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Gestört?

Ein Survival-Guide für Meetings, Bühne & beruflichen Alltag

  • 2025
  • Buch
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Über dieses Buch

Ob auf der Bühne, im Meeting oder im Unterricht – Störungen sind unvermeidlich. Doch wie gelingt ein souveräner Umgang mit dem Unerwarteten? Dieses Buch liefert erstmals ein systematisches Konzept für den professionellen Umgang mit Störungen – praxisnah, fundiert und unterhaltsam. Die Autoren, erfahrene Performer und Trainer, präsentieren ein 8-Stufen-Modell, das von der Prävention über nonverbale Signale bis hin zum kontrollierten Abbruch reicht. Zahlreiche Checklisten, Reflexionsfragen und Best-Practice-Beispiele machen das Werk zur Pflichtlektüre für alle, die vor Gruppen sprechen, lehren oder auftreten. Ergänzt wird das Buch durch Essays namhafter Bühnenexpert*innen aus Bildung, Sport und Kunst – mit persönlichen Erfahrungen, überraschenden Einsichten und konkreten Tipps. Ein Standardwerk für alle, die auch dann professionell bleiben wollen, wenn es anders kommt als geplant.

„Störungen stören! Aber was tun, wenn das Chaos ausbricht? Dieses Buch liefert brillante Strategien, um Störungen nicht nur zu meistern, sondern für sich zu nutzen. Ein unverzichtbarer Begleiter, für alle, die in Beruf und Alltag gelassen und souverän bleiben wollen.“ – Rolf Schmiel, Psychologe, Bestseller-Autor, TV-Moderator

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Also machen wir uns mal Gedanken…

