Handbuch Frieden
- 2026
- Buch
- Herausgegeben von
- Hans-Joachim Gießmann
- Bernhard Rinke
- Bettina Engels
- Verlag
- Springer Fachmedien Wiesbaden
Über dieses Buch
Die aktualisierte und erweiterte Auflage dieses Handbuches beinhaltet das aktuelle Wissen zu Frieden, Friedenspolitik und zur Friedens- und Konfliktforschung. Die Beiträge behandeln den Friedensbegriff systematisch aus wissenschaftlicher und politischer Perspektive. Dabei werden die vielfältigen inhaltlichen Dimensionen und Bezüge des Begriffsfeldes Frieden verdeutlicht und die Förderung friedlicher und integrativer Gesellschaften für eine nachhaltige Entwicklung untersucht. Die Befunde der rund 50 Autor*innen bieten ein umfassendes Bild der aktuellen und künftigen Herausforderungen von Friedensforschung und Friedenspolitik und beziehen die Praxis der Friedensarbeit ein.
Inhaltsverzeichnis
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Frontmatter
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Krieg und Frieden
Reinhard MeyersDer Fachbeitrag untersucht die historischen und aktuellen Konzepte von Krieg und Frieden. Es wird analysiert, wie sich die Definitionen und Perspektiven von Krieg und Frieden im Laufe der Geschichte entwickelt haben. Der Text beleuchtet die verschiedenen politischen und wissenschaftlichen Diskurse, die diese Konzepte prägen. Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung des Staates als Friedensverband und der Rolle des Völkerrechts bei der Einhegung und Verrechtlichung des Krieges. Der Beitrag diskutiert auch die verschiedenen Dimensionen des Friedensbegriffs, einschließlich des negativen und positiven Friedens, und die Herausforderungen bei der Definition und Umsetzung von Frieden in der modernen Welt. Abschließend wird die Frage aufgeworfen, wie Frieden in einer Welt, die von Konflikten und Gewalt geprägt ist, erreicht und aufrechterhalten werden kann.KI-Generiert
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ZusammenfassungVor dem Hintergrund der realhistorischen Entwicklung zeichnet der Beitrag die Genese der Sachverhalte und Begriffe von Krieg und Frieden nach. Er betont, dass deren jeweilige theorie- und kontextabhängige Ausgestaltung stets Reaktion und Antwort war aufNeuere Entwicklungen des Krieges – asymmetrische Neue Kriege, Privatisierung des staatlichen Gewaltmonopols, hybride Kriegführung, Cyberkrieg – ebenso wie der atavistische Rückfall mancher Akteure in illegale kinetische Aggressionsformen (Ukraine, Gaza, Iran) lassen daran vermehrt zweifeln, dass in näherer Zukunft Frieden aus der Entwicklung institutionalisierter, verrechtlichter Verfahren zu immer gewaltärmerer, schließlich dann gewaltfreier Konfliktbearbeitung hervorgehen wird.-
den Fortschritt der Entwicklung der Produktivkräfte und dessen dialektischen Zwilling, die Entwicklung der Destruktivkräfte
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die gesellschaftlichen Veränderungen der ökonomischen und politischen Verkehrsweisen und der von ihnen über Zeit hervorgebrachten wechselnden Strukturen, und
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die damit verknüpften Veränderungen in der Zielsetzung von Krieg und Frieden bzw. in der Folge in den zu ihrer Verwirklichung notwendigen Mitteln.
