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2019 | Buch

Geschichten erzählen

Storytelling für Radio und Podcast

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Über dieses Buch

s gehört zu den schönsten und komplexesten Aufgaben in Radio und Podcast: spannende Geschichten zu erzählen. Wie kann ich Hörer*innen 15, 30 oder 60 Minuten an eine reale Geschichte binden? Oder gar für eine ganze Serie begeistern? Dieses Buch beschreibt den professionellen Weg zu einer spannenden Erzählung. Es gibt praxistaugliche Antworten auf alle entscheidenden Fragen: Welche Stoffe taugen für lange Geschichten? Wie halte ich die Spannung von Anfang bis Ende aufrecht? Wie finde ich meine Erzählstimme? Und wie entwickelt man ein Sound-Design für komplexe Erzählungen? Ein Praxis-Buch, mit dessen Hilfe sich die Potenziale von Radio und Podcast entfalten lassen. Die Website zum Buch bietet weiterführende Links und ergänzt aktuelle Entwicklungen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter
Kapitel 1. Akustische Narration: Ein neuer Anfang
Zusammenfassung
Der amerikanische Podcast „Serial“ war ein internationaler Erfolg und hat auch den deutschen Markt beeinflusst. Neue (Serien-)Formate sind entstanden. Sowohl in den Feature- und Hörspiel-Abteilungen der öffentlich-rechtlichen Sender als auch auf dem freien Podcast-Markt und bei privaten Radio-Stationen. Dabei stellt sich für alle eine zentrale Frage: Wie kann eine komplexe Geschichte spannend erzählt werden, von Anfang bis Ende? Dieses Kapitel schildert die aktuellen Entwicklungen nach „Serial“, erklärt warum Menschen gewisse Geschichten lieber hören als andere und liefert die Grundlage für alle weiteren Abschnitte des Buches. Es definiert, was mit narrativem Audio und Storytelling gemeint ist. Und was eben auch nicht.
Sven Preger
Kapitel 2. Stoff-Prüfung und -Entwicklung: Eine gute Geschichte liefert ein Erlebnis
Zusammenfassung
Viele Autoren nehmen sich am Anfang der Recherche nicht genügend Zeit, ihren Stoff zu prüfen. Später kommt es dadurch immer wieder zu großen Problemen. Die kann man vermeiden. Dafür braucht es vor allem die richtigen Fragen: Erfüllt mein Stoff die zentralen Story-Prinzipien? Habe ich einen echten Erzählsatz? Funktioniert die Geschichte als Audio-Story? Dieses Kapitel liefert Kriterien für die Stoff-Prüfung und -Entwicklung. Ein berühmtes Motto aus dem Storytelling lautet ja: A good story well told. In diesem Kapitel geht es um die erste Hälfte dieses Satzes. Was ist überhaupt eine gute Geschichte?
Sven Preger
Kapitel 3. Ohne Struktur keine Geschichte: Plot-Entwicklung
Zusammenfassung
Noch immer fangen viele Audio-Autoren irgendwann einfach an zu schreiben – ohne sich vorher viele Gedanken über den Lauf der Geschichte zu machen. Der wird sich dann irgendwie schon ergeben. Und genauso hören sich viele Geschichten dann auch an. Ohne Struktur kann es keine spannende Geschichte geben. Struktur und Plot geben der Geschichte Halt, Entwicklung und helfen Autoren dabei, den eigenen Stoff in den Griff zu kriegen. Dabei dienen Struktur und Plot der Geschichte, nicht umgekehrt. Bei der Suche nach der passenden Struktur für eine Geschichte unterstützen die Struktur-Möglichkeiten. Dazu gehören u. a. Akt-Struktur, Plot Points, Heldenreise sowie weitere Struktur-Merkmale. Dieses Kapitel zeigt, wann welche Mittel helfen. Dabei gilt: Struktur schränkt die Kreativität nicht ein, sie fördert sie. Denn ohne Prinzipien und Regeln ist eine Geschichte häufig nicht besonders kreativ, sondern eher beliebig. Dieses Kapitel hilft also der eigenen Kreativität!
