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Über dieses Buch

Der Autor behandelt den Entwurfsprozess der Gotik unter dem Aspekt von Entwurfs- und Entwicklungsprozessen der Informatik und Ingenieurwissenschaften. Er abstrahiert aus der Klassifikation gotischer Kirchen den virtuellen Entwurfsprozess der Gotik. Das Buch liefert interessante Einsichten in die Beziehung zwischen der Softwarearchitektur und deren Entwurfsprozess und einem gotischen Entwurf. Die parametrischen Elemente, also die Widerverwendungseinheiten, werden ausführlich erläutert. Die Strukturierung und Verwendung einer Parameter-Bibliothek schließen die Thematik ab.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Gotik - Einleitung und Einordnung

Frontmatter

Kapitel 1. Kurz gefasst: die Romanik als Vorläufer

Zusammenfassung
Dieses Kapitel fasst die wichtigsten Aspekte der Romanik aus [A.Wi Ro], [A.BKM 19] und [A.Ko 14] kurz zusammen, als Grundlage für die weiteren Ausführungen über Gotik. Dies geschieht insbesondere, um später den Unterschied der Gotik zur Romanik herauszuarbeiten. Es erhebt dabei keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit.
Manfred Nagl

Kapitel 2. Gotik als homogener Gesamteindruck

Zusammenfassung
Wir beginnen die Erläuterung der Gotik mit dem Beispiel der Kathedrale von Reims, die uns in diesem Buch noch mehrfach begegnen wird. Anhand dieses Beispiels werden die Hauptbestandteile und auch die Strukturen einer gotischen Kirche skizziert, die wir später vertiefen werden. Aus den veränderten Strukturen und der veränderten Bauweise der Gotik ergibt sich eine bemerkenswerte Stabilität. Die Übergänge von Romanik zu Gotik werden durch zwei Beispiele erörtert.
Manfred Nagl

Kapitel 3. Missverständnisse um die Gotik

Zusammenfassung
Das Kapitel besteht aus Thesen, die alle widerlegt werden. Diese betreffen zum einen Namen, die mit der Gotik verbunden sind und zum anderen die Vorstellungen über den Stand der Bautechnik.
Manfred Nagl

Kapitel 4. Detaillierter: Strukturelemente, Komposition

Zusammenfassung
Nach einer ersten Übersicht über die Phasen der Gotik in verschiedenen Ländern gehen wir auf die Strukturelemente der Gotik ein: Spitzbogen, Joch und Gewölbe sowie auf die Formen von Grundriss, Innen- und Außengestaltung. Darüber hinaus geben wir eine Typologie der gotischen Langbauten an.
Manfred Nagl

Kapitel 5. Entstehen, Ausbreitung und Gesamteindruck

Zusammenfassung
Dieses Kapitel dient der Abrundung bisheriger Beschreibungen, deren Vertiefung und auch der Zusammenfassung dessen, was wir über Gotik in Teil I gelernt haben.
Manfred Nagl

Kapitel 6. Was wir nicht behandeln

Zusammenfassung
Wir beschränken uns in diesem Buch auf große Kirchenbauten; oft sind dies Kathedralen, also Bischofskirchen, manchmal Abteikirchen. Viele Kirchen von Klöstern und von Gemeinden bleiben daher weitgehend unberücksichtigt, s. [A.Gi 39]. Insoweit sind auch die später gegebenen Länderübersichten zur Gotik unvollständig. Wieviel wir auslassen, ist aus den Karten in [A.Ko 14] abzulesen, die mit akribischer Genauigkeit alle wichtigeren gotischen Kirchen aufführen.
Manfred Nagl

Gotische Kirchen - Stile, Ähnlichkeiten, Unterschiede

Frontmatter

Kapitel 7. Französische Kathedralen

Zusammenfassung
Im Teil I dieses Buches haben wir bereits einiges über die Gotik in Frankreich berichtet, über die geschichtliche Entstehung und ihren Hintergrund, über die neuen Bauelemente, über deren Bezug zu der neuen und hohen Kirchenstruktur, deren Ästhetik und deren Stabilität. Es begann alles mit St. Denis und dessen frühgotischem Chor, der in seiner ursprünglichen Gestalt in nur 4 Jahren von 1140-1144 errichtet wurde. Wir haben auch Abt Suger vorgestellt, eine bedeutende Persönlichkeit mit einem prägenden Einfluss auf die Entwicklung Frankreichs und der Gotik.
Manfred Nagl

Kapitel 8. Gotik in England

Zusammenfassung
Die berühmtesten gotischen Kathedralen und ihre Bedeutung für die Kirche sind in Abb. 8.1 entsprechend gekennzeichnet. Diese bedeutenden Kirchen finden sich fast ausnahmslos im heutigen England, weder in Wales, noch Schottland, noch Irland. Eine besondere kirchliche und politische Bedeutung haben Canterbury als die Kathedrale des Primas der Anglikanischen Kirche, York als die Kirche seines Vertreters und Westminster Abbey als Krönungsstätte und Grablege der Könige von England (und später von Großbritannien). Diese Kirche ist keiner Diözese zugeordnet, sie ist die Eigenkirche der britischen Monarchie.
Manfred Nagl

