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Global Shifts in the Automotive Sector

Markets, Firms and Technologies in the Age of Geopolitical Disruption

  • 2025
  • Buch

Über dieses Buch

Die Automobilindustrie durchläuft grundlegende organisatorische Veränderungen im Zusammenhang mit dem Übergang von der Produktion von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren hin zur Produktion emissionsarmer oder emissionsfreier Antriebstechnologien. Darüber hinaus sind die laufenden Transformationen in diesem Sektor durch den sich dramatisch verändernden geopolitischen Kontext geprägt - einschließlich der zunehmenden technologischen Rivalität zwischen China und dem Westen. Als Reaktion darauf bietet dieser Sammelband eine eingehende Untersuchung der Automobilindustrie, wobei der Schwerpunkt auf den anhaltenden Transformationen in den internationalen Arbeitsteilungen, den regionalen und nationalen Produktionsmodellen und den etablierten Wertschöpfungsketten-Beziehungen liegt. Das Buch versammelt Beiträge etablierter und aufstrebender Wissenschaftler aus verschiedenen disziplinären Perspektiven und führt empirische Forschungen zu verschiedenen Regionen zusammen, die für das sich wandelnde globalisierte Produktionssystem des Automobilsektors relevant sind - einschließlich der Europäischen Union, Ostasiens und Nordamerikas.

Inhaltsverzeichnis

  1. Frontmatter

  2. Key Transformative Trends of the Global Automotive Sector

    1. Frontmatter

    2. Chapter 1. Introduction

      John Humphrey, Martin Krzywdzinski, Grzegorz Lechowski, Tommaso Pardi
      Der globale Automobilsektor befindet sich aufgrund der Umstellung von Verbrennungsmotoren auf Elektrofahrzeuge und der Integration digitaler Technologien in einem tiefgreifenden Wandel. Dieses Kapitel untersucht die raschen Veränderungen, die sich seit Anfang der 2010er Jahre ereignet haben, und unterstreicht die Rolle von Schlüsselakteuren wie China, der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten bei der Gestaltung der Zukunft der Branche. Der Übergang zu Elektrofahrzeugen wurde durch Regulierungsrahmen und politische Interventionen beschleunigt, die darauf abzielen, die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern und den Klimawandel zu bekämpfen. Parallel dazu revolutionieren Fortschritte bei vernetzten, autonomen und gemeinsam genutzten Mobilitätstechnologien (CASE) Fahrzeugdesign, -produktion und -nutzung. Das Kapitel untersucht die strategischen Reaktionen von Regierungen und Unternehmen und untersucht, wie sie sich an diese technologischen Veränderungen und die daraus resultierenden Veränderungen der Marktdynamik anpassen. Er diskutiert auch die Entstehung neuer Marktteilnehmer und die Neukonfiguration von Wertschöpfungsketten sowie die Auswirkungen der Industriepolitik auf die globale Automobillandschaft. Die Analyse deckt ein breites Spektrum von Regionen ab, darunter Europa, Asien, Afrika und Nord- und Südamerika, und bietet einen umfassenden Überblick über den Wandel der Branche sowie die Herausforderungen und Chancen, die sie bietet.
    3. Chapter 2. Car Markets in Transition: Can Emerging Countries Take the Lead?

      Tommaso Pardi
      Die Automobilindustrie hat seit den 2000er Jahren einen bedeutenden Wandel durchgemacht, wobei Schwellenländer wie China, Indien und Brasilien zu entscheidenden Akteuren wurden. Diese Märkte haben die traditionelle Dominanz westlicher OEMs in Frage gestellt, was zu einer Neukonfiguration der globalen Produktions- und Lieferketten geführt hat. Der Wandel hin zu Elektrofahrzeugen hat sich beschleunigt, angetrieben durch strenge Umweltvorschriften und Industriepolitik, insbesondere in China. Bei diesem Übergang sind neue OEMs aus Schwellenländern aufgetaucht, die dezentrale, kosteneffektive Strategien zur Eroberung von Marktanteilen genutzt haben. Das Kapitel befasst sich auch mit der Digitalisierung und Vernetzung von Fahrzeugen und verweist auf die langsamer als erwarteten Fortschritte bei Technologien für autonomes Fahren. Abschließend werden die strategischen Implikationen dieser Verschiebungen für etablierte und aufstrebende OEMs untersucht und das Potenzial für mehr Wettbewerb sowie die Notwendigkeit adaptiver Strategien angesichts sich entwickelnder Marktdynamiken und regulatorischer Landschaften hervorgehoben.
    4. Chapter 3. Incumbents’ Responses to the Challenges of Producing Connected, Autonomous, Shared and Electric Vehicles

