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Über dieses Buch

Christa Reicher gibt einen Überblick über die Grundbegriffe und die historischen Phasen des Städtebaus sowie unterschiedliche Theorien. Das städtische Gefüge setzt sich aus verschiedenen Bausteinen und Nutzungen zusammen, die erläutert und in ihrer Bedeutung für qualitätsvollen Städtebau eingeschätzt werden. Die verschiedenen Philosophien beim städtebaulichen Entwerfen als produkt- und prozessorientierte Herangehensweisen werden dargestellt. Eine Aufbereitung der aktuellen Aufgabenfelder illustriert die Relevanz von Städtebau in der Planungspraxis, der Lehre und der Forschung.

Die Autorin:

Christa Reicher ist Professorin und Leiterin des Lehrstuhls und Instituts für Städtebau an der Fakultät für Architektur der RWTH Aachen. Sie ist außerdem Gründerin eines Planungsbüros mit Sitz in Aachen und Dortmund.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung

Zusammenfassung
Städtebau ist eine „Königsdisziplin“, die einen entscheidenden Einfluss auf die Lebensqualität in unseren Quartieren, Städten und Regionen hat. Dieses essential liefert eine Einführung in das weite Feld des Städtebaus, vom grundsätzlichen Verständnis der Disziplin bis hin zu einer Auseinandersetzung mit ihren aktuellen Aufgabenfeldern. Es will einen Beitrag leisten, das Wissen über die Stadt und den Städtebau zusammenzufassen und der interessierten Fachöffentlichkeit verfügbar zu machen.
Christa Reicher

Kapitel 2. Definition und Verständnis

Zusammenfassung
Unter dem Begriff „Städtebau“ werden die sichtbaren und gestalteten Strukturen der Stadtplanung verstanden. Städtebau befasst sich mit der räumlichen Ordnung und Gestaltung der Umwelt, im städtischen sowie im ländlichen Kontext. Im Laufe der vergangenen Jahrhunderte, wenn nicht sogar Jahrtausende, hat der Städtebau Lösungen für ganz unterschiedliche Anforderungen entwickeln müssen. Dabei haben die gesellschaftlichen, ökonomischen und ästhetischen Herausforderungen sowohl das Verständnis der Disziplin und also auch die Umsetzung von städtebaulichen Konzepten in formellen und informellen Planungsinstrumenten beeinflusst.
Christa Reicher

Kapitel 3. Geschichtliche Entwicklung des Städtebaus

Zusammenfassung
Städtebau existiert, seit Städte nicht nur errichtet und gebaut, sondern geplant und entworfen werden. Die Grundsätze und Gestaltungsprinzipien haben sich entsprechend den jeweiligen Herausforderungen verändert und damit über die Jahrtausende zu unterschiedlichen räumlichen Ergebnissen geführt. Seit der klassischen Antike über die Phase des Mittelalters und der Gründerzeit hat sich der Umgang mit dem öffentlichen Raum und den Ordnungs- und Gestaltungsprinzipien in den Städten grundlegend verändert. Mit der besonders dynamischen Entwicklung der Städte im 19. Jahrhundert etablierte sich der Städtebau als Disziplin. Im 20. Jahrhundert entstanden neue städtebauliche Leitbilder wie das der funktionalen Stadt, der autogerechten Stadt oder auch von „Urbanität durch Dichte“. Derzeit steht die Rückbesinnung auf die Grundprinzipien der europäischen Stadt mit ihrer historischen Prägung im Mittelpunkt der städtebaulichen Debatte.
Christa Reicher

Kapitel 4. Dimensionen und Gesetzmäßigkeiten der Stadt

Zusammenfassung
Die Dimensionen und Gesetzmäßigkeiten werden in Hinblick auf die Stadtmorphologie, das Nutzungsgefüge sowie das Stadtbild beschrieben. Während die Stadtmorphologie, verstanden als Form- und Gestaltprinzipien, nach denen Stadtgrundrisse entstanden sind, die innere Logik einer Stadtstruktur lesbar macht, bezieht sich das Nutzungsgefüge stärker auf den Gebrauch des Bodens und die Funktionsfähigkeit des Stadtorganismus. Das Stadtbild umfasst sowohl die materielle, physische Gestalt als auch immaterielle Faktoren wie Atmosphäre und Vielfalt.
Christa Reicher

