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Über dieses Buch

​Das Essential bietet einen kompakten Überblick darüber, was mit Hilfe flexibler betrieblicher Arbeitszeitsysteme erreicht werden kann und worauf es bei ihrem Einsatz in Zukunft ganz besonders ankommen wird. Flexible betriebliche Arbeitszeitsysteme sind Regelungsbündel, in deren Rahmen und mit deren Hilfe der Einsatz der Arbeitszeiten der Mitarbeiter bedarfsgerecht gesteuert werden kann. Sämtliche Grundtypen flexibler betrieblicher Arbeitszeitsysteme werden ausführlich mit ihren Vor- und Nachteilen vorgestellt und anhand von Beispielen erläutert. Darüber hinaus zeigt der Autor die wesentlichen Trends der betrieblichen Arbeitszeitgestaltung auf.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einleitung: Was sind flexible betriebliche Arbeitszeitsysteme, und welche Ziele können mit ihnen erreicht werden?

Zusammenfassung
Betriebliche Arbeitszeitsysteme sind Regelungsbündel, in deren Rahmen und mit deren Hilfe der betriebliche Einsatz der Arbeitszeiten der Mitarbeiter gesteuert wird. Im Mittelpunkt steht dabei die Verteilung der vertraglich festgelegten Arbeitszeit, die heute in aller Regel nicht mehr im Arbeitsvertrag selbst, sondern betrieblich geregelt wird – bei Vorhandensein eines Betriebsrat über eine oder mehrere Betriebsvereinbarung/en, bei deren Aushandlung der Betriebsrat eines seiner stärksten Mitbestimmungsrechte zum Einsatz bringen kann. Kann diese Verteilung im Zeitablauf verändert werden, um damit z. B. auf veränderte Kundenanforderungen oder den Ausfall von Mitarbeitern zu reagieren, spricht man von einem flexiblen Arbeitszeitsystem. Und nur hiermit beschäftige ich mich in diesem Buch.
Andreas Hoff

2. Eigenverantwortlich gesteuerte flexible Arbeitszeitsysteme

Zusammenfassung
Es gibt fünf Grundtypen eigenverantwortlich durch die Mitarbeiter gesteuerter flexibler Arbeitszeitsysteme. In der Reihenfolge zunehmender Freiheitsgrade für die Mitarbeiter sind dies die mit der starren Arbeitszeit eng verwandte Flexible Standardarbeitszeit, die klassische Gleitzeit, der flexible Tagdienst (ohne Kernzeit, mit Servicezeiten), die Vertrauensarbeitszeit und die Arbeitszeitfreiheit, in der die Arbeitszeit durch einen anderen Leistungsmaßstab abgelöst wird. Diese Grundtypen werden nachfolgend ausführlich und mit ihren relativen Vor- und Nachteilen vorgestellt.
Andreas Hoff

3. Flexible disponierte Arbeitszeitsysteme

Zusammenfassung
Flexible disponierte Arbeitszeitsysteme kommen dann zum Einsatz, wenn zumindest weit überwiegend Sofortarbeit zu leisten ist – weil z. B. eine Anlage oder ein Call Center zu besetzen ist. Sie können Schichtsystem-, Dienstplan- und Einsatzplanungselemente aufweisen, weswegen diese drei Verfahren zur Unterstützung eines bedarfsgerechten Mitarbeitereinsatzes hier zunächst in den Unterkapiteln 3.1 bis 3.3 in ihren Reinformen vorgestellt werden. Anschließend geht es in Unterkapitel 3.4 um sinnvolle Kombinationen dieser Elemente.
Andreas Hoff

4. Grundtyp-übergreifend eingesetzte Regelungselemente

Zusammenfassung
In diesem Kapitel stelle ich die aus meiner Sicht wichtigsten Regelungselemente vor, die übergreifend sowohl in eigenverantwortlich gesteuerten als auch in disponierten flexiblen Arbeitszeitsystemen erforderlich sind oder zumindest eingesetzt werden können:
  • Zeiterfassung (Unterkapitel 4.1) ist in sehr verschiedenen Formen möglich; sie wird grundsätzlich in allen flexiblen Arbeitszeitsystemen benötigt.
  • Arbeitszeitkonten (Unterkapitel 4.2) sind wesentlicher Bestandteil aller flexiblen Arbeitszeitsysteme mit Ausnahme von Flexibler Standardarbeitszeit, Vertrauensarbeitszeit und Arbeitszeitfreiheit.
  • Ein Urlaubsstundenkonto (Unterkapitel 4.3) ist immer dann erforderlich oder zumindest sinnvoll, wenn mit unterschiedlich langen Tages-Vertragsarbeitszeiten gearbeitet wird.
  • Wertguthaben (auch Langzeit-, Lebensarbeitszeit- oder Zeitwertkonten genannt – Unterkapitel 4.4) schließlich werden vielfach als sinnvolle Ergänzung betrieblicher Arbeitszeitsysteme aller Art angesehen.
Andreas Hoff

5. Worauf es bei der betrieblichen Arbeitszeitgestaltung in Zukunft besonders ankommen wird

Zusammenfassung
Derzeit läuft die vierte Welle der Arbeitszeitflexibilisierung: Nach der mitarbeiterorientierten Gleitzeit der 1970er Jahre, den kundenorientierten Servicezeiten und „atmenden“ Schichtsystemen etc. der 1980er Jahre und der sich hieran anschließenden kostenorientierten Welle (mit Vertrauensarbeitszeit und bedarfsgerecht optimierten disponierten Arbeitszeitsystemen) geht es seit einigen Jahren nun verstärkt darum, die Belange der Mitarbeiter (noch) stärker zu berücksichtigen. Wesentliche Ursachen hierfür sind die demografische Entwicklung und ein gewisser Wertewandel auf Arbeitnehmerseite, die das Angebot attraktiver Arbeitszeitbedingungen für viele Betriebe zu einer Überlebensfrage werden lassen.
Andreas Hoff

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