      John Humphrey
      Die Automobilindustrie befindet sich mit dem Aufkommen vernetzter, autonomer, gemeinsam genutzter und elektrischer Fahrzeuge (CASE) in einem seismischen Wandel. Dieses Kapitel untersucht die strategischen Reaktionen der etablierten Automobilhersteller auf diese disruptiven Veränderungen und hebt ihre Bemühungen hervor, neue Fähigkeiten zu sichern und ihre Rolle als Systemintegratoren beizubehalten. Der Übergang zu Elektrofahrzeugen (EVs) verändert die Branche. Der Absatz von batteriebetriebenen Elektrofahrzeugen (BEV) beschleunigt sich rasch, angetrieben von strengen Emissionszielen und dem Markteintritt neuer Wettbewerber. Die etablierten Unternehmen stehen unter starkem Innovationsdruck, während sie gleichzeitig Kosten und Störungen in der Lieferkette bewältigen müssen. Das Kapitel untersucht, wie diese Unternehmen ihre Geschäftsmodelle anpassen, strategische Allianzen bilden und in neue Technologien investieren, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Darin werden die Herausforderungen und Chancen batteriebetriebener Antriebssysteme, vernetzter und autonomer Fahrzeuge sowie gemeinsamer Mobilitätsdienste untersucht. Die Analyse offenbart das komplexe Zusammenspiel zwischen technologischem Fortschritt, regulatorischen Rahmenbedingungen und Marktdynamik und bietet einen umfassenden Überblick über die sich entwickelnde Automobillandschaft. Die Leser erhalten Einblicke in die Strategien, die die Zukunft der Branche gestalten, und die unvorhergesehenen Herausforderungen, die etablierte Unternehmen bewältigen müssen, um im Zeitalter von CASE erfolgreich zu sein.
    5. Chapter 4. Industry 4.0 and Its Implications for the International Division of Labor in the Automotive Industry

      Martin Krzywdzinski, Grzegorz Lechowski
      Das Kapitel untersucht die tiefgreifenden Auswirkungen von Industrie 4.0 auf die Automobilindustrie und konzentriert sich dabei auf die internationale Arbeitsteilung und die Einführung fortschrittlicher Produktionstechnologien. Er beginnt mit der historischen Entwicklung der Industrie 4.0 und betont ihre Wurzeln in der deutschen Hightech-Strategie und ihrer anschließenden weltweiten Verbreitung. Die Analyse zeigt, dass die Industrie 4.0 zwar als Mittel zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit hochbezahlter Produktionsstandorte propagiert wird, die Realität jedoch differenzierter ist. Das Kapitel geht auf die spezifischen Veränderungen in der Prozessorganisation innerhalb der Automobilindustrie ein und beleuchtet die Rolle digitaler Technologien wie Datenanalyse, Vernetzung und Automatisierung. Er vergleicht die Strategien verschiedener Automobilunternehmen und -länder und zeigt ein Spektrum von Ansätzen auf, die von technologisch ehrgeizigen Initiativen in Deutschland bis hin zu vorsichtigeren, schrittweisen Veränderungen in Japan und den Vereinigten Staaten reichen. Das Kapitel untersucht auch die Auswirkungen von Industrie 4.0 auf die internationale Arbeitsteilung am Beispiel des deutschen Zuliefersektors in Mittel- und Osteuropa. Darin wird diskutiert, wie die Einführung von Industrie 4.0-Konzepten zu einer teilweisen Verlagerung der Produktion und zur Entstehung von Bleifabriken in Hochlohnländern geführt hat. Sie stellt jedoch auch fest, dass Niedriglohnstandorte zunehmend fortschrittliche Fertigungstechnologien übernehmen und damit die Vorstellung einer klaren Trennung zwischen Hochlohn- und Niedriglohnproduzenten infrage stellen. Das Kapitel schließt mit Überlegungen zu den umfassenderen Implikationen von Industrie 4.0 für den Automobilsektor und argumentiert, dass das Konzept zwar wesentliche Veränderungen bewirkt, aber nicht zu einer revolutionären Transformation der Branche geführt hat. Stattdessen hat sie auf bestehenden Produktionspraktiken wie Lean Production und der Digitalen Fabrik aufgebaut und diese weiterentwickelt. Die Analyse unterstreicht das komplexe Zusammenspiel zwischen technologischer Innovation, wirtschaftlichen Faktoren und politischen Initiativen bei der Gestaltung der Zukunft der Automobilproduktion.
  3. The Multilevel Sectoral Transformation in the European Union

