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Über dieses Buch

Dieses Werk umfasst in zwei Bänden die gesamte Geschichte der Chemie von den Anfängen der Zivilisation bis hin zum 20.Jahrhundert. Es füllt in seiner umfassenden Darstellung eine Lücke in der Chemiegeschichtsschreibung, indem es den Wandel und das verbindende Element der Chemie im Laufe der Jahrhunderte beschreibt und dabei aktuelle Forschungsergebnisse integriert.

Die Einteilung in drei Epochen bildet den Rahmen, in den die Kapitel des Werkes eingeordnet sind: beginnend von der Chemie des Altertums und Mittelalters (frühe Chemie), über die Chemie des 16. bis 18. Jahrhunderts (neuzeitliche Chemie) bis zu der Chemie des 19. und 20. Jahrhunderts (moderne Chemie).

Der vorliegende erste Band behandelt im ersten Teil die frühe Chemie im Altertum und Mittelalter, die im Wesentlichen aus den drei Komponenten praktische Chemie, Naturphilosophie und Alchemie bestand. Zur Sprache kommen nicht nur der griechisch-römische Kulturkreis und das lateinische Mittelalter, sondern auch Mesopotamien, Ägypten, der arabische Kulturkreis, China und Indien. Darauf folgt im zweiten Teil die Beschreibung der Epoche der neuzeitlichen Chemie vom 16. bis 18.Jahrhundert, in der sich die Chemie in einem komplexen Prozess zu einer Wissenschaft entwickelte.

Der Autor zeigt mit diesem Werk, wie die Chemie in ihrem geschichtlichen Verlauf einem ständigen Wandel unterlag und die Welt verwandelt hat. Das Buch ist verständlich geschrieben, ohne dabei die Begriffssprache des Chemikers zu verleugnen. Studierenden, Wissenschaftshistorikern und interessierten Lesern wird damit die Faszination für diese Naturwissenschaft und deren Entwicklung vermittelt.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Chemie im Altertum und Mittelalter

Frontmatter

1. Praktische Chemie im Vorderen Orient

Die drei Epochen der Chemie (frühe, neuzeitliche und moderne Chemie). Praktische Chemie, Naturphilosophie und Alchemie. Chemie in Mesopotamien und Ägypten. Chemische Stoffe, Geräte und Verfahren. Chemische Nomenklatur. Entwicklungsstufen der Metallurgie. Glasherstellung. Mythologisches zur Entstehung der materiellen Welt. Lehre von den Gegensätzen. Makrokosmos-Mikrokosmos-Idee.

Jost Weyer

2. Materietheorie bei den Vorsokratikern

Anfänge der Naturwissenschaft bei den Vorsokratikern. Prinzip „Apeiron“ von Anaximander. Prinzip „Luft“ von Anaximenes. Prinzip der Zahl von Pythagoras. Prinzip des Wandels von Heraklit. Lehre von einem, unveränderlichen Sein von Parmenides. Vier-Elemente-Lehre von Empedokles (Elementbegriff. Erde, Wasser, Luft und Feuer. Korpuskulartheorie. Affinität). Prinzip „Samen“ von Anaxagoras. Atomtheorie von Leukipp und Demokrit (nicht weiter zerlegbare Teilchen. Atome und leerer Raum).

Jost Weyer

3. Elementenlehre und Materietheorie bei Platon, Aristoteles und späteren griechischen Philosophen

Vier-Elemente-Lehre von Platon (Zuordnung von Elementen und regulären Polyedern. Umwandlung der Elementarkörper ineinander). Vier-Elemente-Lehre von Aristoteles (Zuordnung von Elementen und den vier Urqualitäten warm, kalt, trocken und feucht. Transmutation. Affinität). Entstehung der Mineralien nach Platon, Aristoteles und Theophrast. Beiträge zur Atomtheorie von Epikur. Materietheorie der Stoiker.

