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Über dieses Buch

Dieser praxisnahe Gesprächsleitfaden wurde speziell für technische Berufe entwickelt. Er zeichnet sich durch den Bezug zum industriellen Umfeld aus und bietet zahlreiche Beispiele für Gesprächsanlässe und typische Gesprächsthemen.Praktische Hinweise zeigen, wie Gespräche konstruktiv genutzt werden können, um- Fachwissen auszubauen und zu teilen,- Ursachen von Missverständnissen zu erkennen, - Interessen überzeugend zu vertreten. Daneben bietet es die erforderlichen theoretischen Grundlagen.Die Zielgruppen
Das Buch eignet sich gleichermaßen für Studierende sowie für junge Fachkräfte aus Ingenieurwesen und Technik.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Kommunikation unter Fachleuten

Arbeiten heißt vielfach, Gespräche zu führen: dem Kollegen einen Guten Morgen wünschen und sich mit ihm über fachliche Entwicklungen austauschen, die Abteilungsleiterin zum Stand der Gerätebeschaffung befragen, von der IT die Behebung der Software‐Probleme verlangen, von der Chefin einen Auftrag entgegennehmen. Berufliche Gespräche führen wir den lieben langen Tag. Sie sind ebenso selbstverständlich wie herausfordernd, ebenso zielführend wie störanfällig.
In welchen Konstellationen finden diese Gespräche statt und wie müssen sie geführt werden, damit sie zum Arbeitserfolg beitragen? Wir leiten aus diesen Fragen eine Idee von zielführendem Gesprächsverhalten in technischen Berufen ab.
Annette Verhein-Jarren, Bärbel Bohr, Beatrix Kossmann

2. Sich verständigen – Bezugsrahmen teilen

Wie muss die Pilotanlage ausgelegt werden, um den Wirkungsgrad zu erhöhen? Wie kann sichergestellt werden, dass die Bauleitung die aktuellen Pläne hat? Wie kann der Materialfluss optimiert werden? Am Arbeitsplatz sind vielfältige fachlich‐technische Fragen von hoher Komplexität zu beantworten. Gleichzeitig sollen große Projekte aufgegleist und erfolgreich abgeschlossen werden. Dazu kommen alltägliche Aufgaben im Betrieb, die effizient erledigt werden sollen. Neben technisch‐fachlichem Knowhow erfordert ein solcher Berufsalltag eine gut ausgebildete Kommunikationskompetenz.
Voraussetzung für gute Kommunikation ist das Erkennen des eigenen Persönlichkeitsstils. Das Wissen um die verschiedenen Bezugswelten, in denen man sich bewegt, erleichtert den Beteiligten, sich in Gesprächen zu verständigen. Dafür muss ein geteilter Bezugsrahmen ausgehandelt und gelegentlich der Automatismus unserer gegenseitigen Wahrnehmung durchbrochen werden.
Annette Verhein-Jarren, Bärbel Bohr, Beatrix Kossmann

3. Geht’s noch? – Den Gesprächspartner wertschätzen und seine Vorstellungen beachten

Wie kann man berechtigte Interessen durchsetzen und den anderen dabei respektvoll behandeln? Gerade wenn sich jemand im Recht fühlt oder es auch tatsächlich ist, kann es leicht geschehen, dass sich ein Gesprächspartner wenig respektvoll verhält. Die Gesprächspartner reagieren darauf mit Widerstand, selbst wenn ihnen bewusst ist, dass sie im Unrecht sind. Ein respektvoller Umgang hingegen sichert Kooperationsbereitschaft. Dieses Kapitel befasst sich mit grundlegenden Techniken der kooperativen Gesprächsführung; nämlich dem Modell der Vier Seiten einer Nachricht, der Statuswippe und den Ich‐Botschaften.
Annette Verhein-Jarren, Bärbel Bohr, Beatrix Kossmann