    1. Frontmatter

    2. Chapter 5. Bringing the European Union Back in the Automobile Sector After the Covid Crisis

      Samuel Klebaner, Sigfrido M. Ramírez Pérez
      Die Covid-19-Pandemie hat die Schwachstellen des europäischen Automobilsektors aufgedeckt und die Notwendigkeit struktureller Veränderungen und strategischer politischer Veränderungen beschleunigt. Die Reaktion der Europäischen Union war vielschichtig und konzentrierte sich auf die Stärkung der wirtschaftlichen Widerstandsfähigkeit, die Förderung der Elektrifizierung und die Bewältigung geopolitischer Spannungen, insbesondere mit China und den USA. Das Kapitel untersucht die politische Linie der EU nach dem Covid-Abkommen, die darauf abzielt, den doppelten Übergang von Elektrifizierung und Digitalisierung durch Instrumente wie wichtige Projekte von gemeinsamem europäischen Interesse (IPCEI) zu beschleunigen. Allerdings argumentiert sie, dass bereits bestehende industriepolitische Widersprüche, wie etwa die gezielte CO2-Regulierung, die zu höherer Abwanderung führt, durch das Fehlen eines breit angelegten, koordinierten industriepolitischen Rahmens verstärkt wurden. Das Kapitel geht auch auf die Handelsposition der EU gegenüber China ein und beleuchtet die Debatten und potenziellen Folgen einer protektionistischen Haltung. Es bietet einen umfassenden Überblick über die jüngsten Veränderungen in der EU-Automobilpolitik und bietet Einblicke in die Herausforderungen und Chancen, die vor dem Sektor liegen.
    3. Chapter 6. The German Industrial Model in Transition: Electromobility Challenges in the Automotive Sector

      Grzegorz Lechowski, Nathan Weis
      Die deutsche Automobilindustrie, einst ein Musterbeispiel für Stabilität und globale Expansion, steht heute mit dem Aufkommen batterieelektrischer Fahrzeuge (BEVs) am Scheideweg. Dieses Kapitel widmet sich den vielfältigen Herausforderungen der BEV-Umstellung, die das etablierte "deutsche Modell" der Automobilproduktion umzugestalten drohen. Historisch gesehen florierten die deutschen Autohersteller, indem sie sich auf hochwertige Premiumfahrzeuge konzentrierten, eine robuste Produktionsbasis im Inland aufrechterhielten und gleichzeitig in die globalen Märkte expandierten. Die Umstellung auf BEVs führt jedoch zu neuem Anpassungsdruck, insbesondere bei Produktstrategien, inländischen Produktionskapazitäten und globaler Marktpräsenz. Das Kapitel untersucht, wie deutsche OEMs versuchen, ihre Premium-Strategien im BEV-Sektor zu replizieren, obwohl sie mit starkem Wettbewerb von globalen Rivalen wie Tesla und chinesischen Herstellern konfrontiert sind. Außerdem wird die Entwicklung der inländischen BEV-Fertigungskapazitäten in Deutschland untersucht und die erheblichen Investitionen und Herausforderungen beim Aufbau eines starken Ökosystems für die Batterieproduktion hervorgehoben. Darüber hinaus untersucht das Kapitel die sich entwickelnde Rolle Chinas als Produktionsstandort und Markt für deutsche OEMs und diskutiert die strategischen Anpassungen, die als Reaktion auf den neuen Wettbewerbsdruck vorgenommen wurden. Durch eine detaillierte Analyse dieser Themen vermittelt das Kapitel ein differenziertes Verständnis des zukünftigen Kurses der deutschen Automobilindustrie im Zeitalter der Elektrifizierung.
    4. Chapter 7. Is Electrification an Opportunity or a Threat? The French Automotive Industry at the Crossroads

