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Über dieses Buch

Dieses Handbuch stellt die aktuellen Herausforderungen und neuen Lösungsansätze beim E-Government in den Ländern Österreich, Schweiz und Deutschland dar. Es werden alle drei administrativen Ebenen bearbeitet und aus der Perspektive der Praxis und der Wissenschaft betrachtet. Damit wird ein Forum für innovative und neue Ansätze geschaffen, um diese Konzepte in Praxis und Wissenschaft in Deutschland, der Schweiz und Österreich zur Diskussion zu stellen. Alle Beitragsautorinnen und -autoren haben umfangreiche Kompetenzen, Forschungsschwerpunkte und Praxisprojekte im E-Government und sind weitreichend in den jeweiligen nationalen Netzwerken vertreten. Das Handbuch richtet sich an Studierende, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen genauso wie an Expertinnen und Experten aus der Praxis.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Einführung in das E-Government

Frontmatter

Das Ökosystem der Digitalisierung

Zusammenfassung
Digitalisierung passiert nicht einfach so, sie muss aktiv gestaltet werden. Kommunen spielen als Zentren des kommunalen Lebens dabei eine besondere Rolle. In ihrer Verantwortung liegt es, die fortschreitende digitale Transformation nicht nur zu ermöglichen, sondern sie im Sinne einer guten Lebens-, Arbeits- und Standortqualität sowie eines nutzerorientierten Bürgerservices in produktive, aktive und erfolgreiche Systeme zu lenken. Dafür brauchen sie u. a. einen klaren Denk- und Handlungsrahmen. Dazu gehört ein gemeinsames Verständnis von Digitalisierung, klare Rollen und Verantwortungsbereiche und ein vernetztes Denken und Handeln im gesamten Ökosystem der Digitalisierung.
Marc Groß, Anika Krellmann

Zugang zu E-Government durch Standardisierung

Zusammenfassung
Über Standards in E-Government zu diskutieren bedeutet zuerst, über die grundlegenden Begriffe Klarheit zu schaffen und zu verstehen, was tatsächlich damit gemeint ist. Dazu ist eine Begriffsbestimmung nötig. Davon ausgehend wird zuerst das Thema der Standards in Kontext der Informatik diskutiert. Anschliessend wird die Rolle von Standards in E-Government behandelt, mit besonderem Fokus auf die Interoperabilität. Die Diskussion über die Grundlagen ist durch Beispiele für Standards im E-Government in der Schweiz erklärt. Die Lösung für den sogenannten „eUmzug“ (Wegzug und Zuzug von Bürgern innerhalb der nationalen Grenzen) zeigt, wie solche Standards im Alltag natürlicher Personen wirken können.
Patrizio Collovà, Katinka Weissenfeld

E-Government in Deutschland: Ein Überblick

Zusammenfassung
E-Government in Deutschland tut sich augenscheinlich schwer. Nicht erst seit gestern nimmt Deutschland in vielen europäischen und internationalen Studien zum Technikeinsatz in der öffentlichen Verwaltung maximal mittlere Rangplätze ein. Und die Nachfrage nach E-Government-basierten Dienstleistungen hält sich durch Bürger und Unternehmen ebenfalls in engen Grenzen. Nichtsdestotrotz gibt es sowohl in der Vergangenheit als auch aktuell zahlreiche Initiativen, Ansätze und Programme, die die Einführung von E-Government nachhaltig festigen und entwickeln sollen. Der Beitrag hat sich zum Ziel gesetzt, die wesentlichen Entwicklungslinien in Deutschland aufzuzeigen, die wichtigsten Institutionen und Ansätze vorzustellen sowie die zentralen Einflussfaktoren zu benennen, um darauf aufbauend zukünftige Perspektiven zu entwickeln.
Jürgen Stember, Victoria Hasenkamp