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Der Friedensbegriff in historischer, politischer und wissenschaftlicher Perspektive
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Frontmatter
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Friedens- und Konfliktforschung
Ines-Jacqueline WerkneDer Fachbeitrag bietet einen tiefen Einblick in die Entwicklung und das Selbstverständnis der Friedensforschung. Er beginnt mit einer historischen Einordnung, die die Entstehung der Friedensforschung im Atomzeitalter und ihre Entwicklung im Kontext des Kalten Krieges beleuchtet. Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf der Diskussion des Friedensbegriffs und der Frage, was unter Friedensforschung zu verstehen ist. Der Beitrag analysiert die verschiedenen Phasen der Friedensforschung, von den Anfängen bis hin zu aktuellen Herausforderungen wie dem Ukrainekrieg und der Rückkehr des zwischenstaatlichen Krieges in Europa. Ein weiterer Fokus liegt auf der Praxisorientierung der Friedensforschung und ihrer Rolle in der Politikberatung. Der Autor diskutiert die normativen und methodischen Herausforderungen der Disziplin und zeigt auf, wie sich die Friedensforschung in Deutschland institutionalisiert hat. Abschließend wird die Bedeutung der Friedensforschung für die Gestaltung einer neuen Friedensordnung und Sicherheitsarchitektur in Europa hervorgehoben. Der Beitrag bietet somit eine umfassende Analyse der Friedensforschung und ihrer aktuellen Relevanz.KI-Generiert
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ZusammenfassungAusgehend von den Ambiguitäten, wie Frieden inhaltlich zu fassen ist, setzt der Beitrag seinen Fokus auf die disziplinäre Konturierung und das Selbstverständnis der Friedensforschung. Das umfasst Fragen der Normativität, des Praxisbezugs und der Interdisziplinarität. Im Anschluss werden die verschiedenen Phasen der Friedensforschung mit ihren jeweiligen inhaltlichen Schwerpunkten kurz skizziert, bevor abschließend ein Überblick über die Entwicklung der Friedens- und Konfliktforschung in Deutschland als Wissenschaftsdisziplin erfolgt. -
Naturwissenschaftlich-technische Friedens- und Konfliktforschung
Christian Reuter, Jürgen Scheffran, Manuel KreutleDieses Kapitel beleuchtet die historische und aktuelle Rolle der Naturwissenschaften und Technik in der Friedens- und Konfliktforschung. Es beginnt mit einem Überblick über die Verbindung von Wissenschaft und Kriegsführung von der Antike bis zu modernen Technologien wie Künstlicher Intelligenz und Robotik. Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf der naturwissenschaftlich-technischen Friedensforschung, die sich nach den Atomwaffeneinsätzen in Hiroshima und Nagasaki entwickelte. Sie untersucht die Risiken und Doppelverwendungen neuer Technologien sowie Lösungsansätze für Rüstungskontrolle und Abrüstung. Der Text behandelt exemplarisch konkrete Anwendungsfelder wie nukleare Nichtverbreitung, Cyber- und Information Warfare, sowie Chemie- und Biotechnologie. Besonders relevant sind die Diskussionen um Verifikationsmethoden für nukleare Abrüstung und die Herausforderungen der Cybersicherheit. Abschließend wird die Bedeutung interdisziplinärer Zusammenarbeit und präventiver Rüstungskontrolle betont, um Eskalationen zu verhindern und nachhaltigen Frieden zu sichern.KI-Generiert
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ZusammenfassungAngesichts des Einsatzes von Chemiewaffen, neuer bio- und informations technologischer Entwicklungen und der Androhung des Einsatzes von Atomwaffen stehen die nukleare, biologische, chemische und informationstechnische Abrüstung und Rüstungskontrolle vor großen Herausforderungen. Damit gewinnen Erkenntnisse naturwissenschaftlich-technischer Disziplinen für die Forschung über Krieg und Frieden, Rüstung und Abrüstung an enormer Bedeutung. Sie unterstützen politische Prozesse der Kriegsverhütung, Abrüstung und Vertrauensbildung durch Analysen der Eigenschaften, Folgen und Kontrollmöglichkeiten neuer Waffentypen und Technologien. -
