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25.05.2018 | Gewässerschutz | Infografik | Online-Artikel

Biologische Vielfalt unter Wasser weiter in der Krise

verfasst von: Julia Ehl

1 Min. Lesedauer
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Der Global Nature Fund und das Netzwerk Lebendige Seen weisen auf den schlechten Zustand der Biodiversität in deutschen Seen hin. Sie benennen Handlungsfelder und fordern die Politik zum Handeln auf.

Anlässlich des Internationalen Tags der Biologischen Vielfalt haben der Global Nature Fund (GNF) und das Netzwerk Lebendige Seen Deutschland auf den kritischen Zustand der deutschen Seen hingewiesen. Laut GNF sind 70 Prozent der deutschen Seen in einem unzureichenden ökologischen Zustand, 66 Prozent aller Lebensräume in Gewässern, Mooren und Feuchtgebieten sind laut Roter Liste in Gefahr oder sogar vom Aussterben bedroht. Hunderte von Tierarten, die im oder am Süßwasser leben sind auf den Roten Listen, davon 76 Köcherfliegen, 22 Fisch- und sieben Amphibienarten.

Gefährdet wird die Biodiversität vor allem durch Nährstoffeinträge und Gifte aus der Landwirtschaft. Thomas Schaefer, Leiter Naturschutz beim GNF, betont, es ginge nicht um die Düngung von Lebensmitteln, sondern um die Entsorgung von Kot und Urin aus der Massentierproduktion. Das Netzwerk Lebendige Seen sieht eine Belastung der Biodiversität aber auch im Besatz der Seen durch ungeeignete Fischarten. Bedrohungen durch Mikroplastik, Medikamente und Hormone als Gifte und hormonell wirksame Stoffe für aquatische Lebewesen seien noch nicht vollends verstanden und die Auswirkungen heute kaum absehbar, hebt das Netzwerk weiter hervor. Sicher sind sich die Naturschützer, dass die Politik zu spät und zu langsam reagiert, um diese neuen Herausforderungen wirkungsvoll zu begegnen.

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