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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Überblick: Der Problembereich von Investition und Finanzierung und sein Wandel im Zeitablauf

Frontmatter

Kapitel 1. Die traditionelle Betrachtungsweise: eine güterwirtschaftlich geprägte Sicht

Zusammenfassung
Diesem ersten Kapitel des einführenden Lehrbuchteils kommt die Aufgabe zu, die sogenannte traditionelle Betrachtungsweise innerhalb der Lehre vom Investieren und Finanzieren vorzustellen. Im einzelnen soll vermittelt werden
(1)
daß und warum die traditionelle Betrachtungsweise den güterwirtschaftlichen Bereich zum Ausgangspunkt ihrer Überlegungen wählt und welche Konsequenzen dies für die Stellung der Investitions- und Finanzierungsprobleme innerhalb der Betriebswirtschaftslehre hat
 
(2)
wessen und welchen Zielen das Investieren und Finanzieren gemäß traditioneller Betrachtungsweise dienen soll
 
(3)
welche Probleme im Finanzbereich als zentral angesehen werden und, hieraus folgend, mit welchen Inhalten sich die traditionelle Betrachtungsweise schwerpunktmäßig auseinandersetzt und
 
(4)
warum die traditionelle Betrachtungsweise keine Hilfestellung geben kann, wenn es gilt, Vorteilhaftigkeitskriterien füür Entscheidungen im Finanzbereich zu entwickeln.
 
Reinhard H. Schmidt, Eva Terberger

Kapitel 2. Die moderne Betrachtungsweise: eine entscheidungsorientierte Sicht

Zusammenfassung
Dieses Kapitel soll in die moderne Investitions- und Finanzierungstheorie einfüühren. Im Unterschied zum ersten Kapitel, das die traditionelle Finanzwirtschaftslehre vorgestellt hat, geht es im vorliegenden Kapitel weniger um einen Überblick über die behandelten Themen als um einen Einblick in die Annahmen und Grundzüge der Argumentation. Der Grund für diesen Unterschied der Vorgehensweise liegt darin, daß der Rest des Buches die zentralen Fragestellungen der modernen Investitions- und Finanzierungstheorie aufgreifen sowie die Lösungen vorstellen wird, die diese Theorie anzubieten hat.
Reinhard H. Schmidt, Eva Terberger

Investition (und Finanzierung) bei sicheren Erwartungen

Frontmatter

Kapitel 3. Grundlagen der Investitionstheorie

Zusammenfassung
Im Teil II wird die Investirions- und Finanzierungstheorie behandelt, soweit sie von sicheren Erwartungen ausgeht. Da die Finanzierung unter der Annahme sicherer Erwartungen zu einer weitgehend trivialen Angelegenheit wird, steht die Investitionstheorie eindeutig im Vordergrund. In diesem Kapitel diskutieren wir die Grundlagen. Das sind zum einen Fragen der Art, wie Investitionsmöglichkeiten beschrieben werden können und wie man die Annahmen, die im folgenden gebraucht werden, formulieren kann und wie man sie verstehen sollte. Zum anderen behandeln wir das Grundmodell der Investitionstheorie anhand des einfachen Falles, in dem es nur zwei Zeitpunkte gibt.
Reinhard H. Schmidt, Eva Terberger

Kapitel 4. Methoden der Investitionsrechnung

Zusammenfassung
In diesem Kapitel werden zuerst die drei sogenannten klassischen (oder) finanzmathematischen Methoden der Investitionsrechnung vorgestellt. Die Leser sollen dabei lernen,
(1)
wie diese Methoden funktionieren und in einfachen Fällen anzuwenden sind, welche Überlegungen hinter den Rechenverfahren stehen und auf welchen versteckten (impliziten) Annahmen sie hinsichtlich der Finanzierungsmöglichkeiten und der Möglichkeiten zur Geldanlage beruhen,
 
(2)
unter welchen Bedingungen ihre Anwendung zu Entscheidungen führt, die den Konsumeinkommensstrom des Investors optimieren, und
 
(3)
daß die finanzmathematischen Methoden nur eine Verallgemeinerung des im vorigen Kapitel erläuterten Separationstheorems von Fisher auf den Fall von mehr als zwei Zeitpunkten darstellen.
 