E-Government in der Schweiz: Ein Überblick

Zusammenfassung
E-Government in der Schweiz ist in spezifischen strukturellen Voraussetzungen entstanden, die in diesem Artikel zu Beginn zusammenfassend dargestellt sind. In einem zweiten Schritt werden die unterschiedlichen Akteure und die Formen der Koordination und Zusammenarbeit dar, die in der Schweiz als Antwort auf die Voraussetzungen entstanden sind. In der abschliessenden Bilanz werden die wichtigsten Errungenschaften und die weiteren Herausforderungen diskutiert.
Jérôme Brugger, Anna Faoro

E-Government in Österreich: Ein Überblick

Zusammenfassung
Strategische Vorgaben für E-Government wirken sich auf nationale rechtliche Rahmenbedingungen aus. Rechtliche Vorgaben sind zweifellos erforderlich, vermögen aber ohne gebietskörperschaftsübergreifende Zusammenarbeit und den Einsatz geeigneter Technik keinen Erfolg zu versprechen. Die Entwicklung von E-Government hängt daher maßgeblich von den Rahmenbedingungen in den drei Bereichen Recht, Organisation und Technik ab. Dieser Beitrag gibt einen Überblick über E-Government in Österreich aus strategischer, organisatorischer und rechtlicher Sicht.
Anmerkung: Aus Gründen der Lesbarkeit wird darauf verzichtet, geschlechtsspezifische Formulierungen zu verwenden. Soweit personenbezogene Bezeichnungen nur in männlicher Form angeführt sind, beziehen sie sich auf Männer und Frauen in gleicher Weise.
Bettina Höchtl, Thomas J. Lampoltshammer

E-Government in der Europäischen Union

Zusammenfassung
Seit über fünfzehn Jahren arbeitet die Europäische Union daran ihre Mitgliedstaaten bei der Umstellung auf elektronische Behördendienste zu unterstützen. Regelmäßig werden Aktionspläne mit konkreten Maßnahmen veröffentlicht und auch die Mitgliedstaaten selbst verpflichten sich über Ministererklärungen immer mehr dazu die öffentliche Verwaltung digital zu gestalten. Dieser Beitrag beleuchtet die Entwicklungen auf Europäischer Ebene, insbesondere die Hindernisse und Erfolge auf dem Weg zum vollständigen e-Government in der Europäischen Union.
Sabine Verheyen, Katharina Rieke

Recht und Politik – E-Government im politisch-administrativen System

Frontmatter

Aktuelle E-Government-Regelungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz

unter besonderer Berücksichtigung von eID
Zusammenfassung
Die wirtschaftliche Dynamik der europäischen Staaten hängt in hohem Maße auch von der barrierefreien Bereitstellung und Nutzung elektronischer Verwaltungsdienstleistungen ab. Insbesondere elektronische Transaktionen müssen rechtssicher sein und datenschutzrechtlichen Vorgaben entsprechen. Als ein Hemmnis für die Digitalisierung wird die Staats- und Verwaltungsorganisation ausgemacht. Hier scheint es, dass eine zentrale Staatsorganisation E-Government entschlossener umzusetzen vermag als föderal ausbalancierte Systeme wie die in Deutschland, Österreich und in der Schweiz. Zur Überwindung solcher Herausforderungen sind europäische Vorgaben hilfreich (eIDAS-VO).
Wolfgang Beck

Rechtliche Rahmenbedingungen und technische Umsetzung von E-Government in Österreich