Frieden in den Theorien der Internationalen Beziehungen
Martin Kahl, Bernhard RinkeDer Fachbeitrag untersucht die verschiedenen Theorien der Internationalen Beziehungen und ihre Ansätze zur Friedenssicherung. Es werden die Grundlagen und Annahmen des Realismus, Institutionalismus und Liberalismus dargestellt, sowie deren jeweilige Friedensstrategien und -bedingungen. Der Beitrag analysiert, wie diese Theorien auf aktuelle politische Entwicklungen, wie den Krieg in der Ukraine, anwendbar sind und welche Schlussfolgerungen sich daraus für die internationale Politik ergeben. Besonders betont wird die Bedeutung der Theorievielfalt und deren Relevanz für die Erklärung und Bewältigung globaler Konflikte. Der Text bietet eine umfassende Übersicht über die verschiedenen theoretischen Ansätze und deren Implikationen für die Friedenssicherung in der heutigen Welt.KI-Generiert
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ZusammenfassungDer Beitrag fragt, welche Friedensstrategien die Großtheorien des (Neo-)Realismus, Institutionalismus und Liberalismus nahelegen und welche Friedensgefährdungen von ihnen benannt werden. Bis in die jüngste Vergangenheit hatten institutionalistische und liberale Kategorien wie Verrechtlichung oder Demokratisierung sowie das Handeln in Übereinstimmung mit moralischen Prinzipien und gesellschaftlichen Normen den Status analytischer Schlüsselkategorien der Internationlen Beziehungen. Nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine erlebt der Realismus eine Renaissance. Da zwischenstaatliche Kriege im Vergleich zu innerstaatlichen bewaffneten Konflikten eine residuale Kategorie bilden, bleibt die Frage nach der Erklärungskraft der Großtheorien für die Analyse militärischer Gewalt bestehen. -
Frieden aus postkolonialer Perspektive
Bettina EngelsIn diesem Kapitel wird Frieden aus einer postkolonialen Perspektive betrachtet. Es wird argumentiert, dass Gewalt, Konflikt und Krieg oft außerhalb der eigenen (westlichen) Sphäre verortet werden, während die gewaltvollen Strukturen der eigenen Gesellschaften unsichtbar bleiben. Ein zentrales Argument ist die ontologische Differenz zwischen der kolonialisierten Welt und der Metropole, die sich auf die Anerkennung von Leben als menschlich auswirkt. Der Text skizziert die Rezeption postkolonialer Ansätze in der Friedens- und Konfliktforschung und kritisiert die Ausblendung von race als zentrale Kategorie. Es wird gezeigt, wie postkoloniale Perspektiven die Debatte um Frieden und Gewalt erweitern und die inhärent gewaltvollen Strukturen der westlichen Gesellschaften sichtbar machen. Das Kapitel fordert eine umfassende Dekolonialisierung von Wissen und Institutionen, um Frieden und Gerechtigkeit für alle zu ermöglichen.KI-Generiert
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ZusammenfassungDas Kapitel stellt zwei Argumente einer postkolonialen Perspektive auf Frieden heraus: Erstens werden Gewalt, Konflikt und Krieg außerhalb der eigenen (westlichen) Sphäre verortet und Frieden zu etwas, das dort (anderswo) hergestellt und gesichert werden muss. Die inhärent gewaltvollen Strukturen der eigenen (nördlichen, westlichen) Gesellschaften werden demgegenüber unsichtbar gemacht. Zweitens besteht eine ontologische Differenz zwischen der kolonialisierten Welt und der Metropole hinsichtlich der Qualität von Leben, d.h. welches Leben als menschlich und als Subjekt anerkannt wird. -
Frieden aus feministischer Perspektive
