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Über dieses Buch

Die Beiträge dieses Sammelbandes beschreiben die Besonderheiten und die Gemeinsamkeiten der Fachdidaktiken für das gesellschaftswissenschaftliche Aufgabenfeld (Geographie, Geschichte, Politik, Berufs- und Wirtschaftspädagogik). Sie stellen Ergebnisse evidenzbasierter Forschung in den Fachdidaktiken der Gesellschaftswissenschaften dar. Die fachdidaktische Forschung bietet neue Möglichkeiten einer fächerübergreifenden Zusammenarbeit, die ausgelotet werden.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Theorie und Empirie in den Fachdidaktiken

Frontmatter

Viel Empirie nicht ohne Theorie – ein Rückblick auf die geographiedidaktische Forschung seit 1970

Die Geographiedidaktik hat sich mit ihrer Etablierung an den Hochschulen von Anfang an als eine forschende Disziplin verstanden und bereits in den 1970er Jahren einen Wandel von einer vornehmlich theoretisch ausgerichteten Forschung zur empirisch-analytischen Forschung vollzogen. Unter Bezugnahme auf die jeweiligen Zeitsignaturen und Entwicklungen in den Bezugsdisziplinen werden im Beitrag ausgehend vom Selbstverständnis der Geographiedidaktik und von der Zielsetzung und den Kompetenzen geographischer Bildung grundlegende Formate, thematische Schwerpunkte, Fragestellungen und Methoden geographiedidaktischer Forschung von 1970 bis heute skizziert. Der Fokus liegt hierbei auf dem deutschsprachigen Raum. Die Analysen stützen sich auf zentrale wissenschaftliche Publikationsorgane der Geographiedidaktik.
Ingrid Hemmer, Michael Hemmer, Péter Bagoly-Simó

Politikdidaktik als Wissenschaftsdisziplin

Die aktuellen Debatten über die Kompetenzorientierung in der Politikdidaktik werden mit normativen Argumenten auf der einen, mit wissenschaftstheoretischen sowie forschungsmethodischen auf der anderen Seite geführt. Ziel des Beitrags ist es, die Argumente zu strukturieren und dabei die Wissenschaftsdisziplin aus aktueller Perspektive vorzustellen. In diesem Sinne wird in diesem Beitrag zunächst an die Zielsetzung politischer Bildung und die Philosophie des Faches erinnert. Sie erlauben es, die Zusammenhänge von Theorie und Forschung im Folgenden genauer zu fassen. Dazu wird zunächst die Entwicklung einer politikdidaktischen Theorie mit Blick auf die empirische Forschung vorgestellt. Es wird dargestellt, was unter einer politikdidaktischen Theorie verstanden werden kann. Daran schließt sich die Beschreibung einiger Fragestellungen und Formate der empirischen politikdidaktischen Forschung an. Anschließend werden einige ausgewählte Forschungsarbeiten (meist Dissertationen) in ihren Ergebnissen und methodischem Vorgehen vorgestellt. Dabei wird insbesondere auf das Verhältnis von Empirie und Theorie eingegangen, um die Entwicklungsphasen herauszuarbeiten. Eine Zusammenfassung der Argumentation schließt den Beitrag ab.
Georg Weißeno

Geschichtsdidaktik

Der Beitrag stellt im Wesentlichen aufgrund einer Sichtung der geschichtsdidaktischen Zeitschriften und deren Beihefte, von Habilitationen und Dissertationen sowie Berichten aus Drittmittel-geförderten Projekten Konzeptualisierungen des Untersuchungsgegenstands, Fragestellungen, Methoden und Befunde geschichtsdidaktischer empirischer Forschung vor. Dabei werden diese zu Themen gruppiert, die sich als ihre Schwerpunkte ausweisen lassen: Geschichtsunterricht und außerschulische Institutionen, die sich mit Geschichtsvermittlung befassen, sowie die daran beteiligten Akteure, insbesondere aber Lehrpersonen und Schülerinnen und Schüler, deren Voraussetzungen, Handlungen und Interaktionsprozesse sowie die damit erzielten Wirkungen.
Monika Waldis, Béatrice Ziegler

Gesellschaftliche Bezüge der Fachdidaktik Wirtschaft und Technik im Spiegel programmatischer Vorstellungen und empirischer Forschung

