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Über dieses Buch

Johanna Sandbrink identifiziert Gestaltungspotenziale, mit denen die visuelle Darstellung von Infotainment-Anzeigen im Fahrzeug verbessert werden kann, um Fahrern den Zugriff auf erweiterte Informationen während der manuellen Fahrt auf sichere Art und Weise zu ermöglichen. Die Autorin verdeutlicht anhand ihrer zentralen Erkenntnisse, dass sich durch die Verwendung einer geeigneten Displayposition sowie den Einsatz von stereoskopischen Tiefenreizen deutliche Vorteile für die Wahrnehmbarkeit erreichen lassen. Besonders die stereoskopische Tiefenstaffelung stellt einen effektiven Parameter für die Gestaltung von Anzeigen dar, der dezent integrierbar ist und keine negativen Effekte auf das Fahren bewirkt. Stattdessen kann durch Reduzierung der Blickabwendungszeiten ein entscheidender Beitrag für die Fahrsicherheit geleistet werden.

Die Autorin

Johanna Sandbrink studierte Psychologie an der TU Braunschweig. Die vorliegende Dissertation entstand in einer Kooperation der TU Braunschweig mit der Forschung eines großen Automobilkonzerns im Aufgabenfeld des Fahrerarbeitsplatzes, wo sie weiter tätig ist.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung

Das Autofahren stellt eine komplexe Multitaskingaufgabe dar, da mehrere Aufgaben gleichzeitig zu bewältigen sind. Dennoch erleben Fahrer auch weniger beanspruchende Situationen, in denen sie nach Ablenkung suchen. Eine ablenkende Handlung, die in ihrer Häufigkeit zunimmt, stellt die Nutzung des Smartphones im Straßenverkehr dar (Caird, Johnston, Willness, Asbridge & Steel, 2014; Vollrath, Huemer, Teller, Likhacheva & Fricke, 2016). Gleichzeitig steigt die Anzahl an Unfällen.
Johanna Sandbrink

Kapitel 2. Stand der Forschung

Um das Zusammenwirken des Fahrers mit dem Fahrzeug besser beurteilen zu können, wird zu Beginn dieses Kapitels ein Überblick über die Prozesse der menschlichen Wahrnehmung und Verarbeitung von Informationen gegeben. Ein spezieller Fokus liegt dabei auf der visuellen Wahrnehmung, um die Grundlagen für die Bewertung der Informationsdarbietungen für den weiteren Verlauf der Arbeit zu legen. Darauf aufbauend erfolgt ein kurzer Überblick zur Modellbildung der Fahrzeugführung sowie dem damit verbundenen Beanspruchungsempfinden.
Johanna Sandbrink

Kapitel 3. Zielsetzung der Arbeit

In dem vorhergehenden Kapitel wurde der Mensch in seiner Rolle als Fahrzeugführer und die Konkurrenz der Hauptaufgabe des Fahrens mit Nebentätigkeiten dargestellt. Ein besonders starker Trend zeigt sich bei der Ablenkung durch Mobile Devices. Diese halten immer mehr Einzug in die Fahrzeuge und werden auch während der Fahrt genutzt, wobei die damit einhergehende visuelle Ablenkung ein Risiko für die Fahrsicherheit darstellt. Die Verwendung der externen Geräte ist insbesondere im Hinblick auf die Komplexität und Darstellungsart der Informationen sowie deren Bedienbarkeit nicht auf den automobilen Gebrauch abgestimmt.
Johanna Sandbrink

Kapitel 4. Onlinestudie zum infotainment-bezogenen Nutzerwunsch

Infotainment-Systeme sind mit dem Ziel gestaltet, den Fahrer zu informieren und zu unterhalten und gleichzeitig geringstmöglich von der Fahraufgabe abzulenken. Dies ist einer der Gründe für den eingeschränkten Funktionsumfang von fahrzeugeigenen Infotainment-Systemen im Vergleich zu anderen Infotainment-Geräten wie zum Beispiel Smartphones oder Tablets. Ein weiterer Grund sind die Produktlebenszyklen von Kraftfahrzeugen, welche deutlich länger als in der Unterhaltungs- und Informationselektronikbranche sind.
Johanna Sandbrink

Kapitel 5. Realfahrtstudie zum Einfluss von Displaypositionen

Nachdem in der vorhergehenden Studie die von den Nutzern gewünschten Funktionen und Informationen festgestellt wurden, stellt sich nun die Frage, wo diese am geeignetsten im Fahrzeug angezeigt werden können. Ziel dieser Studie ist es daher, verschiedene Displaypositionen in Bezug auf ihre Auswirkungen auf den Fahrer und die Fahrleistung bei der Ausübung von visuellen Nebenaufgaben miteinander zu vergleichen. Die Bewertung der Positionen soll dabei auf einer möglichst ganzheitlichen Analyse der beeinflussten Faktoren während der Fahrt basieren.
Johanna Sandbrink

Kapitel 6. Grundlagenuntersuchung zur stereoskopischen Wahrnehmung

In den vorhergehenden Studien ist bereits untersucht worden, welche Arten von Informationen für den Fahrer von Bedeutung sind und welche Auswirkungen die Displayposition hat. Da sich für die Head-down-Displays zeigte, dass die Anzeige von Informationen im Kombiinstrument im Vergleich zum Mitteldisplay weniger Einfluss auf die Fahraufgabe und die Beanspruchung bewirkt, liegt der Fokus weiterer Untersuchungen auf diesem. Es stellt sich jedoch die Frage welche technischen Möglichkeiten geeignet sind, um den Fahrer noch weiter in seiner Informationswahrnehmung zu unterstützen.
Johanna Sandbrink

Kapitel 7. Realfahrtstudie zur stereoskopischen Wahrnehmung im Fahrkontext

In der vorangegangenen Studie zur Wahrnehmung von stereoskopischen Darstellungen konnten vielversprechende Erkenntnisse gewonnen werden, die für eine Weiterverfolgung des Themas sprechen. So konnten zum Beispiel Zielreize, die stereoskopisch unterstützt wurden, wesentliche schneller und fehlerfreier wahrgenommen werden. Da eine Generalisierung der Ergebnisse für die Verwendung im Realfahrzeug jedoch nur eingeschränkt möglich ist, soll eine Evaluation dieser Erkenntnisse während einer Realfahrt erfolgen.
Johanna Sandbrink

Kapitel 8. Diskussion

Das gesetzte Ziel dieser Arbeit war es, verschiedene Parameter der Gestaltung von Infotainment-Anzeigen zu optimieren, um die wachsenden Wünsche der Fahrer nach visueller Information und Unterhaltung während der Fahrt auf sichere Art und Weise zu gewährleisten.
Johanna Sandbrink

Backmatter

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