      Tommaso Pardi
      Die französische Automobilindustrie stand in den letzten zwei Jahrzehnten vor erheblichen Herausforderungen, wobei das Produktionsniveau wieder auf das der 1960er Jahre zurückfiel und erhebliche Arbeitsplatzverluste zu verzeichnen waren. Der rasche Drang zur Elektrifizierung, angetrieben durch EU-Vorschriften, wird sowohl als Chance als auch als Bedrohung gesehen. Der Niedergang der Branche wird auf die Verlagerung der Produktion in Niedriglohnländer zurückgeführt. Frühere staatliche Interventionen haben diese strukturellen Probleme nicht angegangen, und die aktuelle Elektrifizierungsstrategie steht vor ähnlichen Hürden. Das Kapitel untersucht das Potenzial einer Elektrifizierung, um den Niedergang des Sektors umzukehren, und unterstreicht die Notwendigkeit einer radikalen Änderung des EU-Regulierungsrahmens, um die Produktion kleiner, erschwinglicher Elektrofahrzeuge zu unterstützen. Außerdem werden innovative politische Strategien und Branchenvorschläge diskutiert, die den Weg für einen nachhaltigeren und wettbewerbsfähigeren französischen Automobilsektor ebnen könnten. Die Zukunft der Branche hängt von den politischen Kompromissen und strategischen Entscheidungen ab, die in den kommenden Jahren getroffen werden, mit dem Potenzial, den Sektor entweder wiederzubeleben oder seinen Niedergang zu beschleunigen.
    5. Chapter 8. The Imposed Path for the Italian Automotive System

      Matteo Gaddi, Nadia Garbellini, Francesco Garibaldo
      Die italienische Automobilindustrie befindet sich an einem kritischen Punkt und kämpft mit einem deutlichen Rückgang der Pkw-Produktion und den strategischen Verschiebungen von Stellantis, die das Ergebnis der Fusion zwischen Fiat Chrysler Automotive (FCA) und PSA sind. Das Kapitel geht den Folgen dieser Veränderungen nach und hebt die zunehmende Abhängigkeit italienischer Automobilzulieferer von ausländischen Märkten und das Fehlen einer kohärenten Industriepolitik hervor. Die Analyse zeigt, wie der italienische Automobilsektor in eine untergeordnete Position innerhalb der europäischen Wertschöpfungsketten verbannt wurde, was tiefgreifende Auswirkungen auf die Beschäftigung und die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie hat. Das Kapitel untersucht auch die strategischen Entscheidungen von Stellantis, die Kostensenkung und Rentabilität gegenüber der inländischen Produktion Priorität einräumen und die Herausforderungen, vor denen italienische Lieferanten stehen, weiter verschärfen. Der Mangel an wirksamer Industriepolitik in Italien ist ein immer wiederkehrendes Thema, und die aufeinander folgenden Regierungen haben es versäumt, Maßnahmen umzusetzen, die den Übergang zur Elektrifizierung unterstützen und die inländische Lieferkette stärken könnten. Das Kapitel schließt mit der Untersuchung potenzieller Zukunftsszenarien für die italienische Automobilindustrie und betont die dringende Notwendigkeit strategischer Interventionen, um einen weiteren Niedergang zu verhindern und eine nachhaltige Zukunft des Sektors zu gewährleisten.
  4. The Global Variety of Sectoral Restructuring

