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Über dieses Buch

In diesem Fachbuch, das längst zum erfolgreichen Standardwerk geworden ist, beschreiben Eberhard Ulich und Marc Wülser zunächst die durch Fehlbeanspruchungen und Krankheiten entstehenden Kosten und zeigen danach die wesentlichen Bestimmungsmerkmale des betrieblichen Gesundheitsmanagements auf, das zunehmend einen wichtigen Wettbewerbsfaktor für Unternehmen darstellt. Gesundheitsfördernde und -gefährdende Aspekte der Arbeit werden anhand verschiedener arbeitswissenschaftlicher Modelle veranschaulicht, geeignete Instrumente und Methoden zur langfristigen Einbettung des Themas Gesundheit in den betrieblichen Alltag werden vorgestellt. Beispiele guter Praxis helfen bei der Umsetzung.

Für die siebte Auflage wurden wiederum neue Forschungsergebnisse berücksichtigt und entsprechende Ergänzungen vorgenommen, u. a. zum Thema Resilienz und zum Stand der Präventionsgesetzgebungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Auch das Phänomen des Präsentismus findet mit einer Analyse der Gründe und der Beschreibung eines Projekts zur Echtzeiterhebung erneut Beachtung.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Chapter 1. Elemente einer Positionsbestimmung

Zusammenfassung
In ihrer Erklärung von 1946 definierte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Gesundheit als einen „Zustand vollkommenen körperlichen, psychischen und sozialen Wohlbefindens und nicht allein das Fehlen von Krankheit und Gebrechen“. Die „neue“ Definition von 1987 lautete: „Gesundheit ist die Fähigkeit und Motivation, ein wirtschaftlich und sozial aktives Leben zu führen“. Hier wird eine Veränderung in der Auffassung von Gesundheit erkennbar, die auch für die Gesundheitsförderung von Bedeutung ist.
Eberhard Ulich, Marc Wülser

Chapter 2. Grundbegriffe des betrieblichen Gesundheitsmanagements

Zusammenfassung
Im Zentrum des betrieblichen Gesundheitsmanagements steht die Gesundheit der Mitarbeitenden. In Unternehmen, die ein betriebliches Gesundheitsmanagement einführen wollen, muss deshalb eine klare Vorstellung existieren, was mit dem Begriff Gesundheit gemeint ist und welche Konsequenzen dies allenfalls für das Unternehmen hat. Diese Aussage mag zunächst trivial erscheinen.
Eberhard Ulich, Marc Wülser

Chapter 3. Instrumente des betrieblichen Gesundheitsmanagements

Zusammenfassung
Eine nachhaltige Strategie des betrieblichen Gesundheitsmanagements sollte dazu führen, dass für die Themen Gesundheit und Krankheit im Rahmen der vorherrschenden betrieblichen Werte, Normen und Verhaltensweisen ein fester Platz erarbeitet wird. Weil Gesundheit aber oft nicht als betriebliches Thema wahrgenommen wird und dementsprechend wenig Platz im alltäglichen Verhalten von Führungskräften und Mitarbeitenden erhält, müssen bei der Etablierung, der Implementierung und der Evaluation des betrieblichen Gesundheitsmanagements geeignete Instrumente eingesetzt werden, die sich in eine gesundheitsbezogene Gesamtstrategie einordnen lassen.
Eberhard Ulich, Marc Wülser

Chapter 4. Konzepte gesundheitsförderlicher Arbeits- und Organisationsgestaltung

Zusammenfassung
Basis für die Realisierung von Konzepten persönlichkeits‐ und gesundheitsförderlicher Arbeits‐ und Organisationsgestaltung ist die Wahl der dafür geeigneten Strategien. Im betrieblichen Alltag findet die dafür notwendige gedankliche Auseinandersetzung häufig nicht statt. So lässt sich etwa immer wieder beobachten, dass PPS‐Systeme eingeführt werden, ohne dass die Auswirkungen z. B. auf die Anforderungen und Belastungen oder die Möglichkeiten der Nutzung von Ressourcen genügend reflektiert werden.
Eberhard Ulich, Marc Wülser