Kapitel 5. Städtebauliche Strukturtypen

Zusammenfassung
Das Gefüge einer Stadt ist bestimmt durch städtebauliche Strukturtypen, also die Art und Weise wie Baukörper angeordnet sind und damit Räume prägen. Im Wesentlichen lassen sich in der europäischen Stadt die Strukturtypen Block, Hof, Reihe, Zeile, Solitär und Cluster identifizieren. In welcher Art und Weise die städtebaulichen Strukturtypen im Verlaufe der Stadtbaugeschichte eingesetzt wurden, hängt von den Rahmenbedingungen ab. Mit den gesellschaftlichen Wertevorstellungen und den veränderten Ansprüchen an Nutzung und Dichte geht auch die Anwendung von städtebaulichen Strukturtypologien einher.
Christa Reicher

Kapitel 6. Bausteine der Stadt

Zusammenfassung
Die Bausteine der Stadt machen in ihrem Zusammenspiel den Charakter und die Qualität des städtischen Gefüges aus. Im Wesentlichen lassen sich folgende Stadtbausteine unterscheiden: Freiraum, öffentlicher Raum, Wohnen, Gewerbe und Industrie, soziale und kulturelle Infrastruktur, Handel und Versorgung. Diese folgen jeweils unterschiedlichen funktionalen Anforderungen und räumlichen Gesetzmäßigkeiten. Mit den veränderten Herausforderungen haben sich die Stadtbausteine weiterentwickelt und ihre Rolle im Kontext der Stadt jeweils neu definiert.
Christa Reicher

Kapitel 7. Städtebauliche Herangehensweisen und Philosophien

Zusammenfassung
Die derzeitigen städtebaulichen Probleme, bedingt durch den demografischen, ökomischen und technologischen Wandel, fordern die Akteure in der Stadtentwicklung auf, neue Lösungsstrategien zu entwickeln. Vor diesem Hintergrund hat sich eine Bewegung wie die des „New Urbanism“, eine amerikanische Städtebaubewegung gegen die Suburbanisierung, in Europa Gehör verschafft. Ebenso haben Philosophien und inhaltliche Schwerpunktsetzungen im Städtebau wie die der Stadtbaukunst sowie des informellen und regionalen Städtebaus ihren Niederschlag gefunden.
Christa Reicher

Kapitel 8. Ausgewählte Aufgabenfelder im Städtebau

Zusammenfassung
Im Laufe der Entstehungsgeschichte von Städten sind unterschiedliche Aufgabenfelder im Städtebau bearbeitet worden. Die inhaltlichen Schwerpunkte haben jeweils auf aktuelle Herausforderungen reagiert und Lösungsansätze entworfen. So erfordern die klimatischen Veränderungen in Verbindung mit dem Anliegen der Energieeinsparung einen solaren und energieeffizienten Städtebau. Zugleich sind Aufgaben wie die Entwicklung von Brachflächen und die Aktivierung von Innenstädten zentrale städtebauliche Aufgaben, die einen wichtigen Beitrag zu einer nachhaltigen, lebendigen und ästhetischen Stadt leisten können.
Christa Reicher

Kapitel 9. Ein kurzes Fazit

Zusammenfassung
Städtebau bildet die Klammer zwischen Stadtplanung und Architektur, indem er den planerischen Rahmen konkretisiert und das einzelne Gebäude in den Kontext einbettet. Vor dem Hintergrund der skizzierten vielschichtigen Herausforderungen ist der Städtebau eine wirkliche „Königsdisziplin“, die einen entscheidenden Einfluss auf die Lebensqualität in unseren Quartieren, Städten und Regionen hat.
Christa Reicher

Backmatter

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