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Über dieses Buch

In diesem essential beschreiben Hans-Werner Grunow und Christoph Zender den Grundgedanken und die Entwicklung von Green Finance und dessen Einsatzmöglichkeiten in der Unternehmensfinanzierung. Die Autoren skizzieren die Entstehung von Green Finance und zeigen Unterschiede zu konventionellen Finanzierungen auf. Es wird beschrieben, in welchen Fällen Green Finance eingesetzt wird, welche Instrumente in Frage kommen und welche Prozesse durchlaufen werden. Behandelt werden außerdem die Green-Finance-Pläne der Europäischen Union.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Die Entstehung von Green Financing

Zusammenfassung
Keimzelle des umweltfreundlichen grünen Finanzwesens, dem Green Finance, sind die Vorstellungen und die Ziele der Vereinten Nationen (UN) in den Bereichen Umwelt und Entwicklung. Im Jahr 1992 kamen im brasilianischen Rio de Janeiro 178 Länder zusammen, um über ökologische und entwicklungspolitische Fragen des 21. Jahrhunderts zu debattieren. Grundlegende Übereinkunft bestand hinsichtlich der Absicht, global eine nachhaltige Wirtschaftsentwicklung anzustreben.
Hans-Werner Grunow, Christoph Zender

Kapitel 2. Fünf gute Gründe für grüne Unternehmensfinanzierungen

Zusammenfassung
Für Unternehmen gibt es mindestens fünf gute Gründe, sich für Green Financing „tauglich“ zu machen. Die Geschäftsführung wird damit für das Thema Nachhaltigkeit sensibilisiert. Das Arrangement grüner Finanzierungen dient als Vorbereitung für künftig schärfere gesetzliche Anforderungen an nachhaltiges Wirtschaften. Die Umsetzung grüner Finanzierungen lässt sich medial gut nutzen. Neue Finanzierungsansätze sprechen auch neue Investorenkreise an. Und die Dokumentation grüner Finanzierungen verbessert die Transparenz des Unternehmens.
Hans-Werner Grunow, Christoph Zender

Kapitel 3. Green Financing im Nachhaltigkeitsmanagement

Zusammenfassung
Der leitende Gedanke und Sinn von Green Finance ist die Beschleunigung der gesellschaftlich gewünschten Veränderungsprozesse hin zu einer klimaneutralen Volkswirtschaft. Die besondere Finanzierungsform soll Mittel für Investitionen mobilisieren, die den Klimawandel umkehren oder zumindest erträglicher machen oder generell die Umweltsituation verbessern. Der Effekt von „grünen Finanzierungen“ ergibt sich aus der Verwendung des aufgenommenen Kapitals.
Hans-Werner Grunow, Christoph Zender

Kapitel 4. Die Schritte zur erfolgreichen Umsetzung von Green Financing

Zusammenfassung
Green Financing bietet sich als Alternative zur konventionellen Finanzierung an, wenn einerseits bestimmte Projekte die Nachhaltigkeitsleistung und insbesondere die Klimafreundlichkeit eines Unternehmens signifikant verbessern (Grüne Projekte) oder andererseits das Geschäftsmodell eines Unternehmens auf Nachhaltigkeit basiert, beziehungsweise sich wesentliche Teile der Geschäftstätigkeit auf einem hohen Nachhaltigkeitsniveau befinden (Grüne Geschäftsmodelle). Die dafür benötigten Finanzmittel lassen sich dann im Rahmen „grüner“ Finanzierungen arrangieren. Dabei ist die Vorgehensweise jeweils gleich und gliedert sich in mehrere aufeinanderfolgende Schritte.
Hans-Werner Grunow, Christoph Zender

Kapitel 5. Qualitätsbewertung beim Green Financing

Zusammenfassung
Grün ist nicht gleich grün. Um den Nachhaltigkeitsgrad eines Vorhabens und damit dessen Umweltwirkung beurteilbar und bewertbar zu machen, sind angemessene Kriterien erforderlich. Eine aussagekräftige Bewertung von Green Finance-Vorhaben ist zuvorderst möglich mit der Einschätzung der inhaltlichen Projektqualität – ihr kommt die größte Bedeutung in der Gesamtbewertung zu.
Hans-Werner Grunow, Christoph Zender