Chapter 5. Mitarbeitende mit Handicap – “Disability Management by Ability Management”

Zusammenfassung
In vielen Unternehmen hat die Sensibilität für den Umgang mit leistungsgewandelten bzw. langzeitkranken oder behinderten Mitarbeitenden in den letzten Jahren zugenommen. Die Gründe hierfür liegen einerseits in der Zunahme psychischer Arbeitsbelastungen und einer Veränderung auftretender Krankheitsbilder (Göldner, Rudow, Neubauer et al., 2006; Ulich, 2008; für eine gesamteuropäische Übersicht vgl. Wynne & McAnaney, 2004), andererseits in älter werdenden Belegschaften (vgl. Kapitel 5.2.3) und Krisen der Sozialversicherungssysteme (vgl. Behrend, 2005).
Eberhard Ulich, Marc Wülser

Chapter 6. Problematische Managementkonzepte und prekäre Arbeitsverhältnisse

Zusammenfassung
In den neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts wurden die Unternehmen mit einer Reihe von „neuen“ Managementkonzepten wie Lean Production bzw. Lean Management, Business Process Reengineering, Downsizing oder Outsourcing konfrontiert (Brödner, 2001; Ulich, 2011). Der rasche Wechsel der Etiketten, gekoppelt mit anscheinend ungebremster Vermarktungsintention und die meist unzureichende historische und konzeptionelle Verortung haben es vielen Unternehmen erschwert zu durchschauen, was an diesen Wellen systematischer gedanklicher Prüfung stand hält.
Eberhard Ulich, Marc Wülser

Chapter 7. „Life Domain Balance“ oder: Erwerbsarbeit und andere Lebenstätigkeiten

Zusammenfassung
In einer vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (2003, S. 6) in Deutschland publizierten Untersuchung über „Betriebswirtschaftliche Effekte familienfreundlicher Massnahmen“ wurden anhand von Controllingdaten aus zehn Unternehmen „die Wirkungen von familienfreundlichen Massnahmen auf die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen mit Betreuungsaufgaben analysiert sowie relevante Kostengrössen für Fluktuation und längerfristige Betriebsabwesenheit ermittelt“.
Eberhard Ulich, Marc Wülser

Chapter 8. Netzwerke und betriebliche Beispiele

Zusammenfassung
In den vergangenen Jahren wurde eine große Anzahl nationaler und internationaler, branchenspezifischer und branchenübergreifender Netzwerke und Foren für betriebliche Gesundheitsförderung gegründet.
Eberhard Ulich, Marc Wülser

Chapter 9. Empfehlungen einer Expertenkommission

Zusammenfassung
Auf der Basis einer gemeinsamen Initiative der Bertelsmann Stiftung und der Hans‐Böckler‐Stiftung nahm im Jahr 2001 die Expertenkommission „Die Zukunft einer zeitgemässen betrieblichen Gesundheitspolitik“ ihre Arbeit auf. In dieser Kommission haben „Fachleute aus Politik, Wirtschaft, Verbänden der Sozialversicherung und der Wissenschaft eng zusammengearbeitet50. Ihr Ziel war es, Anforderungen an eine zukunftsfähige betriebliche Gesundheitspolitik zu formulieren und entsprechende Reformen anzustossen“ (Expertenkommission, 2004, S. 8).
Eberhard Ulich, Marc Wülser

Chapter 10. Lessons Learned

Zusammenfassung
Arbeitsbedingte Erkrankungen sind einerseits ein individuelles und soziales Problem, andererseits aber auch ein betriebs‐ und volkswirtschaftlicher Kostenfaktor, dessen Größenordnung vielen für relevante Entscheidungen zuständigen Personen nicht bewusst zu sein scheint.
Eberhard Ulich, Marc Wülser

Backmatter

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