Bettina EngelsDas Kapitel beleuchtet die Entwicklung und Bedeutung feministischer Perspektiven in der Friedens- und Konfliktforschung sowie in der Außenpolitik. Es beginnt mit der historischen Entwicklung feministischer Ansätze in der Friedensforschung, die in den 1980er Jahren begannen, Frauen als Akteurinnen in der internationalen Politik sichtbar zu machen. Der Text analysiert verschiedene theoretische Ansätze, darunter liberale, radikal-feministische und postkoloniale Perspektiven, und zeigt auf, wie diese die Friedensforschung bereichert haben. Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf der UN-Agenda zu Frauen, Frieden und Sicherheit (WPS-Agenda) und der feministischen Außenpolitik, die von mehreren Staaten verfolgt wird. Kritisch wird betrachtet, dass diese oft oberflächlich bleiben und tiefgreifende strukturelle Veränderungen ausbleiben. Der Text untersucht auch die Rolle des Militärs und von Peacekeeping-Missionen, insbesondere im Zusammenhang mit sexualisierter Gewalt. Abschließend wird die Herausforderung dargestellt, die feministische Friedensforschung und politische Praxis angesichts eines antifeministischen Backlashs bewältigen müssen. Das Fazit betont die Notwendigkeit, feministische Positionen zu verteidigen und gleichzeitig radikale Forderungen nach Alternativen zu stellen, um die bestehenden Macht- und Herrschaftsverhältnisse zu verändern.KI-Generiert
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ZusammenfassungDieses Kapitel stellt die theoretischen Perspektiven und empirischen Forschungen im Bereich der feministischen Friedens- und Konfliktforschung vor. Zentrale Themen sind sexualisierte und geschlechterbasierte Gewalt, das Militär und Peacekeeping-Missionen, die UN-Agenda zu Frauen, Frieden und Sicherheit, die feministische Außenpolitik sowie die Kritik daran. Abschließend werden die Herausforderungen skizziert, mit denen sich die feministische Friedensforschung und politische Praxis angesichts eines antifeministischen Backlash konfrontiert sehen.
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Begriffsfeld Frieden
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Frontmatter
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Europäische Friedens- und Sicherheitsordnungen
Holger Niemann, Ursula SchröderDieses Kapitel untersucht die tiefgreifenden Herausforderungen, denen europäische Friedens- und Sicherheitsordnungen heute gegenüberstehen. Es analysiert die Auswirkungen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine, die Erosion der transatlantischen Partnerschaft und die gesellschaftlichen Krisen, die die europäische Sicherheitsarchitektur erschüttern. Der Text diskutiert die Notwendigkeit einer Neuausrichtung der europäischen Sicherheitsordnung und entwickelt eine Forschungsagenda, die vier zentrale Wege aufzeigt: die Analyse von Integrationsdynamiken, die Untersuchung der globalen Rolle Europas, die Berücksichtigung gesellschaftlicher Dimensionen und die Nutzung der Potenziale der Friedens- und Konfliktforschung. Die Forschung muss sich mit der komplexen Verschränkung politischer Ebenen und Felder auseinandersetzen und neue Erklärungsansätze entwickeln, um die tiefgreifenden Veränderungen analytisch zu erfassen. Der Beitrag betont die Bedeutung einer kritischen Reflexion und normativen Problemorientierung, um die aktuellen Krisenkonstellationen zu verstehen und Lösungsansätze zu entwickeln. Durch die Integration verschiedener theoretischer Perspektiven und die Betonung der gesellschaftlichen Dimension bietet das Kapitel eine umfassende Analyse der Herausforderungen und Möglichkeiten für eine zukunftsfähige europäische Friedens- und Sicherheitsordnung.KI-Generiert
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ZusammenfassungDie europäische Friedensordnung wird durch Russlands Krieg gegen die Ukraine, Brüche in der transatlantischen Partnerschaft, die Erosion demokratischer Normen sowie gesellschaftliche Krisen fundamental herausgefordert. EU, NATO und OSZE verlieren an Bindungskraft; Populismus und soziale Ungleichheit nehmen zu. Angesichts multipler Krisen und konfligierender Ordnungsentwürfe diskutiert das Kapitel Integrationsdynamiken, Europas globale Rolle, gesellschaftliche Konflikte und die analytischen Stärken der Friedens- und Konfliktforschung als Perspektiven auf die europäische Friedensordnung. -