Frontmatter
1. So etwas wie eine kurze Einführung oder: Probleme! – Lösungen?
Zusammenfassung
Störungen sind unvermeidlich – aber ihre Wahrnehmung ist subjektiv. Was für die eine Person eine klare Behinderung darstellt, mag für eine andere kaum der Rede wert sein. In diesem Kapitel betrachten wir, wie sich Probleme in Präsentationen und Aufführungen äußern können und wie sie sich durch Planung, Antizipation und geschickte Interaktion vermeiden lassen. Dabei gibt es keine Patentrezepte, wohl aber Strategien: von der bewussten Positionierung über den Umgang mit Mitwirkenden bis hin zur souveränen Reaktion im Ernstfall. Unser Ziel? Nicht nur Störungen zu managen, sondern ein Umfeld zu schaffen, in dem sie gar nicht erst entstehen.
Thomas Heine, Rainer Mees, Michael Krisch
2. Was sind „Störungen“ eigentlich?
Zusammenfassung
Ob ein Verhalten als störend empfunden wird, ist oft eine Frage der individuellen Wahrnehmung. Während es objektive Störungen gibt, hängt vieles von der persönlichen Interpretation der Betroffenen ab. Was für die eine Person eine Belastung darstellt, bleibt für eine andere bedeutungslos. Dieses Kapitel geht der Frage nach, wie sich störende Einflüsse definieren lassen, wie sie auf Performende und Publikum wirken und warum die richtigen Fragen oft der Schlüssel zur Lösung sind. Denn wer sein Problem klar erkennt, findet meist auch einen Weg, es zu bewältigen – sei es durch Veränderung oder Akzeptanz.
Thomas Heine, Rainer Mees, Michael Krisch
3. … und so ganz persönlich?
Zusammenfassung
Bevor wir lernen, auf Störungen zu reagieren, sollten wir uns fragen, was wir überhaupt als Störung empfinden – und warum. Individuelle Reizschwellen, situative Faktoren und persönliche Reaktionsmuster spielen dabei eine entscheidende Rolle. Dieses Kapitel lädt dazu ein, sich mit den eigenen Wahrnehmungen auseinanderzusetzen: Welche Verhaltensweisen empfindest Du als störend? Wann treten sie auf? Wie reagierst Du – und wie wirkt sich das auf die Situation aus? Durch ehrliche Selbstreflexion lassen sich Muster erkennen, Ursachen besser verstehen und erste Wege finden, um Störungen zu vermeiden oder gelassener mit ihnen umzugehen.
Thomas Heine, Rainer Mees, Michael Krisch
4. Aha!
Zusammenfassung
Erste Maßnahmen gegen Störungen ergeben sich aus den eigenen Erfahrungen und der Analyse der vermuteten Ursachen. Anpassungen an Gruppengröße, Raumgestaltung oder Zielgruppenbedürfnisse sind essenziell, aber erst eine gezielte Ursachenforschung ermöglicht wirkungsvolle Lösungen.
Thomas Heine, Rainer Mees, Michael Krisch
5. Schauen wir mal etwas genauer hin
Zusammenfassung
Durch bewusste Beobachtung lassen sich Muster erkennen: Wann treten Störungen auf? Liegt es an der Organisation, der Verständlichkeit, der Publikumsdynamik oder der eigenen Ausdrucksweise? Ein strukturiertes Beobachtungsraster hilft, gezielt Probleme zu identifizieren – von der technischen Umsetzbarkeit bis zur sozialen Dynamik. Wer erkennt, wo Herausforderungen liegen, kann bewusster agieren und Störungen bereits im Vorfeld vermeiden.
Thomas Heine, Rainer Mees, Michael Krisch
6. Denkansätze im Hinterkopf
Zusammenfassung
Thomas Gordon untersuchte, wie zwischenmenschliche Störungen entstehen und welche Lösungsansätze helfen. Auf der Bühne lassen sich seine Modelle als drei typische Reaktionsweisen auf Konflikte übertragen: 1. Dominanzmodus: Der Performer setzt sich durch, das Publikum ordnet sich unter – auf Kosten der Beteiligung. 2. Nachgiebigkeitsmodus: Das Publikum dominiert, der Performer gibt nach – auf Kosten der eigenen Performance. 3. Kooperationsmodus: Ein gemeinsames Erlebnis entsteht, in dem niemand verliert – auf Kosten traditioneller Machtspiele, aber zugunsten echter Verbindung. Das Ziel ist nicht, Konflikte zu „gewinnen“, sondern sie gar nicht erst eskalieren zu lassen. Kooperation schafft Raum für ein harmonisches, intensives Erlebnis. Falls dennoch Störungen auftreten, sollten pragmatische „Outs“ bereitstehen – doch erst einmal geht es darum, präventiv eine entspannte und einladende Atmosphäre zu schaffen.
Thomas Heine, Rainer Mees, Michael Krisch
7. Wo liegt denn nun das Problem?
Zusammenfassung
Störungen entstehen aus drei Hauptquellen: 1. Der Performer selbst 2. Die Anwesenden 3. Der zeitliche und räumliche Rahmen. Während äußere Störungen oft unvermeidlich sind, haben Performer auf ihre eigene Vorbereitung und Haltung die größte Kontrolle. Wer sich der potenziellen Probleme bewusst ist und präventiv handelt, schafft die besten Bedingungen für eine gelungene Performance.
Thomas Heine, Rainer Mees, Michael Krisch
8. Ran an den Speck!
Zusammenfassung
Um Störungen während einer Performance zu minimieren, ist eine sorgfältige Planung unerlässlich. Neben der Vermeidung negativer Vorbilder spielt die bewusste Verstärkung positiver Verhaltensweisen eine zentrale Rolle. Performende sollten sich nicht nur als kompetent, sondern auch als empathisch, humorvoll und zugänglich präsentieren, um eine konstruktive Atmosphäre zu fördern. Ein klares, respektvolles Auftreten und transparente Abläufe helfen, Missverständnisse zu vermeiden. Bei auftretenden Problemen ist es ratsam, sie zu entdramatisieren, Vorbehalte abzubauen und eine offene, wertschätzende Haltung einzunehmen. Persönliche Beziehungen zum Publikum können durch positive Interaktionen gestärkt werden.
Thomas Heine, Rainer Mees, Michael Krisch
9. Das Große und Ganze
Zusammenfassung
