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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

A. Einleitung

Zusammenfassung
Die betriebswirtschaftliche Forschung auf dem Gebiete der Unternehmensflnanzierung legt heute das Schwergewicht auf die finanzpolitischen Entscheidungsprozesse (Gestaltung der Kapitalstruktur), die Organisation der Entscheidungsprozesse (Finanzplanung) und die simultane Optimierung von Investition und Finanzierung.1 Das bedeutet aber nicht, daß die Beschäftigung mit den Finanzierungsformen, dem traditionellen Gegenstand der Finanzierungslehre, überflüssig geworden wäre.2 Die rechtlichen, wirtschaftlichen und steuerlichen Aspekte eines Finanzierungsinstrumentes können sich ändern, so daß es im finanzpolitischen Entscheidungsprozeß eine andere Bedeutung erhält. Auch entstehen neue Formen, die das traditionelle Instrumentarium ergänzen, wie etwa Anfang der 60er Jahre das Leasing und Factoring.
Horst Westphal

B. Wesen und Abgrenzung des Genußscheinkapitals

Zusammenfassung
In Literatur und Praxis tritt der Begriff Genußrecht im engeren und weiteren Sinne auf.
Horst Westphal

C. Zivil- und aufsichtsrechtliche Grundlagen des Genußscheinkapitals und ihre Bedeutung für seine Gestaltung

Zusammenfassung
Obwohl deutsche Unternehmen seit Mitte des vorigen Jahrhunderts für viele Zwecke Genußscheine ausgegeben und rechtliche Probleme die Entwicklung begleitet haben, ist weder die Gestaltung noch die Verwendung von Genußscheinen in Zivilgesetzen geregelt. In der Begründung des Entwurfs des AktG von 1930 heißt es, daß die Genußscheine nach ihrer Ausgestaltung und Zweckbestimmung derartig mannigfaltig und ihre Entwicklung noch so sehr im Fluß seien, daß eine ins einzelne gehende Regelung nur hemmend wirken könnte. Ihre Ausgestaltung bleibe daher einstweilen zweckmäßigerweise der Praxis überlassen. Deshalb sei auch von einer Begriffsbestimmung für Genußscheine abzusehen.41
Horst Westphal

D. Die steuerliche Behandlung des Genußscheinkapitals und ihre Bedeutung für seine Gestaltung

Zusammenfassung
Eher als der Zivil- hat der Steuergesetzgeber den Genußsehein beachtet. Erstmals erwähnt er ihn im 1881 erlassenen und mehrmals novellierten Reichsstempelgesetz, dem Vorläufer des Kapitalverkehrsteuergesetzes.
Horst Westphal

E. Behandlung des Genußscheinkapitals im Jahresabschluß182

Zusammenfassung
Mehr als die Hälfte der Genußscheinemittenten sind Kapitalgesellschaften. Ihre Genußscheine sind an einer Börse in einem Mitgliedstaat der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft zum amtlichen Handel oder zum geregelten Markt zugelassen. Sie gehören deshalb als börsengängige Unternehmen zu den “großen Kapitalgesellschaften” im Sinne des § 267 III HGB. Die Erleichterungen bei der Rechnungslegung gelten für sie auch dann nicht, wenn sie nach den Größenmerkmalen Bilanzsumme, Umsatz und Beschäftigtenzahl als “mittelgroße” oder “kleine Kapitalgesellschaft” einzustufen wären. Hier ist ganz allgemein an die Schutzbedürftigkeit der Anleger gedacht. Entsprechendes gilt für Genossenschaften (§ 336 II HGB).
Horst Westphal

F. Entwicklung und Bedeutung des heutigen Genußscheinmarktes

Zusammenfassung
Die noch folgende Gestaltungsanalyse erstreckt sich auf die Ende 1992 am organisierten Kapitalmarkt notierten Genußscheine inländischer Emittenten. Das sind ausschließlich Kapitalbeschaffungsgenußscheine. Entwicklung und Bedeutung dieses Marktsegmentes seien zuvor dargestellt. Das dem zusammenfassenden Bericht zugrunde liegende Zahlenmaterial beinhalten die Tabellen 1 bis 4 im Anhang (S. 283 ff.).
Horst Westphal

G. Analyse der bewertungsrelevanten Bausteine des Genußscheines und Bildung realtypischer Genußscheinmodelle

Zusammenfassung
Die Analyse soll die Gestaltungsvielfalt der börsennotierten Genußscheine transparenter machen und zu realtypischen Genußscheinmodellen für die Bewertung von Genußscheinkapital führen. Sie muß sich deshalb mit den bewertungsrelevanten Bausteinen des Genußscheines und deren Gestaltungsmerkmalen befassen und sich auf die real existierenden Merkmale konzentrieren. Das sind die Bausteine und Gestaltungsmerkmale, die den Zahlungsstrom in seiner betragsmäßigen, zeitlichen und unsicheren Ausprägung begründen, die Kapitaleigenschaften für die Unternehmensfinanzierung und das Chance/Risiko-Profil für den Anleger bestimmen.
Horst Westphal

H. Bewertung der realtypischen Genußscheinmodelle unter Chance/Risiko-Aspekten

Zusammenfassung
Das Gesamtkapital ist Träger der Chancen und Risiken im Leistungsbereich des Unternehmens. Durch die Entscheidung über eine bestimmte Finanzierungsweise werden die Chancen und Risiken auf Kapitalarten (Finanzierungstitel) transformiert.325
Horst Westphal

I. Schlußbetrachtung

Zusammenfassung
Die heute am organisierten Kapitalmarkt eingeführten Genüßscheine inländischer Emittenten sind fast auschließlich zur Beschaffung von Haftkapital ausgegeben worden, um die Eigenkapitalbasis der Unternehmen zu verstärken. Pioniere waren einige Industrieunternehmen, die Anfang der 80er Jahre die Vorteile einer solchen nicht klassischen Verwendung von Genußscheinen nutzten. Die Kreditwirtschaft, die dieser Entwicklung im allgemeinen skeptisch gegenüber stand, hat sich ihr dann später angeschlossen und beherrscht inzwischen den Genußscheinmarkt. Begünstigt wurde diese Entwicklung durch die emittentenfreundliche Enthaltsamkeit des Gesetzgebers, jüngst auch ebensolcher Rechtsprechung und ihre Förderung in der Kreditwirtschaft durch entsprechende aufsichtsrechtliche Vorschriften. Das in den 80er Jahren entstandene Deregulierungsklima dürfte dazu beigetragen haben, rechtliche und ordnungspolitische Einwände zurückzudrängen.
Horst Westphal

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