Gerechter Friede
Sarah Jäger, Jean-Daniel StrubDer Fachbeitrag beleuchtet das Konzept des Gerechten Friedens, das seit den 1980er-Jahren in der Friedensethik diskutiert wird. Der Text geht auf die historische Entwicklung ein, insbesondere im Kontext der christlichen Friedensethik und der ökumenischen Bewegung. Es wird die Abgrenzung zur Theorie des Gerechten Krieges hervorgehoben und die Bedeutung des Zusammenhalts von Frieden und Gerechtigkeit betont. Der Beitrag analysiert die vier Dimensionen des Gerechten Friedens: Schutz vor Gewalt, Abbau von Not, Förderung von Freiheit und Anerkennung kultureller Vielfalt. Zudem werden aktuelle Herausforderungen wie der Ukraine-Krieg, die nukleare Abschreckung und die globale Ordnung thematisiert. Die Diskussion umfasst auch die Spannung zwischen Pazifismus und verantwortungsethischen Ansätzen sowie die Rolle der Versöhnungsforschung. Abschließend wird die Notwendigkeit einer Weiterentwicklung des Konzepts im Lichte aktueller Konflikte und globaler Machtverschiebungen betont.KI-Generiert
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ZusammenfassungSeit den späten 1980er-Jahren wird der Begriff „Gerechter Frieden“ innerhalb der christlichen Friedensethik diskutiert, hier liegt der Fokus auf dem Zusammenspiel von Frieden und Gerechtigkeit. Der Ansatz betont ethische Aspekte in internationalen Beziehungen und zielt auf die Kombination von friedens-, sicherheits- und entwicklungspolitischen Maßnahmen ab, wobei zivile Konfliktbearbeitung Vorrang hat. Gegenwärtig wird das Konzept des Gerechten Friedens vor Herausforderungen gestellt, insbesondere angesichts aktueller geopolitischer Entwicklungen, der atomaren Abschreckung und asymmetrischer Kriegsformen. -
Friedensethik
Bernhard KochIn diesem Kapitel wird die Friedensethik als interdisziplinäres Feld zwischen Philosophie und Theologie untersucht. Es wird die Bedeutung von Frieden als Ziel ethischen Handelns betont und die Rolle von Religionen bei der Förderung inneren und äußeren Friedens diskutiert. Der Text analysiert die verschiedenen Felder der Friedensethik, einschließlich der normativen Handlungsprüfung, der Auslegungswissenschaft und der Metaethik. Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf der Unterscheidung zwischen legitimer und illegitimer Gewalt sowie den Herausforderungen der Gewaltüberwindung. Zudem wird die Beziehung zwischen Frieden und Gerechtigkeit untersucht, wobei die Spannung zwischen universalistischen und partikularistischen Ansätzen hervorgehoben wird. Der Text schließt mit der Feststellung, dass Frieden stets neu im menschlichen Selbstvollzug und Miteinander verwirklicht werden muss und dass die Friedensethik eine wichtige Rolle dabei spielt, dieser besonderen Würde des Menschen gerecht zu werden.KI-Generiert
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ZusammenfassungIm Ausdruck „Friedensethik“ wird die Praxis des ethischen Überlegens auf ein Ziel, den Frieden, hin ausrichtet. Daher stehen in der Friedensethik nicht zuerst Handlungen, sondern begriffliche und hermeneutische Reflexionen im Vordergrund – sei es auf den Friedensbegriff selbst oder auf das, was ihm entgegensteht: die Gewalt. Friedensethik sollte es auf einen ethischen Begriff des Friedens anlegen, der nicht einfachhin ein außermoralisches, herstellbares Gut sein kann, auf das hin Handlungen zu finalisieren sind, sondern als menschliche Praxis stets neu reflektiert und überdacht wird. -
Friedensmediation