Jost Weyer

4. Praktische Chemie in der Antike und im Mittelalter

Neue chemische Stoffe. Informationen zur praktischen Chemie bei Theophrast, Dioskurides und Plinius. Chemische Papyri von Leiden und Stockholm. „Griechisches Feuer“. Schießpulver. Werke zur praktischen Chemie von al-Kindī und al-Hamdānī. Praktische Chemie in lateinischen Rezeptsammlungen. Praktische Chemie in arabischen und lateinischen Enzyklopädien. De diversis artibus von Theophilus. Glasherstellung. Mineralia von Albertus Magnus. Alkohol. Mineralsäuren.

Jost Weyer

5. Griechische Alchemie

Materieller und spiritueller Aspekt der Alchemie. Quellen der griechischen Alchemie. Griechische Alchemisten und ihre Werke (Demokritos. Maria. Zosimos). Chemische Stoffe und ihre Klassifizierung. Chemische Geräte und Verfahren. Alchemische Theorien. Alchemische Symbole.

Jost Weyer

6. Chemie und Alchemie in China und Indien

Praktische Chemie in China und Indien. Chinesische Materietheorie (Fünf-Elemente-Lehre. Zyklische Prozesse der fünf Elemente. Yin-Yang-Lehre). Chinesische Alchemie (Transmutation. Lebenselixier). Chinesische Alchemisten und ihre Werke (Wei Po-Yang. Ko Hung. Thao Hung-Ching. Sun Ssu-Mo). Indische Materietheorie (Fünf-Elemente-Lehre. Atomtheorie). Indische Alchemie.

Jost Weyer

7. Arabische Alchemie

Rezeption der griechischen Alchemie. Chemische Stoffe, Geräte und Verfahren. Alchemische Theorien (Stein der Weisen. Schwefel-Quecksilber-Theorie). Ğābir ibn Ḥaiyān (Alchemie als Wissenschaft. Quantitative Aspekte). Ar-Rāzī (Klassifikation der Stoffe). Spätere alchemische Autoren und deren Werke (Turba Philosophorum. Ibn Umail. Al-Mağrīṭī. Al-ʽIrāqī. Al-Ğildakī). Stellung arabischer Gelehrter zur Alchemie.

Jost Weyer

8. Materietheorie im arabischen und lateinischen Mittelalter

Transmutation. Problem der stofflichen Umwandlung. Lehre von den kleinsten natürlichen Teilchen. Schwefel-Quecksilber-Theorie. Atomtheorie.

Jost Weyer

9. Alchemie im lateinischen Mittelalter

Rezeption der arabischen Alchemie. Chemische Stoffe, Geräte und Verfahren. Alchemische Laboratorien und Laboranten. Alchemische Theorien. Geber latinus (Alchemie als Wissenschaft. Korpuskulartheorie. Elixiere). Andere alchemische Autoren und deren Werke (Libellus de alchimia. Petrus Bonus. Ulmannus. Thomas Norton). „Berufsbild“ des Alchemisten. Alchemie als Wissenschaft. Beurteilung der Alchemie. Spiritueller Aspekt und alchemische Symbolik.

Jost Weyer

10. Chemie und Medizin im Altertum und Mittelalter

Chemie und Medizin in der Antike (Empedokles. Anaxagoras. Alkmaion von Kroton. Hippokrates. Galen von Pergamon. Dioskurides). Chemie und Medizin in China. Chemie und Medizin im arabischen Mittelalter (Ar-Rāzī. Ibn Sīnā. Ibn an-Nafīs). Chemie und Medizin im lateinischen Mittelalter (Hildegard von Bingen. Vinzenz Beauvaís. Albertus Magnus. Roger Bacon. Johannes von Rupescissa). Gesundheitsschädliche chemische Stoffe.

Jost Weyer

11. Chemie im Altertum und Mittelalter – Zusammenfassung

Chemische Stoffe, Geräte und Verfahren. Chemische Probierkunst. Klassifikation der chemischen Stoffe. Elementenlehren und Materietheorien. Theorien über die Entstehung der Mineralien und Metalle. Theorien über die stoffliche Umwandlung; Transmutationslehre. Anschauungen über Verbrennung und Calcination. Anschauungen über die Affinität der Stoffe. Quantifizierung der Chemie. Erfahrung und Experiment in der Chemie/Alchemie. Wissenschaftscharakter der Chemie/Alchemie. Chemisch orientierte Berufe.