Sven Preger
Kapitel 4. Charakter-Entwicklung: Wer handelt, treibt die Geschichte voran
Zusammenfassung
Menschen führen durch Geschichten. Insbesondere, wenn diese thematisch anspruchsvoll sind und eine gewisse Länge umfassen. Der Protagonist dient dabei als Identifikations-Figur. Die Beziehung zwischen Hörer und Protagonist und anderen Figuren ist entscheidend. Dabei gilt: Je mehr Figuren auftauchen, desto wichtiger ist es, sie wiedererkennbar zu gestalten. Sie werden als Charaktere der Geschichte in Szene gesetzt. Um dieses Ziel zu erreichen und die dafür notwendigen O-Töne zu erhalten, muss sich die Zusammenarbeit zwischen Reporter und Figuren anders gestalten als bei klassischen Berichten. Zentrales Element dafür ist in der Praxis das Story-Interview. Tritt der Reporter selbst als Protagonist auf, gelten für ihn dieselben Regeln wie für andere Protagonisten. Dieses Kapitel zeigt, was echte Protagonisten ausmacht, wie die Zusammenarbeit mit realen Menschen zu guten O-Tönen und damit zu wiedererkennbaren Charakteren in Narrationen führen kann.
Sven Preger
Kapitel 5. Dynamisch erzählen: Spannungstechniken
Zusammenfassung
Der Erzählsatz steht, der oder die Protagonisten sind gefunden. Nun beginnt der praktische Arbeits-Prozess: Aufnahmen machen, Skript schreiben und dabei nicht im Material untergehen. Der Plot wird entworfen und nach und nach gefüllt. Die Geschichte entsteht im Detail. Doch wie schaffe ich es, die Spannung der Narration von Anfang bis Ende zu halten? Was nehme ich in meine Erzählung auf, was nicht? Und wie gestalte ich die einzelnen Elemente? Dieses Kapitel gibt Antworten auf diese Fragen und stellt die entsprechenden Hilfsmittel zur Verfügung.
Sven Preger
Kapitel 6. Szenisch erzählen
Zusammenfassung
Szenen sind das Rückgrat jeder Geschichte. Sie formen den Plot und sorgen dafür, dass Hörer der Geschichte folgen. Szenen fesseln, treiben die Handlung voran und liefern so das Hör-Erlebnis. Jede Szene ist eine Mini-Story. Sie enthüllt im Idealfall neue Charakterzüge der Figuren. Audio-Szenen leben maßgeblich von Aktion, Konflikt, Dialog und Subtext. Für den Audio-Reporter bedeutet das: Die Art zu denken, zu arbeiten und zu erzählen unterscheidet sich deutlich von anderen journalistischen Produkten. Eine der größten Herausforderungen ist es, die passenden O-Töne einzuholen. Dieses Kapitel zeigt, wie das gelingen kann, was genau gute Szenen ausmacht und welche unterschiedlichen Arten von Szenen es gibt.
Sven Preger
Kapitel 7. Wer spricht: Erzählhaltung entwickeln und umsetzen
Zusammenfassung
Der Erzähler prägt die akustische Narration so wie kaum ein anderes Element. Er ist der Anker. Er führt durch die Geschichte, gibt Orientierung und baut eine Beziehung zum Hörer auf. Der Erzähler hat dabei eine eigene Persönlichkeit. Diese gilt es, zu gestalten. Zentral für diese Persönlichkeit ist die Erzählhaltung. Diese zu entwickeln und umzusetzen, ist eine der größten Herausforderungen für akustische Narrationen. Denn der Hörer bekommt die Erzähler-Persönlichkeit sofort zu spüren. Dieses Kapitel zeigt, worauf es bei der Erzählhaltung ankommt, wie man sie entwickelt und umsetzt. Dabei wird eine der wichtigsten Fragen für Audio-Narrationen beantwortet: Wie kann ein Erzähler die Geschichte nicht nur präsentieren, sondern wirklich erzählen?