Programmatisch werden in der Wirtschafts- und Technikdidaktik in der Regel Zielperspektiven präferiert, die nicht nur auf die Entwicklung von Handlungskompetenzen in den mehr oder weniger eng umrissenen ökonomischen und technischen Handlungsfeldern gerichtet sind, sondern zumindest die Reflexion oder auch die Befähigung zur Mitgestaltung dieser Handlungsfelder unter Berücksichtigung ihrer gesellschaftlichen Implikationen einschließen. Rein am empirischen Paradigma ausgerichtete didaktische Modellvorstellungen sind in diesen Feldern eher die Ausnahme. Zu den bildungstheoretischen und didaktischen Konzeptionen gibt es zahlreiche Diskurse, in welchen der Versuch unternommen wurde, Aussagesysteme bereit zu stellen, die für die Begründung und Ausgestaltung von Lehr-Lernprozessen in diesen Feldern handlungsleitend sein könnten.
Reinhold Nickolaus, Susan Seeber

Forschungsdesiderate und Perspektiven

Frontmatter

Perspektiven geographiedidaktischer Forschung

Der Beitrag skizziert, wie sich die geographiedidaktische Forschung künftig weiter entwickeln könnte. Grundlagen dieser Skizzierung sind die Analyseergebnisse des ersten Beitrags „Viel Empirie nicht ohne Theorie“ in diesem Band samt den dort erschienenen Überblicksaufsätzen, die Ergebnisse einer Expertendiskussion, die 2015 stattfand, sowie die 2015 verabschiedete internationale Erklärung zur geographiedidaktischen Forschung. Der Beitrag wird durch acht Thesen abgerundet, welche die Perspektiven der künftigen Entwicklungen umreißen. Es wird u. a. eine Zunahme der Forschungsformate Evaluierungs- und Implementierungsforschung sowie Metastudien erwartet. Bezüglich der Inhalte ist eine höhere Orientierung an Drittmittelauschreibungen und Graduiertenkollegs anzunehmen. Lehrerinnen und Lehrer werden stärker als Ko-Forscher auftreten, die Studierenden eine forschungsorientierte Ausbildung erhalten. Forschung wird nicht überwiegend nur an Gymnasien, sondern auch an anderen Schularten sowie mit Studierenden und Lehrkräften stattfinden. Methodisch wird eine stärkere Orientierung an Mixed Methods erfolgen, Messinstrumente und Daten werden stärker gemeinsam genutzt werden. Disziplingeschichte und die gesellschaftlichen Einflussfaktoren auf geographische Bildung werden mehr Aufmerksamkeit finden. Nicht zuletzt ist zu erwarten, dass Forschungsbedingungen und Ausstattungsfragen die zukünftige Entwicklung entscheidend prägen.
Ingrid Hemmer, Péter Bagoly-Simó, Michael Hemmer

Desiderate geschichtsdidaktischer Empirie

Der Überblick über die bisherige empirische Forschung in der Geschichtsdidaktik (Waldis und Ziegler in diesem Band) zeigt ein dynamisches Forschungsfeld, das sich zentralen Fragen des Faches widmet und sich vor allem sozialwissenschaftliche Forschungsmethoden sowie jüngst auch – insbesondere für den Teilbereich der Geschichtskultur – kulturwissenschaftliche Vorgehensweisen zunutze macht. Nachdem noch vor wenigen Jahren die Methodologie die größte Herausforderung dargestellt hat und ihr auch weiterhin Aufmerksamkeit zu schenken ist, hat sich die Aufmerksamkeit in Zukunft auszuweiten auf die sorgfältige Abstimmung von Forschungszielen und -fragen, Forschungsdesign und methodischem Vorgehen. Die kontinuierliche Weiterarbeit wird zudem nur gelingen, wenn die strukturellen Voraussetzungen von Forschung (Lehrstühle, tragfähige Finanzierungsmodelle, u. a. m.) konsolidiert werden können. Eine ganz große und bedeutsame Herausforderung wird in den nächsten Jahren die Internationalisierung darstellen, wobei die nationalen und regionalen Spezifika nicht ausser Acht gelassen werden dürfen.
Béatrice Ziegler, Monika Waldis, Nicola Brauch

Politikdidaktische Interventionsforschung

Nach einem kurzen Rückblick auf die Entwicklung empirischer Forschung in der Politikdidaktik wird eine Auswahl politikdidaktischer Interventionsstudien vorgestellt, die hierzulande in den letzten zehn Jahren entstanden sind. Der Beitrag schließt mit einem Ausblick auf Herausforderungen und Perspektiven der empirisch forschenden Politikdidaktik.
Monika Oberle
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