Reinhard H. Schmidt, Eva Terberger

Finanzierung (und Investition) bei gegebenem Unsicherheitsgrad

Frontmatter

Kapitel 5. Finanzierungskosten einzelner Finanzierungsarten

Zusammenfassung
Im Zentrum dieses Kapitels stehen die Kosten des Eigenkapitals einer Aktiengesellschaft (AG). Wir untersuchen zuerst die Kosten vorhandenen Eigenkapitals und der Eigenfinanzierung, d.h. der Beschaffung (zusätzlichen) Eigenkapitals von bisherigen Eigentümern (Aktionären), dann die der Beteiligungsfinanzierung im engeren Sinne, d.h. der Beschaffung (zusätzlichen) Eigenkapitals von Personen, die bisher nicht Aktionäre waren, und schließlich die der Selbstfinanzierung, d.h. der Einbehaltung von Gewinnen. Abschließend vergleichen wir die Finanzierungskosten der drei verschiedenen Arten der Eigenkapitalfinanzierung miteinander und gehen kurz auf die Kosten der Fremdfinanzierung ein.1 Die Leser sollen dabei lernen,
1)
worin für die einzelnen Finanzierungsarten die Finanzierungskosten bestehen,
 
2)
daß es eine für alle Arten der Eigenkapitalfinanzierung gemeinsame Methode zur Bestimmung der Höhe der Finanzierungskosten gibt; sie besteht darin, das Denken in Opportunitätskosten mit den Annahmen des Gleichgewichts am Kapitalmarkt und der Vollkommenheit dieses Marktes zu verknüpfen,
 
3)
daß die Bestimmung von Eigenkapitalkosten inhaltlich dieselbe Überlegung enthält wie die Bewertung von Unternehmungen oder Unternehmensanteilen (Aktien),
 
4)
daß auf einem vollkommenen Kapitalmarkt die Finanzierungskosten aller Arten der Eigenkapitalfinanzierung gleich hoch sind und
 
5)
daß die Überlegungen hinter dem Konzept der Eigenkapitalkosten wieder nur eine Variation des Leitmotivs der neoklassischen Finanzierungstheorie darstellen: Auf einem vollkommenen Kapitalmarkt sind im Gleichgewicht komplexe Entscheidungsprobleme in Teilprobleme zerlegbar, und einige der Teilprobleme sind irrelevant.
 
Reinhard H. Schmidt, Eva Terberger

Kapitel 6. Kapitalstruktur und Kapitalkosten bei gemischter Finanzierung

Zusammenfassung
In diesem Kapitel wird geprüft, ob und wie die Kapitalkosten bzw. die durchschnittlichen Finanzierungskosten einer Unternehmung und insbesondere ihre Eigenkapitalkosten davon abhängen, wie stark die Unternehmung verschuldet ist, und ob es eine optimale Kapitalstruktur gibt. Stand in Kapitel 5 der Nachweis im Mittelpunkt, daß die Eigenkapitalkosten auf einem vollkommenen Kapitalmarkt von der Art der Eigenkapitalbeschaffung unabhängig sind, so wird nun vor allem gezeigt, daß auf vollkommenen Kapitalmärkten auch die durchschnittlichen Kapitalkosten und der Gesamtwert des Unternehmens von der Zusammensetzung der Finanzierung unabhängig sind. Damit gibt es unter bestimmten Bedingungen keine optimale Kapitalstruktur, die Kapitalstruktur ist “irrelevant”.
Reinhard H. Schmidt, Eva Terberger

Investitions- und Finanzierungsentscheidungen bei Unsicherheit

Frontmatter

Kapitel 7. Die Darstellung und Lösung von Entscheidungsproblemen bei Unsicherheit

Zusammenfassung
Wir wollen in diesem Kapitel die Grundzüge der Entscheidungstheorie vorstellen. Die Leser sollen
(1)
eine Vorstellung davon bekommen, womit sich die Entscheidungstheorie beschäftigt, was an ihr “normativ” ist und was man sich unter “rationalen” oder “vernünftigen” Entscheidungen vorzustellen hat,
 
(2)
einige wichtige Grundbegriffe und Grundmodelle der Entscheidungstheorie kennenlernen,
 
(3)
lernen, wie man allgemein ein Entscheidungsproblem unter Unsicherheit darstellen und lösen kann,
 
(4)
erkennen, daß es zwei methodisch unterschiedliche Ansätze gibt, wie man ein Entscheidungsproblem darstellen und lösen kann, und schließlich
 
(5)
verstehen, daß und warum die direkte Anwendung der Entscheidungstheorie auf Investitionsentscheidungen nur in wenigen Fällen möglich ist und daß es wichtig wäre, eine Alternative zu der direkten Anwendung zu finden.
 
Die Person, die eine Entscheidung trifft, wird im folgenden kurz als “der Entscheider” bezeichnet.
Reinhard H. Schmidt, Eva Terberger

Kapitel 8. Entscheidungen von Kapitalanlegern: Portfolio Selection

Zusammenfassung
Dieses Kapitel soll zwei Aufgaben erfüllen: Zum einen soll eine wichtige Klasse von Investitionsentscheidungen unter Unsicherheit behandelt werden, nämlich die Entscheidungen über die Geldanlage in Aktien, die an der Börse gehandelt werden. Zum anderen soll die im nächsten Kapitel weiter auszubauende Einsicht vorbereitet werden, daß die Entscheidungen von Kapitalanlegern die wichtigste Determinante der Finanzierungsmöglichkeiten von Unternehmungen sind. Die Theorie der Anlageplanung und die auf ihr aufbauende Theorie des Kapitalmarktgleichgewichts stehen inhaltlich zwischen den Themenkreisen Investition und Finanzierung und ergänzen unsere Ausführungen zum Thema Kapitalkosten um eine weiterreichende Erfassung des Risikos.
Reinhard H. Schmidt, Eva Terberger