Kapitel 9. Gotik im Hl. Römischen Reich, Sonderformen

Zusammenfassung
Die Beschreibung der Gotik ist hier anders als in den beiden letzten Abschnitten über Frankreich und England: In Frankreich finden wir hauptsächlich ein Hauptschema (eine Hauptklasse) für Kathedralen, von dem es Abweichungen gibt. In England ergaben sich verschiedene Schemata für Kathedralbauten oder Abteikirchen, die (fast) alle Basiliken sind und die nebeneinander Bedeutung haben. Wiederum anders ist die Situation im Hl. Römischen Reich. Hier stehen die verschiedenen Unterklassen (Kathedralen nach französischem Vorbild, Münster, Hallenkirchen und Kirchen der Backsteingotik) nebeneinander. Sie haben alle Bedeutung und sind nur bedingt miteinander verwandt.
Manfred Nagl

Kapitel 10. Niederlande, Belgien, Italien, Spanien, Portugal

Zusammenfassung
Nach den Abschnitten über gotische Kirchen in Frankreich, England und im Hl. Röm. Reich stehen wir nun vor der schwierigen Frage, ob die Besprechung in Form eines eigenen Kapitels mit allen weiteren Ländern so fortgesetzt werden soll. Das ist aus Platzgründen leider nicht möglich. Wir besprechen die Bauwerke in diesen anderen Ländern deshalb kürzer, hauptsächlich unter dem Aspekt, die Unterschiede zu den bisher erläuterten herauszuarbeiten.
Manfred Nagl

Virtuelle Entwürfe - Nachbau, Modifikation, Neubau

Frontmatter

Kapitel 11. Die Kathedrale von Reims: Homogene Strukturen und einfache Nachbildung

Zusammenfassung
Wir beginnen wieder mit der Kathedrale von Reims, einem der Paradebeispiele französischer Kathedralen der Hochgotik. Wir behandeln dabei die Themen Nachbau im Computer, die Klasse der frz. Kathedralen und ein oder sogar das Paradebeispiel für eine homogene Kirche. Die Erläuterung ist ausführlich, weil wir das hier vorgestellte Vorgehen im gesamten Teil III des Buches - später auch mit Abwandlungen - benutzen.
Manfred Nagl

Kapitel 12. Das Minster von York: Mehrere Stile und Inhomogenität

Zusammenfassung
Wie am Ende von Kap. 8 festgestellt, haben englische Kathedralen spezielle Charakteristika: Sie sind in der Regel ein Gemisch aus verschiedenen gotischen Stilen, oft auch noch mit normannischen Teilen. Sie sind meist aus unterschiedlichen Teilen zusammengesetzt, und diese sowie die Kirchen weisen eine enorme Vielfalt auf bzgl. Strukturen und Formen. Eine lange Bauzeit ist ebenfalls typisch. Die Kirchen sind lang und nicht so hoch. Inhomogenität und Formenvielfalt sind somit die Hauptmerkmale.
Manfred Nagl

Kapitel 13. Münster, Hallenkirchen und Backsteingotik

Zusammenfassung
Wir greifen die Gedankenlinie von Kap. 9 auf und versuchen, einige dort behandelte Kirchen des Hl. Römischen Reiches im Computer mithilfe eines CAAD-Systems nachzubauen oder den Nachbau zu skizzieren. Dort finden wir völlig unterschiedliche Kirchentypen, nämlich Kathedralen nach französischem Muster, Münster aus Süddeutschland, Hallenkirchen und Bauten der Backsteingotik. In dieser kommen wiederum Kirchen obiger Arten vor. Von diesen werden wir nur einige im Sinne eines virtuellen Nachbaus behandeln.
Manfred Nagl

Kapitel 14. Virtuelle Veränderungen von Kirchen

Zusammenfassung
In diesem Kapitel experimentieren wir mit der Veränderung des gegenwärtigen Anblicks gotischer Kathedralen im Computer: Wie würden sie aussehen, wie hat es geplant ausgesehen? Dabei streben wir keinen Anspruch auf Originalität oder bauhistorische Qualität dieser Veränderungen an. Wir zeigen aber, dass durch Veränderungen des Bestehenden neue baugeschichtliche Diskussionen angeregt werden und dabei neue Einsichten reifen könnten.
Manfred Nagl

Kapitel 15. „Neubau“ mit virtuellem Entwurf

Zusammenfassung
In der Literatur taucht das Beispiel einer „vollkommenen, gotische Kathedrale“ auf. Es spiegelt den Geschmack der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wider. Wir zeigen den Entwurf von Eugene-Emmanuel Viollet-le-Duc (1814-1879) in Abb. 15.1, verzichten aber auf die Erörterung dieser „ausgewogenen“ gotischen Kirche.
Manfred Nagl

