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2020 | OriginalPaper | Buchkapitel

23. Governance der Bioökonomie im weltweiten Vergleich

verfasst von: Thomas Dietz, Jan Börner, Jan Janosch Förster, Joachim von Braun

Erschienen in: Das System Bioökonomie

Verlag: Springer Berlin Heidelberg

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Zusammenfassung

Die Bioökonomie gilt heute weltweit als Schlüsselstrategie für eine nachhaltige gesellschaftliche Entwicklung. Gleichzeitig ist die biobasierte Transformation von technischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Voraussetzungen abhängig, die die Bioökonomie selbst nicht erschaffen kann. Mitentscheidend für die Entstehung einer nachhaltigen biobasierten Transformation ist daher die Entwicklung eines umfassenden Governance-Rahmens für die Bioökonomie, der die bioökonomische Transformation sowohl fördert als auch reguliert. Weltweit haben bislang mehr als 40 Staaten explizite Bioökonomiestrategien entwickelt. Darin beschreiben die Staaten umfassend eine Reihe von Unterstützungsmaßnahmen zur Förderung ihrer Bioökonomien. Anders sieht es hingegen für den politischen Umgang mit den Risiken und Zielkonflikten aus, die mit dem Aufstieg der Bioökonomie verbunden sein können. Lediglich eine Minderheit der Staaten erwähnt überhaupt die potenziell auch negativen Folgen der bioökonomischen Transformation für die nachhaltige Entwicklung und diejenigen Staaten, die an dieser Stelle eine weitergefasste, nachhaltigere Strategie verfolgen, setzen bis auf sehr wenige Ausnahmen eher auf weiche politische Mittel der Risikominderung und Zielkonfliktbewältigung. Die Entwicklung eines zielführenden Governance-Rahmens für die Bioökonomie ist äußerst komplex. Sie bedarf der Koordination politischer Maßnahmen zwischen vielen unterschiedlichen politischen Sektoren. Außerdem müssen nationale Politikstrategien in einen größeren grenzüberschreitenden, internationalen politischen Rahmen eingebettet werden, um die entsprechenden Bedingungen für die Entwicklung einer globalen nachhaltigen biobasierten Transformation zu schaffen – Themen für die zukünftige Forschungsarbeit.
Fußnoten
1
Eine Vorabversion dieses Kapitels ist als wissenschaftliche Publikation erschienen: Sustainability 2018, 10: 3190; https://​doi.​org/​10.​3390/​su10093190.
 
2
Viele Staaten streben Entwicklungen entlang mehrerer oder sogar aller der genannten vier biobasierten Transformationspfade an.
 
3
In vielen, aber längst nicht allen Bereichen der Bioökonomie kann diese Diskussion (Kap. 17) auf eine umfangreiche wissenschaftliche Literatur zur Bewertung von Chancen und Risiken und sich daraus kontextbedingt ergebenden Zielkonflikten zurückgreifen (z. B. in den Agrar-, Ernährungs-, und Umweltwissenschaften, der Ökonomie und der biologischen und chemischen Fachliteratur).
 
Literatur
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Metadaten
Titel
Governance der Bioökonomie im weltweiten Vergleich
verfasst von
Thomas Dietz
Jan Börner
Jan Janosch Förster
Joachim von Braun
Copyright-Jahr
2020
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-662-60730-5_23