Skip to main content
main-content

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

I. Die Finanzbuchhaltung als Teil des Rechnungswesens

Im Rechnungswesen der Unternehmung werden Finanz-und Leistungsströme sowie Bestände von Wirtschafisgütern wertmäßig in Geldeinheiten erfasst. Es dient neben der Wertlenkung der Güterbestände und -bewegungen auch deren Dokumentation für interne und externe Adressaten. Im Hinblick auf diese Informationsempfanger und die ihnen zu vermittelnden Informationsinhalte unterscheidet man zwischen externem und internem Rcchnungswesen.
Werner H. Engelhardt, Hans Raffée, Barbara Wischermann

II. Die Bilanz als Ausgangspunkt der doppelten Buchhaltung

Nach § 240 I HGB hat jeder Kaufmann, der nicht unter die größenabhängige Befreiung des § 241a HGB fallt, “zu Beginn seines Handelsgewerbes seine Grundstücke, seine Forderungen und Schulden, den Betrag seines baren Geldes sowie seine sonstigen Vermögensgegenstände genau zu verzeichnen und dabei den Wert der einzelnen Vermögensgegenstände und Schulden anzugeben. “ Das Verzeichnis muss dabei grundsätzlich vollständig sein, ganz unabhängig davon, ob den Vermögensgegenständen (noch) ein Wert beigemessen wird oder nicht. Gemäß § 240 I1 HGB und H 5.3 Bc muss ein solches Inventar (Aufstellung der Vermögens-und Schuldenwerte) jeweils nach Ablauf eines maximal zwölf Monate dauernden Geschäftsjahres erneut aufgestellt werden.
Werner H. Engelhardt, Hans Raffée, Barbara Wischermann

III. Die Buchung erfolgswirksamer Geschäftsvorfälle

Der Erfolg einer Periode entsteht, wie schon erläutert, als Differenz zwischen Aufwendungen und Erträgen.
Werner H. Engelhardt, Hans Raffée, Barbara Wischermann

IV. Buchungen in einem reinen Dienstleistungsunternehmen

Durch die Beschäftigung von Arbeitskräften entsteht dem Untcrnchmcn Pcrsonalaufwand. Dazu gchörcn mnächst cininal die Bnittolöhiie und -gehälter inkhrsivc Provisionen, Gratifikationcn und Tanticmcn. Außerdem sind fir die Arbeitnehmer Sozialversicherungsbciträgc (Kranken-, Pflcgc-, Arbcitsloscn-und Rentenversichemngsbciträgc) zu zahlen. Dicsc sind als Grundbeiträge jeweils zur Hälfte vom Arbeitgeber und zur Hälfte vom Arbeitnehmer zu tragen. Für dcn Arbeitgcber hat das die Konsequenz, dass außer den Rnittolöhnen und -gehältcrn auch sein Anteil an den Sozialvcrsichcrungcn als Personalaufwand anfallt. Außerdem können tarifvcrtraglich vereinbarte odcr frciwilligc Soziallcistilngen sowie vermögenswirksame Leistungen hinzukommcn. Das sind dann weitere Bestandteile des Personalaufwandcs. Im Folgenden wollen wir uns damit abcr nicht wcitcr bcschäftigcn.
Werner H. Engelhardt, Hans Raffée, Barbara Wischermann

V. Spezifische Buchungen in einem Dienstleistungsunternehmen mit Warenverkehr

Ein Handelsbetrieb ist ein Dienstleistungsunternehmen, in dem -im Gegensatz zu der bisher betrachteten Untemehmensberatungsgesellschaft -mit Sachleistungen (Waren) gehandelt wird. Diese Waren werden in der Regel zunächst eingekauft, gelagert und schließlich verkauft. Insofern sind zusätzlich zu den Umsatzerlösen auch Warenbestände und deren Veränderungen ZU buchen. Das kann auf einem einzigen Konto, dem sogenannten gemischten Warenkonto, oder auf zwei getrennten Konten (Warenbestands-und Warenerfolgskonto) geschehen. Beide Möglichkeiten wollen wir jetzt vorstellen. Die Darstellung der Buchungen auf einem gemischten Warenkonto hat hauptsächlich didaktische Bedeutung und weniger praktische Relevanz.
Werner H. Engelhardt, Hans Raffée, Barbara Wischermann

