, Transformation vom Digitalen ins Materielle möglichst spät oder Erhöhung des digitalen Anteils im Kundenauftragsabwicklungsprozess, Betreibermodelle, Datenverwertung, Personalisierung oder On Demand Wertangebote
Die Geschäftsmodellinnovation sollte nicht als starres Projekt mit fixen Meilensteinen gesehen werden. Vielmehr ist die Geschäftsmodellinnovation ein iterativer sowie inkrementeller Prozess, an dessen Anfang Kreativität, Querdenken und Agilitätsmethoden und gegen Ende Kognition, Planung und Projektmethoden im Vordergrund stehen sollen.
Herbert Jodlbauer

Vorgehensmodell zur Geschäftsmodellinovation

Zusammenfassung
Geschäftsmodellinnovation ist viel mehr als das mechanische Abarbeiten eines Vorgehensmodells. Geschäftsmodellinnovation setzt voraus, dass alles Bestehende kritisch hinterfragt wird und mögliche Zukunftsszenarien des Unternehmens erkannt werden. Geschäftsmodellinnovation heißt, im Heute das einzuleiten, was Voraussetzung für den Erfolg des Unternehmens von Morgen ist. Geschäftsmodellinnovation rüttelt an den etablierten Grundfesten eines Unternehmens und kreiert in wesentlichen Aspekten ein „neues“ Unternehmen.
Im Zentrum des Vorgehensmodells steht das Geschäftsmodell mit den vier Hauptelementen und den neun Elementen. Schritt für Schritt wird die Reife (vollständiger, kundenorientierter, durch Zielkunden intensiver getestet, strategiekonformer, wertschaffender, ertragsorientierter, valider, in sich stimmiger, konsistenter, abgestimmter, realistischer, umsetzbarer und auch bekannter) des Geschäftsmodells erhöht. Im Schritt „Initiierung“ erfolgt der Start der Entwicklung des neuen Geschäftsmodellinnovationsprozesses. Im Schritt „Ideengenerierung“ wird basierend auf erwarteten Entwicklungen (Trends, neue Technologien, rechtliche Rahmenbedingungen, …) und vorhandenen Marktkenntnissen (Bedürfnisse und Erwartungen der Zielkunden) durch Kreativitätstechniken, die spezifisch für die Geschäftsmodellinnovation entwickelt worden sind, die Grobstruktur des Geschäftsmodells konzipiert und das „Nutzenversprechen“ detailliert beschrieben. Im Schritt „Lebenszyklusanalyse“ wird unter Einbindung von ausgewählten Zielkunden eine Lebenszyklusanalyse durchgeführt, um eine erste kundenorientierte Rohfassung des bereits neun Elemente umfassenden Geschäftsmodells jeweils bezogen auf ein Zielkundensegment zu erhalten. Im Schritt „Wettbewerbsanalyse“ wird das Geschäftsmodell jeweils bezogen auf ein Zielkundensegment unter Berücksichtigung von Markt-, Umfeld- und Unternehmensbedingungen systematisch evaluiert, verbessert und verfeinert. Im Schritt „Zusammenführung“ werden die zielkundespezifischen Elemente zu einem vollständigen Geschäftsmodell für das gesamte Unternehmen zusammengeführt. Im letzten Schritt „Roadmap“ werden alle vorhandenen Schlüsselaktivitäten, -prozesse, -ressourcen, -steuerungselemente, -fähigkeiten, -technologien und -partner (inkl. Kanäle und Beziehungen) mit den für das neue Geschäftsmodell notwendigen Schlüsselentitäten verglichen und daraus eine Roadmap zur Bereitstellung der neuen noch fehlenden Wertschöpfungsstrukturen und Abbau (Restverwertung) eventuell nicht mehr erforderlicher Wertschöpfungsstrukturen erarbeitet.
Herbert Jodlbauer

Implementierung

Zusammenfassung
Die Implementierung des neuen Geschäftsmodells ist nicht im Fokus dieses Buches und wird deshalb nur kurz behandelt. Durch den Prozess der Geschäftsmodellinnovation (unterstützt durch das oben beschriebene Vorgehensmodell und die zahlreichen Methoden) soll die Komplexität und Kompliziertheit so stark reduziert worden sein, dass ein klares Geschäftsmodell inkl. Roadmap vorliegt und von allen Beteiligten verstanden sowie gleichgesehen wird. Damit können bewährte Methoden des (Multi-)Projektmananagements zur Implementierung des Geschäftsmodells angewandt werden. Entsprechend der Roadmap werden in der Regel viele Implementierungsprojekte definiert und abgearbeitet.
Herbert Jodlbauer

Methodenverzeichnis

Zusammenfassung
Im Methodenverzeichnis werden die empfohlenen 49 Methoden zur Umsetzung bzw. Anwendung des Vorgehensmodells zur Geschäftsmodellinnovation, die in diesem Buch behandelt werden, aufgelistet. Zu jeder Methode bzw. zu jedem Modell wird eine Kurzbeschreibung und eine Referenz (Verweis auf die Seite dieses Buches, wo eine detaillierte Beschreibung vorzufinden ist) gegeben.
Herbert Jodlbauer

Backmatter

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