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Handbuch Controlling

  • 2022
  • Buch

Über dieses Buch

Dieses Handbuch bildet den Status quo des Controllings in der Unternehmenspraxis ab. Verfasst von ausgewiesenen Controlling-Spezialisten aus Wissenschaft und Wirtschaft werden alle konzeptionellen Elemente des Controllings dargestellt: Leitbild, Ziele, Funktionen, Aufgaben, Instrumente, Prozesse und Effizienz. Anhand der Wertschöpfungskette werden diese Konzepte für verschiedene Branchen, Unternehmenstypen und -größen sowie Eigentümerkonstellationen diskutiert und auch auf digitale Geschäftsmodelle ausgeweitet. Mithilfe konkreter Handlungsempfehlungen, Beispiele, Fallstudien und Interviews wird das theoretische Fundament in die Praxis übersetzt und die erfolgreiche Umsetzung ermöglicht. Für die zweite Auflage wurden ein Großteil der Beiträge aus der Vorauflage überarbeitet sowie 18 neue Beiträge, u.a. zu aktuellen Themen wie Künstliche Intelligenz und Robotics im Controlling, Digitalisierung und Outsourcing, aufgenommen.

Inhaltsverzeichnis

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  1. Frontmatter

  2. Einführung in das Controlling

    1. Frontmatter

    2. Einführung in das Controlling

      Wolfgang Becker, Patrick Ulrich
      Zusammenfassung
      Die betriebswirtschaftliche Teildisziplin des Controllings ist in den letzten Jahren in Theorie und Praxis über ihre historischen Wurzeln – das (interne) Rechnungswesen – zunehmend hinausgewachsen. Natürlich spielen die Methoden, Instrumente und Werkzeuge des Rechnungswesens noch immer eine zentrale Rolle für das Controlling. Letzteres ist jedoch längst wesentlich mehr als ein reiner Dienstleistungsbereich, der Zahlen und Fakten für die Unternehmensführung liefert. Unternehmensführung und Controlling sind inzwischen funktional so eng verzahnt, dass eine integrative Betrachtung dieser Funktionen zwingend erscheint.
    3. Wertschöpfungsorientiertes Controlling in Zeiten der Digitalisierung

      Wolfgang Becker
      Zusammenfassung
      Der Zweck von Unternehmen lässt sich in generalisierter und zugleich ökonomischer Prägung der Interessen unternehmerischer Stakeholder in dem Erzielen von Wertschöpfung ableiten. Die hohe Bedeutung dieser Zwecksetzung für die Existenzsicherung von Unternehmen führt dazu, dass innerhalb der Unternehmensführung eine spezialisierte Funktion für die Wahrnehmung zweckbildender Interessen der Stakeholder herausgebildet werden sollte. In der Konzeption des ‚Wertschöpfungsorientierten Controllings‘ wird diese Funktion dem Controlling beigemessen. Das wertschöpfungsorientierte Controlling ist also darauf fokussiert, die Erfüllung der unternehmerischen Zwecksetzung sicherzustellen.
      Die durch zunehmende Digitalisierung eingeleitete Entwicklung des unternehmerischen Handlungsgefüges in digitale Geschäftsmodelle erfordert es, auch das Controlling entsprechend auszurichten. Das Controlling sowohl der digitalen Transformation als auch der resultierenden digitalen Geschäftsmodelle ist in der heutigen Zeit unerlässlich, aber noch längst nicht gängige Praxis. Deshalb ist zunächst ausgehend von der Erörterung des unternehmerischen Zwecks der Wertschöpfung das Grundverständnis des wertschöpfungsorientierten Controllings selbst darzulegen. Darüber hinaus sind zudem digitale Geschäftsmodelle als Objektfeld des wertschöpfungsorientierten Controllings zu definieren, um so die grundlegenden und typischen Aufgabenfelder sowie die für deren Bewältigung erforderlichen Instrumente zu charakterisieren.
  3. Status Quo der Controlling-Lehre in Deutschland

    1. Frontmatter

    2. Status Quo der Controlling-Lehre in Deutschland

      Wolfgang Becker, Patrick Ulrich, Björn Baltzer
      Zusammenfassung
      Das Controlling hat sich in zwei parallelen Entwicklungssträngen in Theorie und Praxis ausgebreitet. Aus der Praxis kommend, wurden Controllerstellen und Controlling-Abteilungen zunächst ab den 1950er-Jahren in Tochtergesellschaften amerikanischer Mutterkonzerne etabliert. In der Wissenschaft fand die Beschäftigung mit Fragestellungen des Controllings zunächst innerhalb der Grenzen des betrieblichen Rechnungswesens statt, bevor Peter Horváth 1973 den ersten Lehrstuhl für Controlling an einer deutschen Universität übernahm. Der vorliegende Beitrag gibt einen historischen Abriss zur Controlling-Wissenschaft in Deutschland und deckt Bereiche auf, in denen eine noch stärkere Verzahnung zwischen Theorie und Praxis notwendig ist.
  4. Elemente von Controlling-Konzeptionen in der Praxis