    1. Frontmatter

    2. Chapter 9. Between Covid and Geopolitics: Emerging Production Networks in the New Energy Vehicle Industry in China

      Boy Lüthje, Wei Zhao
      Das Kapitel befasst sich mit den tiefgreifenden Veränderungen innerhalb der neuen chinesischen Energiefahrzeugindustrie, die durch die Covid-19-Pandemie und eskalierende geopolitische Spannungen angetrieben werden. Es zeigt, wie China zum weltweiten Marktführer in der NEV-Produktion geworden ist und multinationale Automobilunternehmen bei den Marktanteilen überholt hat. Der Text untersucht den vertikalen Zerfall traditioneller automobiler Wertschöpfungsketten, in denen spezialisierte Hersteller von Kernkomponenten wie Batterien zu Schlüsselakteuren geworden sind. Diese Transformation wird mit dem Zusammenbruch fordistischer und postfordistischer Modelle in der IT-Industrie verglichen und unterstreicht die Entstehung neuer Produktionsnetzwerke rund um Batterien, digitale Antriebssysteme und Halbleiter in der Automobilindustrie. Das Kapitel untersucht auch den historischen und politischen Kontext des chinesischen Automobilsektors und zeichnet seine Entwicklung durch drei wichtige Phasen des Wandels nach. Er diskutiert die Rolle der Industriepolitik, die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie und den Aufstieg neuer Akteure im NEV-Sektor. Die Analyse erstreckt sich auf die Lithiumbatterieindustrie und beschreibt die vertikale Umstrukturierung und Globalisierung von Produktionsnetzwerken. Das Kapitel schließt mit der Untersuchung zukünftiger Szenarien für die Automobilindustrie, einschließlich vertikaler Desintegration, erneuerter vertikaler Integration und flexibler Spezialisierung, sowie den Auswirkungen auf Industriepolitik und globalen Wettbewerb.
    3. Chapter 10. Industrial Trajectories in the Brazilian and Indian Auto Sectors

      Praveen Jha, Hansjörg Herr, Bruno De Conti, Christina Teipen, Helena Gräf
      Das Kapitel untersucht die komplexe Dynamik des Automobilsektors in Brasilien und Indien und konzentriert sich dabei auf ihre Integration in globale Wertschöpfungsketten und die Auswirkungen technologischer Fortschritte, insbesondere den Wandel hin zu Elektrofahrzeugen. Sie unterstreicht die Rolle der Regierungspolitik bei der Gestaltung der industriellen Entwicklung, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der Schaffung neuer komparativer Vorteile durch umfassende industrielle Strategien liegt. Die Analyse zeigt, dass beide Länder zwar Wirtschaftswachstum und Technologietransfers erlebt haben, die Integration in die globalen Wertschöpfungsketten jedoch nicht ausgereicht hat, um gegenüber Ländern mit hohem Einkommen deutlich aufzuholen. Das Kapitel vertieft sich in die gegensätzlichen Erfahrungen Brasiliens und Indiens und beleuchtet den Einfluss historischer Wirtschaftspolitik, die Präsenz führender Unternehmen im Inland und das unterschiedliche Ausmaß gewerkschaftlicher Macht. Außerdem werden die Reaktionen dieser Sektoren auf die COVID-19-Pandemie und das Potenzial für funktionale und soziale Verbesserungen im Zusammenhang mit der Elektrifizierung von Fahrzeugen untersucht. Die vergleichende Studie über Brasilien und Indien bietet wertvolle Einblicke in die Komplexität der industriellen Entwicklung in Schwellenländern und wirft ein Licht auf das Zusammenspiel zwischen globalen Wertschöpfungsketten, technologischem Wandel und nationaler Industriepolitik.
    4. Chapter 11. The Impact of Global Shifts in the Automotive Industry in the United States