Jost Weyer

Chemie vom 16. bis zum 18. Jahrhundert

Frontmatter

12. Entwicklung der Chemie zu einer Wissenschaft

Historische Wurzeln der neuzeitlichen Chemie. Zusammenwachsen von praktischer Chemie, Naturphilosophie und Alchemie. Spätzeit der europäischen Alchemie. Trennung von Chemie und Alchemie. Wissenschaft und „Kunst“. Chemie als Teil der „Physica“. Chemie als selbstständige Wissenschaft. Erfahrung und Experiment in der Chemie. Quantifizierung der Chemie. Chemische Lehrbücher. Chemie an den Universitäten. Chemische Laboratorien. Chemisch orientierte Berufe.

Jost Weyer

13. Praktische Chemie

Berg-, Probier-, Kunst- und Destillierbücher. Berg- und Hüttenbücher von Biringuccio, Agricola und Ercker (De la Pirotechnia, De re metallica und Beschreibung…Bergkwercks arten). Chemische Stoffe, Geräte und Verfahren. Chemische Probierkunst. Gewinnung der Metalle. Gewinnung anderer Stoffe. Wechselwirkung von praktischer und wissenschaftlicher Chemie.

Jost Weyer

14. Chemiatrie

Vorläufer chemiatrischer Ideen (Johannes von Rupescissa). Paracelsus als Begründer der Chemiatrie. Ausbreitung und Einfluss der chemiatrischen Ideen (Sörensen. Winter von Andernach. Duchesne. Libavius. Sennert). Chemiatrie und Pharmazie. Chemiatrische Ideen bei van Helmont.

Jost Weyer

15. Elementenlehre und Materietheorie

Kritik an der aristotelischen Elementenlehre. Drei-Prinzipien-Lehre von Paracelsus. Elementenlehren der Chemiatriker. Erneuerung der Atomistik durch Sennert und Gassendi. Korpuskulartheorie von Descartes. Beiträge von Jungius zur Korpuskulartheorie. Korpuskulartheorie von Boyle. Materietheorie von Newton. Materietheorie von Stahl. Elementbegriff und Elementtabelle von Lavoisier.

Jost Weyer

16. Entdeckung der Gase

Vorläufer des Gasbegriffs. Van Helmonts Beiträge zum Gasbegriff und zur Entdeckung der Gase. Untersuchungen über Gase von Boyle, Mayow und Hales. Untersuchungen über Gase von Black, Cavendish, Priestley und Scheele. Formulierung des Gasbegriffs als Aggregatzustand durch Lavoisier.

Jost Weyer

17. Verbrennungstheorien

Ansätze zu einer Verbrennungstheorie bei Paracelsus, Biringuccio und Rey. Verbrennungstheorien von Boyle, Hooke und Mayow. Phlogistontheorie von Stahl. Modifizierung der Phlogistontheorie (Juncker. Rouelle. Cavendish. Scheele. Priestley). Lavoisiers Untersuchungen zu Verbrennung und Calcination und seine Oxidationstheorie. Reaktion auf Lavoisiers Oxidationstheorie.

Jost Weyer

18. Affinität der Stoffe

Ideen zur Affinität im Altertum und Mittelalter. Beiträge zur Affinitätslehre von Glauber. Mechanistische Theorie der Affinität von Lemery. Attraktionstheorie der Affinität von Newton. Affinitätstabelle von Geoffrey. Affinitätstabelle von Bergman. Quantifizierung der Affinität durch Wenzel und Guyton de Morveau. Beiträge zur Affinitätslehre von Berthollet.

Jost Weyer

19. Chemische Nomenklatur für anorganische Stoffe

Frühe chemische Nomenklatur vom Altertum bis zur ersten Hälfte des 18. Jh. Kritik und Korrekturen an der bisherigen Terminologie im 17. und 18. Jh. Nomenklaturvorschläge von Bergman und Guyton de Morveau. Nomenklaturvorschlag der Méthode de nomenclature chimique. Rezeption der Méthode und Verbesserungsvorschläge. Chemische Symbole, Formeln und Reaktionsgleichungen.

Jost Weyer

Backmatter

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