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Über dieses Buch

Im Spannungsfeld von Ökonomie und Ethik müssen Führungskräfte vielfältigen Erwartungen gerecht werden. Organisationen im Sozial- Bildungs- und Gesundheitswesen erfüllen einen gemeinwohlorientierten und gemeinschaftsbildenden Auftrag, sie begleiten, unterstützen und fördern Menschen in schwierigen Lebenssituationen. Gleichzeitig sollen sie nach betriebswirtschaftlichen Grundsätzen geführt werden. Daraus ergeben sich ethische Fragen, die sich im Management und in der Führung von Mitarbeitenden manifestieren. Fairness, Transparenz und Vertrauen sind unabdingbar. Es wird zunehmend erforderlich, im doppelten Sinne ökonomisch und moralisch ‚gutes‘ Führungshandeln zu reflektieren und neu zu bestimmen. Der Autor zeigt praxisnah, wie das vorhandene professionsethische Instrumentarium im Sinne einer angewandten Führungsethik weiterentwickelt werden kann.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung

Zusammenfassung
Führung ist Zusammenarbeit. Wer eine Organisation leitet, trägt Mitverantwortung für andere Menschen. Führung ist immer eine relationale Angelegenheit, erfordert Offenheit in der Interaktion und gegenseitige Motivation für die gemeinsame Aufgabe.
Michael Herzka

Kapitel 2. Zum Verhältnis von Ökonomie und Ethik

Zusammenfassung
Im Herbst 2015 erschüttert der VW-Skandal die deutsche und die internationale Öffentlichkeit. Ein weltweit führender Automobilkonzern und Flaggschiff der deutschen Industrie hat über Jahre systematisch und vorsätzlich Testverfahren bezüglich Schadstoffausstoß und Benzinverbrauch verfälscht. Etwa zur gleichen Zeit laufen Untersuchungen gegen mehrere prominente Funktionäre großer Sportverbände bezüglich Schmiergeldzahlungen bei der Vergabe von Fußballweltmeisterschaften.
Michael Herzka

Kapitel 3. Organisation und Ethik

Zusammenfassung
Wir verbringen einen großen Teil unseres Arbeits- und Privatlebens in Organisationen, meist ohne uns genauer zu überlegen, was dies überhaupt für Gebilde sind und wie sie funktionieren. Organisationen existieren bereits, wenn wir in sie eintreten, manche gründen wir vielleicht mit, die meisten werden weiter bestehen, wenn wir sie wieder verlassen. Im Gegensatz zu einer bloßen Ansammlung oder Gruppierung von Personen verfügt eine Organisation zumindest über drei spezifische Merkmale: Erstens muss die Mitgliedschaft geklärt werden, nicht jeder kann dazugehören.
Michael Herzka

Kapitel 4. Ethik in der Führung

Zusammenfassung
Wie der Blick auf Unternehmen und andere Organisationen zeigt, ist kollektives Handeln für die soziale und ökonomische Entwicklung unserer Gesellschaften zwar unverzichtbar, bringt aber auch eine Reihe von Problemen mit sich. Viele Aufgaben in der Produktion und Verteilung von Gütern sowie bei der Erbringung von Dienstleistungen sind nur arbeitsteilig zu bewältigen. Das gemeinsame Unterfangen erhält in Organisationen eine Form und einen Rahmen, damit der Einzelne seine Expertise optimal einbringen und den größtmöglichen Beitrag leisten kann.
Michael Herzka

Kapitel 5. Praktische Führungsethik

Zusammenfassung
Führung im Rahmen von wirtschaftlich tätigen Organisationen meint die Beeinflussung von Personen sowie den effektiven und effizienten Einsatz von Geld und Material zur Erreichung vorgegebener Ziele. Dabei bezieht sich direkte Führung auf die interaktive Gestaltung der Beziehungen zwischen den an einer Führungskonstellation beteiligten Personen, also einer weisungsbefugten Führungskraft und den ihr unterstellten Mitarbeitenden. Führung funktioniert dabei nur in Kooperation mit den Geführten und ist daher immer eine „wechselseitige Beeinflussung“.
Michael Herzka

Kapitel 6. Professionsethik als Managementressource

Zusammenfassung
In den vorangehenden Kapiteln wurden grob die verschiedenen Felder skizziert, in denen führungsethische Fragestellungen verortet werden können. Die Darstellung ist dabei der Logik vom Allgemeinen zum Spezifischen gefolgt. Zunächst wurden ethische Reflexion und moralisches Handeln auf den unterschiedlichen Ebenen einer arbeitsteiligen Wirtschaft betrachtet, anschließend die alltäglichen Entscheidungsprobleme in der Führung von Organisationen in den Blick genommen.
Michael Herzka

Kapitel 7. Ethische Entscheidungsfindung in der Führung

Zusammenfassung
Die Beschäftigung mit Professionsentwicklung und Professionsethik beantwortet natürlich noch keine konkreten Führungsfragen und löst auch keine moralischen Probleme. Die damit verbundenen Lernschlaufen – der gleichzeitige Blick nach innen und nach außen, zurück und nach vorne – können aber zur Vergewisserung der eigenen Ressourcen beitragen. Wer als Führungskraft den ethischen Herausforderungen im Management von Nonprofit-Organisationen aktiv begegnen will, sollte seine bereits vorhandenen, professionellen Reflexions- und Abwägungskompetenzen nutzen sowie die eigene Berufsidentität und den professionsethischen Rahmen als stützende Erfahrungsräume wahrnehmen.
Michael Herzka

Kapitel 8. Perspektiven

Zusammenfassung
Nonprofit-Organisationen, Soziale Organisationen und staatliche Einrichtungen im Sozial-, Gesundheits- und Bildungswesen sind einerseits Wirtschaftsbetriebe, andererseits obliegt ihnen ein gesellschaftlicher Auftrag, der mit den Grundsätzen der Betriebsführung im For-Profit-Bereich nur teilweise vereinbar ist. Ich vertrete die Ansicht, dass sich eine Nonprofit-Managementlehre unter Berücksichtigung dieser multiplen Perspektive weiterentwickeln muss. Die allgemeinen Grundsätze der wirtschaftlichen Betriebsführung wie etwa der effiziente Ressourceneinsatz oder eine vorausschauende, strategischen Planung haben selbstverständlich auch für diese Unternehmen Gültigkeit.
Michael Herzka

Backmatter

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