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Wie Trumps Zölle Europa und die Welt trafen

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Zölle gelten als das liebste Instrument des US-Präsidenten: Am 2. April 2025 überzog Donald Trump damit nahezu die ganze Welt. Ein Rückblick auf die entscheidenden Etappen seiner protektionistischen Handelspolitik.

Die US-Regierung sorgt mit ihrer Zollpolitik für Chaos.


Seit einem Jahr bestimmt US-Präsident Donald Trump den Welthandel mit seinen Zollbeschlüssen. Wie reagierten die Handelspartner, wie die Gerichte - und wie geht es mit den Zöllen weiter? Eine Chronologie:

2. April 2025

Trump unterzeichnet ein Dekret zur Einführung eines pauschalen Basiszolls in Höhe von zehn Prozent auf alle Importe in die USA. Grundlage dafür ist das Notstandsgesetz IEEPA. Für viele Länder sollen je nach Handelsdefizit höhere Strafabgaben greifen. Es ist der bisher aggressivste und folgenschwerste Schritt in der Handelspolitik des US-Präsidenten.

9. April 2025

Gegenschlag der Europäischen Union: Die Mitgliedstaaten machen den Weg für erste Gegenzölle zwischen 10 und 25 Prozent frei. Wegen Verhandlungen mit Trump wenden sie die Zölle aber zunächst nicht an.

12. Juli 2025

Trump kündigt Zölle von 30 Prozent auf alle Waren aus der Europäischen Union und Mexiko ab dem 1. August 2025 an.

14. Juli 2025

Die EU bereitet nach Trumps Zollankündigungen zusätzliche Gegenzölle im Wert von 72 Milliarden Euro vor. Gleichzeitig machte EU-Kommissar Maros Sefcovic deutlich, dass sich die EU bis Anfang August weiter um eine Verhandlungslösung bemühen wird.

21. August 2025

Trump und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen einigen sich in einem Rahmenabkommen auf eine Obergrenze von 15 Prozent auf die meisten EU-Warenimporte in die USA. Auch für europäische Autos und Autoteile soll der Satz gelten. Im Gegenzug verpflichtet sich die EU, Zölle auf US-Industriegüter zu streichen und den Marktzugang für US-Agrarprodukte wie Schweinefleisch und Milchprodukte zu erleichtern.

20. Februar 2026

Das Oberste US-Gericht kippt viele von Trumps Zöllen. Dabei hatte sich der Präsident auf das Notstandsgesetz IEEPA berufen. Mit einer deutlichen Mehrheit von sechs zu drei entschieden die Richter, Trump habe damit seine Befugnisse überschritten. Nur wenige Stunden später meldet sich der Republikaner und kündigt an, auf anderen Wegen Zölle erheben zu wollen.

21. Februar 2026

Trump unterzeichnet ein Dekret für einen zeitlich befristeten globalen Zoll in Höhe von zehn Prozent. Dieser greife ab dem 24. Februar, hieß es. Für den neuen Zollsatz stützt sich Trump auf ein Handelsgesetz aus dem Jahr 1974. Dieses erlaubt es, Zölle auf Importe für bis zu 150 Tage lang zu erheben. Nur einen Tag nach der Unterzeichnung kündigt Trump eine Erhöhung auf 15 Prozent an - das wäre der maximale Satz, den die Regierung unter dem Handelsgesetz verhängen kann.

26. März 2026

Das Europäische Parlament will die weitere Umsetzung des Zolldeals mit den USA an strenge Bedingungen knüpfen. Die Abgeordneten sprachen sich mehrheitlich dafür aus. Für den Vollzug müssen auch die Mitgliedstaaten noch den entsprechenden Verordnungen zustimmen.

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