Zusammenfassung
Das Zusammenspiel von Recht und Technik ist essenziell für die Umsetzung nachhaltiger E-Government Services. Dieses Kapitel beleuchtet ausgewählte rechtliche Rahmenbedingungen des E-Government in Österreich und fokussiert dabei elektronische Identifizierung und Vertrauensdienste besonders. Ziel dieses Kapitels ist es, Kernelemente des österreichischen E-Government-Rechts überblicksartig darzustellen, auf Erfolgsbeispiele hinzuweisen und Schlaglichter auf die dahinterliegende Technologie zu werfen. Rechtliche und technische Grundlagen sind für die Weiterentwicklung von E-Government zwar notwendige Faktoren, aber keineswegs die einzigen Voraussetzungen. Vielmehr ist gebietskörperschaftsübergreifende Zusammenarbeit entscheidend, um Prozessdesign im Hinblick auf den dahinterliegenden Zweck, das Angebot möglichst reduzierter Behördenkontakte bis hin zur Ermöglichung von antragslosen Verfahren und die Weiterentwicklung interoperabler Systeme zu voranzutreiben.
Bettina Höchtl, Thomas J. Lampoltshammer

E-Government und smarter Staat: Die Schweiz auf halbem Weg

Zusammenfassung
Die Schweiz ist mit E-Government im internationalen Vergleich im Mittelfeld. Das ist die Schlussfolgerung der Zusammenschau aktueller Studien zum Thema: Nachfolgend stellen wir kurz international vergleichend den Entwicklungsstand der Schweiz vor und präsentieren anschliessend detailliert die Entwicklung des E-Government in der Schweiz. Im Fokus der Überlegungen stehen damit folgende Fragen: Wie weit ist die Digitalisierung der Schweizer Verwaltung national und international fortgeschritten? Und was sind mögliche Gründe für die eher zögerliche Umsetzung?
E-Government steht seit bald 20 Jahre auf der Agenda der Schweizer Politik: Ging es in einer ersten Maturitätsstufe um Effizienz und Effektivität, um Kundenorientierung und im Allgemeinen um die Digitalisierung der Verwaltung, so rücken heute vermehrt die Zusammenarbeit, ein sicherer und ökonomischer Umgang mit Daten inklusive digitale Identität und die Integration nicht-staatlicher Akteure für die Entscheidungsfindung und die Erbringung staatlicher Dienstleistungen in den Vordergrund. Wir beschliessen unsere Analyse mit Thesen zum smarten Staat und zur Beschleunigung der digitalen Transformation in der Schweiz.
Alessia Neuroni, Ingrid Kissling-Näf, Reinhard Riedl

E-Government auf unterschiedlichen administrativen Ebenen

Frontmatter

E-Government auf den unterschiedlichen administrativen Ebenen in Deutschland

Zusammenfassung
Dass Deutschland im Bereich des E-Governments derzeit eher mittlere oder hintere Plätze in internationalen Rankings einnimmt wird oftmals dem starken Föderalismus und der darüber hinaus sehr ausgeprägten kommunalen Selbstverwaltung zugeschrieben. Ob das wirklich so ist, bleibt auch in Wissenschaft und Praxis zumindest umstritten. Unzweifelhaft sind bestimmte Innovationsstrategien jedoch nicht so einfach und schnell aufzubauen und umzusetzen. Dass dennoch zahlreiche bemerkenswerte Aktivitäten auf den einzelnen administrativen Ebenen entstanden sind und dass zahlreiche regulative, institutionelle, aber auch programmatische Ansätze entwickelt worden sind, versucht dieser Beitrag mit zahlreichen Beispielen aufzuzeigen. Am Ende erfolgt ein interessanter Blick in die „administrative Zukunft“.
Jürgen Stember, Victoria Hasenkamp, Franz-Reinhard Habbel

