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Milliarden-Unterstützung für Samsung in den USA

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Der Großteil der modernen Chip-Produktion ist in Asien konzentriert, vor allem in Taiwan. Die Angst vor Lieferausfällen wird größer – und die USA steuern gegen.

Samsung-Stand auf der IAA Mobility 2023. Der südkoreanische Konzern baut in den USA mit staatlicher Unterstützung eine Chip-Fabrik.


Die USA gehen den nächsten Schritt, um mehr Chip-Produktion aus Asien ins eigene Land zu holen. Der südkoreanische Samsung-Konzern wird mit staatlicher Unterstützung von bis zu 6,4 Milliarden Dollar (6 Mrd Euro) neue Standorte für Entwicklung und Fertigung in Texas bauen, wie die US-Regierung am Montag mitteilte. Dabei sollen unter anderem Chips nach modernsten Technologien mit Strukturbreiten von zwei Nanometern produziert werden.

Solche Halbleitertechnik wird im Moment ausschließlich in Asien produziert, hauptsächlich in Taiwan beim Marktführer TSMC. Im Westen gibt es angesichts der geopolitischen Spannungen um Taiwan eine große Sorge um die Versorgung mit High-Tech-Chips unter anderem für Smartphones. Die US-Regierung beschloss deswegen ein Gesetz, das staatliche Unterstützung von bis zu 39 Milliarden Dollar für Halbleiter-Ansiedlungen vorsieht.

Samsung-Werk in Texas soll 2026 in Betrieb gehen

Ein Teil davon ist bereits vergeben. So sicherte sich Intel 8,5 Milliarden, und TSMC wurden jüngst 6,6 Milliarden zugesprochen. Letzteres gilt als besonders wichtig, da der Konzern aus Taiwan die Top-Adresse für die leistungsstärksten Chips ist. Der Branchenpionier Intel geriet in den vergangenen Jahren in Rückstand zu TSMC bei den Fertigungstechniken, will aber aufholen.

Im Standort-Wettstreit mit den USA gibt es in Europa ebenfalls Subventionen für die Chip-Produktion – und Intel plant mit einer Unterstützung von rund zehn Milliarden Euro die Produktion in Magdeburg. Intel-Chef Pat Gelsinger versprach für das deutsche Werk die neueste Technologie. Die Subventionen müssen noch von der EU-Kommission gebilligt werden.

Samsung will insgesamt mehr als 40 Milliarden Dollar investieren. Ein Werk in Texas, das bereits seit 2022 gebaut wird, soll nun mit moderneren Produktionsprozessen 2026 an den Start gehen. Im Jahr darauf soll die Fertigung in einer zweiten Fabrik beginnen. Außerdem will Samsung dort einen Standort zum Bündeln von Prozessoren und Speicherchips eröffnen. Der südkoreanische Konzern ist ein führender Speicherproduzent.

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Die Hintergründe zu diesem Inhalt

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Im Kontext globaler Herausforderungen für internationale Lieferketten ist Supply Chain Controlling wichtig, um umfassende Transparenz zu schaffen und datengestützte Entscheidungen zu treffen. Dieser Beitrag beschreibt den Wertbeitrag des Supply Chain Controllings zur Lieferkettenresilienz am Beispiel der Halbleiter-Krise in der Automobilbranche.

    Bildnachweise
    Samsung-Stand auf der IAA Mobility 2023. Der südkoreanische Konzern baut in den USA mit staatlicher Unterstützung eine Chip-Fabrik./© Samsung, AVL List GmbH/© AVL List GmbH, dSpace, BorgWarner, Smalley, FEV, Xometry Europe GmbH/© Xometry Europe GmbH, The MathWorks Deutschland GmbH/© The MathWorks Deutschland GmbH, IPG Automotive GmbH/© IPG Automotive GmbH, HORIBA/© HORIBA, Outokumpu/© Outokumpu, Hioko/© Hioko, Head acoustics GmbH/© Head acoustics GmbH, Gentex GmbH/© Gentex GmbH, Ansys, Yokogawa GmbH/© Yokogawa GmbH, Softing Automotive Electronics GmbH/© Softing Automotive Electronics GmbH, measX GmbH & Co. KG