Intelligenter Entwurf und Bezüge zur Gotik

Frontmatter

Kapitel 16. Wiederverwendung

Zusammenfassung
Dieser Abschnitt verfolgt folgende Ziele der Erläuterung: (a) Rundumschlag, welche Arten von Wiederverwendung es gibt. (b) Wiederverwendung ist mit Aufwand verbunden, dies gilt insbesondere für die fortgeschrittenen Arten. Diese Aussagen (a) und (b) gelten nicht nur für die Disziplin Architektur, sondern auch für die Informatik und alle Ingenieurwissenschaften.
Manfred Nagl

Kapitel 17. Parametrik im Entwurfsprozess

Zusammenfassung
In diesem Kapitel behandeln wir folgende Fragen: Welche Rolle spielt die Parametrik im Entwurfsprozess, wo tauchen parametrische Elemente auf, wie groß sind sie, welche Verschiedenheit haben sie und wie kann der Entwurfsprozess, der solche Elemente verwendet, beschrieben werden?
Manfred Nagl

Kapitel 18. Klassen und Klassifikation

Zusammenfassung
Das Kapitel hat folgende Ziele der Erläuterung: (1) Klassifizierungsschema für gotische Kirchen, verwendbar zur Charakterisierung einzelner Kirchen und auch zur Feststellung der Ähnlichkeit von Kirchen. Je strikter die Ähnlichkeiten desto mehr gemeinsame Strukturmerkmale können wir finden. Wir sprechen von Klassen bei großer Ähnlichkeit. (2) Strikte Klassen haben einen eng gefassten Typ, weit gefasste Klassen einen, der noch viele Varianten zulässt. Letztlich gehen wir (3) auch auf die Wiederverwendung von Klassen/ Typen ein, für Teile bedeutsamer als für ganze Kirchen.
Manfred Nagl

Kapitel 19. Entwurfs- und Entwicklungsprozess

Zusammenfassung
Dieses Kapitel behandelt Aspekte von Entwurfsprozessen auf unterschiedlichen Ebenen und mit unterschiedlicher Zielsetzung. Im ersten Abschnitt behandeln wir diese Prozesse auf grober Ebene und dabei insbesondere mit der Zielsetzung, methodische Hinweise für ihre Ausgestaltung zu finden. Im zweiten Abschnitt gehen wir stärker ins Detail: Können wir die einzelnen Schritte eines Prozessplans (wie gehen wir im Entwurf vor) präzise aufschreiben, wie sehen dabei die Schritte der Erstellung/ Modifikation parametrischer Elemente aus, wie verändern sich diese Pläne bei erneuter Anwendung? Schließlich geht der letzte Abschnitt darauf ein, dass Prozesspläne oft geändert werden, wenn ein Bau noch im Planungs- oder im Baustadium ist, oder später umgebaut werden muss.
Manfred Nagl

Kapitel 20. Architekturen und intelligenter Entwurf

Zusammenfassung
Wir vergleichen zunächst Architekturen im Bauwesen, für Software und beim Entwurf gotischer Kirchen, um deren Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu verstehen. Zwei Beispiele einer Softwarearchitektur und eines CAAD-Entwurfs werden danach einander gegenübergestellt. Die genauere Kenntnis von Klassen von Softwaresystemen bzw. Gebäuden sind der Schlüssel für fortgeschrittene Ansätze bzgl. Qualität und Effizienz des Entwurfs.
Manfred Nagl

Zusammenfassung, Ausblick, Verzeichnisse

Frontmatter

Kapitel 21. Zusammenfassung

Zusammenfassung
Die Zielsetzung des Buches ist, eine andere Sicht auf die Gotik zu geben, nicht aus der Sicht eines Spezialisten der Bau- oder Kunstgeschichte sowie Stilkunde. Es gibt hervorragende, detail- und kenntnisreiche Bücher über Gotik, die nicht überboten werden können, s. Literaturabschnitt A und B. Das Anliegen dieses Buches bzgl. der Kenntnisse von Gotik war, die Querbezüge innerhalb der Gotik zu beschreiben, z.B. die zugrundeliegende Idee, wie diese und wo zu welchen Bauformen geführt hat und warum Bauten entstanden sind, die unerwartete Eigenschaften besitzen, wie etwa deren Statik.
Manfred Nagl

Kapitel 22. Ausblick

Zusammenfassung
Natürlich hätte dieses Buch auch mit der Romanik als Beispiel eines historischen Baustils geschrieben werden können. Die Gedankenlinie wäre ähnlich gewesen, die Argumentation sogar einfacher. Auch hier gibt es verschiedene Kirchenarten, wie Basiliken und Zentralbauten, Sandsteinbauten und auch Ziegelbauten, standardisierte Kirchenmuster usw. Auch die Romanik hatte eine europäische Ausdehnung.
Manfred Nagl

Kapitel 23. Verzeichnisse

Zusammenfassung
Die Abschnitte A bis D stellen das Literaturverzeichnis dar, das nach Rubriken gruppiert ist. Die Literatur wird im Buchtext entsprechend zitiert, z.B. [A.Bi 93]. Anschließend folgt in Abschnitt 23.2 das Verzeichnis der aus anderen Quellen übernommenen Bilder. Ein Glossar/ Stichwortverzeichnis schließt das Kapitel ab. Bei Webzugriffen ist als Zugriffsdatum jeweils Mai 2019 einzusetzen.
Manfred Nagl
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