E-Government auf den unterschiedlichen administrativen Ebenen: Schweiz

Zusammenfassung
In internationalen Rankings im Bereich E-Government ist die Schweiz trotz günstiger Voraussetzungen bei den Infrastrukturen und der Dichte der Internet-Nutzer nicht im vorderen Drittel zu finden. Als primäre Gründe werden oftmals die dezentralen Strukturen, die hoheitsrechtlichen Zuständigkeiten, die vier Landessprachen (Deutsch, Französisch, Italienisch und Rätoromanisch) und die in vielen Bereichen freiwillige Partizipation der Verwaltungsorgane aufgeführt.
In diesem Kapitel wird zunächst ein Überblick der administrativen Ebenen in der Schweiz gegeben und deren Rahmenbedingungen und Aktionskontext dargestellt. Folgend werden die grossen Herausforderungen der Weiterentwicklung des E-Governments diskutiert und einzelne bestehende Lösungsansätze dargestellt.
Da die Unterzeichnung der Tallin Deklaration im Jahr 2017 für das aktuelle und die kommenden Jahre wegweisend für das E-Government der Schweiz sein wird, werden die Herausforderungen und Lösungsansätze auf den administrativen Ebenen anhand der Prinzipien der Deklaration dargestellt.
Kathrin Schmidt, Marlies Pfister

Management von E-Government

Frontmatter

Hoheitliches Handeln und Registerführung

Zusammenfassung
Die Behörden sind durch die Digitalisierung stark gefordert. Währenddem sich über Jahrhunderte ein System der hoheitlichen Tätigkeiten mit der damit verbundenen Registerführung im föderalen Staat etabliert hatte und Prozesse persönlich oder per Brief angestossen wurden, können Informationen dank der Digitalisierung praktisch jederzeit in hinreichender Qualität dezentral bereitgestellt werden. Dies hat sehr hohe Auswirkungen auf die Ausgestaltung der Verantwortlichkeiten bezüglich der Führung der Register und damit praktisch aller Tätigkeiten der Behörden.
Andreas Spichiger, Hubert Josef Rötzer, Alessia Neuroni

Prozesse und Prozessmanagement in der öffentlichen Verwaltung

Zusammenfassung
Die prozessorientierte Betrachtung von Organisationen verspricht vielfältige Potenziale bei der Verwaltungsmodernisierung. Eine am Bürger und Unternehmen ausgerichtete Leistungserbringung verlangt als Grundlage ein umfassendes Verständnis der eigenen Abläufe. Hierbei ist es wichtig, jeden Prozess für sich verstehen zu können, um die richtigen Weichen zu stellen. Grundlage für die Hebung dieser Potenziale ist die Etablierung eines Prozessmanagements. Im Beitrag werden entsprechende Vorgehensweisen, Modellierungsmethoden und die sich ergebenden Nutzenpotenziale aufgezeigt.
Sebastian Halsbenning, Marco Niemann, Michael Räckers, Hendrik Scholta

E-Government, die Stadt und ihre Bürger: Praxisbeispiele im G2C

Zusammenfassung
Bürgerinnen und Bürger stellen hohe Ansprüche .an ihr Lebensumfeld, ihre Versorgung und die Dienste ihrer Stadtverwaltungen. Dies gilt für alle Bereiche: Von der Mobilität und Gesundheitsversorgung bis hin zu den Themen Bildung, Arbeiten und Freizeit. Gleichzeitig steigt der Anteil älterer Menschen und die Digitalisierung stellt neue Anforderungen an die Stadtgesellschaft. Städte stehen vor großen gesellschaftlichen Herausforderungen. Wie sieht er aus, der Weg in eine digitalisierte Welt?
Seit 2001 beschäftigt sich die Stabsstelle E-Government in der Stadt Coburg damit, die digitale Daseinsvorsorge immer weiter zu entwickeln.
Die Ausarbeitung der „Digitalen Agenda Coburg“ ist 2018/19 ein weiterer wichtiger Schritt Coburgs zur digitalen Weiterentwicklung unserer Stadt.
Karin Engelhardt

