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Erholung wird zur strategischen Führungsaufgabe

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Beschäftigte wollen nicht mehr auf den nächsten Jahresurlaub warten, sondern Erholung flexibel gestalten, so eine Studie. Für Führungskräfte bedeutet das: Wer Talente halten will, muss neue Wege in Sachen Pausen, Benefits und Work-Life-Design gehen. Steht die Arbeitswelt vor einem Paradigmenwechsel? 

30 Tage Urlaub haben viele Beschäftigte in Deutschland. Doch sie können ihre Auszeiten oft nicht flexibel nehmen.


Klassische Urlaubsmodelle haben offenbar ausgedient. Denn statt langer Blöcke bevorzugt die Mehrheit der Beschäftigten kürzere, bedarfsgerechte Auszeiten oder die freie Wahl, wann sie pausieren. Dieser Trend betrifft alle Altersgruppen und kann als ein klares Signal gewertet werden, dass starre Strukturen nicht mehr zeitgemäß sind.

Mentale Stabilität: Eigenverantwortung schlägt Hierarchie

Die Mental-Health-Umfrage 2025 von Givve macht deutlich: Mentale Gesundheit entsteht nicht durch Führungsvorgaben, sondern durch Selbstbestimmung und soziale Bindungen. Für Führungskräfte ergibt sich daraus, statt Kontrolle braucht es Vertrauen und Rahmenbedingungen, die Eigenverantwortung fördern.

Work-Life-Design statt Work-Life-Balance

Die Idee einer klaren Trennung von Beruf und Privatleben verliert laut der Umfrage an Bedeutung. Viele Beschäftigte wünschen sich fließende Übergänge und individuelle Lösungen. Führungskräfte sollten daher flexible Modelle ermöglichen, die zu unterschiedlichen Lebensphasen passen.

Doch die neue Erholungskultur hat durchaus ihre Tücken, warnt Patrick Löffler und spricht von einer gesellschaftlichen Herausforderung. Wer selbstbestimmt pausieren will, müsse erst lernen, wie das geht. "Das ist keine Wellnessfrage, das ist eine Führungsfrage. Und zwar erstmal eine an sich selbst", sagt er. "Wer heute selbst entscheiden will, wann er Pause macht, muss das auch aushalten können. Freiheit ist nichts für Faule, Freiheit ist für Leute, die in Bewegung bleiben. Die sich fragen: Wie erhole ich mich eigentlich richtig? Und das dann auch ernst meinen."

Handlungsempfehlungen für Führungskräfte

Personalverantwortliche müssen ihr Führungsverhalten dementsprechend anpassen. Moderne Führung bedeutet laut der Studienautoren, mit weniger Vorgaben mehr Entscheidungsspielraum zu lassen und die Passung zu unterschiedlichen Lebensmodellen zu verbessern. Um eine neue Arbeitskultur zu etablieren, empfehlen die Experten:

  • Flexibilität ermöglichen: Kurze Auszeiten und selbstbestimmte Pausen fördern.
  • Benefits strategisch einsetzen: Erholungsbeihilfen oder flexible Budgets bieten.
  • Kulturwandel aktiv gestalten: Work-Life-Design als Führungsprinzip etablieren.

Zur Studienmethodik

Die Befragung wurde im September 2025 unter 1.000 Personen im Alter von 16 bis 65 Jahren durchgeführt. Die Stichprobe ist repräsentativ für Alter und Geschlecht der deutschen Bevölkerung. Ziel war es, die veränderten Erwartungen an Erholung, mentale Gesundheit und Arbeitsmodelle zu analysieren.

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    Weltkarte zu einem Schiff gefaltet mit Schild mit der Aufschrift Auszeit als Segel/© Jeanette DietlSee, Schmalkalden/© Schmalkalden, NTT Data/© NTT Data, Verlagsgruppe Beltz/© Verlagsgruppe Beltz, EGYM Wellpass GmbH/© EGYM Wellpass GmbH, rku.it GmbH/© rku.it GmbH, zfm/© zfm, ibo Software GmbH/© ibo Software GmbH, Lorenz GmbH/© Lorenz GmbH, Axians Infoma GmbH/© Axians Infoma GmbH, genua GmbH/© genua GmbH, Prosoz Herten GmbH/© Prosoz Herten GmbH, Stormshield/© Stormshield, MACH AG/© MACH AG, OEDIV KG/© OEDIV KG, Rundstedt & Partner GmbH/© Rundstedt & Partner GmbH