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Über dieses Buch

Dieses seit über drei Jahrzehnten erfolgreiche Lehrbuch zur Organisationstheorie liegt nun mit erweitertem Autorenkreis in neuer Auflage vor. Unverändert wird das entscheidungstheoretisch begründete Konzept der Organisationsgestaltung verfolgt und ein methodisch gesicherter, anwendungsbezogener Zugang zum Verständnis und zur Lösung komplexer Organisationsprobleme eröffnet. Für die zehnte Auflage wurde das Buch gründlich überarbeitet und aktualisiert. Neu einbezogen wurden unter anderem neue informationstechnologische Entwicklungen, aktuelle Tendenzen der Einbeziehung der Marktsteuerung in die Plansteuerung sowie die Analyse der organisationstheoretischen Grundlagen der aktienrechtlichen Corporate Governance.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

überblick über das Gesamtkonzept

Erster Teil. überblick über das Gesamtkonzept

Zusammenfassung
Um dem Leser den Zugang zu dem Buch zu erleichtern, formuliert der erste Teil in Form von Thesen das Konzept und die grundlegenden Begriffe der entscheidungsorientierten Organisationstheorie.
Erich Frese, Matthias Graumann, Ludwig Theuvsen

Grundlagen der Organisationsgestaltung

Frontmatter

A. Organisation, Organisationstheorien und Organisationsgestaltung

Zusammenfassung
Dieser Abschnitt thematisiert den Begriff der Organisation, gibt einen knappen Überblick über verschiedene Richtungen der Organisationstheorie und erörtert die Gestaltungsorientierung in der Organisationstheorie.
Erich Frese, Matthias Graumann, Ludwig Theuvsen

B. Gestaltungsorientierung von Organisationstheorien

Zusammenfassung
Die von Jacob Marschak und Roy Radner entwickelte Teamtheorie modelliert Entscheidungen in multipersonalen Handlungssystemen (Teams) mit dem Anspruch, die verfügbaren Ressourcen und Märkte so auszuschöpfen, dass das Gewinnziel optimiert wird. Im Unterschied zum traditionellen Entscheidungsmodell berücksichtigt die Teamtheorie explizit, dass durch Maßnahmen der Informationsgewinnung bessere Entscheidungen getroffen werden können.
Erich Frese, Matthias Graumann, Ludwig Theuvsen

C. Konzept der entscheidungsorientierten Organisationsgestaltung

Zusammenfassung
Organisatorische Regelungen sollen sicherstellen, dass die Organisationsmitglieder im Sinne übergeordneter Ziele handeln. Jede organisatorische Regelung formuliert Erwartungen hinsichtlich der Durchführung von Handlungen, z.B. des Vertriebs eines Produktes, durch Vorgaben von Aufgaben oder durch weitere, das Verhalten beeinflussende Maßnahmen. Das Ergebnis organisatorischer Regelungen soll als „Organisationsstruktur“ bezeichnet werden. Organisationsstrukturen beschreiben die Ausprägung der eingesetzten Gestaltungsinstrumente, z.B. durch die Vorgabe detaillierter Pläne für den Kontakt mit den Kunden im Vertriebsbereich.
Erich Frese, Matthias Graumann, Ludwig Theuvsen

Statisches Konzept der Organisationsgestaltung – Ausschöpfung gegebener Handlungspotenziale

Frontmatter

A. Konzeptionelle Grundtatbestände

Zusammenfassung
Die Untersuchung von Organisationsstrukturen für arbeitsteilige Entscheidungssysteme erfordert die Darstellung entscheidungslogischer Grundtatbestände. Zu Beginn dieses Abschnitts sollen die Begriffe „Handlung“ und „Entscheidung“ sowie die Beziehung zwischen Handlung und Entscheidung geklärt werden.
Erich Frese, Matthias Graumann, Ludwig Theuvsen

B. Koordination

Zusammenfassung
Durch die Festlegung von Entscheidungskompetenzen wird einer Entscheidungseinheit das Recht übertragen, in dem durch die Struktur der jeweils übertragenen Entscheidungsaufgabe gezogenen Rahmen Entscheidungen zu fällen. Die Abgrenzung von Entscheidungskompetenzen erlaubt eine erste Ausrichtung der Teilentscheidungen auf das Gesamtziel. Der Begriff der Entscheidungskompetenz wird im Folgenden im weitesten Sinne gebraucht; jede Zuweisung von Entscheidungsproblemen bedeutet eine Formulierung von Entscheidungskompetenzen.
Erich Frese, Matthias Graumann, Ludwig Theuvsen