VI. Spezifische Buchungen in einem Produktionsbetrieb

Für einen Handclsbctricb, in dem die eingekauften Waren ohne wcsciitlichc Be-oder Verarbeitung weiterverkauit wcrdcn, genügen zur Erfassung der Güterbcwegungcn Warcnbestands-und Warcnvcrkaufskonten. Im Prod~iktionsbetricb kommt man damit jedoch nicht aus. Ilicr wcrdcn Materialien eingekauft und daraus untcr Einsatz von Arbeitskraft, Fcriigungsanlagen und weiteren Materialien vcrkaufstahige Produkte hergestellt. Die Buchungen dieser Vorgänge erfordern deutlich mehr Kontenarten als der Handelsbetricb. Im einzelnen sind das Konten für dcn Matcrialbcstand (Roh-, Hilfs-, Betricbsstoffc71 und Teile), den Materialvcrbrauch, die Umsatzerlöse für verkaufte Produkte und Konten für die Bcstandsvcrändcrungen sowie den noch am Lager bcfindlichen Bestand an Halb-und Fertigfabrikaten.
Werner H. Engelhardt, Hans Raffée, Barbara Wischermann

VII. Der Wechselverkehr und seine Buchung

Der Wechsel ist ein sehr altes Instrument des Wirtschaftsverkehrs Er erlangte scinc Bedeutung vor allem durch die Gefahren eines Geldtransports und d ~ Sec hwicrigkcitcn des Gcldwcchselns Ein anderer Grund lag in dem kanonischen Zinsvcrbot dcr Kirche Wechsel waren, wie auch auf sie berechnete Gcbiihrcn, erlaubt Da\ 7iiiwerbot ließ sich somit umgchcn Dicsc ursprunglichen Fuiiktlonen Iiat er heute cingcbußt Andere, nicht minder wichtige Aufgaben wie T(red1tierung und Absichcrung ciiicr Forderung sind an ihre Stelle getreten Auch nach Einstcll~ing dcr Rediskontpolitik der Deutschen Bundesbank Endc 1988 spielt der Wcch\el entgegen aller Erwartungen laut Auskunft der B~~ndcsbannkac h wic vor cine nicht unerhebliche Rolle als Sichcrungsinstrumcnt (Pfand) Insofern 1st cq bcgrundet, die Buchung des Wechselverkehrs hier weiterhin vorzustcllcn DarUber hinaus muss bei der buchhaltcrischcn Erfassung des Wcchsels eine intensive gedankliche Auseinandcrsct~ung mit den okonomischen HintergWnden erfolgeil, die in diesem Buch nicht unter den Tisch fallen sollte
Werner H. Engelhardt, Hans Raffée, Barbara Wischermann

