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Über dieses Buch

In diesem Open-Access-Buch werden in einem methodisch unkonventionellen, quasi-archäologischen Vorgehen aus Architekturen von Schulhäusern die in ,Stein gehauenen‘ Sinnstrukturen rekonstruiert. In ihren Raum(an)ordnungen eröffnen Architekturen einen Möglichkeitsraum, dem spezifische pädagogische Ordnungen und Vorstellungen ,guter Schule‘ eingeschrieben sind und der die Praktiken und Beziehungen der Akteure vorstrukturiert. Schulgebäude und architektonische Artefakte fungieren somit als eine latent wirkende Einflussstruktur, die subtil und zugleich dauerhaft die Schule in ihrer ,Schulförmigkeit‘ festschreibt. Schulförmige Artefakte erzeugen eindeutige, monofunktionale Handlungsaufforderungen und unterbinden gleichzeitig Handlungsalternativen.

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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Open Access

Kapitel 1. Einleitung

Zusammenfassung
Schulanlagen und Schulhäuser sind durch Architektur geprägte Räume. Wie jedes Gebäude haben sie einen Auftrag: Sie sind funktional auf die pädagogische Praxis zugeschnitten und für die Aufgaben der Schule konzipiert. Schulbauten sind damit geprägt durch normative Vorstellungen, was ,gute Schule‘ ausmacht und wie Unterricht vonstattengehen soll. Neben pädagogischen Anforderungen müssen Schulbauten zahlreichen weiteren Ansprüchen genügen: bautechnische, ästhetische, ökonomische, regionalpolitische, topographische und andere mehr prägen die Möglichkeiten und Ausdrucksmaterialität von Schulanlagen. Insbesondere sind Schulbauten als öffentliche Gebäude auch politische Bauten und Teil einer staatlichen Repräsentation.
Jan Egger

Open Access

Kapitel 2. Vorbemerkungen zur Architektur von Schulhäusern

Zusammenfassung
Die Erstellung von Schulgebäuden ist ein komplexes Unterfangen, in das unterschiedliche staatliche und nichtstaatliche Akteure eingebunden sind. Typischerweise entstehen Schulgebäude in Wellen der Bildungs- und/oder Bevölkerungsexpansionen. Ihre Architekturen werden geprägt durch Fragen des Auftrags der Gebäude: Für welche Unterrichtsformen und welche Vorstellungen ,guten Unterrichts‘ wurden sie gebaut? Gleichzeitig erhebt sich die Frage ihrer Repräsentation: Wie stellen sich Schule und Gemeinde als Bauherrschaft dar? Solche Fragen prägen wesentlich den Möglichkeitsraum, in welchem Schulgebäude entstehen. Sie sollen im Folgenden skizziert werden.
Jan Egger

Open Access

Kapitel 3. Schulhäuser als Orte pädagogisch initiierter Sozialisationsprozesse – Theoretische Annäherung und Ableitung der Fragestellung

Zusammenfassung
Das folgende Kapitel dient der Annäherung an den Forschungsgegenstand Schulhaus aus einer architektur- und bildungstheoretischen sowie einer methodologischen Perspektive, die konstitutionstheoretische Voraussetzungen enthält. Das Ziel ist die Ableitung und Klärung der Fragestellung über die Ausformulierung der theoretischen Annahmen, die für das Verständnis des Untersuchungsgegenstandes bestimmend sind. Zu klären ist, was die Architektur als Untersuchungs- und Analysegegenstand an Ergebnissen verspricht, was nicht über andere, zugänglichere und erprobte Daten erreicht werden könnte.
Jan Egger

Open Access

Kapitel 4. Architektur als Protokoll und Protokollierung von Architektur – Methode und Forschungsdesign

Zusammenfassung
Die Herausforderungen einer empirischen Architektursoziologie sind nicht nur konstitutionstheoretischer Natur. Architekturanalysen sind auch in methodischer und analytischer Hinsicht eine ambitionierte Aufgabe. Dies liegt zum Ersten daran, dass Architektur synchron und diachron zugleich wirkt. Zum Zweiten liegt es daran, dass Architektur ein nichtsprachliches Protokoll ist.
Jan Egger

Open Access

Kapitel 5. Schule Breitenrain in der Stadt Bern – Von der Disziplinierung zur intrinsischen Selbstdisziplin

Zusammenfassung
Das Schulhaus Breitenrain in der Stadt Bern verkörpert prototypisch den damaligen Gebäudetypus Schulhaus, der im Volksmund Schulkaserne genannt wurde. Das Gebäude ist nach Strukturprinzipien errichtet worden, die für die damalige Schule typisch sind und die bis heute Bestand haben. In diesem Sinne steht die exemplarische Analyse des Schulhauses Breitenrain für die Genese, Konsolidierung und auch die Brüche des staatlichen Schulsystems, wie sie sich in den Schulgebäuden objektivieren.
Jan Egger

Open Access

Kapitel 6. Schule Hinter Gärten in Riehen – Kunstwerk und postfordistisches Produktionsgebäude

Zusammenfassung
Das Schulhaus Hinter Gärten in der Gemeinde Riehen im Kanton Basel-Stadt stellt eine Schulanlage dar, die den aktuellen Diskurs einer zeitgemäßen, die pädagogischen Trends entsprechenden Schulhausarchitektur abbildet und manifestiert. Das Schulhaus wurde nicht als Erweiterungs- oder Umbau geplant wurde, sondern von Grund auf für eine wachsende bzw. neu entstehende Siedlung konzipiert.
Jan Egger

Open Access

Kapitel 7. Schule Schmitten im Kanton Freiburg – Siedlungsbau ist Schulhausbau und vice versa

Zusammenfassung
Die Schulanlage Schmitten im Kanton Freiburg umfasst insgesamt fünf Schulhäuser und weitere Baukörper wie Bibliothek und Kindergartenpavillon, die fast nahtlos die architektonische Entwicklung der Schulbauten von 1841 bis in die Gegenwart abdecken. Der Fall Schmitten ist deshalb ertragreich, da sämtliche Schulgebäude seit der Einführung der öffentlichen Schule noch vorhanden sind und zugleich ein eigenständiges Schulhaus neuester Bauart diesen Überblick über den Schulhausbau komplementiert. Dies ermöglicht es, an einem Beispiel die Entwicklung der Schule anhand ihrer Architektur zu betrachten und zu dechiffrieren.
Jan Egger

Open Access

Kapitel 8. Häuser machen Schule – ein Resümee

Zusammenfassung
Ziel dieser Untersuchung war, aus Schulbauten die manifesten und latenten Sinnstrukturen zu rekonstruieren, die ,in Stein gehauen‘ vorliegen. Die rekonstruierten Bedeutungs- und Sinnstrukturen geben der Schule ein Gesicht und – so die These – prägen die Schule als soziales Unbewusstes langfristig mit. Der Fokus des Forschungsprojektes war explizit nicht die subjektiven Intentionen der Architekt_innen oder der Bauherrschaft.
Jan Egger

Backmatter

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