E-Government für die Wirtschaft und die Wirtschaftsförderung

Zusammenfassung
E-Government für Unternehmen und die Wirtschaft bezeichnet einen Teilbereich des E-Governments, der immer auch zwei Dimensionen aufweist. Zum einen geht es um die Digitalisierung und Optimierung der eigenen Verwaltungs- und Wirtschaftsförderungsdienstleistungen, um den Unternehmen optimal bei Anträgen helfen zu können. Zum anderen geht es darum, den Standort durch Innovationen und digitale Transformationen wettbewerbsfähig zu gestalten und ein agiles Standortumfeld zu entwickeln, das Unternehmen zu weiteren Investitionen anregt. Dieser Beitrag beschreibt beispielhaft verschiedene Ansätze, die in diesem Themenbereich ohne Anspruch auf Vollständigkeit zu beobachten sind und plädiert abschließend für eine innovative Beschäftigung mit der „digitalen Zukunft“, die im Rahmen von „Wirtschaft und Verwaltung 4.0“ in einigen Kommunen schon jetzt zunehmend Realität wird.
Jürgen Stember, Philip Pongratz, Matthias Vogelgesang, Emanuel Hesse

Kosten und Nutzen von E-Government-Vorhaben

Zusammenfassung
Das Konzept unterstützt die Ermittlung der Wirtschaftlichkeit und des qualitativen Nutzens von E-Government-Vorhaben. Das Instrument unterstützt die Entscheidungsfindung bei Führung und Steuerung von E-Government-Programmen in behörden-übergreifenden Projektportfolios. Es ermöglicht die Bewertung von Einzelvorhaben ebenso wie die Priorisierung von unterschiedlichen Projekten innerhalb eines Projektportfolios. Darüber hinaus ermöglicht es, den Nutzen nach Stakeholdern zu differenzieren und schafft so eine sachliche Grundlage für die Finanzierungsplanung gemeinschaftlicher Vorhaben.
Andreas Spichiger, Alessia Neuroni

Verwaltungsdigitalisierung integriert betrachten

Zusammenfassung
Die Verwaltungsdigitalisierung führt nur dann zum Erfolg, wenn sie innerhalb der Verwaltung integriert betrachtet wird. Dieser Prozess kann mit einer handlungsfeldorientierten Steuerung gelingen, die systematisch Themen identifiziert, die interdisziplinär getrieben und bearbeitet werden müssen. Ein zentraler Rahmen, z. B. in Form von Standards, etablierte Steuerungsprozesse und ein über die Prozessoptimierung hinausgehendes Prozessmanagement sind dafür wichtige Voraussetzungen.
Marc Groß, Anika Krellmann

E-Government-Strategien für Kommunen

Zusammenfassung
Digitalisierung bezeichnet eine umfassende Transformation sozialer, politischer, technologischer und ökonomischer Art, auch in den Kommunen und den kommunalen Verwaltungen. Strategisches Handeln erscheint zur Bewältigung dieser komplexen und dynamischen Veränderungen sinnvoll. Hierzu sollte eine Strategie ganzheitlich, systemisch, handlungsorientiert entwickelt und organisational-technisch sowie organisational-kulturell verwurzelt sein. Im Umgang mit dem skizzierten Veränderungmanagement gibt es eine Vielzahl von Stolpersteinen. Auf der kommunalen Ebene ist nach einer Studie der Autoren dieses Beitrags trotz eines hohen Bedarfs an strategischem Vorgehen bei der Digitalisierung große Unsicherheit mit diesen Themen verbunden. Im Beitrag werden die Hürden analysiert und Empfehlungen und Hinweise für ein effektives Vorgehen gegeben.
Dirk Furchert, Michael Wandersleb

E-Government in der Aus- und Weiterbildung

Zusammenfassung
Erfolgreiches E-Government ist auch erfolgreiches Personalmanagement. Diese Aussage eines kommunalen IT-Verantwortlichen zeigt genau, dass die Aus- und Fortbildung einen wichtigen, wenn nicht den zentralen Erfolgsfaktor für die Einführung und Umsetzung von E-Government ausmacht. Diese Erkenntnis hat in der Praxis aber nicht zu einheitlichen, geschweige denn vereinheitlichten Curricula oder Ähnlichem geführt. Denn die Bedarfssituation in den Verwaltungen ist derzeit umstritten und vielfältig, was sich dann auch konsequenterweise in der Angebotsstruktur für IT-bezogene Aus- und Weiterbildung niederschlägt. Der vorliegende Beitrag beschreibt die grundlegenden Entwicklungen, Ansätze und Kontroversen in der Diskussion und versucht über einen Vergleich der drei Länder Deutschland, Österreich und Schweiz eine mögliche Entwicklungsperspektive und Handlungsempfehlungen aufzuzeigen.
Jürgen Stember, Wolfgang Eixelsberger, Thomas Gees