      Bernard F. Swiecki, Kristin Dziczek
      Die USA Die Automobilindustrie, einst Pionier in Massenproduktion und technologischer Innovation, findet sich nun im globalen Wandel hin zu Elektrofahrzeugen wieder. Da die Einführung von Elektrofahrzeugen hinter Europa und China zurückbleibt, stehen die Vereinigten Staaten sowohl bei der Einführung von Elektrofahrzeugen als auch bei der Entwicklung der Lieferkette vor erheblichen Herausforderungen. Das Kapitel untersucht die komplizierte politische und wirtschaftliche Landschaft, die den Übergang zu Elektrofahrzeugen beeinflusst, wobei die Dominanz Chinas bei der weltweiten Produktion von Elektrofahrzeugen und die strategischen Investitionen der USA hervorgehoben werden. zur Stärkung seiner inländischen Lieferkette für Elektrofahrzeuge. Die Analyse geht der Rolle der USA nach Industrie-, Umwelt- und Handelspolitik bei der Gestaltung der Zukunft der Automobilindustrie, wobei untersucht wird, wie jüngste Gesetzesmaßnahmen wie das parteiübergreifende Infrastrukturgesetz und das Inflationssenkungsgesetz die Einführung und Produktion von Elektrofahrzeugen beschleunigen sollen. Das Kapitel diskutiert auch die Auswirkungen dieser Politik auf Beschäftigung, Arbeit und die allgemeine Wirtschaftslandschaft und bietet eine differenzierte Sicht der vor uns liegenden Chancen und Herausforderungen. Darüber hinaus untersucht sie den globalen Wettbewerb um kritische Mineralien und Materialien, die für die Produktion von Elektrofahrzeugen unverzichtbar sind, und unterstreicht die strategische Bedeutung der Sicherung einer belastbaren und nachhaltigen Lieferkette. Das Kapitel schließt mit der Hervorhebung der potenziellen Risiken und Unsicherheiten, die sich auf die weitere Elektrifizierung der USA auswirken könnten. Automobilindustrie und bietet Einblicke in die Zukunftsaussichten und politischen Herausforderungen, die in Angriff genommen werden müssen, um einen erfolgreichen Übergang zu einem kohlenstoffarmen Transportsystem zu gewährleisten.
    5. Chapter 12. From Automobile Industry to Mobility Industry? New Mobility Concepts and Policies in Japan

      Holger Bungsche
      Dieses Kapitel befasst sich mit den Veränderungen in der japanischen Mobilitätslandschaft, die von der Notwendigkeit effizienterer, nachhaltiger und inklusiverer Transportlösungen angetrieben werden. Er beginnt mit der Untersuchung der sozioökonomischen Faktoren, insbesondere des demografischen Wandels und der Urbanisierung, die Japans Mobilitätsbedürfnisse verändern. Die Analyse zeigt, wie diese Faktoren die inländische Produktion und den Verkauf von Autos beeinflussen und die Hersteller zu Innovationen und Anpassungen drängen. Das Kapitel untersucht dann die sich entwickelnden Strategien und Konzepte sowohl der Regierung als auch der Industrie und hebt die zentrale Rolle des japanischen Automobilherstellerverbandes (JAMA) und führender Unternehmen wie Toyota hervor. Darin wird der Übergang von der traditionellen Automobilfertigung zu einem breiteren Fokus auf Mobilitätsdienstleistungen diskutiert, der am Beispiel des Toyota-Projekts Woven City veranschaulicht wird. In diesem Kapitel werden auch vergangene und gegenwärtige Programme zur Verbreitung von Elektrofahrzeugen und zur Förderung neuer Formen der Mobilität untersucht und ein historischer Kontext für Japans aktuelle Initiativen geschaffen. Darüber hinaus bewertet sie die Auswirkungen dieser neuen Mobilitätskonzepte auf die globalen Strategien japanischer Hersteller und betont die einzigartigen Chancen und Herausforderungen, die der japanische Binnenmarkt darstellt. Das Kapitel schließt mit einer Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse und einer Einschätzung, ob sich Japans Automobilindustrie tatsächlich auf neues Terrain begibt, was eine zukunftsorientierte Perspektive auf die Zukunft der Mobilität in Japan und darüber hinaus bietet.
    6. Chapter 13. Africa’s Automobile Sector—Development Opportunities in a Rapidly Changing Industry