Kapitel 9. Kapitalkosten und Risiko

Zusammenfassung
In diesem Kapitel soll die Kapitalmarkttheorie mit ihrem Herzstück, dem sogenannten “Capital Asset Pricing Model” (CAPM), dargestellt werden, und es soll gezeigt werden, wie sich mit seiner Hilfe ein Kapitalkostensatz für Entscheidungen über einzelne Investitionsobjekte bestimmen läßt, der deren Risiko ausdrücklich und korrekt zu berücksichtigen erlaubt. Damit werden drei Fragen erneut aufgegriffen, die in den vorangegangenen Kapiteln immer wieder gestellt worden sind:
(1)
die Frage nach der Vergleichbarkeit zwischen Investitionen und der oder den zu ihrer Beurteilung herangezogenen alternativen Mittelverwendungen,
 
(2)
die Frage nach der Methode der Risikomessung für Investitionsobjekte und
 
(3)
die Frage nach der Bedeutung der Einbindung von Unternehmungen in einen Kapitalmarkt für die Möglichkeit, Investitions- und gegebenenfalls auch Finanzierungsvorhaben isoliert zu beurteilen.
 
Reinhard H. Schmidt, Eva Terberger

Investitions- und Finanzierungsprobleme aus neo-institutionalistischer Sicht

Frontmatter

Kapitel 10. Wurzeln und Grundmuster der neo-institutionalistischen Argumentation

Zusammenfassung
In diesem Kapitel wird zunächst dargestellt, worin aus neo-institutionalistischer Sicht das Grundproblem der Finanzierung besteht. Es unterscheidet sich grundlegend von dem Problem der Bewertung mehrperiodischer und unsicherer Zahlungsströme, um das die kapitalmarktorientierte Finanzierungstheorie kreist. Ausführlicher, als es im Überblicksteil dieses Buches möglich war, soll dabei gezeigt werden,
(1)
durch welche Variation im Annahmenrahmen sich die neo-institutionalistische Modellwelt von der neoklassischen unterscheidet,
 
(2)
daß das Grundproblem von Finanzierungsbeziehungen gemäß neo-institutionalistischer Sicht in erster Linie aus Informationsproblemen entsteht und zu Problemen bei der Einigung und der Kooperation zwischen den potentiellen Partnern einer Finanzierungsbeziehung führt,
 
(3)
welche Konsequenzen sich hieraus bezüglich der zentralen Fragestellungen der Finanzierungstheorie ergeben und mit welcher Art von Überlegungen der neo-institutionalistische Ansatz — im Gegensatz zum neoklassischen — seine Fragestellungen behandelt.
 
Reinhard H. Schmidt, Eva Terberger

Kapitel 11. Eine neo-institutionalistische Analyse idealtypischer Finanzierungsformen

Zusammenfassung
Dieses Kapitel enthält eine ökonomische Analyse von Grundformen der Finanzierung. Deren wichtigste Merkmale sind den Lesern bereits aus dem ersten Kapitel vertraut, das einen Überblick über die traditionelle Finanzwirtschaftslehre gegeben hat, zu deren inhaltlichen Schwerpunkten die Kennzeichnung der Finanzierungsformen gehört. Es ist kein Zufall, daß uns die neo-institutionalistische Theorie wieder zu den Themen der traditionellen Finanzwirtschaftslehre zurückführt, auch wenn diese hier aus einem anderen — und moderneren — Blickwinkel betrachtet werden: Finanzierungsformen werden nicht nur beschrieben und systematisiert, sondern sie werden als institutionelle Regelungen des Verhältnisses zwischen Kapitalgebern und Kapitalnehmern erklärt. Dies erfolgt unter den Fragestellungen,
(1)
welche unterschiedlichen Informations- und Anreizproblems für welche Finanzierungsform typisch sind und
 
(2)
inwiefern die institutionellen Ausgestaltungen dieser Finazierungsformen in der Realität als Instrumente deutbar sind, um diesen Informations- und Anreizproblemen zu begegnen.
 
Reinhard H. Schmidt, Eva Terberger

Kapitel 12. Erweiterungen, Ausblick und offene Fragen

Zusammenfassung
Das zwölfte und letzte Kapitel soll die Vorstellung der neo-institutionalistischen Finanzierungstheorie abrunden, indem die Komplexität der Argumentation erweitert und ein Ausblick auf Themen gewährt wird, die zwar im Zentrum der neo-institutionalistischen Finanzierungstheorie stehen, aber in diesem einführenden Lehrbuch nicht mehr als angerissen werden können.
Reinhard H. Schmidt, Eva Terberger

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