Rahmenbedingungen und Sicherheit von E-Government

Frontmatter

Gesellschaftliche und politische Rahmenbedingungen des E-Governments

Governance, (New) Public Management und Wissensgesellschaft
Zusammenfassung
E-Government hat sich kontextabhängig herausgebildet. Gesellschaftliche und politische Rahmenbedingungen haben die Themen und Schwerpunkte von E-Government geprägt. Entscheidend für das moderne Verständnis von E-Government war die OECD mit der Publikation „The E-Government-Imperative“ aus dem Jahr 2003. E-Government ist (1) geprägt vom Begriff der Governance im Bereich Politik, (2) vom Ansatz des New Public Management in den Verwaltungswissenschaften und (3) vom Diskurs um die Wissensgesellschaft. Eine jüngere Weiterentwicklung bildet die digitale Transformation von Staat und Verwaltung.
Thomas Gees

Flexible und benutzerfreundliche Authentifizierungsverfahren zur Umsetzung transaktionaler E-Government-Services auf mobilen Geräten

Zusammenfassung
Die sichere und zuverlässige Identifikation auf Authentifizierung von Bürgerinnen und Bürgern ist eine der wichtigsten Säulen transaktionaler E-Government-Services. Die zunehmende Popularität mobiler Endnutzergeräte wie Smartphones und Tablets stellt bestehende Lösungen der Benutzerauthentifizierung, die zumeist für klassische Geräte wie PCs und Laptops entwickelt wurden, vor neue Herausforderungen. In diesem Kapitel stellen wir ein Konzept vor, mit welchem diesen Herausforderungen begegnet werden kann. Möglichkeiten des vorgestellten Konzepts werden über dessen prototypische Anwendung im Identity-Management-System des österreichischen E-Governments aufgezeigt.
Kevin Theuermann, Thomas Zefferer, Thomas Lenz, Arne Tauber

Barrierefreies E-Government

Zusammenfassung
Das vorliegende Kapitel beschreibt die Anforderungen und Möglichkeiten einer barrierefreien Gestaltung von E-Government, strukturiert nach vier Maturitätsstufen für E-Government-Leistungen. Es leistet damit einen Beitrag die Barrierefreiheit aus Sicht E-Government zu skizzieren.
Angelina Dungga, Katinka Weissenfeld, Eduard Klein

Aktuelle und innovative Themen beim E-Government

Frontmatter

E-Demokratie: E-Voting

Zusammenfassung
Der Einsatz elektronischer Wahlsysteme oder E-Voting-Systeme bei politischen Abstimmungen oder Wahlen wird sowohl unter Fachleuten wie auch unter Bürgerinnen und Bürger kontrovers diskutiert. Die einen sehen E-Voting-Systeme als eine natürliche Weiterentwicklung verbreiterter Dienste wie E-Shopping oder E-Banking, während bei den anderen die möglichen Gefahren oder gar die Gefährdung der Demokratie im Vordergrund stehen. Aufbauend auf allgemeinen Anforderungen und entsprechenden Herausforderungen bei der Umsetzung werden im Folgenden generelle vertrauensbildende Massnahmen für den Einsatz von E-Voting-Systemen dargestellt. Kryptografische Verfahren und Bausteine für E-Voting-Systeme werden beschrieben. Sie ermöglichen gewisse widersprüchliche Anforderungen aufzulösen, wie zum Beispiel die Wahrung des Stimm- und Wahlgeheimisses in Verbindung mit der individuellen und universellen Verifikation. Zwei Synthesen dieser Bausteine bilden den Schluss dieses Beitrags: Ein E-Voting-System mit postalischer Zustellung des Stimmrechtsausweises sowie ein medienbruchfreies E-Voting-System, welches vollständig über das Internet funktioniert.
Eric Dubuis

