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Über dieses Buch

Mit Hilfe dieses Buches verschaffen sich Angehörige der Heilberufe (Ärzte, Heilpraktiker, Pflegekräfte, Krankenhausmitarbeiter usw.) schnell das betriebswirtschaftliche Hintergrundwissen, das für die Ausübung ihrer Berufe zwingend erforderlich ist. Eine zusammenfassende Betriebswirtschaftslehre für das Gesundheitswesen existiert bislang noch nicht. Aufgrund der steigenden Probleme, der zahlreichen Reformversuche und der demografischen Entwicklung wird sie jedoch über die nächsten Jahre hinaus an Bedeutung gewinnen. Andreas Frodl versteht es aufgrund seiner umfangreichen Erfahrung, Medizinern die für sie eher fremde Ökonomie erfolgreich nahe zu bringen. Auf den Gesundheitsmarkt bezogen, macht er die wesentlichen betriebswirtschaftlichen Teildisziplinen (Management, Finanzwesen, Marketing, Personalwesen, Organisation, Logistik, Rechnungswesen) verständlich. Neben aktualisierten Inhalten gibt die Neuauflage der Gesundheitsbetriebslehre auch so gut wie möglich einen Überblick über den Stand von Lehre und Forschung der Betriebswirtschaft im Gesundheitswesen wieder.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung

Ähnlich wie beispielsweise die Industriebetriebslehre, Handelsbetriebslehre oder Bankbetriebslehre befasst sie die Gesundheitsbetriebslehre mit einer speziellen Betriebsart, den Gesundheitsbetrieben. Ausgehend von dem System der Wissenschaften, das sich in Formal- und Realwissenschaften unterteilen lässt, ist sie somit bei den Realwissenschaften angesiedelt, da sie über Eigenschaften von Gesundheitsbetrieben als reale Objekte oder über reale betriebliche Sachverhalte im Gesundheitswesen informiert. Indem sie auch das menschliche Verhalten in Gesundheitsbetrieben analysiert und das betriebliche Geschehen durch Interessen und Verhaltensweisen der dortigen Mitarbeiter stark beeinflusst wird, sind die Sozialwissenschaften innerhalb der Realwissenschaften ein Bereich, dem sich die Gesundheitsbetriebslehre wiederum zuordnen lässt.
Andreas Frodl

Kapitel 2. Rahmenbedingungen

Es gibt wohl kaum einen Politikbereich in Deutschland, der so häufig in der Diskussion steht, wie die sich mit der Funktionalität, Planung, Organisation, Steuerung und Finanzierung des Gesundheitssystems beschäftigende Gesundheitspolitik. Der Gesundheitsbetrieb ist in das deutsche Gesundheitssystem integriert, welches die Beziehungen im Gesundheitswesen zwischen dem Staat, den Kostenträgern, den Leistungserbringern, den versicherten Patienten und anderen, ihren Verbänden und ihren Selbsthilfeorganisationen sowie sonstigen im Gesundheitswesen tätigen eingebundenen Gruppierungen regelt. Die medizinischen Umweltbedingungen der Gesundheitsbetriebe bestehen unter anderem aus dem Gesundheitszustand und den gesundheitlichen Risiken der deutschen Bevölkerung, ferner aus den Unterstützungsmöglichkeiten bei der medizinischen Leistungserbringung und damit den Entwicklungen in der Medizintechnik.
Andreas Frodl

Kapitel 3. Betriebsführung

Die Ziele, die sich ein Gesundheitsbetrieb setzt, sind zunächst allgemein als erwünschte Zustände, Zustandsfolgen oder auch Leitwerte für zu koordinierende Aktivitäten anzusehen, von denen ungewiss ist, ob sie erreicht werden. Die konkrete Zielbildung für Gesundheitsbetriebe ist ein komplexes Problem, da es eindimensionale Zielsetzungen (monovariable Zielbildung) oft nicht gibt. Werden hingegen mehrere Ziele (multivariable Zielbildung) verfolgt, so sind ihre Zielverträglichkeiten zu untersuchen.
Andreas Frodl