Lars Kirchhoff, Luxshi VimalarajahFriedensmediation ist ein komplexer, nicht-militärischer Ansatz zur Konfliktbearbeitung, der seit dem 2. Weltkrieg normativ verankert ist. Der Beitrag beleuchtet die Rolle von Drittparteien, die Herausforderungen der aktuellen geopolitischen Lage und die Zukunft des Feldes. Der Text beginnt mit einer begrifflichen Präzisierung der Friedensmediation und ihrer Abgrenzung zu klassischer Diplomatie und Nationalen Dialogen. Es werden die verschiedenen Ebenen, Akteure und Ziele der Friedensmediation sowie die unterschiedlichen Mediationsstile und -methoden diskutiert. Der Beitrag analysiert die aktuellen Herausforderungen und Entwicklungen im Feld der Friedensmediation, einschließlich der Rolle neuer Akteure wie Qatar, Saudi-Arabien und Oman. Zudem wird die Bedeutung von Innovation und Anpassung an neue Herausforderungen hervorgehoben. Der Text schließt mit einem Ausblick auf die Zukunft der Friedensmediation und die Notwendigkeit einer umfassenden Integration aller Verschiebungen, um die Glaubwürdigkeit und Relevanz der eigenen Rolle auf dem Feld der Friedensvermittlung zu gewährleisten.KI-Generiert
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ZusammenfassungKonzept und Praxis der Friedensvermittlung geraten vor dem Hintergrund von bilateralen Deals, dem neuen Primat von Macht und Militär sowie signifikanten Verschiebungen der internationalen Ordnung unter Druck. Um sich auch und gerade in diesen volatilen Zeiten als außenpolitisches Instrument zu behaupten, braucht es größtmögliche konzeptionelle Klarheit, eine Anpassung von Vermittlungsmethodik, -stil und -strukturen an die neuen Realitäten und einen passgenauen Umgang mit den Akteuren, Konfliktanatomien und Arten von Abkommen, die die Zukunft internationaler Aushandlungsprozesse prägen werden. -
Friedenspädagogik
Uli JägerDer Fachbeitrag beleuchtet die aktuellen Herausforderungen und Diskurse der Friedenspädagogik, insbesondere vor dem Hintergrund des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine und anderer globaler Konflikte. Er diskutiert die Grundlagen, Ansätze und Entwicklungen der Friedenspädagogik, mit einem besonderen Fokus auf den deutschsprachigen Kontext und den Lernort Schule. Der Beitrag betont die Bedeutung einer systematischen Gewaltkritik und der Förderung einer Kultur des Friedens, sowie die Notwendigkeit einer strukturellen Verankerung der Friedenspädagogik in formalen Bildungsbereichen. Zudem werden aktuelle Impulse und Ansätze, wie die digitale Friedenspädagogik und die Einbindung von Rassismuskritik und dekolonialer Informiertheit, vorgestellt. Der Text zeigt auf, wie Friedenspädagogik in verschiedenen gesellschaftlichen und internationalen Kontexten umgesetzt werden kann und betont die Bedeutung von Infrastrukturmaßnahmen und langfristiger Förderung. Abschließend werden konkrete Projekte und Initiativen, wie die Peace Days und das Next Leaders for Peace Training, vorgestellt, die die praktische Umsetzung der Friedenspädagogik verdeutlichen.KI-Generiert
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ZusammenfassungHass, Gewalt, Kriege – Die Herausforderungen für die Gestaltung eines friedlichen Miteinanders sind groß. Hoffnungen auf und Erwartungen an die Friedenspädagogik wachsen – in Theorie und Praxis. Im Artikel werden aktuelle Themen und Diskurse aufgegriffen, sowie Grundlagen, Ansätze und Entwicklungen der Friedenspädagogik vorgestellt und diskutiert. Der Beitrag bezieht sich dabei auf den deutschsprachigen Kontext, berücksichtigt aber auch internationale Beiträge und Erfahrungen. -
Gesellschaftlicher Frieden