Open Government und Open Data als Modernisierungskonzepte: Chancen und Herausforderungen offener Verwaltungen

Zusammenfassung
Open Government als Modernisierungskonzept ist eine Weiterführung von Good Governance und beantwortet die Frage, wie Regierungs- und Verwaltungshandeln ausgestaltet sein soll. Aus einer Analyse des zeitlichen, wertebezogenen und territorialen Kontexts folgt die Erkenntnis, dass Open Data als das zentrale Innovationskonzept der letzten Jahre gesehen werden kann. Die Chancen und Herausforderungen werden entlang technischer, wirtschaftlicher, rechtlicher, politischer, gesellschaftlicher, organisatorischer und verwaltungsökonomischer Argumente diskutiert.
Bernhard Krabina

Künstliche Intelligenz in der Öffentlichen Verwaltung

Status Quo und zukünftige Entwicklungen
Zusammenfassung
Im Kontext der Digitalisierung macht der Erfolgslauf von Technologien der „Künstlichen Intelligenz“ (KI) auch in der öffentlichen Verwaltung nicht Halt. Diese Technologien finden in einer Reihe von Szenarien Einsatz – Beispiele sind Systeme zur Entscheidungsunterstützung, zur Unterstützung von intelligenten e-Learning Prozessen und zur Unterstützung der Kommunikation mit Bürgern. Das Hauptziel dieses Artikels ist es, einen Einblick in unterschiedliche Technologien der Künstlichen Intelligenz zu geben und gleichzeitig auch anhand von Beispielen Anwendungen und die damit verbundenen Prozessverbesserungen zu beleuchten.
Alexander Felfernig, Martin Stettinger, Manfred Wundara, Christoph Stanik

Blockchain in der Verwaltung

Zusammenfassung
Die öffentliche Verwaltung steht vor massiven Herausforderungen, auch im Zusammenhang mit der fortschreitenden Digitalisierung. Der Kostendruck steigt stetig und daher werden von der Verwaltung Lösungen gefordert, die effizient, sicher, zukunftsorientiert und kostengünstig sind. Aus diesem Grund wird in öffentlichen Verwaltungen rund um das Thema Blockchain analysiert, geforscht und Pilot-Projekte auf- und umgesetzt. Mit dieser neuen Technologie wurde ein Konzept geschaffen, das es ermöglicht, vorhandenen Problemfeldern bzw. Anforderungen anders zu begegnen. Aus diesem Grund wird die Blockchain-Technologie die Verwaltung verändern und die Digitalisierung weiter beschleunigen. Es stellt sich in diesem Zusammenhang auch die Frage, inwieweit Regierungen und Verwaltungsbehörden durch die Blockchain disruptiert werden bzw. welche Änderungen sich in den Organisationen etablieren werden.
Wolfgang Eixelsberger, Manfred Wundara, Walter Huemer

Smart Cities and Regions: Die digitale Transformation in der Stadtentwicklung und E-Government

Zusammenfassung
Viele Städte weltweit haben es sich auf die Fahnen geschrieben, eine Smart City zu werden. Was bedeutet das aber in der Praxis? Dieser Beitrag versucht darzulegen, was eine Smart City ausmacht, was typische Anwendungen einer Smart City sind, und wie Städte diesen Transformationsprozess steuern können. Unterschiedliche Strategien sind möglich, deshalb geht es für eine Stadt vor allem darum, eine auf ihre Bedürfnisse und ihren Kontext angepasste Strategie zu finden.
Stephan Haller
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