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Über dieses Buch

„Was ist meine Praxis eigentlich wert?“ Die Antwort auf diese Frage erscheint einerseits trivial und ist andererseits doch extrem komplex. In diesem Buch wird das Thema der Praxiswertermittlung im Hinblick auf die praktische Anwendung, aber auf der Grundlage solider bewertungstheoretischer Hintergründe vermittelt. Die Frage nach dem Wert der Praxis stellt sich im Berufsleben der meisten Ärzte mehrmals, unter anderem beim Kauf oder Verkauf und gegebenenfalls auch bei der Trennung von Praxis- oder Ehepartnern. Tatsächlich gibt es viele Unsicherheiten bei der Bearbeitung dieses Themas – sowohl bei Ärzten und Zahnärzten als auch bei Sachverständigen, Steuerberatern und weiteren „Gutachtern“. Das Werk ist somit als Lehr- und Handbuch für den Arzt, der selbst die Wertermittlung für seine Praxis durchführen möchte, als auch als Nachschlagewerk für erfahrene Bewertungspraktiker geeignet.

Der Inhalt

UnternehmenswertDarstellung verschiedener MethodenErmittlung des immateriellen PraxiswertesErmittlung des materiellen Praxiswertes

Der Autor

Prof. Dr. Thomas Sander leitet das Lehrgebiet Praxisökonomie an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH). Darüber hinaus ist er öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für die Bewertung von Arzt- und Zahnarztpraxen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einführung

Anlass für die Erarbeitung des vorliegenden Buches zu den Grundlagen der Praxisbewertung bestand in der allgemeinen großen Unsicherheit bei der Anwendung von in großer Zahl existierenden, unterschiedlichen Verfahren. Es gibt keine allgemein anerkannte Richtlinie zur Bewertung von Arzt- und Zahnarztpraxen, geschweige denn eine gesetzliche Vorgabe.
Thomas Sander

2. Unternehmenswert

Es gibt verschiedene Konzeptionen der Unternehmensbewertung, die hier im Zusammenhang mit der speziellen Orientierung auf Arzt- und Zahnarztpraxen nicht im Einzelnen diskutiert werden sollen: die objektive, die subjektive und die funktionale Unternehmensbewertung. Die funktionale Unternehmensbewertung hat sich seit Mitte der 1970er-Jahre durchgesetzt. Danach hat ein Unternehmen nicht nur für jedes Bewertungssubjekt (das ist zum Beispiel der Verkäufer, vgl. auch folgender Absatz) einen spezifischen Wert, er ist vielmehr auch abhängig von der konkreten Aufgabenstellung an den Unternehmensbewerter. Außerdem sind Vorstellungen, Planungen und Möglichkeiten des Bewertungssubjekts einzubinden. Die Zweckabhängigkeit ist die Basis der funktionalen Unternehmensbewertung. Es gibt weder ein „genormtes“ Verfahren zur Unternehmensbewertung noch jeweils einen einzigen (objektiven) Wert im Rahmen einer Bewertung.
Thomas Sander

3. Methoden

Im Folgenden werden aus Sicht des Verfassers erwähnenswerte Verfahren aufgeführt. Verfahren, die die minimalen Grundanforderungen an Unternehmensbewertungen nicht erfüllen, finden hier keine Berücksichtigung. Eine Gewährleistung für Vollständigkeit kann nicht gegeben werden.
Thomas Sander

4. Zur Ermittlung des immateriellen Praxiswertes

In den folgenden Abschnitten wird stets die Bruttomethode angewendet. Falls die Nettomethode zum Ansatz kommen soll, gelten zunächst die gleichen Grundsätze. Lediglich nach der Ermittlung des nachhaltigen Zukunftsertrages ist dann wie in Abschn. 3.4 beschrieben vorzugehen.
Thomas Sander

5. Zur Ermittlung des materiellen Praxiswertes

Nach gängiger Auffassung setzt sich der Wert einer Praxis unter der Annahme der Fortführung dieser Praxis aus dem „Substanzwert“ (materieller Praxiswert) und dem „ideellen Wert“ (immaterieller Praxiswert) zusammen. Die Summierung der beiden Werte ergibt den Praxiswert. Im Folgenden soll es um den „Substanzwert“ gehen.
Thomas Sander

6. Ergebnisdarstellung

Wenn ein Praxiswert oder ein Wertbereich ermittelt wurde, muss im Rahmen der Begutachtung eine Plausibilitätsrechnung durchgeführt werden. Dazu wird bei kleinen und mittleren Unternehmen (KMU; und dazu zählen auch Arzt- und Zahnarztpraxen) gelegentlich auf vereinfachte Preisfindungen, wie zum Beispiel die Ärztekammermethode, zurückgegriffen. Diese ersetzen zwar nicht die oben beschriebenen Grundsätze zur Wertermittlung, können aber nach IDW (Absatz 143 ff.) herangezogen werden.
Thomas Sander

7. Zusammenfassung und Ausblick

Im vorliegenden Buch wird eine intensive Auseinandersetzung mit dem Wertbegriff im Rahmen von Unternehmens- und hier im Speziellen von Praxisbewertungen vorgenommen. Anschließend werden die für die Bewertung von Zahnarztpraxen relevanten Wertarten diskutiert. Das Ziel dieser Auseinandersetzungen besteht darin, dem Leser grundsätzliche Klarheit über die Begrifflichkeiten zu verschaffen, weil dies im Bewertungsalltag erfahrungsgemäß zu kurz kommt und somit auch zu systematischen Fehlern führt. Insbesondere die Erkenntnis, dass Bewertungen stets aus der Sicht von jemandem vorgenommen werden, ist nach den Erfahrungen des Verfassers oft nicht klar. Vielmehr wird häufig versucht, einen Wert an sich zu ermitteln, was systematisch falsch ist.
Thomas Sander

Backmatter

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