Kapitel 4. Betriebsorganisation

Der Rahmen für die Organisation eines Gesundheitsbetriebs ist in Form von Gesetzen, Verordnungen und Bestimmungen vorgegeben. Neben diesen externen Ordnungsfaktoren benötigt der Betrieb wie jedes System, in dem Menschen arbeiten, um Leistungen zu erstellen, eine interne Ordnung der einzelnen Arbeitsabläufe sowie Regeln, die die tägliche Arbeit bestimmen. Die einzelnen Aufgaben im Gesundheitsbetrieb sind so zu regeln, dass eine möglichst erfolgreiche und effiziente Funktionsfähigkeit erreicht wird.
Andreas Frodl

Kapitel 5. Betriebliche Leistungserstellung

Einerseits lässt sich die Leistungserstellung im Gesundheitsbetrieb (Behandlungsleistungen, Pflegeleistungen, Patientenserviceleistungen etc.) als eine Phase des betrieblichen Prozesses definieren, die zwischen der Beschaffung der Einsatzfaktoren (medizinisches Personal, medizinische Verbrauchsmaterialien etc.) und der Absatzwirtschaft (beispielsweise das Marketing von Gesundheitsbetrieben) angesiedelt ist. Andererseits stellt die Leistungserstellung wie jedes betriebliche Geschehen einen Faktorkombinationsprozess dar, bei dem die Einsatzfaktoren zum Zwecke der Leistungserstellung miteinander kombiniert werden.
Andreas Frodl

Kapitel 6. Betriebliche Absatzwirtschaft

Während über Jahrzehnte hinweg Behandlungsleistungen, Pflegeleistungen, medizinische Beratungen als besondere Formen der Dienstleistung im Vordergrund standen und der Gesundheitsbetrieb sich weitestgehend auf seine hauptsächliche Aufgabe konzentrieren konnte, Patienten zu behandeln und zu heilen, hat sich die Situation nach und nach verändert: Wirtschaftliche Probleme, Budgetierung, Fallpauschalen, Kostensteigerungen, steigende Anforderungen, Patientenwahlfreiheit, abnehmende Patientenzahlen pro Arzt, Leerstände, verstärkte Konkurrenz durch neue medizinische Organisationsformen und die mit dieser Entwicklung einhergehende abnehmende Attraktivität der Heilberufe haben dazu geführt, dass der einzelne Gesundheitsbetrieb sich verstärkt um seine Attraktivität, die aktive Absatzförderung seines Leistungsangebots und seine positive Selbstdarstellung kümmern muss (vgl. Frodl 2011, S. 18 ff.). Während dies durch Werbeverbote und Standesregelungen in der Vergangenheit weitestgehend unmöglich war, hat hier eine deutliche Liberalisierung stattgefunden.
Andreas Frodl

Kapitel 7. Betriebsfinanzierung

Der Gesundheitsbetrieb muss seinen fälligen kurz-, mittel- oder langfristigen Verbindlichkeiten möglichst jederzeit, uneingeschränkt und fristgerecht nachkommen können, damit ein Liquiditätsmangel nicht zur Zahlungsunfähigkeit führt bzw. die Ursache für eine Insolvenz darstellt. Die Liquiditätskontrolle hat zur Aufgabe, einen Abgleich zwischen den Liquiditätsplanwerten des Gesundheitsbetriebs und den Istwerten durchzuführen, bei Abweichungen Maßnahmen auszulösen, die eine finanzielle Schieflage vermeiden und die Ursachen der Abweichungen zu ergründen. Die Finanzierung im Gesundheitsbetrieb beinhaltet die Beschaffung und Rückzahlung der finanziellen Mittel, die für betriebliche Investitionen notwendig sind.
Andreas Frodl

Kapitel 8. Betriebliches Informationswesen

Die Kosten- und Leistungsrechnung (KLR) des Gesundheitsbetriebs dient nicht nur der Informationsbereitstellung für die kurzfristige Planung der Kosten sowie deren Kontrolle anhand von Ist-Daten, sondern auch zur Erfassung und Planung der Erlössituation. Sie erhält die Kostendaten überwiegend aus der Buchhaltung des Gesundheitsbetriebs, die nach bestimmten Kriterien der Kostenentstehung und -aufteilung aufbereitet und abgegrenzt werden müssen. Dies geschieht üblicherweise in drei Stufen, nach den Kostenarten, den Kostenstellen und den Kostenträgern. Entsprechend bezeichnet man diese Stufen auch als Kostenarten-, Kostenstellen- und Kostenträgerrechnung.
Andreas Frodl

Backmatter

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