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Über dieses Buch

Gottlob Freges Begriffsschrift zählt zu den außergewöhnlichsten Schriften der Logikgeschichte. Mit ihr allein beginnt 1879 das Kapitel der modernen formalen Logik. Selbst heute können wir kaum nachvollziehen, wie die Vielfalt ihrer bahnbrechenden Inhalte durch einen Einzelnen geleistet werden konnte. Dennoch war die nahezu vollkommene Gründungsschrift einst ein verlegerischer Misserfolg, sie blieb unverstanden und erfuhr Ablehnung. Dieser heute klassische Text der Wissenschaft war seiner Zeit weit voraus. Es brauchte Jahrzehnte, bis der epochale Gehalt der Schrift allgemeine Anerkennung fand. Der vorliegende Kommentar liefert gleichermaßen eine erste umfassende historische wie philosophische Einbettung und eröffnet durch ein permanentes Gravitieren um das Werk einen verständigen Zugang.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

EINE ERSTE ANNÄHERUNG

„Eine erste Annäherung“ (§§ 1-10) befasst sich vornehmlich mit dem problem- und werkgeschichtlichen Kontext, der Biographie des Autors sowie der bis dato vollkommen ungeschriebenen Editionshistorie. Vergleichbar einem Satelliten gravitieren wir um das Werk, erst aus der Ferne der logikhistorischen Bewertungen, schließlich näherkommend, indem wir den außergewöhnlichen Charakter des Werkes aus verschiedenen Perspektiven beleuchten. Hierbei setzen wir uns nicht nur mit dem Problem einer fehlenden Ätiologie auseinander, sondern auch mit dem nahezu vollkommenen Unvermögen der Zeitgenossen, das Revolutionäre der Schrift auch nur im Ansatz erahnen zu können. Indem wir u.a. Missverständnisse erörtern, die seinerzeit einer weiteren Rezeption hinderlich im Wege standen, erschließen wir uns erste systematische Bausteine, die das Bahnbrechende erstmals erkennen lassen.

Matthias Wille

EINE ZWEITE ANNÄHERUNG

„Eine zweite Annäherung“ (§§ 11-23) setzt sich ungleich verbindlicher mit philosophischen sowie technischen Details der Schrift auseinander. Wir steigen in die Detailkommentierung der Paragraphen ein und beginnen mit der Explikation der investierten Hintergrundphilosophie, die entgegen weitläufiger Meinungen kaum kantische Züge trägt. Ausgehend der fundamentalen Unterscheidungen behandeln wir schrittweise die genialen und in ihrer systematischen Harmonie großartig anmutenden Neuerungen der Schrift: die logische Form, die formale Gültigkeit, der Kalkülbegriff, die Bewertungsmethode, die Theorie der Quantifikation, die Axiomatisierung der klassisch gewordenen Aussagen- und Prädikatenlogik erster Stufe und schließlich das begriffsschriftliche Beweisen als Summe all dieser Neuerungen im Lichte eines rigoros gefassten und zugleich umfassend erfüllten modernen Beweisbegriffs.

Matthias Wille

DIE BEGRIFFSSCHRIFT

Originaltext der Begriffsschrift

Matthias Wille

TEXTKRITISCHE ANMERKUNGEN

Textkritische Anmerkungen

Matthias Wille

QUELLENVERZEICHNIS

Die hier erstellte „Bibliographie zur Begriffsschrift“ besteht aus drei Teilen und berücksichtigt Publikationen aus dem Zeitraum von 1879 bis 2016, in sechs Fällen aus 2018. Während der erste Teil die hier bekannten 25 Teil(Editionen) im Umfang von 47 Ausgaben erfasst, führt der zweite Abschnitt die neun zeitgenössischen Rezensionen auf. Der dritte Teil listet ca. 250 Titel, die sich vornehmlich bis ausschließlich mit dem Werk befassen oder die für den Verlauf seiner Rezeptionsgeschichte bzw. für die Historiographie der Begriffsschrift von überragender Bedeutsamkeit sind. Um die Bibliographie aussagekräftig und handhabbar zu halten, finden im dritten Teil einzig Schriften Berücksichtigung, die entweder umfassend dem Werk gewidmet sind oder deren thematische Befassung in einem Publikationsbestand-teil inhaltlich geschlossen und zugleich in einem quantitativ respektablen Maße erfolgt.

Matthias Wille

Backmatter

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