4. Alles klar?! – Informationen weitergeben, Informationen erfragen

Oft kommt es zu Missverständnissen und Fehlern bei der Arbeit, weil der Informationsfluss zwischen den Beteiligten nicht ausreichend geklärt ist. Das folgende Kapitel gibt einen Überblick über zentrale Elemente der Gesprächsführung, die sicherstellen, dass die Informationen fließen. Dabei spielt die Verständlichkeit im Gespräch eine zentrale Rolle. Gleichermaßen wichtig für die Informationsbeschaffung sind die richtigen Fragen, die in unterschiedlichen Gesprächsformen, wie etwa Auftragsklärung, Projektübergabe oder der Anforderungsanalyse eingesetzt werden können. Fragen führen alleine meist nicht zum Ziel. Wertschätzung, aktives Zuhören und genaues Beobachten unterstützen Sie ebenfalls dabei, Ihre Anliegen verständlich zu machen. Das Apprenticing ist eine Methode, die diese grundlegenden Techniken der erfolgreichen Gesprächsführung bündelt. Sie findet vor allem in der Anforderungsanalyse Anwendung.
Annette Verhein-Jarren, Bärbel Bohr, Beatrix Kossmann

5. Dranbleiben! – Interessen überzeugend vertreten

Aus manchen Gesprächen geht man mit dem unguten Gefühl heraus, dass die guten Argumente ganz auf der eigenen Seite lagen – und trotzdem konnte man mit den Argumenten seine Interessen nicht überzeugend vertreten. Einfach nur gute Argumente vorzubringen, reicht offensichtlich nicht aus. Damit die Argumente überzeugend wirken, müssen sie auf das Ziel der Argumentation ausgerichtet sein. Verschiedene Argumentationsfiguren sind ein nützliches Werkzeug für das Sammeln von guten Argumenten. Um dann aus den guten Argumenten wirksame Argumente zu machen, muss man sich auf das Gegenüber einstellen, rhetorische und psychologische Wege zur wirksamen Argumentation kennen und anwenden können.
Annette Verhein-Jarren, Bärbel Bohr, Beatrix Kossmann

6. So nicht! – Mit Fehlern und Kritik umgehen

„Es geht um die Sache, nicht um die Person.“ Das ist leichter gesagt als getan. Gerade in Kritikgesprächen muss Unangenehmes ausgesprochen werden. Negative Nachrichten oder Beurteilungen haben eine emotionale Wirkung. Niemand wird gerne kritisiert. Auch den Personen, die Kritik äußern müssen, fallen solche Gespräche schwer, da sie mit Widerstand, Frustration oder Wut rechnen. Kritikgespräche benötigen ein gutes Gespür hinsichtlich Timing, Setting und Vorbereitung.
Die Konzepte der Transaktionsanalyse eignen sich besonders, die psychologische Motivation in Gesprächen zu erkennen, zu erklären und sie so zu berücksichtigen, dass Kritik als konstruktiv empfunden wird und zur gewünschten Veränderung führt.
Annette Verhein-Jarren, Bärbel Bohr, Beatrix Kossmann

7. Nun bleib doch mal sachlich – Mit Denk- und Gefühlsverboten umgehen

Wenn die Beziehungsseite gestört ist, kann nicht mehr sachlich, wertschätzend und respektvoll miteinander umgegangen werden. In solchen Situationen werden häufig Denk‑ und Gefühlsverbote ausgesprochen. Diese sollen das Gespräch vordergründig wieder auf eine inhaltliche Ebene zwingen. Doch solange unbearbeitete Emotionen im Raum stehen, wird es nicht möglich sein, ein Gespräch lösungsorientiert fortzuführen. Um zu zeigen, wie dies doch gelingen kann, werden in diesem Kapitel die Elemente der kooperativen Gesprächsführung zusammengefasst.
Annette Verhein-Jarren, Bärbel Bohr, Beatrix Kossmann

8. Statt eines Schlussworts – 12 Merksätze für konstruktive Gespräche

Annette Verhein-Jarren, Bärbel Bohr, Beatrix Kossmann

Backmatter

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