VIII. Vorbereitende Abschlussbuchungen und Hauptabschlussübersicht

Im Kapitel TV haben wir uns bereits mit den planmäßigen Abschreibungen auf das abnutzbare Anlagevermogen beschäftigt. Nun kann der Fall cintrctcn, dass zusätzlich 7u den im Abschrcibungsplan erfassten Wertniindcrungcn unerwartete außerplanmäßige Wertminderungen zu vcrzcichncrr sind. Das kann beispielsweise aufgrund cincs Brandschadens odcr cincs anderen Unfalls geschehen. Solclic Wertminderungen können außerdem nicht nur das abnutzbare Anlagevermögen, sondern auch nicht abnutzbarcs Anlagevermögen (zum Bcispicl ein Baugnindstück) und auch Umlaufvermögen (zum Bcispicl Material) treffen Nach 5 253 111 IIGB gilt bei nicht im Abschreibungsplan berücksichtigtcn unerwarteten Wertminderungen im Anlugevemogen gcncrcll, dass sic außcrplamaßigc Abschreibungen erforderlich machen, wenn sie von Dauer sind. Bei nur vorübergehcndcr Wcrtmindcrung besteht nur für Finanzanlagen ein Abwcrtungswahlrecht. Bei Sachanlagen ist in dicscm Fall eine außerplanmäßige Abschreibung verboten, wodurch das Bilden “stiller Reserven “ möglichst verhindert werden soll. Für Un7luttfve?rnögen gilt nach 5 253 IV HGB gcncrell die Pflicht zur Durchführung einer (außerplanmäßigcn) Abschrcibung,89 wenn eine Wertminderung gegcnübcr dem bilanziellen Wert eingetreten ist. Gemäß 5 277 I11 HGB müssen Kapitalgesellschaften außerplanmäßige Abschreibungen nach 5 253 111 Satz 3 und 4 I-IGB jeweils gesondert ausweisen90 odcr in1 Anl-iailg angeben. Auch für Nichtkapitalgesellschaften, die nicht dazu verpflichtet sind, ist die Information von Iiltcrcssc, wic hoch die außerplanmäßigen AuSwcndungen der Periode sind. Aus dicscm Gnindc ist gcncrell das Führen eines gcsondertcn Kontos fir die Buchung der außerplanmäßigcn Abschrcibungcn angebraclit Die Buchungstccl-inik unterscheidet sich nicht von der bei planm2ßigcn Abschreibungen (vgl Kapitel 1V E) Sie können ebenfalls direkt oder indirekt gebucht werden, wobci Kapitalgesellschaften im Jahresabschluss sclbst abcr kcinc passiven Wcrtbcrichtigungsposten atlsweiseii durfen Bel indirekter Abschreibung waren also noch eine entsprcchcndc Abschlussbuchung und die Verrechnung der Wertberichtigungskonten mit den dazugehörigen Vcrmögcnskonten erforderlich
Werner H. Engelhardt, Hans Raffée, Barbara Wischermann

IX. Die Erfolgsbuchung bei ausgewählten Rechtsformen der Unternehmung

Den vielfiltigcn Anforderungen, die das Wirtschaftslcbcn an die Untemchmung stellt, muss auch die Rcchtsform der Untcrnchmungcn gerecht werden. Eine cinhcitliche Form ist dabei undenkbar, weshalb auch der Gcsctzgcbcr verschiedene Typen von Rcchtsformen entwickelt hat. Jedem dieser Typen liegt cinc bestimmte Vorstellung, ein Lcitbild des Gesetzgebers, zugrunde. Angesichts der Gcstaltungsfrcihcit, die unsere Rechtsordnung den Unternchmungcn lässt, werden diese Lcitbildcr keineswegs immer eingehalten. Es kommt also unter ein und derselben Rcchtsform zu sehr vielgestaltigen wirtschaftlichen Ausprägungen der Unternehmungen, die oft bis zu cincr Pcrvertierung dcsscn gehen, was der Gesetzgeber ursprünglich im Auge hatte.
Werner H. Engelhardt, Hans Raffée, Barbara Wischermann

X. Die Organisation der Buchführung

Die bisher in diesem Ruch betrachtete Erfassung der GeschaStsvorfillc unter systcmatischen Gesichispunktcn auf Kontcn stellt nicht die cinzigc Erfassung des Buchhaltungsstoffcs dar. Gcnau gcnoii1mcn sind für die Organisation der doppelten Buchlrihrung vier Bcstandtcilc LU iintcrschcidcn
Werner H. Engelhardt, Hans Raffée, Barbara Wischermann

Backmatter

Weitere Informationen

Premium Partner

BranchenIndex Online

Die B2B-Firmensuche für Industrie und Wirtschaft: Kostenfrei in Firmenprofilen nach Lieferanten, Herstellern, Dienstleistern und Händlern recherchieren.

Whitepaper

- ANZEIGE -

Blockchain-Effekte im Banking und im Wealth Management

Es steht fest, dass Blockchain-Technologie die Welt verändern wird. Weit weniger klar ist, wie genau dies passiert. Ein englischsprachiges Whitepaper des Fintech-Unternehmens Avaloq untersucht, welche Einsatzszenarien es im Banking und in der Vermögensverwaltung geben könnte – „Blockchain: Plausibility within Banking and Wealth Management“. Einige dieser plausiblen Einsatzszenarien haben sogar das Potenzial für eine massive Disruption. Ein bereits existierendes Beispiel liefert der Initial Coin Offering-Markt: ICO statt IPO.
Jetzt gratis downloaden!

Bildnachweise