C. Motivation

Zusammenfassung
Welchen Stellenwert haben Motivationsüberlegungen bei der Gestaltung des Kompetenzsystems aus der Sicht des Managements? Wie weit und in welcher Form gehen in Entscheidungen über alternative Formen der Segmentierung und der Strukturierung sowie in die Regelung der Kommunikationsbeziehungen Annahmen über die Motivationswirkungen der getroffenen Maßnahmen ein? Diese Fragen bilden den Gegenstand dieses Kapitels. Bei ihrer Beantwortung wird zunächst die Motivationstheorie daraufhin überprüft, welchen Beitrag zur Lösung praktischer Gestaltungsprobleme sie verspricht. Daran schließt sich der Versuch an, aus Studien über Reorganisationen in der Praxis Rückschlüsse auf die Bedeutung von Motivationseffekten bei der Gestaltung des Kompetenzsystems zu ziehen. Abschließend werden die Umrisse einer Gestaltungsphilosophie entwickelt, die Motivationseffekte aus dem Charakter der Kompetenzgestaltung als Rahmen setzender Regelung ableitet.
Erich Frese, Matthias Graumann, Ludwig Theuvsen

D. Koordinations- und motivationseffiziente Gestaltung

Zusammenfassung
Tief greifende Änderungen der Organisationsstruktur von Unternehmungen sind keine Seltenheit. Bedenkt man, dass solche Umstrukturierungen weit reichende ökonomische Konsequenzen haben, so stellt sich die Frage, an welchen Kriterien sich diese Gestaltungsentscheidungen orientieren sollten. Im Folgenden werden organisatorische Gestaltungen als Entscheidungsprobleme aufgefasst, deren Komplexität die Einführung von Ersatzzielen erfordert. Die Ableitung von Ersatzzielen – sie werden im Folgenden als Effizienzkriterien bezeichnet – geht von der Unterscheidung zwischen Koordinations- und Motivationsanforderungen einerseits und Kompetenz- und Steuerungsanforderungen andererseits aus.
Erich Frese, Matthias Graumann, Ludwig Theuvsen

E. Strategiebestimmte Organisationsgestaltung

Zusammenfassung
Die vorangegangene Darstellung der Grundelemente einer koordinationsbezogenen Gestaltungsheuristik, die im Wesentlichen auf der Verfolgung von bis zu einem gewissen Grade verselbständigten Subzielen, der Selektionswirkung einer am Aufgabenzusammenhang orientierten Gestaltungsperspektive und der Einführung vereinfachender Verhaltensannahmen beruht, hat die Notwendigkeit eines zusätzlichen Rückgriffs auf strategische Elemente deutlich gemacht. Die jeweilige Gestaltungsheuristik wird durch das strategische Konzept einer Unternehmung in zweifacher Weise bestimmt:
Erich Frese, Matthias Graumann, Ludwig Theuvsen

F. Integration von Koordinations- und Motivationseffekten in ausgewählten Konzepten

Zusammenfassung
Die Bildung von Gruppen – eine Aufgabe wird dann befristet oder unbefristet einer Mehrheit von Mitarbeitern übertragen – ist ein in der Praxis sehr verbreitetes Prinzip der Organisationsgestaltung. Die ausgeprägte Eignung von Gruppen, Koordinations- und Motivationseffekte zu realisieren, erklärt, warum sich ein beträchtlicher Teil der Unternehmungsaktivitäten in Gruppen vollzieht. Aus der Sicht der Koordination erlaubt die Gruppe durch die räumliche und zeitlich abgestimmte Präsenz einer Mehrheit von Personen mit jeweils unterschiedlichem Informationsstand eine nachhaltige Vereinfachung der Kommunikation. Ein historisches Beispiel ist die Bildung von produktorientierten Gruppen als die Diversifikationsstrategie der Du Pont Co. die Koordinationseffizienz der Funktionalorganisation beeinträchtigte. Motivationseffekte der Gruppenbildung sind ein zentrales Untersuchungsobjekt der Sozialpsychologie.
Erich Frese, Matthias Graumann, Ludwig Theuvsen