Bei auftretenden Störungen sollte stets das Ziel im Fokus bleiben: eine zügige Rückkehr zur Performance. Eskalationen und persönliche Abwertungen sind zu vermeiden, da sie oft zu Gegenangriffen führen. Frühzeitiges, aber dezentes Eingreifen hilft, Konflikte zu entschärfen, bevor sie sich verfestigen. Vorhaltungen oder moralische Belehrungen sind kontraproduktiv – stattdessen sollte der Fokus auf erwünschtem Verhalten liegen. Eine klare, positive Sprache ist effektiver als Negativformulierungen. Nonverbale Signale wie kurze, nicht fixierende Blicke oder einladende Gesten fördern die Deeskalation. Ein leicht erhobener Ton kann Aufmerksamkeit zurückgewinnen. Persönliche Befindlichkeiten sollten als eigene Wahrnehmung geäußert werden, um Abwehrreaktionen zu vermeiden.
Thomas Heine, Rainer Mees, Michael Krisch
10. Wer zuerst kommt, …
Zusammenfassung
Das Kapitel behandelt das Thema „Erstverhalten“ im Umgang mit Störungen während einer Performance. Es betont, dass jede Reaktion wohlüberlegt sein sollte, um eine positive und nachhaltige Wirkung zu erzielen. Erstverhalten muss angemessen, konsequent und souverän sein, ohne unnötig zu eskalieren oder die eigene Glaubwürdigkeit zu untergraben. Zudem sollte es Raum für eine spätere konstruktive Interaktion lassen und nicht zur Provokation führen. Eine geschickte Erstreaktion hilft, Zeit zu gewinnen, um die Situation richtig einzuschätzen und angemessen zu handeln. Ziel ist es, schnell die Aufmerksamkeit des Publikums wieder auf die Performance zu lenken und so den eigentlichen Fokus des Anlasses zu bewahren.
Thomas Heine, Rainer Mees, Michael Krisch
11. „Und nachher weint wieder einer!“
Zusammenfassung
Störungen lassen sich nie ganz vermeiden, doch durch präventive Maßnahmen und ein sympathisches Auftreten kann ihre Wahrscheinlichkeit reduziert werden. Entscheidend ist eine angemessene Reaktion, die den geplanten Ablauf der Performance so wenig wie möglich beeinträchtigt. Die Reaktionsmöglichkeiten bewegen sich zwischen Ignorieren und dem Abbruch der Show, wobei stets das kleinstmögliche, aber wirkungsvollste Mittel gewählt werden sollte. Ein achtstufiges Modell hilft bei der Einschätzung und Abstufung der Maßnahmen, von non-verbalen Signalen bis zur Entfernung der Störenden. Besonnenes, souveränes und humorvolles Verhalten ist essenziell, um Publikumssympathien zu bewahren und Konflikte zu entschärfen. Die richtige Balance entwickelt sich durch Erfahrung und Routine.
Thomas Heine, Rainer Mees, Michael Krisch
12. Und abhaken: Checklisten
Zusammenfassung
Dieses Kapitel stellt drei Checklisten vor, die bei der Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung einer Performance helfen. Eine gründliche Vorbereitung minimiert potenzielle Probleme und umfasst inhaltliche sowie organisatorische Aspekte wie Requisiten, Veranstaltungsort und Zeitplanung. Vorüberlegungen zu möglichen Störfaktoren und deren Prävention sind essenziell. Während des Auftritts sollten Reaktionen auf Störungen auf niedrigstem Eskalationsniveau beginnen, durch Blickkontakt, Einbindung oder ruhiges Auftreten. Nach dem Auftritt ist eine reflektierte Nachbetrachtung entscheidend, um zukünftige Herausforderungen besser zu meistern, etwa durch Gespräche mit Publikum und Veranstaltern oder das Führen eines „Störungstagebuchs“.
Thomas Heine, Rainer Mees, Michael Krisch
13. So kann’s gehen
Zusammenfassung
Der Schlüssel zu einer störungsfreien Performance liegt weniger in der Reaktion auf Störungen als in einer guten Vorbereitung und souveränen Durchführung. Ein wirkungsvolles Mittel zur Kontrolle der Aufmerksamkeit des Publikums ist die geschickte Nutzung von Verzögerungen und unerwarteten Einbindungen. So sind Beobachtungen und beiläufig aufgeschnappte Gespräche wertvolle Ressourcen, um das Publikum empathisch und subtil in das Geschehen einzubinden. Kritische Personen lassen sich gezielt in das Geschehen einbeziehen, etwa durch spezielle Aufgaben oder Beobachtungsaufträge, wod sie sich wertgeschätzt fühlen und ihre Energie in die Performance lenken. Eine humorvolle oder kreative Einbindung solcher Personen kann sogar dazu führen, dass sie selbst für Ruhe im Publikum sorgen. Die gezielte Aktivierung aller Anwesenden, etwa durch Fragen oder Bestätigungen, erhöht zudem die gedankliche Beteiligung und minimiert passive Störungen.
Thomas Heine, Rainer Mees, Michael Krisch
14. Blickwinkel: Essays
Zusammenfassung
Dieses Kapitel fasst die bisherigen Überlegungen zum Umgang mit Störungen zusammen und regt zur Reflexion über eigene Wahrnehmungen und Gewohnheiten an. Es stellt verschiedene Sichtweisen auf das Thema und seine Randgebiete dar. Diese subjektiven Reflexionen, die zwischen Erkenntnis und Meinung oszillieren, erheben keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit, laden jedoch zur Auseinandersetzung mit der eigenen Haltung ein.
Thomas Heine, Rainer Mees, Michael Krisch

Gesammelte Weisheiten

Frontmatter
15. Gesammelte Weisheiten
Zusammenfassung
Dieses Kapitel führt in die Gastbeiträge renommierter Performer ein, die sich mit dem Umgang mit Störern in unterschiedlichen Bühnenkontexten befassen. Die Erfahrungen der Gastautoren bieten wertvolle Inspiration, unabhängig vom jeweiligen Fachgebiet. Ihre Erkenntnisse sind übertragbar auf viele andere Bereiche der Performance – von Büro bis Klassenzimmer. Die Beiträge spiegeln eine breite Palette von Reaktionsweisen wider, die jeweils den individuellen Persönlichkeiten der Autoren und Autorinnen entsprechen. Dabei wird betont, dass Authentizität entscheidend ist: Anstatt Stile zu kopieren, sollten Performer ihre eigene Herangehensweise entwickeln.
Thomas Heine, Rainer Mees, Michael Krisch
Backmatter
Titel
Gestört?
Verfasst von
Thomas Heine
Rainer Mees
Michael Krisch
Copyright-Jahr
2025
Electronic ISBN
978-3-658-49733-0
Print ISBN
978-3-658-49732-3
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-658-49733-0

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