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27.10.2016 | Gesetze | Im Fokus | Onlineartikel

Tafelpapiere verlieren zum Jahreswechsel ihre Handelbarkeit

Autoren:
Hans-Ulrich Dietz, Sylvia Meier

Wer seine Wertpapiere noch nicht in ein Wertpapierdepot gegeben hat, sollte dies nun schnellstens tun. Sonst gehen wertvolle Kapitalanlagen verloren. 

Viele Anleger verwahren ihre Wertpapiere in effektiven Stücken in einem Bankschließfach oder Tresor. So soll die Kapitalanlage sicher sein. Ursprünglicher Anlass war, dass man diese Wertpapiere jederzeit abholen kann und dann im Koffer mit sich führt. Eine Erfassung über ein Bankkonto erfolgte nicht. Sowohl mancher Unternehmer als auch Privatpersonen verwalteten auf diese Weise ihre Anlagen. Doch dies ist so für Tafelpapiere künftig nicht mehr möglich.

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Wertpapierdepot mit Sammelverwahrung 

In Deutschland verlieren solche Tafelpapiere zum 31.12.2016 ihre Handelbarkeit, indem diese Effekten gesetzlich für kraftlos erklärt werden. Der Gesetzgeber zwingt Anleger nach § 358 Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) zur Einlieferung in ein Wertpapierdepot mit Sammelverwahrung. Dies bringen die Regelungen des OGAW-V-Umsetzungsgesetzes mit sich, das im Frühjahr 2016 verabschiedet wurde. In dem Buchkapitel "Anlagen in Investmentfonds" (Seite 198) erklären die Springer-Autoren Philipp Lindmayer und Hans-Ulrich Dietz: "Im Jahr 2013 wurde im Rahmen verschiedener verbraucherrechtlicher Verhaltensvorschriften, besonders der Vorgaben für Organismen für gemeinsame Anlagen in Wertpapieren (OGAW) und der Finanzmarktrichtlinie (MiFID), das Investmentrecht auf der Basis des AIFM-Umsetzungsgesetzes völlig neu strukturiert."

Rechtsansprüche weiter wahrnehmen 

Es liegt im eigenen Interesse der Anleger, sich zu informieren und noch vor Jahresende tätig zu werden. Denn ansonsten können Stimmrechte, Anteilsverkäufe und das Recht auf Ausschüttungen nicht mehr wahrgenommen werden. Ein Tafelpapier wird dann praktisch wertlos. Um eine Einbuchung kommen Anleger nicht mehr herum.

Unterstützung durch Bank- und Steuerberater 

Bankberater können hier eine wichtige Unterstützung leisten und erklären, wie die Einlieferung in das Depot erfolgt. Unternehmen sollten daher rechtzeitig das Gespräch mit dem Kreditinstitut suchen, über das die Tafelpapiere ausgegeben wurden. Doch auch das Finanzamt darf nicht vergessen werden. Die steuerrechtlichen Gefahren einer Einlieferung sollten mit dem Steuerberater analysiert werden.

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