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2022 | Buch

Grünes Wunder Wald

Eine kleine Achtsamkeits-, Erlebnis- und Wahrnehmungsanleitung

verfasst von: Dr. Bruno P. Kremer

Verlag: Springer Berlin Heidelberg

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Über dieses Buch

Dieses Buch bietet eine vielfältige Anleitung zum intensiveren Erleben und Verstehen des Waldes. In fünf Kapiteln informiert es über unsere heimischen Wälder als erholsame Oasen, erläutert waldökologisch bedeutsame Sachverhalte und geleitet Sie so zu einem erweiterten bzw. neuen Verständnis bemerkenswerter Zusammenhänge. So erfahren Sie, wie die Waldbaumarten nach dem letzten Tundrastadium vor rund 12000 Jahren phasen- und schrittweise zurückwanderten, warum die jetzigen Wälder großenteils nicht nur Natur-, sondern auch Kulturlandschaft sind, und wie man die verschiedenen forstlichen Betriebsformen (Femel-, Hoch-, Nieder- oder Plenterwald) erkennen kann. Zudem lernen Sie die Jahrringfolgen am gefällten Stamm zu deuten, in denen der Baum gleichsam seine Memoiren aufgezeichnet hat.

Dieses Buch ist keine umfassende Bestimmungshilfe für Waldorganismen, zeigt aber am Beispiel etlicher Einzelarten faszinierende Details aus deren Biologie bzw. Ökologie auf, die man sonst übersieht.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter
Kapitel 1. Einladung in einen besonderen Erlebnisraum
Zusammenfassung
Wald – welch wunderbarer Wohlklang in einem ungewöhnlich kurzen Wort mit nur vier Buchstaben, verspricht dieser Begriff doch umfassende und vielfältige Naturerfahrungen sowie -erlebnisse pur. Sofort stellen sich schon bei der bloßen Nennung des Begriffs spezifische Bilder von einer der Seele geradezu unglaublich gut tuenden Sehnsuchtslandschaft ein – einem wertvollen Erlebnisgut im diametralen Gegensatz zum täglichen Erfahrungsambiente in lärmenden, verqualmten Städten mit ihrer zumeist monoton grauen und oft auch noch reichlich gesichtslosen Wohnbebauung, welche auf Dauer konsequent die Psyche verkümmern lässt. Wald ist eben nicht nur ein wichtiger Wirtschaftsraum, sondern für die meisten Menschen ein gerne aufgesuchtes Erlebnis- und Lebensgut. Nicht von ungefähr hat er in Dichtung, Malerei, Musik und in einer kaum noch zu überblickenden Sachliteratur einen überaus reichen Niederschlag gefunden. Sogar in sprichwörtlichen Redewendungen sind seine Bestandteile präsent: „Das ist ja hanebüchen“ leitet sich von der Hainbuche ab, die ein recht stabiles Holz entwickelt, und wenn jemand knallharten Unsinn redet, ist dieses spezielle Attribut auf jeden Fall angesagt. Der Wald berührt viele Gefühlsebenen – er ist ein Zufluchtsort von ganz anderer Qualität als Freibad oder Fußballfeld.
Bruno P. Kremer
Kapitel 2. Eine kurze Geschichte des Waldes
Zusammenfassung
Durchradelt oder durchwandert man genussreich eine mit vielen Waldinseln durchsetzte oder mit größeren Waldstücken angereicherte Landschaft, gewinnt man möglicherweise leicht den Eindruck, die jeweiligen Waldanteile existierten hier schon seit ewigen Zeiten. Zugegeben: In der Vegetationskunde gilt der Wald als finale Klimaxgesellschaft – eben als eine ausgereifte, am Ende ihrer natürlichen Entwicklung angekommene Pflanzengesellschaft, in der man zunächst keine nennenswerte weitere Entwicklung mehr wahrnehmen kann, sondern eine allenfalls auf kleinen Störflächen etwa nach Windwürfen oder begrenzten Schadfeuern einsetzende Vegetationsdynamik.
Bruno P. Kremer
Kapitel 3. Der Wald – von unten nach oben
Zusammenfassung
Eine verbreitete Redensart kolportiert beharrlich, dass (manche) Zeitgenossen den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen. Nachvollziehbar ist diese seltsame Sentenz allerdings kaum, denn ein gewöhnlich so auffälliges und zudem dichtwüchsiges Ensemble aus Bäumen, Sträuchern und Kräutern bzw. Gräsern entzieht sich nun beim besten Willen nicht der direkten begrifflichen bzw. visuellen Wahrnehmung.
Bruno P. Kremer
Kapitel 4. Wie Gehölze wachsen
Zusammenfassung
Überall teilen wir unseren Lebensraum auch mit zahlreichen Pflanzen, aber viele von ihnen sind so klein, dass man sie gewöhnlich kaum beachtet – die winzigen Moospolster in den Pflasterfugen oder auch die mitunter doch recht häufigen, aber ebenfalls meist kleinwüchsigen Gräser und Kräuter zwischen Asphalt und Beton. Bäumen und Sträuchern schenkt man gewöhnlich etwas mehr Beachtung, denn sie sind in unserem Umfeld schon allein wegen ihrer oft imposanten Wuchsgröße nicht zu übersehen.
Bruno P. Kremer
Kapitel 5. Den Wald erleben – zu allen Jahreszeiten
Zusammenfassung
Manche mögen von einem Leben im Tropen- oder Subtropengürtel unserer Erde träumen – mit eventuell durchweg sympathischen, aber mitunter auch recht unangenehmen Temperaturen bei hoher Luftfeuchtigkeit, gelegentlich auch heimgesucht von sehr heftigen Stürmen und fast jeden Tag – wenngleich meist nur kurze, aber ergiebige – Regenfälle. Jedoch: Zwischen Äquator und den beiden Wendekreisen gibt es so gut wie keine Jahreszeiten mit wechselnden Tageslängen
Bruno P. Kremer
Backmatter
Metadaten
Titel
Grünes Wunder Wald
verfasst von
Dr. Bruno P. Kremer
Copyright-Jahr
2022
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
Electronic ISBN
978-3-662-65240-4
Print ISBN
978-3-662-65239-8
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-662-65240-4