      Tilman Altenburg, Justin Barnes, Anthony Black, Mbongeni Ndlovu
      Das Kapitel befasst sich mit Afrikas peripherer, aber dennoch aufstrebender Rolle in der globalen Automobilindustrie, die nur 1,3% des globalen Fahrzeugmarktes und der weltweiten Automobilproduktion ausmacht. Es untersucht das enorme Wachstumspotenzial des Kontinents, das durch Bevölkerungswachstum und wirtschaftliche Entwicklung angetrieben wird, inmitten rascher technologischer Veränderungen und sich verändernder globaler Produktionslandschaften. Zu den Schlüsselfragen gehören Strategien zur Verfolgung globaler, regionaler und nationaler Märkte, die Auswirkungen der Elektrifizierung auf die Automobilproduktion und die Batterieindustrie sowie die Chancen multimodaler Transportlösungen. Die Analyse zeigt, dass Afrikas Automobilproduktion derzeit zwar in Marokko, Südafrika und Ägypten konzentriert ist, das Marktpotenzial des Kontinents jedoch beträchtlich ist. Bis 2035 sollen sich 50 Millionen Erwachsene neue Fahrzeuge leisten können. In diesem Kapitel werden auch die Herausforderungen untersucht, die sich aus der Dominanz von Gebrauchtfahrzeugeimporten und der Notwendigkeit wirtschaftlicher Stabilität und ordnungspolitischer Reformen ergeben, um von der globalen Erholung und den verbesserten Rohstoffpreisen zu profitieren. Er diskutiert die Auswirkungen der regionalen Integration durch die Afrikanische Kontinentale Freihandelszone (AfCFTA) und das Potenzial Afrikas, seinen Ressourcenreichtum in der Wertschöpfungskette der Batterie zu nutzen. Darüber hinaus hebt das Kapitel die Entstehung innovativer Mobilitätslösungen und die Rolle urbaner Konglomerationen bei der Unterstützung fortschrittlicher Mobilitätsdienstleistungen hervor. Der Übergang zu neuen Energiefahrzeugen (NEVs) und die Entwicklung von Zweiradmärkten werden ebenso untersucht wie die Chancen und Herausforderungen bei der Batterieproduktion und Mobility-as-a-Service-Modellen (MaaS). Die Schlussfolgerung unterstreicht die Notwendigkeit maßgeschneiderter industriepolitischer Strategien für die Automobilindustrie, um die verschiedenen wirtschaftlichen Entwicklungschancen zu nutzen, die sich in einer sich rasch wandelnden globalen Industrie ergeben.
  5. Conclusions

    1. Frontmatter

    2. Chapter 14. Global Shifts in the Automotive Industry. Outlining the New Arrangements Between Technology, Policy, Firms, and Markets

      Grzegorz Lechowski, Martin Krzywdzinski, John Humphrey, Tommaso Pardi
      Die globale Automobilindustrie befindet sich aufgrund des Übergangs zu emissionsarmen und emissionsfreien Fahrzeugen, insbesondere Batterie-Elektrofahrzeugen (BEVs), in einer tiefgreifenden Umstrukturierung. Dieser Wandel führt zu erheblichen Veränderungen im sektoralen Wettbewerb, in den globalen Wertschöpfungsketten und in der internationalen Hierarchie der Automobilregionen. Das Kapitel untersucht, wie technologische Innovationen, Regierungspolitik und Marktdynamik die Branche verändern, wobei der Schwerpunkt auf den Rollen etablierter und aufstrebender Akteure liegt. Zu den Schlüsselthemen zählen die regionale Vielfalt bei der Übernahme von Technologien, die Auswirkungen staatlicher Interventionen auf die Elektrifizierung und die strategischen Reaktionen etablierter OEMs auf neue Marktteilnehmer. Die Analyse beleuchtet die sich entwickelnde Geografie der Automobilproduktion mit China als dominantem Drehkreuz und das komplexe Zusammenspiel zwischen Hoch- und Niedriglohnstandorten in etablierten Märkten. Das Kapitel geht auch auf den zukünftigen Kurs der Branche ein und berücksichtigt den anhaltenden Regulierungsdruck für emissionsarme und emissionsfreie Antriebe sowie die Reaktion des Westens auf Chinas Führungsrolle in der Elektromobilität. Anhand detaillierter Fallstudien und empirischer Belege bietet das Kapitel ein differenziertes Verständnis der laufenden Transformationen und ihrer Auswirkungen auf die globale Automobillandschaft.
Titel
Global Shifts in the Automotive Sector
Herausgegeben von
Martin Krzywdzinski
Grzegorz Lechowski
John Humphrey
Tommaso Pardi
Copyright-Jahr
2025
Electronic ISBN
978-3-031-80641-4
Print ISBN
978-3-031-80640-7
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-031-80641-4

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