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Über dieses Buch

Klarissa Lueg geht der Frage nach dem Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und der Hierarchie im journalistischen Feld nach. Dabei wird grundsätzlich die Herkunft von ChefredakteurInnen und JournalistenschülerInnen und die Bedeutung dieser sozialen Herkunft für Berufszugang und Positionierungsstrategien erläutert. Es wird deutlich, dass nicht nur die Karrierewege der untersuchten Gruppen selbst ein herkunftsspezifisches Muster aufweisen, sondern dass auch die Verteilung und Zuweisung von Macht im journalistischen Feld eng mit der Herkunft ihrer TrägerInnen verbunden ist.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einleitung

Zusammenfassung
Journalistische Produkte sind für viele Menschen zum Bestandteil des Alltags geworden. Ob unmittelbare Rezeption, Folgekommunikation oder ‘kollektives Wissen’: Journalisten üben vermittels ihrer professionell-kulturellen Erzeugnisse Einfluss auf ein breites Publikum aus. Die spezifische Perspektive auf das Sozialgeschehen und die in ihr implizierten sozialen Setzungen der journalistischen Akteure übernehmen auf diesem Wege die Funktion einer grundsätzlichen Bedeutungszuschreibung, der Konstruktion und Legitimation eines gesellschaftlichen nomos, der auch jenseits der journalistischen Feldgrenzen Gültigkeit erlangen kann. Diese über ihr eigenes Feld hinausreichende Macht der Journalisten (vgl. Bourdieu 2001a: 100), begründet die Motivation zur Auseinandersetzung mit der Frage, wer eigentlich die journalistischen Akteure sind und wie sich journalistische Praktiken und Positionierungen interaktiv zwischen den Akteuren als Feld gestalten. In der Sammlung kritisch-engagierter Texte zum journalistischen Feld, ‚Über das Fernsehen‘, schreibt Bourdieu über das journalistische Feld:
Klarissa Lueg

2. Das journalistische Feld: Journalistische Karrieren aus kultursoziologischer Perspektive

Zusammenfassung
Diese Studie befasst sich aus kulturtheoretischer Perspektive mit dem Zusammenhang zwischen dem karrierebezogenen Handeln von Journalisten und ihrer sozialen Herkunft. Bisherige Forschungsarbeiten zum Handeln der Journalisten einerseits und solche zu ihrer sozialen Herkunft andererseits unterscheiden sich meist in dem wesentlichen Punkt der Verbindung dieser beiden Elemente von dem Fokus dieser Arbeit: Wo die soziale Herkunft erhoben wird, spielen kulturtheoretisch-strukturalistische Überlegungen kaum eine Rolle, und selbst dort, wo dezidiert einem kultursoziologischen Ansatz nachgegangen wird und Bourdieus Konzepte überzeugend auf das journalistische Feld appliziert werden, fehlt der Bezug auf die soziale Herkunft der Handelnden. Als Vehikel zwischen sozialer Herkunft und dem Handeln der Akteure wird hier in Übereinstimmung mit Bourdieus Überlegungen der Habitus gesehen, welcher allerdings theoretisches Konstrukt bleiben muss und nur über die Erhebung seiner Erzeugungsbedingungen – beispielsweise Sozialisationserfahrungen – empirisch gerahmt werden kann. Der Habitus wird herangezogen, um die Hervorbringungen der sozialen Herkunft, das schichtspezifische Handeln, zu erläutern. Grundsätzlich wird in dieser Studie angenommen, dass auch das Funktionieren des journalistischen Feldes, obschon stark professionalisiert und durch Berufsnormen reglementiert, durch die soziale Herkunft und den Habitus seiner Akteure erklärt werden kann.
Klarissa Lueg

3. Akteure an Journalistenschulen: Herkunft und Positionierung im Kontext des Feldes

Zusammenfassung
Untersuchungsobjekte in diesem Kapitel sind die Journalistenschulen mit ihren Akteuren, den Schulleitern und den Schülern. Ziel dieses Teils der Analyse ist, wie bereits in der Einleitung dargestellt, die Beantwortung folgender Leitfragen:
Klarissa Lueg

4. Chefredakteure: Habitus und Positionierung im Kontext des Feldes

Zusammenfassung
Die Untersuchungsobjekte in diesem Kapitel sind die 21 befragten Chefredakteure. Das Ziel dieses Teils der Analyse ist die Beantwortung der bereits einleitend formulierten Leitfragen L4-L7.
Klarissa Lueg

5. Die Logik des Feldes

Zusammenfassung
Zentrales Ergebnis dieser Studie ist, dass die soziale Herkunft eine Bedeutung sowohl für die Berufsbiographien und Positionierungen der einzelnen Akteure als auch grundlegend für die Struktur des Feldes hat.
Klarissa Lueg

Backmatter

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