Christoph WellerDer Fachbeitrag untersucht verschiedene Konzepte von gesellschaftlichem Frieden und deren Anwendung auf innerstaatliche Verhältnisse. Zunächst wird der Begriff des Friedens erweitert, um nicht nur die Abwesenheit von Krieg, sondern auch die konstruktive Bearbeitung gesellschaftlicher Konflikte zu umfassen. Der Text analysiert das Konzept des 'Zivilisatorischen Hexagons', das sechs Komponenten benennt, die zu einem friedlichen Zusammenleben beitragen können, darunter Gewaltmonopol, Rechtsstaatlichkeit und soziale Gerechtigkeit. Es wird auch das Konzept der 'Friedenslogik' vorgestellt, das sich auf die Qualität sozialer Beziehungen und die Fähigkeit zur konstruktiven Konfliktbearbeitung konzentriert. Ein weiteres Konzept, 'societal peace', betont die Abwesenheit politischer Gewalt und die Präsenz sozialer Kohäsion. Der Beitrag argumentiert, dass gesellschaftlicher Frieden nicht durch die Abwesenheit von Gewalt, sondern durch die konstruktive Bearbeitung von Konflikten erreicht wird. Es wird betont, dass Institutionen der Konfliktbearbeitung eine zentrale Rolle spielen, um die Eskalation von Konflikten zu verhindern und eine friedliche Gesellschaft zu fördern. Der Text schließt mit der Feststellung, dass gesellschaftlicher Frieden ein dynamischer Prozess ist, der kontinuierliche Anpassung und die Entwicklung neuer Institutionen der Konfliktbearbeitung erfordert.KI-Generiert
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ZusammenfassungDer Beitrag entwickelt auf der Grundlage von Theorien sozialer Konflikte und in kritischer Auseinandersetzung mit einschlägigen friedenstheoretischen Ansätzen (u. a. Galtung, Senghaas) ein wissenschaftliches Verständnis von „Gesellschaftlichem Frieden“, das über den traditionellen Gegensatz zwischen Frieden und Gewalt hinausgeht. Dabei werden angesichts der Radikalisierung gesellschaftspolitischer Auseinandersetzungen und der damit einhergehenden Eskalationsgefahren innerstaatlicher sozialer Konflikte auch praxisorientierte Fragen des Gesellschaftlichen Friedens in den Blick genommen. -
Sozialer Frieden/Frieden und Soziales
Lotta MayerDer Fachbeitrag untersucht das Konzept des sozialen Friedens und seine Bedeutung in modernen Gesellschaften. Es wird argumentiert, dass sozialer Frieden nicht nur die Abwesenheit von Gewalt, sondern auch die Fähigkeit einer Gesellschaft bedeutet, Konflikte konstruktiv und gewaltfrei auszutragen. Der Text analysiert die verschiedenen Dimensionen sozialen Friedens, einschließlich der Rolle von Herrschaftsstrukturen, Interdependenz und Gerechtigkeitsvorstellungen. Es wird gezeigt, wie diese Faktoren die Art und Weise beeinflussen, in der Konflikte ausgetragen werden, und wie sie zur Förderung oder Untergrabung des sozialen Friedens beitragen können. Der Beitrag betont die Bedeutung von demokratischen Strukturen, sozialen Gerechtigkeitsvorstellungen und der Fähigkeit von Gesellschaften, sich an veränderte Bedingungen anzupassen. Abschließend wird die aktuelle politische Landschaft analysiert und die Herausforderungen für den sozialen Frieden in modernen Gesellschaften diskutiert.KI-Generiert
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ZusammenfassungFrieden als Konzept verweist auf Konflikt: „Positiver Frieden“ zeigt Bedingungen dafür auf, dass soziale Konflikte – die als solche unproblematisch sind – gewaltfrei ausgetragen werden. Dies verweist zum einen auf staatliche Strukturen, die es allen gesellschaftlichen Gruppen erlauben, ihre Anliegen einzubringen. Zum anderen sind damit gesellschaftliche Gegebenheiten angesprochen, vor allem Interdependenzen sowie ein hinreichendes Maß sozialer Gerechtigkeit. Umgekehrt verweist dies darauf, dass die Zunahme ökonomischer Ungleichheit in der Gegenwart den sozialen Frieden gefährden könnte.
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- Titel
- Handbuch Frieden
- Herausgegeben von
-
Hans-Joachim Gießmann
Bernhard Rinke
Bettina Engels
- Copyright-Jahr
- 2026
- Electronic ISBN
- 978-3-658-49644-9
- Print ISBN
- 978-3-658-49643-2
- DOI
- https://doi.org/10.1007/978-3-658-49644-9
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