    1. Frontmatter

    2. Controllingkonzeptionen in der Unternehmenspraxis

      Ewald Scherm, Florian Lindner
      Zusammenfassung
      Der Beitrag stellt zunächst allgemein Zweck, Gegenstand und Herleitungsformen von Controllingkonzeptionen dar. Dabei werden die in der Literatur oftmals nur implizit angesprochenen Prämissen bzw. Grundauffassungen anhand ausgewählter Controllingkonzeptionen offengelegt. Anschließend werden Anforderungen aufgestellt, anhand derer im nächsten Schritt eine kritische Würdigung der Konzeptionen erfolgt. Der Beitrag schließt mit einer Zusammenfassung.
    3. Controlling-Philosophie: Leitbild für die Unternehmenspraxis

      Siegfried Gänßlen, Heimo Losbichler, Rita Niedermayr, Lukas Rieder, Utz Schäffer, Jürgen Weber
      Zusammenfassung
      Controlling ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor der Unternehmen in den deutschsprachigen Ländern. Gleichzeitig bestehen vielfach Unklarheiten, was Controlling im Kern ausmacht. Ziel des Papiers ist es daher, einen aktuellen Stand des Verständnisses von Controlling sowie der Rolle der Controller als Grundsatzposition des Internationalen Controller Vereins (ICV) und der International Group of Controlling (IGC) zu formulieren.
    4. Controllership in der Unternehmenspraxis

      Lukas Goretzki
      Zusammenfassung
      Obwohl die Business Partner Rolle häufig als „Idealtyp“ propagiert wird, zeigt ein Blick in die Praxis, dass der Controllerbereich aufgrund von Erwartungen unterschiedlicher interner KundInnen ein breites Set an Aufgaben erfüllen muss, von denen sich manche eher dem klassischen Bild des Bean Counters zuordnen lassen. ControllerInnen müssen daher bereit sein, in verschiedenen Rollen zu agieren und entsprechende Kompetenzen aufzubauen, die dies ermöglichen. Welche konkrete Ausprägung ihrer Rolle in bestimmten Situationen oder gar generell überwiegt, wird dabei von diversen Faktoren beeinflusst.
    5. Controlling-Instrumente in der Unternehmenspraxis

      Björn Baltzer
      Zusammenfassung
      Der vorliegende Beitrag präsentiert konzeptionelle Überlegungen und empirische Erkenntnisse zum Einsatz von Controlling-Instrumenten in der Unternehmenspraxis. Ausgehend von einer Charakterisierung der Instrumente des Controllings und auf Basis eines intraorganisationalen Lebenszyklusmodells werden die Einführung, die Implementierung, die Nutzung sowie der Erfolg des Einsatzes von Controlling-Instrumenten behandelt, wobei auch Überlegungen zur Legitimitätsfunktion von Controlling-Instrumenten Berücksichtigung finden. Darüber hinaus findet der Einsatz von Controlling-Instrumenten im internationalen Kontext besondere Beachtung.
    6. Prozessmanagement im Controllerbereich

      Ronald Gleich, Kai Grönke, Holger Schmidt, Gregor Przytulla
      Zusammenfassung
      Das Konzept eines Prozessorientierten Performance Measurement (PPM) kann als Grundlage genutzt werden, um Prozesse im Controllerbereich kontinuierlich weiterzuentwickeln. Der nachfolgende Beitrag zeigt beispielhaft am Controlling-Hauptprozess „Management Reporting“ auf, wie eine Prozessorientierung im Controllerbereich etabliert und die Schritte eines PPM umgesetzt werden können (Gleich, Controlling – Zeitschrift für erfolgsorientierte Unternehmenssteuerung 26(7):364–372 (2014)).
    7. Koordinationskonzeption des Controllings in der Praxis

      Péter Horváth, Ute David
      Zusammenfassung
      Das Controlling ist ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmensführung. Entsprechend der koordinationsorientierten Konzeption übernimmt der Controller die ergebniszielorientierte Koordination innerhalb des Führungssystems. Dies betrifft insbesondere die Strategiekoordination, die operative Planung und die Informationsversorgung. Der Beitrag erläutert die Koordinationsfunktion des Controllers in Hinblick auf die Strategiegenerierung und -umsetzung, die Umsetzung der operativen Planung in Budgets sowie das Rechnungswesen und Reporting.
    8. Qualitative Forschung im Management Accounting

      Albrecht Becker
      Zusammenfassung
      Dieses Kapitel gibt einen Überblick über ausgewählte Aspekte und das Potenzial qualitativer Forschung im Management Accounting. Management Accounting wird in der Tradition des Ansatzes der interdisciplinary perspectives on accounting als kalkulative Praktiken verstanden. Dabei stehen drei Themen im Fokus: die Rolle von Management Accounting für die Interpretation organisationaler Realität, seine Rolle für die Konstitution organisationaler Realität und schließlich die weitere gesellschaftliche Einbettung von Management Accounting. Management Accounting ist in dieser Perspektive nicht nur ein Instrument der Abbildung organisationaler Realität, sondern ein Medium der sozialen Konstruktion dieser Realität.
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Titel
Handbuch Controlling
Herausgegeben von
Prof. Dr. Wolfgang Becker
Prof. Dr. Patrick Ulrich
Copyright-Jahr
2022
Electronic ISBN
978-3-658-26431-4
Print ISBN
978-3-658-26430-7
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-658-26431-4

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