G. Organisatorische Gestaltung der Gesamtunternehmung

Zusammenfassung
Die organisatorische Konfigurierung der Gesamtunternehmung, die Entwicklung einer Rahmenstruktur für alle Unternehmungsaktivitäten, lässt sich in zwei Teilprobleme mit jeweils spezifischen Anforderungen trennen. Es muss einmal die Ebene der Unternehmungsleitung gestaltet werden. Gegenstand der Betrachtung sind hier die Aufgaben der Kerngruppe – der Gruppe, die durch die Unternehmungsverfassung zur Formulierung und Durchsetzung der für alle Unternehmungsaktivitäten verbindlichen Ziele legitimiert ist. Das zweite Problem bei der Festlegung der Rahmenstruktur bildet die Gestaltung der nachgelagerten Unternehmungsbereiche. Der Schwerpunkt der Aktivitäten liegt auf der Ebene der Unternehmungsbereiche in der Wahrnehmung des „operativen Geschäfts“, das sich in dem von der Unternehmungsleitung vorgegebenen Handlungsrahmen vollzieht.
Erich Frese, Matthias Graumann, Ludwig Theuvsen

Dynamisches Konzept der Organisationsgestaltung – Aufbau zukünftiger Handlungspotenziale

Frontmatter

A. Dynamische Sicht der Organisationsgestaltung

Zusammenfassung
Eine betriebswirtschaftliche Theorie der Organisationsgestaltung hat Strukturmodelle zu entwickeln, die als Grundlage für Organisationsentscheidungen des Managements geeignet sind. Betrachtet man die gegenwärtig weltweit von Managern in Großunternehmungen verfolgten Organisationskonzepte, so sind sie das Ergebnis einer historischen Entwicklung, die sich im Wesentlichen während der letzten 150 Jahre vollzogen hat. Wissenschaftler und Praktiker haben in dieser Zeitspanne im Zuge der Auseinandersetzung mit der herausfordernden Aufgabe, für Unternehmungen als Systeme mit interpersoneller Arbeitsteilung Regelsysteme zur Realisierung übergeordneter Gesamtziele zu entwickeln, ein eindrucksvolles Repertoire an Lösungen erarbeitet. Bei allen Unterschieden im Detail, die vor allem auf Situationsanforderungen und auf Gestaltungsphilosophien der handelnden Manager zurückgehen, kennzeichnet die Konzepte ein einheitlicher Grundzug: Es geht primär um die Lösung der elementaren Probleme, welche bei interpersoneller Arbeitsteilung zwangsläufig durch die Trennung zusammenhängender Aufgabenkomplexe und die Einbeziehung einer Mehrzahl von Personen mit jeweils individuellen Zielen entstehen.
Erich Frese, Matthias Graumann, Ludwig Theuvsen

B. Module dynamischer Organisationsgestaltung

Zusammenfassung
Drei Gestaltungsmodulen wird in der Literatur zu innovationsfördernden Strukturen eine besondere Bedeutung zugewiesen:
1.
Kompetenz- und Steuerungssystemen, die auf Grund einer geringen Regelungsdichte und offener Kommunikationsstrukturen individuelle Handlungsspielräume eröffnen,
 
2.
die Realisierung innovationsorientierter, intrinsischer Motivationskonzepte und
 
3.
Strukturen zur Förderung der Akquisition und des Transfers von Wissen.
 
Erich Frese, Matthias Graumann, Ludwig Theuvsen

C. Gestaltung innovationsorientierter Organisationsstrukturen

Zusammenfassung
Mit den drei Gestaltungsmodulen wurden im vorangegangenen Abschnitt Merkmale herausgearbeitet, die in besonderem Maße Organisationsstrukturen kennzeichnen, die das Ergebnis einer dynamischen Organisationsgestaltung sind. Die Ausprägung der Gestaltungsmodule hängt im konkreten Fall von den Strukturentscheidungen des Managements ab, die ihrerseits von den gegebenen Markt- und Ressourcenpotenzialen, der Einschätzung ihrer Entwicklung sowie von der verfolgten Gestaltungsphilosophie beeinflusst werden. Eine detaillierte Auseinandersetzung mit solchen Ausformungen von Organisationsstrukturen kann im Rahmen des in diesem Abschnitt angestrebten Überblicks über die Grundprobleme der Gestaltung innovationsorientierter Organisationsformen nicht erfolgen.
Erich Frese, Matthias Graumann, Ludwig Theuvsen

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