Sven Preger
Kapitel 8. Inszenierung: Vom Skript zum Klang
Zusammenfassung
Eine gute Inszenierung ist eine konsequente Inszenierung. Sie setzt die Geschichte in Szene. Dabei dient die Inszenierung der Geschichte, sie ist kein Selbstzweck. Doch wie entwickelt man inszenatorische Ideen? Welche Mittel lassen sich wie am besten nutzen? Und brauche ich Regisseur und Toningenieur – oder mache ich das alles selbst? Letzteres ist für Podcaster ohnehin normale Realität. Wer als Autor inszeniert, sollte in der Lage sein, auf seine Geschichte neu zu schauen – und die akustischen Gestaltungsmittel und -möglichkeiten kennen und wissen, wie man sie einsetzt. Dazu gehört es, Sprachaufnahmen anzuleiten, Musik einzusetzen und Effekte zu nutzen. Dieses Kapitel zeigt, wie man ein inszenatorisches Konzept entwickelt, um die eigene Geschichte akustisch umzusetzen. Und wie man es schafft, die Geschichte so klingen zu lassen wie man es sich vorstellt. Dabei gilt: Die Inszenierung beginnt schon mit den Ton-Aufnahmen im Feld und setzt sich beim Schreiben fort. Wer seine Geschichte nicht im Ohr hat, wird sie kaum zum Klingen bringen.
Sven Preger
Kapitel 9. Ethik und Grenzen der Narration: Das ist doch kein Journalismus!
Zusammenfassung
Narrationen sind immer wieder derselben Kritik ausgesetzt: zu wenig oder keine journalistische Distanz, zu subjektiv, zu sehr dramatisiert, zu wenige Fakten, kurz: kein (echter) Journalismus. Viele dieser Argumente sind wichtig und eine Debatte wert. Denn die Auseinandersetzung mit der Kritik und den Argumenten dahinter kann nicht nur zu mehr Verständnis führen, sondern auch dabei helfen, als Autor die eigene Position zu finden, zu verstehen und zu begründen. Dieses Kapitel debattiert die zentralen Kritikpunkte an Narrationen. Es zeigt, wo die Unterschiede von akustischen Erzählungen zu anderen journalistischen Darstellungsformen liegen und welche Konsequenzen das mit sich bringt. Das Kapitel zeigt auf, welchen Beitrag Narrationen zu gesellschaftlichen Debatten leisten können und wie ein verantwortungsvoller Umgang mit dieser Darstellungsform aussehen kann.
Sven Preger
Kapitel 10. Praxis des narrativen Reporters
Zusammenfassung
Die akustische Narration ist eine eigene Darstellungsform. Deswegen braucht sie einen anderen Arbeitsprozess als andere Darstellungsformen. Meistens zieht dieser sich über einen längeren Zeitraum, von Wochen über Monate bis hin zu manchmal Jahren. Um als Autor trotzdem Herr des Prozesses zu bleiben, hilft ein strukturiertes Vorgehen: Vom Pitch bis zur Erstellung der finalen Unterlagen. Dazu gehört außerdem, die wichtigsten Story-Fehler zu vermeiden. Dieses Kapitel zeigt deshalb abschließend beispielhaft, wie der Workflow zur Narration aussehen kann, welche zehn häufigsten Story-Probleme in der Praxis auftreten – und wie man sie löst.
Sven Preger
Backmatter
Metadaten
Titel
Geschichten erzählen
verfasst von
Sven Preger
Copyright-Jahr
2019
Electronic ISBN
978-3-658-23428-7
Print ISBN
978-3-658-23427-0
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-658-23428-7