Kapitel 6. Die Nachhaltigkeitstaxonomie der Europäischen Union

Zusammenfassung
Um nachhaltiges Wirtschaften und vor allem dessen Bewertbarkeit und Vergleichbarkeit zu fördern, wird die Europäische Union (EU) mehr Systematik in diesen Bereich bringen und im Hinblick auf Green Financing mehr Standards setzen. Dazu entwirft die EU mit ihrer sogenannten Taxonomie ein umfassendes Regelwerk für klimabezogene, umwelt- und sozialpolitisch nachhaltige Tätigkeiten. Ziel ist die Verankerung der künftigen Nachhaltigkeitstaxonomie im EU-Recht und die Schaffung einer Grundlage, um dieses Klassifikationssystem in verschiedenen Bereichen einzusetzen – zum Beispiel mit Normen, Kennzeichen, Orientierungspunkten zur Unterstützung umweltfreundlicher Lösungen oder für Aufsichtsvorschriften auf nationaler Ebene und mit Referenzgrößen zur Nachhaltigkeit.
Hans-Werner Grunow, Christoph Zender

Kapitel 7. Der Green Bond Standard der Europäischen Union

Zusammenfassung
Die Kommission der Europäischen Union (EU) veröffentlichte im Jahr 2018 ihren „Aktionsplan“ (Europäische Kommission 2018) zur Finanzierung von nachhaltigem Wachstum, der eine umfassende Strategie zur weiteren Verknüpfung von Finanzen und Nachhaltigkeit enthält. Dieser Aktionsplan sieht auch vor, Standards und Kennzeichnungen für umweltfreundliche Finanzprodukte zu entwickeln. Dazu gehört, einen EU-Standard für sogenannte Green Bonds zu entwerfen, der Leitlinien vorgibt, wie (marktorientierte) Finanzinstrumente konzipiert sein sollten, die zur Umsetzung nachhaltiger Investitionen aufgelegt werden.
Hans-Werner Grunow, Christoph Zender

Kapitel 8. Instrumente für die grüne Finanzierung

Zusammenfassung
„Grüne Finanzierungen“ werden bislang weit überwiegend in Form von Anleihen arrangiert. Auf dieses Instrument entfallen über 90 % des begebenen Volumens an Green Financing. Hinzu kommen Finanzierungen in Form von Schuldscheindarlehen, syndizierten Krediten oder auch traditionellen bilateralen Bankkrediten.
Hans-Werner Grunow, Christoph Zender

Kapitel 9. Grüne Marktteilnehmer

Zusammenfassung
Das Interesse des Marktes an grünen Finanzierungen wächst. Und die Wachstumsdynamik könnte noch größer sein, wenn die Kapitalnachfrage der Unternehmen für grüne Projekte noch höher und vielfältiger wäre. So fällt das Bemühen um „grüneres Wirtschaften“ heute bei vielen privaten und institutionellen Investoren auf fruchtbaren Boden; diese Gruppe an Kapitalgebern nimmt ständig zu.
Hans-Werner Grunow, Christoph Zender

Kapitel 10. Eckpunkte bei der Umsetzung grüner Finanzierungen

Zusammenfassung
Green Finance ist im Hinblick auf ein nachhaltigeres Handeln – Begrenzung des Klimawandels, Schonung der natürlichen Ressourcen, Schutz der Umwelt – ein nützlicher Ansatz. Allerdings bedarf es dazu des entsprechenden Vorsatzes aller Beteiligten, diesen Ansatz mitzutragen und seine Spielregeln einzuhalten. Die richtige Herangehensweise beim Green Financing also kann positive Effekte für alle Beteiligten auslösen: Bei den Unternehmen ein verbessertes Image am Markt, eine Stärkung der Innovationskraft, eine höhere Leistungsfähigkeit und langfristig günstigere Finanzierungskonditionen; bei den Investoren eine größere Auswahl an attraktiven Rendite-Risiko-Relationen.
Hans-Werner Grunow, Christoph Zender

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